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Schlagwort: Weltmeister

Weltmeister 2050: Robotanien

Kramnik hat gerade gegen Deep Fritz verloren. Und viele sind der Auffassung, dass damit das Duell Mensch gegen Maschine an einem Wendepunkt, wenn nicht gar Endpunkt angelangt ist, weil selbst der beste Mensch in dieser Disziplin der Maschine nicht mehr Paroli bieten kann.

Und im Fußball?

Im Fußball — unmöglich. Denkt Ihr. Ist natürlich auch mein erster Reflex. Wie soll ein Roboter all die Dinge leisten, die ein Mensch auf dem Fußballplatz vollführt: komplexe Bewegungen, komplexe Berechnungen und komplexe Interaktionen. Nein, undenkbar so ein Fußballspiel Mensch gegen Roboter.

Berthold Vöcking von der RWTH Aachen ist da allerdings anderer Meinung. Auch wenn es noch etwas dauern wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch in diesem Bereich die Maschine dem Menschen überlegen sein wird. Etwa 2050, schätzt er, wird das erste Fußballspiel mit Robotern stattfinden können. Und da Entwicklungen meistens mit exponentiell zunehmender Geschwindigkeit verlaufen, wird es dann auch nicht mehr lange dauern, bis der Mensch keine Chance mehr gegen die Roboter hat.

Wie gut, dass a) ich das wahrscheinlich nicht mehr erlebe und b) Prognosen auch den Hang dazu haben, falsch zu sein.

2 Kommentare

Intime Stellen

Abgesehen davon, dass ich nicht mehr weiß, wo ich diese Information herhabe und abgesehen davon, dass der Autor dieses Zitats offensichtlich „kein Bock“ mehr auf den Akkusativ hat (wo andere Leute immerhin „keinen Bock“ mehr hätten) bzw. der Teil (im Sinne von „der vierte Teil der Trilogie“, „der Teil der Bevölkerung mit niedrigem Einkommen“) mit das Teil (im Sinne von „das Ersatzteil“, „das fünfte Teil in dieser Reihe“) verwechselt und ich mich gerade über die Verwahrlosung, namentlich die Verakkusativlosung der deutschen Sprache beim Gebrauch derselben durch Ignoranten in Rage schreiben könnte, ist die Information an sich eher irrelevant:

In dem Interview gab Materazzi auch ein Teil eines Geheimnisses preis. `Ich habe mir ein Abbild des WM-Pokals an einer intimen Stelle eintätowieren lassen´, sagte der Profi von Italiens Meister Inter Mailand.

Mitleid mit den armen Gespielinnen Materazzis überfällt mich. Nun werden sie selbst beim Sex nicht vom Thema Fußball verschont, dabei freuten sich viele Fans doch nach der WM darauf, endlich mehr Zeit für Sex zu haben — und nicht für Fußballgedöhns.

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Mopp auf‘m Kopp

Aus dem WM-Finale, vor allem aber von diesem Eintrag kennen wir Marco Materazzi. Er hat gar nicht Zidanes Mutter beleidigt, ist auch kein Bösewicht, jedenfalls keiner, der Leute erschießt oder um ihre Vermögen prellt; ist Fußball-Weltmeister mit Italien geworden. Deshalb lässt er sich beim Einzelfoto für die internationale Presse so fotografieren:

[photopress:materazzi_1.jpg,full,centered]

Dieser komische Mopp ist mir letztens im Live-Ticker des Herrn kicker bei der Champions League aufgefallen. Das Ganze kann man auch inklusive Materazzis Statistik selbst nachschauen.

Tät mir irgendwie in schwarz-rot-gold besser gefallen, so ein Mopp auf dem Kopp des Herrn Frings oder des Herrn Lehmann.

Materazzi war übrigens mal beim FC Everton unter Vertrag. Für einen italienischen Fußballprofi ist es immer noch äußerst selten, ins Ausland zu gehen. Und wie man weiß, wird ja in den britischen Ligen jede Form von Unfairness sofort von den Zuschauern durch Buhrufe und Pfiffe auch gegen die Spieler der eigenen Mannschaft wegkonditioniert. Da war Materazzi wohl nicht lange genug in England.

Achja, und wenn Sie Materazzis Bilanz anklicken sollten: Achten Sie auf die „Bandenwerbung“ und verpassen Sie nicht den Start der Bundesliga!

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Buffon bezwingen

Nachdem die WM vorbei ist, hat die Zahl der nett gemachten Spielchen, die einem so über den Weg laufen, rapide abgenommen. In einem Land Bei einem Sportartikelhersteller aber ist eher das Gegenteil der Fall: natürlich bei der Marke, die den Weltmeister ausrüstet.

Elfmeterschießen gab es auf dieser Webseite schon haufenweise zu betrachten, man bemühe die Rubrik „Aus Liebe zum Spiel“ für die einzelnen. Spiele. Noch nie aber konnte man dabei gegen einen echten Profi spielen: Im Tor steht Gianluigi Buffon.

Vorsicht vor der Hintergrundmusik: Ohrwurm-Gefahr. [Link leider tot]

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Von den Vorteilen der Videoüberwachung

Youri Djorkaeff, Weltmeisterspieler 1998 mit Frankreich, ist immer noch als Fußballer aktiv, und zwar bei Red Bull New York (den ehemaligen Metro Stars New York). Weil Fußball in den USA aber nie so richtig Fuß gefasst hat, hat er natürlich Sehnsucht nach richtigem Fußball, ergo der WM in Deutschland.

Also ließ er sich flugs bei seinem Arbeitgeber wegen angeblicher „großer familiärer Probleme“ entschuldigen, reiste nach Deutschland, setzte sich ins Stadion und wurde prompt dabei von den Fernsehkameras eingefangen [Link leider tot].

Weltmeistersein schützt vor Torheit nicht.

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Der Klöppel-Gewinner

Folgende Vorschläge, wie der Satz „Brasilien wird deshalb nicht Weltmeister, weil…“ beendet werden sollte, habt Ihr eingereicht:

…weil sie noch auf Deutschland treffen.

…Werder Bremen oder die Schweiz ja eh viel besser sind.

…weil Ronaldo nicht rechtzeitig abnimmt und zwar sowohl am Bauch als auch den Ball aus der Luft.

…weil alle Spieler von Torpedo Utfort die brasilianische Staatsbürgerschaft erhalten haben und Parreira die Jungs überraschend in den Kader aufgenommen hat. Mit anderen Worten: Cabeça vazia é oficina do diabo. (brasil. Sprichwort: Ein leerer Kopf ist eine Werkstatt des Teufels.)

…wail wär Doitschen se rraushauen werden!

…Neuville diesmal ein paar Zentimeter weiter links zielt und Olli Kahn nicht im Tor steht!

…mein Freund Ulli seine Ausbildung zum Trainer sehr gut abgeschlossen hat und nicht mehr weiß, wo er den Schlüssel hingelegt hat.

…weil Trainer Baade überraschend das Training übernimmt!

…der Zuckerhut Diabetes hat.

…54×74-1990=2006.

…weil ich die Teile von der Tour noch habe, mit dem Aufdruck ‘Marches De France’, und Brasilianer fahren kein Rad.

…weil sie nicht ins Finale kommen.

…weil Ronaldo nicht rechtzeitig abnimmt und seine Wehwehchen nicht auskuriert.

…wenn nichts hilft, fluten wir! 1954 in der Schweiz gegen Ungarn, 1974 in Frankfurt gegen Polen, 2002 Schröder Ossiland…

…das Ordnungsamt Berlin fünf Minuten vor Finalbeginn eine unangemeldete Razzia im Stadion durchführt. Personen ohne Nachnamen gelten als “Nicht Identifizierbar” und werden solange festgesetzt bis sie einem Richter vorgeführt wurden.

Auch wenn mich die Aussage „…weil sie nicht ins Finale kommen“ aufgrund ihrer Schlichtheit überzeugt, gewinnt die beiden Klöppel-Sticks wegen dem engen Bezug zur Fragestellung und gleichzeitiger Kreativität:

„…der Zuckerhut Diabetes hat.“

Besondere Bedeutung erhält diese Aussage nach Ronaldos Auftreten gegen Kroatien und seinem anschließenden nächtlichen Schwächeanfall. Vielleicht ist gar was Wahres dran? Herzlichen Glückwunsch, Kaj. Alles Weitere dann per Email, die Du dankenswerterweise angegeben hast.

Gut gefallen hat mir auch Jockels „…Trainer Baade überraschend das Training übernimmt.“ Kann ich aber leider nicht zum Gewinner küren, weil ich sonst eitel wirke.

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Gewinnspiel: Klöppel die Brasilianer raus

Hier bei Kostenlos.de gib es jetzt mal was Richtiges zu gewinnen, nicht diesen ganzen Merchandising-Scheiß. Hauptpreis bei dieser Aktion sind zwei aufblasbare „Klöppel“-Sticks mit einem tollen Werbeaufdruck darauf. Unfassbar praktisch für jedes Fansein und für jegliche Form von Aggression, die man durch Zusammenklöppeln der beiden Klöppel abbauen möchte.

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, bitte folgenden Satz in den Kommentaren beenden und dabei die Emailadresse hinterlassen (wird nicht veröffentlicht):

Brasilien wird deshalb nicht Weltmeister, weil…

Die Jury besteht aus Trainer Baade. Einsendeschluss ist Dienstag, der 13. Juni 2006. Viel Erfolg!

(Der Produzent der Klöppel nennt diese selbst übrigens Bang-Sticks. Dieser Ausdruck ist mir aber zu verfänglich, deshalb verlose ich hier „Klöppel“.)

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Warum sich Serbien und Montenegro nicht trennen dürfen

Kein Jugoslawien, kein Titel.

So knapp kann man das zusammenfassen. Denn bei jedem WM-Gewinn spielten und gewannen die Deutschen gegen Jugoslawien.

1954 Viertelfinale BRD-Jugoslawien 2:0
1974 Zwischenrunde BRD-Jugoslawien 2:0
1990 Vorrunde BRD-Jugoslawien 4:1

Konnte man „Serbien und Montenegro“, das bis vor Kurzem Jugoslawien geheißen hatte, noch als solches bezeichnen, ist nach der Trennung der beiden Teilrepubliken einfach kein Jugoslawien mehr da. Und somit werden wir auch nicht mehr Weltmeister. Schade.

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O-Bein-Uwe

Uwe Kamps‘ Saison als Torwarttrainer bei Borussia Mönchengladbach war vorzeitig beendet. Er musste sich operieren lassen, um die O-Beinstellung seiner beiden Stampfer korrigieren zu lassen. Aber muss das wirklich sein? Wie konnte er denn 20 Jahre lang Bundesliga spielen, wenn die O-Beine so schlimm sind?

Schließlich wurde Pierre Littbarski mit solchen O-Beinen Weltmeister, nicht zu vergessen die zwei Vize-Weltmeisterschaften, die er damit errang.

Im aktuellen Kader von Clinsfornia gibt es leider keinen, der eine Beinfehlstellung hat. Schlechtes Omen oder doch eher die Garantie, dass die Pässe auch ankommen?

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So einfach kann Fußball sein: zigmal

Jürgen Klinsmann sagt im Interview mit Spiegel Online:

„Ich weiß auch, dass wir 1994 besser waren als Brasilien – und uns das Ding selbst kaputtgemacht haben innerhalb von ein paar Minuten gegen Bulgarien. 1994 Weltmeister zu werden war zigmal einfacher als 1990.“

So einfach wäre das gewesen. Total einfach. Noch einfacher wäre es übrigens 1998 gewesen, wenn man da nicht ein paar blöde drei Tore gegen Kroatien bekommen hätte. Und Fortuna Köln wäre auch letztens mal in die Bundesliga aufgestiegen, ja, wenn man nicht diese blöden 8 Tore im entscheidenden Relegationsspiel bekommen hätte.

Ich sage mal, Deutschland wird 2006 Weltmeister, es ist nämlich total einfach. Man sollte nur nicht diese blöden Gegentore kassieren, dann klappt das schon. Total einfach, wie gesagt.

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So kann man sich irren

Ein Hardcore-Fan der englischen Nationalmannschaft ist Teil einer Kampagne [Link leider tot] des britischen Observers und es geht eigentlich darum, dass dieser Fan nun mal leider keine Karten für die WM bekommt.

„Ich erinnere mich noch, wie ich bei Wind und Regen in Aserbaidschan stand und mich mit dem Gedanken getröstet habe: Bei der Weltmeisterschaft in Deutschland wird wenigstens die Sonne scheinen.“

Wenn ich mich recht entsinne, ist die WM vom 9. Juni bis zum 9. Juli in so Städten wie Berlin, oder?

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