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Schlagwort: Sepp Maier

Alle Fußballer des Jahres in Deutschland

Hier eine Liste aller Fußballer des Jahres seit der Einführung dieser Auszeichnung.

Jahr Spieler
2020 Robert Lewandowski
2019 Marco Reus
2018 Toni Kroos
2017 Philipp Lahm
2016 Jerome Boateng
2015 Kevin de Bruyne
2014 Manuel Neuer
2013 Bastian Schweinsteiger
2012 Marco Reus
2011 Manuel Neuer
2010 Arjen Robben
2009 Grafite
2008 Franck Ribéry
2007 Mario Gomez
2006 Miroslav Klose
2005 Michael Ballack
2004 Ailton
2003 Michael Ballack
2002 Michael Ballack
2001 Oliver Kahn
2000 Oliver Kahn
1999 Lothar Matthäus
1998 Oliver Bierhoff
1997 Jürgen Kohler
1996 Matthias Sammer
1995 Matthias Sammer
1994 Jürgen Klinsmann
1993 Andreas Köpke
1992 Thomas Häßler
1991 Stefan Kuntz
1990 Lothar Matthäus
1989 Thomas Häßler
1988 Jürgen Klinsmann
1987 Uwe Rahn
1986 Toni Schumacher
1985 Hans-Peter Briegel
1984 Toni Schumacher
1983 Rudi Völler
1982 Karlheinz Förster
1981 Paul Breitner
1980 Karl-Heinz Rummenigge
1979 Berti Vogts
1978 Sepp Maier
1977 Sepp Maier
1976 Franz Beckenbauer
1975 Sepp Maier
1974 Franz Beckenbauer
1973 Günter Netzer
1972 Günter Netzer
1971 Berti Vogts
1970 Uwe Seeler
1969 Gerd Müller
1968 Franz Beckenbauer
1967 Gerd Müller
1966 Franz Beckenbauer
1965 Hans Tilkowski
1964 Uwe Seeler
1963 Hans Schäfer
1962 Karl-Heinz Schnellinger
1961 Max Morlock
1960 Uwe Seeler

Pro Spieler ergibt dies folgende Zahl an Auszeichnungen:

Anzahl Spieler
4x Franz Beckenbauer
3x Michael Ballack
3x Sepp Maier
3x Uwe Seeler
2x Thomas Häßler
2x Oliver Kahn
2x Jürgen Klinsmann
2x Gerd Müller
2x Lothar Matthäus
2x Günter Netzer
2x Manuel Neuer
2x Marco Reus
2x Matthias Sammer
2x Berti Vogts
1x Ailton
1x Oliver Bierhoff
1x Jerome Boateng
1x Paul Breitner
1x Hans-Peter Briegel
1x Karl-Heinz Förster
1x Mario Gomez
1x Grafite
1x Miroslav Klose
1x Jürgen Kohler
1x Stefan Kuntz
1x Andreas Köpke
1x Philipp Lahm
1x Max Morlock
1x Uwe Rahn
1x Franck Ribéry
1x Arjen Robben
1x Karl-Heinz Rummenigge
1x Hans Schäfer
1x Karl-Heinz Schnellinger
1x Harald Schumacher
1x Hans Tilkowski
1x Rudi Völler
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Ewige Einsatzliste der Bundesliga

Nr. Name Vereine Einsätze
1. Karl-Heinz Körbel Eintracht Frankfurt 602
2. Manfred Kaltz Hamburger SV 581
3. Oliver Kahn Karlsruher SC
FC Bayern München
557
4. Klaus Fichtel Werder Bremen
FC Schalke 04
552
5. Mirko Votava Werder Bremen
Borussia Dortmund
546
6. Klaus Fischer TSV 1860 München
FC Schalke 04
1. FC Köln
VfL Bochum
535
7. Eike Immel Borussia Dortmund
VfB Stuttgart
534
8. Willi Neuberger Werder Bremen
Eintracht Frankfurt
Borussia Dortmund
Wuppertaler SV
520
9. Michael Lameck VfL Bochum 518
10. Uli Stein Eintracht Frankfurt
Hamburger SV
Arminia Bielefeld
512
11. Stefan Reuter Borussia Dortmund
1. FC Nürnberg
FC Bayern München
502
12. Bernard Dietz FC Schalke 04
MSV Duisburg
495
13. Ditmar Jakobs Hamburger SV
MSV Duisburg
Rot-Weiß Oberhausen
TeBe Berlin
493
14. Rainer Geye 1. FC Kaiserslautern
Fortuna Düsseldorf
485
15. Dieter Burdenski Werder Bremen
FC Schalke 04
Arminia Bielefeld
478
16. Sepp Maier FC Bayern München 472
17. Oliver Reck Werder Bremen
FC Schalke 04
Kickers Offenbach
471
18. Christian Wörns Borussia Dortmund
Bayer Leverkusen
Waldhof Mannheim
469
19. Lothar Matthäus Borussia Mönchengladbach
FC Bayern München
464
20. Toni Schumacher FC Schalke 04
Borussia Dortmund
1. FC Köln
FC Bayern München
464
21. Michael Zorc Borussia Dortmund 462
22. Franz-Josef Tenhagen Borussia Dortmund
VfL Bochum
Rot-Weiß Oberhausen
457
23. Norbert Nigbur FC Schalke 04
Hertha BSC Berlin
456
24. Richard Golz Hamburger SV
SC Freiburg
453
Rolf Rüssmann FC Schalke 04
Borussia Dortmund
453
26. Stefan Kuntz 1. FC Kaiserslautern
Arminia Bielefeld
VfL Bochum
Bayer Uerdingen
449
27. Manfred Burgsmüller Werder Bremen
Borussia Dortmund
1. FC Nürnberg
Rot-Weiss Essen
447
28. Olaf Thon FC Schalke 04
FC Bayern München
443
29. Johannes Riedl Hertha BSC Berlin
1. FC Kaiserslautern
MSV Duisburg
Kickers Offenbach
Arminia Bielefeld
442
30. Jürgen Grabowski Eintracht Frankfurt 441
31. Gerd Zewe Fortuna Düsseldorf 440
32. Michael Frontzeck VfB Stuttgart
Borussia Mönchengladbach
VfL Bochum
SC Freiburg
436
33. Wolfgang Kleff Hertha BSC Berlin
Borussia Mönchengladbach
Fortuna Düsseldorf
VfL Bochum
433
34. Andreas Möller Eintracht Frankfurt
FC Schalke 04
Borussia Dortmund
429
35. Gerd Müller FC Bayern München 427
36. Bernd Nickel Eintracht Frankfurt 426
Frank Rost Hamburger SV
Werder Bremen
FC Schalke 04
426
38. Klaus Allofs Werder Bremen
1. FC Köln
Fortuna Düsseldorf
424
Franz Beckenbauer Hamburger SV
FC Bayern München
424
40. Siegfried Held Borussia Dortmund
Kickers Offenbach
Bayer Uerdingen
422
41. Bernd Hölzenbein Eintracht Frankfurt 420
Horst-Dieter Höttges Werder Bremen 420
Lothar Woelk MSV Duisburg
VfL Bochum
420
44. Franz Merkhoffer Eintracht Braunschweig 419
Heinz Simmet 1. FC Köln
Borussia Neunkirchen
Rot-Weiss Essen
419
Berti Vogts Borussia Mönchengladbach 419
47. Rudi Bommer Eintracht Frankfurt
Fortuna Düsseldorf
Bayer Uerdingen
418
48. Holger Fach TSV 1860 München
Bor. Mönchengladbach
Fortuna Düsseldorf
Bayer Uerdingen
Bayer Leverkusen
417
49. Georg Schwarzenbeck FC Bayern München 416
50. Dieter Bast Rot-Weiss Essen
VfL Bochum
Bayer Leverkusen
412
51. Georg Volkert Hamburger SV
1. FC Nürnberg
VfB Stuttgart
410
52. Marcel Witeczek Bayer Uerdingen
Bor. Mönchengladbach
FC Bayern München
1. FC Kaiserslautern
410
53. Wolfgang Overath 1. FC Köln 409
54. Rudi Kargus Hamburger SV
1. FC Nürnberg
Fortuna Düsseldorf
Karlsruher SC
408
55. Pierre Littbarski 1. FC Köln 406
56. Michael Bella MSV Duisburg 405
Karl-Heinz Geils Werder Bremen
Arminia Bielefeld
1. FC Köln
Hannover 96
405
58. Klaus Augenthaler FC Bayern München 404
59. Winfried Schäfer Bor. Mönchengladbach
Kickers Offenbach
Karlsruher SC
403
60. Torsten Frings Werder Bremen
Borussia Dortmund
FC Bayern München
402
61. Martin Kree VfL Bochum
Bayer Leverkusen
Borussia Dortmund
401
Rüdiger Vollborn Bayer Leverkusen 401
63. Thomas Häßler 1. FC Köln
Karlsruher SC
TSV München 1860
Borussia Dortmund
400
Klaus Zaczyk Hamburger SV
Karlsruher SC
1. FC Nürnberg
400

Stand 24. Mai 2015

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Abschiedsspiele: Aufforderung zum Scheißelabern

Peter Neururer über Oliver Kahn

„Dass ein überreagierender Torwart, der unter Druck steht, überreagiert, ist normal.“

Udo Lattek

„Das Tier in ihm, das war das Menschliche an ihm.“

Winnie Schäfer

„Beim 7:0 gegen den FC Valencia war Oliver Kahn, ich würd sagen, zu 80% am Sieg beteiligt.“

Philipp Lahm

„Er hat alles gewonnen, was man gewinnen kann.“

DSF

„Eine ganze Nation sagt Danke.“

Sepp Maier

„Der Oliver und ich, wir sind doch Situationskomiker.“

JBK

„Der Abend wird sicher eine gefühlige Angelegenheit.“

Béla Réthy

„Am 27.11.1987 machte er sein erstes Spiel. Damals war Helmut Kohl noch Kanzler und der Kalte Krieg war noch in vollem Gange. Ein Stück Zeitgeschichte.“

Béla Réthy

„Oliver Kahn zieht zum letzten Mal die Schuhe aus.“

Oliver Kahn

„So, das war’s jetzt.“

Jürgen Klinsmann:

„Er hat auch einfach so nen Big Bang jetzt verdient.“

JBK:

„War das für Sie, Jogi Löw, jetzt eher so ein emotionales Erlebnis […]?“

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Die k.u.k. Saison

Was gibt’s Neues auf dem arg begrenzten Planeten deutscher Fußball?

Zunächst wäre da die Rückkehr von Supermario als Aktivem, spielte er doch im Paul-Janes-Stadion am Wochenende 32 Minuten für die TuS Koblenz im Testspiel gegen Fortuna Düsseldorf. Das ist auch nicht viel weniger, als er sich zur Hochzeit seiner Karriere bewegt hat, aber wie wir nicht erst seit dem Film mit George Bests Füßen wissen, kommt es nicht so sehr darauf an, wie viel man läuft, sondern wann und wohin. Und da kann man noch so billig nörgeln, Basler war immerhin mal Torschützenkönig. Dass er später im Leben nicht immer alles getroffen hat, was man treffen könnte, muss man ihm nicht vorwerfen: Co-Trainer bei TuS Koblenz ist wesentlich mehr, als er ohne den Fußball hätte werden können.

An anderer Stelle hat man Angst um den Fußball, der in seiner Existenz bedroht sei, nur weil weiterhin keine Stars in der Bundesliga spielen könnten, man Fernsehgelder nicht hat wie andere und sowieso alles unfair sei. Ein altes Thema, das eigentlich keiner mehr hören kann, in einem Land, dessen Fußballbegeisterung in Kombination mit finanziellen Möglichkeiten alles übertrifft, was es woanders gibt. Zugegeben, Ribéry hielt größtenteils, was die Kloppelklöpper vorher versprachen. Doch würden wir wirklich Woche für Woche Ronaldinho, Cristiano Ronaldo oder Wayne Rooney in unseren Stadien sehen, wir wären doch schneller ernüchtert als uns lieb ist. 90 Minuten Fußball sind eben kein Werbeclip. Zudem halten wir der vermeintlichen Existenzbedrohung des Fußballs in diesem, unseren Lande entgegen, dass auf Schalke mal eben schlappe 80.000 kamen, nur um die Saisoneröffnung zu sehen. So tot wäre Roy Black Zeit seiner Karriere gerne mal gewesen, was er dann wiederum erst posthum geschafft hat.

Dem in Bezug auf Trends stets aktuellen Kicker ist inzwischen auch aufgefallen, was Public Viewing ursprünglich bedeutet und er füllt damit eine ganze Viertelseite, die mit dem Synonym „NICK“ unterschrieben ist und wohl so etwas wie eine Kolumne darstellen soll. In Zukunft will der kicker sogar eine „Rangliste des deutschen Fußballs“ eröffnen, in der abgetakelte Bundesligastars die von Redakteuren nach nicht einsichtigen Kriterien zufällig erwürfelten Ranglisten kommentieren dürfen. „xy meiner Meinung nach zu hoch, aber ansonsten chapeau, kicker!“ Auch ein Toni Schumacher freut sich schließlich, wenn er mal wieder angerufen wird. Dass Miroslav Klose in einer jener Ranglisten in der Kategorie Stürmer gänzlich fehlt, kann nur bedeuten, dass die Würfel runtergefallen sind, als sein Name gerade dran war.

Zu guter Letzt wird in ein paar Tagen die k.u.k.-Saison der Bundesliga eingeläutet und mit ein bisschen Nervenflattern an den richtigen Stellen ist es auch schon die letzte: die Klopp-und-Klinsmann-Saison. Klopp war zwar schon mal in der Bundesliga, 3 Jahre gar, aber an so exponierter Stellung wie dem Westfalenstadion mit einem riesigen Haufen Lemminge hinter sich noch nicht. Wobei der Dortmunder Lemming an und für sich auch gerne mal die Gefolgschaft verweigert. Ob das tatsächlich nur am mangelnden Talent der Röbers und Dolls gelegen hat oder ob es dem Dortmunder Lemming wesensimmanent ist, werden wir bald wissen. Und der gute Laune-Onkel, der mit dem kessen Spruch auf den Lippen, hat sich möglicherweise schneller verbraucht als Klinsmann es ins bajuwarische buddhistische Nirwana schafft. Wo früher oder später Sepp Maier auf ihn treffen wird, was ungemütlich werden könnte.

Ungemütlich wird es aber immer erst nach ein paar Spieltagen, nämlich dann, wenn die ersten Niederlagenserien vollbracht sind. Hoffen wir, dass wir uns dann und auch vorher schon kaiserlich und königlich amüsieren werden, wenn es wieder heißt:

Et hatt noch immer jott jejange
Den Bongartz beißen die Hunde
Helau und Alaaf, die Närrinnen und Narralesen sind da!

Achja, und der Unaussprechliche möchte weiter versuchen, an sich zu arbeiten. Aber das ist ja nichts Neues.

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Gewinnspiel: Torhüter

Hallo lieber Leser,

darauf hast Du schon lange gewartet.

Endlich gibt es was zu gewinnen bei www.trainer-baade.de und zwar Ruhm. Ähre nicht, die ist verhagelt. Also, lass ihn schon raushängen, den echten Experten.

Googlen gilt nicht, ist auch irgendwie was für Feiglinge.

Wer stand seit dem Krieg (diese Formulierung ist ausnahmsweise ernst gemeint) im deutschen Fußballtor — nicht der Theodor, das ist sicher.

Noch mal gesagt: googlen gilt nicht, dann bist Du raus, aber ich lege vor mit den einfachsten der einfachen:

Jens Lehmann, Oliver Kahn, Harald Schumacher, Sepp Maier.

Und sonst so?

Los.

Bilanz:

Jens Lehmann
Oliver Kahn
Harald Schumacher
Sepp Maier
Bodo Illgner
Hans Tilkowski
Eike Immel
Andreas Köpke
Toni Turek
Timo Hildebrand
Uli Stein
Raimond Aumann
Oliver Reck
Robert Enke
Norbert Nigbur
Wolfgang Kleff
Heinrich Kwiatkowski
Hans-Jörg Butt
Dieter Burdenski
Karl Adam
Horst Wolter
Bernd Franke
Manfred Manglitz
Rudi Kargus
Frank Rost
Wolfgang Fahrian
Fritz „schulpflichtig“ Baumgarten
Fritz Herkenrath
Günter Sawitzki
Karl Bögelein
Fritz Ewert
Helmut Roleder

Nadine Angerer
Silke Rottenberg

Jörg Weißflog
Jürgen Croy
Bodo Rudwaleit
Perry Bräutigam

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Alles hat eine Wurst, nur das Ende zwei

Ich bin untröstlich. Ich bin untröstlich.

Seit 1994 habe ich kein Spiel der deutschen Nationalmannschaft verpasst. (Das letzte verpasste war das 3:2 gegen Belgien im Achtelfinale der WM 1994, Rudi Völler, you know. Verpasst wegen Liebe, Herzschmerz und Klimbim, jedenfalls saß ich in einem Bus nach Paris (dazu später in einem anderen Beitrag mehr)).

Gestern habe ich nach langem Ausgehen das Spiel verpennt. Eine Katastrophe! Da nützt auch die beste Videoaufzeichnung nix.

Meine Serie ist kaputt. Ich gehe auf den Balkon, zum Weinen. Ich fühle mich wie Toni Schumacher nach der Veröffentlichung von „Anpfiff“ oder wie Sepp Maier nach seinem Autounfall, beides zwei Ereignisse, die solcherlei Serien abrupt und ungewollt beendeten.

Untröstlich.

Es fühlt sich an, als sei meine Identität ausgelöscht. Was sie nicht ist, ich weiß. Aber es fühlt sich so an. Und mit ausgelöschter Identität ist schlecht leben.

Vegetative Funktionen funktionieren wie eh und je, doch das soziale und auch integriert gedingste Ich ist kaputt.

Wenn man aufwacht und alles ist plötzlich anders, dann wäre man vielleicht lieber nicht aufgewacht.

2:1 für Deutschland, 0:1 für mich.

Abpfiff.

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Heute in Kalkutta: Farewell Oliver Kahn

[photopress:IMG00090_1.jpg,full,centered]

Schön, wenn man Verwandte, Bekannte und sonstige Menschen überall verstreut in der Welt hat. Da kann man dann auch mal auf etwas zugreifen, was ansonsten hierzulande wohl untergegangen wäre. Indien, der schlafende Riese im Fußball, mit 1,1 Mrd Menschen bevölkerungsmäßig nur unwesentlich kleiner als China, dafür im Durchschnitt aber ein wenig besser erzogen, ist der Ort, an dem Oliver Kahn tatsächlich sein letztes Spiel als Profi des FC Bayern München ausgetragen hat. 3:0, leider kein selbst erzieltes Tor.

Nur 1.000 indische Rupien kostete es, einer der 120.000 Zuschauer in diesem letzten Spiel der asiatischen Torwartlegende zu sein. Mit 120.000 Zuschauern Fassungsvermögen ist Oliver Kahn das Stadion in Kalkutta das zweitgrößte der Welt. Das größte steht in Pjöngjang, Nordkorea, und fasst 150.000 Zuschauer, sieht man mal von dieser komischen Konstruktion in der Nähe von Prag ab, die über 200.000 Zuschauer fasst, mit ihren Ausmaßen aber auch nicht mehr als Stadion, sondern eher als Truppenaufmarschplatz betrachtet werden darf.

Richtig ernsthaft Fußball gespielt wurde hier nicht, das war vorher klar. Die EM-Teilnehmer waren zwangsläufig nicht mehr dabei und das sind von den Bayern alleine für Deutschland mit Lukas Podolski, Miroslav Klose, Marcell Janssen, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger schon ein halbes Team, dazu noch für Frankreich Franck Ribéry und Willy Sagnol, für Italien Luca Toni sowie für die Türkei Hamit Altıntop. Insgesamt acht Stammkräfte und ein Willy fehlten also.

Da stellte sich die Frage, wer in Oliver Kahns letztem Spiel überhaupt für die Bayern auflaufen würde.
Karl-Heinz Rummenigge vielleicht, der ja immer noch ein bisschen fitter ist als der dicke Uli Hoeneß. 2006 konnte er jedenfalls noch laufen:

Oder Sepp Maier, falls er diese Abschiedstour überhaupt noch mitmachte. Die paar Schüsschen der fußballerisch seltsam gurkigen Inder hätte selbst der alte Sepp noch „mit der Mütze gefangen“, wie man früher auf so unglaublich lustige Art sagte. Falls Sepp nicht mochte oder nicht dabei war, hätte es ja noch Bernd Dreher gegeben, welcher noch bis vorletzten Samstag im offiziellen Kader der Bayern stand.

Jedenfalls lautete die Bayern-Aufstellung dann folgendermaßen:

Kahn (55. Rensing) – Schlottner, Breno, Ottl, Lell – Van Bommel, Zé Roberto (77. Kuru) – Sosa (46. Contento), Kroos (81. Pizarro), Bopp (70. Simari) – Schlaudraff

Schlottner, Contento, Bopp, Simari. Die ganz großen Jungs haben Oliver Kahn also die letzte Ehre erwiesen. Breno war so scharf darauf, den früh ausgewechselten Oliver noch unter der Dusche zu erwischen, dass er eine Tätlichkeit ins Spiel einfließen ließ, die ihm in der 84. Minute die Chance gab, einmal mit Oliver ganz alleine zu sein.

Oliver Kahn wurde nämlich — wie schon in seinem letzten Bundesligaspiel gegen Hertha BSC — gegen Michael Rensing ausgetauscht. Anders als die eigentlich als optischen Heulschutz gedachten schmucklosen paar Blumen damals, wurde ihm im Salt-Lake-Stadion ein mit 8.400 Diamanten besetzter Pokal überreicht. Verena Kern wird sich mehr gefreut haben als Olli himself, ob sie Bollywood-Fan ist, weiß man nicht, Kahn ist es sicher nicht.

Eine beeindruckende Kulisse, ein wenig beeindruckender Gegner, der selbst gegen die dritte Reihe der Bayern kein Bein auf den Boden bekommt und ein irgendwie seltsam anmutender Abschied Hitzfelds. Kahn, klar, der muss schon mal den Grundstein für zukünftig zu schröpfende Märkte legen, aber wie fremd wird sich der Lörracher Ottmar Hitzfeld bei seinem letzten Spiel in einem riesigen indischen Stadion vorgekommen sein?

Mehr Infos zum Gegner Mohun Bagan AC, dem ältesten Fußballclub Asiens, gab es schon vor dem Anpfiff bei der Süddeutschen [Link leider tot]. Berichte zum Spiel gibt es nun beim Spiegel und sicher auch anderswo.

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Ich bin der sozialste Rensing-Belüger, wo ich kenne

Viel mehr muss man dazu auch nicht sagen, außer, dass Rensing selbst schuld ist, wenn er jahrelang sein mangels Einsätzen kaum zu beurteilendes Talent auf Ersatzbänken verschwendet, ohne dass ihn jemand dazu gezwungen hätte — abgesehen von seiner eigenen Gutgläubigkeit.

Das macht das Rensing-Belügen aber nicht besser. Und natürlich bin ich auch nur Medien-Opferlamm und weiß weder, was wahr ist, noch, was wahr war, als das Wunder wahr war. Sepp Maier ist jetzt endlich (re)habilitiert und damit sollte auch klar sein: Alles, was vorher war, zählt nicht mehr.

Man sollte gerade deshalb aber auch nicht übersehen, in welcher Kategorie dieser Beitrag hier eingeordnet ist.

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Lehmann und Hildebrand: Zweitligaspieler suchen einen Verein

Möglicherweise wird sich Timo Hildebrand in naher Zukunft seinen Arsch mit Ronald Koemans Krawatte abwischen, möglicherweise doch. Freunde werden die beiden ganz sicher nicht mehr.

Nach Koemans Ankunft beim FC Valencia wurde Hildebrand abserviert, steht nicht mal mehr im Kader, und laut diverser Quellen sucht Koeman sogar nach einem neuen Torhüter, obwohl auch Hildebrands bisheriger Kontrahent Cañizares eine bis vor Monaten noch ausreichende Qualität zu haben schien, so weit man das aus dem stillen Kämmerlein 2344km (laut Routenplaner) vom Akt des Geschehens beurteilen kann.

Nun haben wir also schon zwei Fälle von eigentlich sicheren Torwartkandidaten für die EM, die keine Stammspieler in ihren Vereinen mehr sind: Jens Lehmann und Timo Hildebrand, der immer deutlicher das Pech zu haben scheint, zwischen alle Fronten zu geraten. Sowohl die Generationsfronten in der Nationalmannschaft als auch die Beraterfronten, die sein Berater eben für ihn aufbaut. In der Frage der Nationalmannschaft scheinen mir Hildebrands Chancen durch die Ankunft des germanophilen Koemans deutlich schlechter zu sein als jene Lehmanns, doch noch in den Vereins-Strafraum zurückzukehren; womit an dieser Stelle nicht das Warmschießen des vom jeweiligen Trainer bevorzugten Kollegen gemeint ist.

Eine kleine Übersicht darüber, welcher Klub in der zweiten Liga einen Torhüter gebrauchen könnte, finden wir bei Bolzplatz, vielleicht sollte sich angesichts der Fülle des Angebots auch der eine oder andere dort nicht erwähnte Verein seine Gedanken machen.

Weitere Alternativen für Lehmann und Hildebrand wären natürlich insbesondere die in der ersten Liga abstiegsgefährdeten Clubs. Erstens würde man damit Sympathiepunkte beim Zeit seines Lebens nur bei Loser-Clubs spielenden Bundestorwarttrainer Köpke sammeln, zweitens weiß jeder, der schon mal beim kicker-Managerspiel mitgemacht hat, dass Torhüter von Abstiegskandidaten, so sie nicht Piplica heißen, immer gute Punktegaranten sind.

Punkten müssen nämlich sowohl Lehmann als auch Hildebrand in den nächsten paar Wochen, wollen sie nicht gänzlich unter Kreuzfeuer so berufener neutraler Experten wie Sepp Maier oder Kaha (das ist kein brasilianischer Künstlername) Rummenigge geraten. Wie man weiß, ist vor allem die alte Torwartlegende ein Ausbund an Neutralität. Insofern ist klar: Besser im Ausland bleiben als bei DSF vom Maier Sepp unter Beschuss genommen werden, weil man zufällig mit seinem schlechten Zweitligaklub verloren hat, obwohl man 14 sog. unhaltbare aus dem Winkel gefischt hat. Für den Maier Sepp zählen nur Titel, Tore (keine im Sinne von Gegentoren), Triumphe, ganz besonders die Lebensleistung, also, wo man wann mal vor 20 Jahren einen gefährlichen Torschuss gehalten hat, niemals aber die eigentliche Torhüterleistung.

Maier Sepp ist aber auch der, der damals bei Dalli-Dalli schon unter Hänschen Rosenthal bei jenen Spielen, bei denen es um Worte ging, die meisten Fehler gebaut hat. Nur gut, dass dieser Anachronismus aus der Nationalelf entfernt wurde. Wie dem auch sei, bei einem „neutralen“ Bericht der FOTO-Zeitung dann eben jenen Ex-Kahn-Lobbyisten (Lobbyist ist er noch immer, nur wird er nicht mehr ernst genommen) als „Zeugen“ zu befragen, zeugt von eben jener Unbefangenheit bei der Zeugenaufnahme.

Wirrer Rede, kurzer Sinn, wir halten es mit Lehmann himself, der letztens noch sagte: Ich habe in meinem Leben schon so viele Spiele gemacht, da kommt es auf ein paar mehr oder weniger auch nicht an, das Torwartspiel werde ich schon nicht verlernen.

Kern all dessen ist jedenfalls, dass die immer wieder angeführte Äußerung, einen „Torwart ohne Spielpraxis“ nicht spielen lassen zu können, bitteschön endgültig auf dem Friedhof der Fußballweisheiten begraben werden darf. Wer hat je die Gültigkeit der gegenteiligen Aussage bewiesen? Verlernt man bei den Trainingseinheiten von montags bis freitags etwa sein Können?

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Der kleine Marcell und das große Leben

Ich erzähle Ihnen mal ein Beispiel. Letztens, da war der Olli Kahn bei der Dopingprobe, da hat er doch tatsächlich einem UEFA-Betreuer einen Eimer Pisse an den Kopf geworfen. Ich mein, das gehört einfach dazu, er ist so erzogen. Er ist Vizeweltmeister, aber trotzdem lässt er den Becher nicht einfach irgendwo stehen.

„Ich erzähle Ihnen ein anderes Beispiel: Gerade eben wieder in der Küche bei uns im Spielertrakt, da hat der Miro ein gebrauchtes Glas in die Spülmaschine gestellt und nicht irgendwo stehenlassen. Und Miro ist Torschützenkönig der WM.“

Sepp Maier hingegen soll so verdorben sein, dass er öffentlich niest, nachdem er Schnupftabak geschnupft hat. Wahrscheinlich hat ihn Klinsmann auch nur wegen seiner schlechten Manieren entlassen und gar nicht wegen des Schmarrns, den er immer redet. Aber der Maier Sepp war ja auch Weltmeister, und nicht popeliger Vizeweltmeister oder noch popeligerer Torschützenkönig einer WM.

Wie man hört, hat sich Toni Kroos, der wohlerzogene Bengel, sogar letztens noch selbst die Schuhe zugemacht. Gerülpst wird auch nur heimlich, im Manierenstadl zu München. Oder in der Besenkammer.

Marcell Jansen ist übrigens immer für ein paar Lebensweisheiten gut.

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Dem Derwall zu alt

Was man so findet, wenn man versucht, die Techniken des nolookpass zu imitieren: Ein Fanzine namens „jawattdenn“, das RWE gewidmet ist. Im Interview mit diesem „jawattdenn“ [Link leider tot.] spricht „Manni“ Burgsmüller auch über den gestern verstorbenen „Jupp“ Derwall. „Icke“ Häßler und „Andi“ Möller wurden nicht gefragt, sie waren zu jung. „Hansi“ Flick und „Wiggerl“ Kögl waren auch zu jung. „Sepp“ Maier und „Toni“ Schumacher wurden nicht gefragt, man hatte sie einfach fortgejagt. „Manni“ Burgsmüller, nicht „Manni“ Breuckmann, jedenfalls spricht so:

Burgsmüller: Genau die Position habe ich früher auch gespielt. Allerdings fehlte den Trainern damals die Weitsicht, so etwas zu erkennen, weil es diese Position im taktischen System gar nicht gab, einen Spieler, der hinter den Spitzen agierte. Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum ich nur drei Mal in die Nationalmannschaft berufen wurde. Schön und Derwall haben nicht die taktische Möglichkeit gesehen, die ich hätte spielen können. Ich wurde doch nur zur Nationalmannschaft eingeladen, weil ich bei Borussia Dortmund die meisten Tore erzielt hatte.

Jawattdenn.de: Glauben Sie nicht, dass sie dem Derwall als damals über Dreißigjähriger schlichtweg zu alt waren?

Dafür, dass er Tacheles redet und nicht die Vergangenheit verbrämt, ist Burgsmüller ja bekannt, wie schön, dass er auch in diesem Interview allen Nostalgikern und sonstigen Gestrigen die Leviten liest:

„Netzer oder Overath standen ungedeckt irgendwo im Mittelfeld und konnten seelenruhig überlegen, zu wem sie denn einen genialen Pass spielen können. Bekommt heute einer im Mittelfeld den Ball, wird er sofort von zwei, drei Leuten attackiert. Da spielt die ganze Mannschaft gegen den Ball und nicht gegen einzelne Gegner. So was gab es früher nicht. Und wenn Netzer oder Overath was anderes behaupteten, dann müsste ich sagen, sie sehen die Sache falsch.“

Wäre Burgsmüller nicht schon bei Hacheney, ich würde ihn glatt als Anti-Vergangenheits-Verbrämungs-Experten für diese Seite verpflichten.

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90 Minuten arbeits- und hirnlos

Wie schön, dass die Opas manchmal noch gefragt werden.

Früher war alles besser. Früher, da waren wir tatsächlich noch 11 Freunde und wenn das nicht, dann wenigstens 11 Gesinnungsgenossen. Natürlich haben wir öfter mal einen über den Durst getrunken/den Zapfenstreich nicht eingehalten, aber wir waren natürlich — anders als heute — nicht so doof, uns vom Trainer erwischen zu lassen. Denn damals, damals waren wir viel abenteuerlustiger, abgezockter und irgendwie auch viel romantischer, einfach weil die Zeit auch viel romantischer war. Wir sind so manches Mal nachts ausgebüchst. Nicht so angepasst wie diese jungen Leute.

Aber die Jugend von heute, die hat ja keine Disziplin mehr! Wir würden denen ja dermaßen eine abwatschn, die wüssten gar nicht mehr, wo links und rechts ist. Und übrigens hat mich mein Vater auch geschlagen, geschadet hat mir das aber nie. Da sollte mal einer von den jungen Burschen kommen, denen würden wir schon zeigen, wie das bei uns zuging und wie uns das hart gemacht hat. Wenn ein Neuer kam, dann musste der erst mal drei Jahre lang die Schuhe putzen und nach jedem Training die Bälle aus dem Brennnesselstrauch holen. Da haben wir doch nicht gefragt, wie es dem ging. Wenn der nachts im Schlaf gejammert hat, da haben wir dem noch mal extra die Hand in warmes Wasser gehalten. So viel Disziplin hatten wir. Und heute?

„Gesetzt den Fall, die WM-Elf des Jahres 1974 würde gegen die Nationalmannschaft des Jahres 2006 antreten: Wie würde dieses Spiel enden?
Sepp Maier: Die würden wir wegschießen.
Gerd Müller: Überhaupt keine Chance hätten die gegen uns.
Sepp Maier: Ich glaube, ich wäre die ganzen neunzig Minuten arbeitslos.“

Ich glaube, Katsche Schwarzenbeck hat immer noch seine Lottobude, oder?

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Aprilscherze

Da fielen mir einige ein:

Sepp Blatters Vorschlag, die Tore zu vergrößern. Jürgen Kohler als Bundesligatrainer. Theo Zwanzigers Vorschlag, nur noch mit neun Spielern zu spielen. Maradonas Wunsch, Nationaltrainer zu werden. Einstudierte Choreographien nach Torerfolgen. Beckenbauers Aussage über Matthäus, dass dieser alles über den Fußball wisse. Röbers Versuch, noch mal Trainer zu sein. Die amerikanischen Versuche, das Unentschieden abzuschaffen. Udo Latteks Aussage, dass man Thomas Hörster erschießen solle. Platinis Versprechungen vor seiner Wahl zum UEFA-Präsidenten. Kai Pflaume als Sportmoderator. Sepp Maier als neutraler BTT. Die Strafen für die italienischen Manipulierklubs. Deutschland in roten Auswärtstrikots. Wolfsburg in der Bundesliga. Kioyo am Elfmeterpunkt. Jack Warner von der FIFA nur verwarnt. Uli Stielike als U21-Trainer. Gelb für Torjubel. Betonfussballplätze bei der WM-Qualifikation. Die Doppelspitze beim DFB. Keine große tägliche Sportzeitung in Deutschland. Eugen Strigel. Rückennummern jenseits der 30. Meier Manager in Köln. Uli Hoeneß hat keine Email-Adresse. Deutschland — Österreich 1:0. Die Aachener Geldkoffer-Affäre. Günter Eichberg. Die Auslandsvermarktung der Bundesliga. Vogtssche Verschwörungstheorien. Matthäus lernt Englisch. Holland im Elfmeterschießen 2000. Lehmanns Bruder mit Sonnenbrille vor Gericht als Jens Lehmann. Die Phrase „Meister der Herzen“. Interviews direkt nach Spielende. Moderne Interpretationen von passivem Abseits. Dopingsperren für Kiffen. Felix Magath als Jugendförderer. Ligen ohne Abstiegsregelung. Saudi-Arabiens WM-Auftritte …

Aber ein eigener Aprilscherz fällt mir keiner ein.

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