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Schlagwort: WM 2006

12 yards sind für manchen schon zu viel

Um es noch mal klar zu sagen: ein Elfmeter wird nicht aus elf Metern Entfernung geschossen. 1 yard sind 91,44cm, womit 12 yards genau 10,97m sind. In England heißt ein Strafstoß ohnehin penalty (in der Schweiz übrigens auch) und nicht „12 yards“ oder dergleichen.

Inzwischen gibt es in England Bestrebungen, den penalty gänzlich abzuschaffen. Der einzige, der heute für England aus 12 yards traf, war mit Owen Hargreaves ein Engländer light, der in Kanada geboren ist und in München das Fußball Spielen gelernt hat. Alle Insel-Engländer verschossen. 12 yards sind eben einfach zu weit entfernt vom Tor für den einen oder anderen.

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Audi hat seinen Firmensitz verlegt

Audi hat seinen Firmensitz jetzt von Ingolstadt nach Spanien verlegt. Anders ist es nicht zu erklären, warum Audi die spanische Fußballmannschaft am 1. Juli 2006 „begrüßt“. Spanien ist seit dem Achtelfinale gegen Frankreich ausgeschieden. Das war am Dienstag. Man darf davon ausgehen, dass die spanische Mannschaft, selbst wenn sie mit dem Fahrrad gefahren sein sollte, ihr Heimatland inzwischen erreicht hat.

[photopress:screenshot_audi_spanien.jpg,full,centered]

Deshalb sag ich immer wieder, liebe Firmen, wenn Ihr Werbung machen wollt mit Fußball, stellt mich doch als inhaltlichen Berater ein. So kann das doch nicht weitergehen, dass sich eine nach der anderen Firma (und natürlich sind es eigentlich die Werbeagenturen) mit kruden Fußballinhalten bzw. -aussagen blamiert.

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Berlin

Singen die Fans in Berlin eigentlich auch „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“?

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Uli Stielike bleibt einsam

Uli Stielike, der Mann mit den schrecklichsten Sakkos der deutschen Werbefernseh-Geschichte, bleibt weiter ein einsamer Mann. Ob ihn seine Frau verlassen hat, weiß ich nicht. Nach dem vierten deutschen Elfmeterschießen bei einer WM bliebt er aber der einzige deutsche Spieler, der je einen Elfmeter bei einem WM-Elfmeterschießen verschossen hat.

Im Detail waren es die folgenden Spieler, die ihn so einsam wirken lassen:

2006 im Elfmeterschießen gegen Argentinien, 4:2

Oliver Neuville
Michael Ballack
Lukas Podolski
Tim Borowski

1990 im Elfmeterschießen gegen England, 4:3

Andreas Brehme
Lothar Matthäus
Karl-Heinz Riedle
Olaf Thon

1986 im Elfmeterschießen gegen Mexiko, 4:1

Klaus Allofs
Andreas Brehme
Lothar Matthäus
Pierre Littbarski

1982 im Elfmeterschießen gegen Frankreich, 5:4

Manfred Kaltz
Paul Breitner
Ulrich Stielike verschießt
Pierre Littbarski
Karl-Heinz Rummenigge
Horst Hrubesch

Vielleicht kommt im Halbfinale ein deutscher Spieler hinzu, um Stielike aus dieser Rolle zu erlösen, hoffen wollen wir es aber nicht.

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Heute: Das Finale der WM

Wie man unschwer erkennen kann, wurde der Modus der WM kurzfristig geändert. Das Finale findet nun schon heute statt, während am 9.7. ein nachträgliches Viertelfinale gespielt werden wird. Es treten an: die beiden verdienten Finalteilnehmer Deutschland und Argentinien, zum dritten Mal also gibt es diese Paarung in einem Finale. Möge der bessere gewinnen und später dann ins Viertelfinale vom 9.7. einziehen.

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Ich trage gerne diese Tomaten

Ich trage gerne diese Tomaten — auf meinen Augen.

Mathias Linnenbrügger heißt der Mensch, der diese Tomaten auf seinen Augen gerne trägt und das auch noch lieber in der Öffentlichkeit preisgibt. Der Mann schreibt für die Welt, und da schreibt er unter Anderem in diesem Artikel:

„Er sieht ein bißchen aus wie Handball-Punk Stefan Kretzschmar.“

Die Rede ist hier von Tim Borowski, der, man darf sich gerne selbst überzeugen, mit Stefan [Link leider tot] Kretzschmar ungefähr so viel Ähnlichkeit hat wie Dr. Frankenstein mit David Beckham. Ich weiß, es gibt in dieser Republik zurecht zahlreiche Förderprogramme für Menschen mit speziellen Bedürfnissen, warum man aber einen Menschen mit Tomaten auf den Augen darüber philosphieren lässt, wem Tim Borowski ähnlich sieht, bleibt mir schleierhaft.

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Goleo ist tot

Goleo ist tot, erschossen.

Das ist nicht wirklich traurig. So richtig gemocht hat ihn außer Pille und der Jim Henson Company ohnehin nie jemand. Trotzdem sollten wir kurz innehalten und seiner gedenken. Wie es zu diesem Drama kam, wie er sich lange Zeit umtriebig in unserer Republik bewegte, die Journalisten in Atem hielt, seinen Häschern immer wieder entwischte und schließlich doch gestellt wurde, die ganze Story von Anfang bis Ende lest Ihr hier [Link leider tot].

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Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein

Und deshalb trage ich gerne Motti auf meinem Shirt. „Ich interessere mich nicht für Fußball“ [Link leider tot] ist so ein Motto. Es gibt aber bessere Zeitpunkte, dies kund zu tun, als im Sommer 2006 in Deutschland.

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genial

Nein, ich rede nicht davon, dass Brasilien „nicht mehr“ genial ist, weil sie eben einfach nicht genial spielen.

Ich rede davon, dass man dieses Wort als Kommentator und Moderator jetzt bitte endlich aus seinem Wortschatz streichen soll. Nicht jeder Pass über 5,5 Meter, der auch ankommt und dabei zufällig gegen die eigene Laufrichtung oder durch die Beine des Gegners gespielt ist, ist genial.

Ab heute bitte dieses Wort nur dann benutzen, wenn etwas dem Wortsinne nach genial ist: Das kann per Definition nicht etwas sein, was man in jedem dritten Spiel sieht, wie ein Weitschusstor, einen Flugkopfball oder einen Übersteiger. Danke.

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Ich schaue gerne Werbung

Zur nicht so guten Leistung der Brasilianer gegen Ghana sagt Steffen Simon gerade vor dem 2:0 Folgendes:

„Das sieht in der Werbung alles ganz anders aus.“

Jetzt wissen wir endlich, wie Steffen Simon sich auf die von ihm zu kommentierenden Spiele vorbereitet: Er schaut Werbespots, in denen die teilnehmenden Spieler ein paar Kunststückchen machen. Danach wundert er sich, wieso das in einem richtigen Spiel, bei dem auch gegnerische Spieler teilnehmen, nicht alles so klappt wie in der Werbung.

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Schon zum 15. Mal blitzt die Zahnlücke bei einer WM auf

Das muss doch nicht sein. Nach 5 Minuten schon macht Ronaldo das Rekordtor, sein 15. Tor bei Weltmeisterschaften.

Jaja, man muss auch jönne könne. Kann ich aber nicht in dem Fall, diese fiese Kartoffel war früher mal toll, heute begeistert er mich überhaupt nicht mehr. Reicht doch schon, dass Brasilien mit 5 Titeln Rekordsieger der WM ist, an Platz 1 der ewigen Tabelle liegt und es diese Massen von Erfolgsfrimpen gibt, die sich ein Brasilien-Trikot kaufen, ohne dass sie je einen Fußball Stadion von innen gesehen haben. Jetzt auch noch dieser Rekord für Brasilien. Ich bin beleidigt.

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Niemals geht man so ganz

Niemals geht man so ganz.

Es sei denn, man heißt Zidane und spielt heute gegen Spanien. Es ist auch langsam genug mit seinen verschiedenen „letzten Malen“: das letzte Mal als Vereinsspieler, das letzte Mal im Stade de France, das letzte Mal in Frankreich, das letzte Mal bei einer WM, das letzte Mal überhaupt.

Ich habe übrigens heute zum letzten Mal dieses Brötchen zum Frühstück gegessen. Morgen werde ich dasselbe noch mal tun, mit einem anderen Brötchen.

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