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Schlagwort: Zypern

Auswertung der Prognosen der EM-Qualigruppen

Mit Aufstockung der Europameisterschaft von 16 auf 24 Teilnehmer fragten wir uns zu Beginn der Qualifikation dazu, ob diese Qualifikation wörklöch so schröcklöch öde werden würde, wie nach allgemeiner Einschätzung zu befürchten stand. 25 Menschen teilten ihre Tipps für die jeweils drei ersten Plätze mit.

So endete die EM-Qualifikation schließlich:

A: Tschechien, Island, Türkei, Niederlande, Kasachstan, Lettland
B: Belgien, Wales, Bosnien-Herzegowina, Israel, Zypern, Andorra
C: Spanien, Slowakei, Ukraine, Weißrussland, Luxemburg, Mazedonien
D: Deutschland, Polen, Irland, Schottland, Georgien, Gibraltar
E: England, Schweiz, Slowenien, Estland, Litauen, San Marino
F: Nordirland, Rumänien, Ungarn, Finnland, Färöer, Griechenland
G: Österreich, Russland, Schweden, Montenegro, Liechtenstein, Moldawien
H: Italien, Kroatien, Norwegen, Bulgarien, Aserbaidschan, Malta
I: Portugal, Albanien, Dänemark, Serbien, Armenien

Dabei fallen vor allem drei Gruppen heraus, die nicht das Erwartete brachten: Gruppe A mit dem Scheitern der Niederlande, der Direktqualifikation Islands, Gruppe F mit dem schwachen Abschneiden von Griechenland und Finnland sowie dem überraschenden Gruppensieger Nordirland und Gruppe I, in der weder Serbien noch Dänemark erreichten, was man allgemein erwartet hatte oder hätte.

Das Gegenteil stellten vor allem die Gruppen E (England – Schweiz – Slowenien) und H (Italien – Kroatien – Norwegen) dar, in der fast alle Teilnehmer sogar die endgültige Platzierung korrekt voraussagten. Ebenso wenig überraschen die Gruppensiege von Spanien und Deutschland, wobei es da bei den weiteren Platzierungen schon variabler zuging.

Nun also zur Auswertung.

Korrekt getippe Platzierungen

Ingesamt gab es 9 Gruppen à 3 Platzierungen zu tippen, macht 27 Tipps pro Teilnehmer. 25 Personen nahmen teil. Macht 675 Tipps. Davon waren – unten im Datenteil grün gekennzeichnet – 205 völlig korrekt. Dies entspricht einer Quote von 30,4 Prozent richtiger Tipps. Die Zahl der völlig richtigen Tipps schwankte dabei zwischen 7 (26 Prozent) und 14 (52 Prozent) von 27.

Direktqualifikanten

Interessanter als die Frage nach den genau richtig getippten Platzierungen war ja aber die Frage, wie genau man vorhersagen könne, welche Teams sich schließlich qualifizieren bzw. die Playoffs erreichen. Der Ausgang der Playoffs wurde in der gesamten Auswertung nicht berücksichtigt, weil deren Teilnehmer damals natürlich nicht bekannt waren und dementsprechend auch nicht eingeschätzt werden konnten.

Im zweiten Schritt wird also die Zahl der richtig getippten direkt Qualifizierten betrachtet. Hier gab es 9 Gruppen à 2 Qualifikanten, also 18 Tipps von 25 Teilnehmern, macht 450 Tipps. Davon waren 265 Prognosen korrekt, womit sich ein Prozentwert von 58,9 Prozent als zutreffend erwies. Die Zahl der richtigen Tipps variierte hier zwischen 12 (67 Prozent) und 8 (44 Prozent).

Korrekt getippte Qualifikanten

Doch im Kern war ja die Frage, ob man ahnen könne, welche drei Teams in einer Gruppe die für die Qualifikation relevanten Plätze erreichen würde. Hier waren also wiederum 675 Tipps nötig gewesen. Allein danach ausgewertet, wie viele dieser drei Teams, egal auf welcher Position die Qualfikation bewältigten, waren nicht weniger 534 Tipps von 675 zutreffend, somit 79,1 Prozent. Der Zahl der korrekten Tipps schwankte dabei zwischen 17 (63 Prozent) und 24 (89 Prozent). Im Schnitt wurden also nur 20,9 Prozent von 27 zu prognostizierenden Qualifikanten nicht korrekt prognostiziert.

Ob man das noch interessant nennt, muss trotz des unerwartet schlechten Abschneidens von vor allem Griechenland und den Niederlanden jeder für sich selbst entscheiden.

Hier würde man auch trotz der unerwartet spannenden Gruppe mit Deutschland darauf plädieren, die Eingangsfrage, ob die EM-Quali „schröcklöch öde“ werden würde, in Bezug auf die Ergebnisse mit ja beantworten.

Die Daten im Detail – vor allem interessant für die, die teilnahmen – folgen hier jetzt in drei Versionen, entsprechend der obigen drei Auswertungsverfahren. Kann man durchscrollen oder jeweils mit diesen Links ansteuern (funktioniert nur in der Komplettversion des Textes).

1. Platzierung genau richtig
2. Direktqualifikanten korrekt
3. alle sich überhaupt Qualifizierenden richtig

Unzweifelhaft natürlich, dass alle Werte noch wesentlich günstiger ausgefallen wären, wenn ein gewisser „Trainer Baade“ nicht mitgetippt hätte.

PS: Was hier erstmals auffiel, ist, dass eine solche Qualifikation gerade mal 13 Monate dauert – in diesem Fall von September 2014 bis Oktober 2015, also nicht annähernd die zwei Jahre, die die Pause zwischen zwei großen Turniere beträgt.

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Alle Gewinner des Goldenen Schuhs der UEFA

Von 1968 bis 1991 wurde der „Goldene Schuh“ an jenen Torschützen vergeben, der in einer der jeweils höchsten Liga der Länder der UEFA die meisten Tore erzielte. In dieser Zeit wurde die Ehrung durch die französische Zeitschrift france football vergeben.

Zwischen 1992 und 1996 wurde diese Ehrung dann nicht mehr vergeben, was zumindest jene fünf Spieler traurig stimmen dürfte, die sie in dieser Phase gewonnen hätten. Deutsche Spieler gewannen diese Wertung nur 2x, beide Male war es natürlich Gerd Müller, der europaweit die meisten Tore in einer der ersten Ligen erzielte. Aber auch ansonsten finden sich interessante Namen in dieser Liste, nicht immer waren es mit Siegern aus Rumänien, Zypern oder Österreich die absoluten Superstars des Fußballs, die am Ende einer Saison den Goldenen Schuh erhielten.

Saison Sieger Club Land Liga Tore
1967/68 Eusébio Benfica Lissabon Portugal Primeira Divisão 42
1968/69 Petar Schekow ZSKA Sofia Bulgarien A Grupa 36
1969/70 Gerd Müller FC Bayern München Deutschland Bundesliga 38
1970/71 Josip Skoblar Olympique Marseille Frankreich Division 1 44

1971/72 Gerd Müller FC Bayern München Deutschland Bundesliga 40
1972/73 Eusébio Benfica Lissabon Portugal Primeira Divisão 40
1973/74 Héctor Yazalde Sporting Lissabon Portugal Primeira Divisão 46
1974/75 Dudu Georgescu Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 33
1975/76 Sotiris Kaiafas OmoniaNikosia Zypern First Division 39
1976/77 Dudu Georgescu Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 47
1977/78 Hans Krankl Rapid Wien Österreich Bundesliga 41
1978/79 Kees Kist AZ Alkmaar Niederlande Eredivisie 34
1979/80 Erwin Vandenbergh Lierse SK Belgien Erste Division 39
1980/81 Georgi Slawkow Botew Plowdiw Bulgarien A Grupa 31
1981/82 Wim Kieft Ajax Amsterdam Niederlande Eredivisie 32
1982/83 Fernando Gomes FC Porto Portugal Primeira Divisão 36
1983/84 Ian Rush FC Liverpool England First Division 32
1984/85 Fernando Gomes FC Porto Portugal Primeira Divisão 39
1985/86 Marco van Basten Ajax Amsterdam Niederlande Eredivisie 37
1986/87 Rodion Camataru Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 44
Anton Polster FK Austria Wien Österreich Bundesliga 39
1987/88 Tanju Çolak Galatasaray Türkei 1. Lig 39
1988/89 Dorin Mateus Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 43
1989/90 Hugo Sánchez Real Madrid Spanien Primera División 38
Christo Stoitschkow ZSKA Sofia Bulgarien A Grupa 38
1990/91 Darko Pancev Roter Stern Belgrad Jugoslawien Prva Liga 34

Interessant ist in dem Zusammenhang natürlich die Frage, welche von den vielen existierenden denn wohl die beste Liga der Welt ist oder in dem Falle zumindest die beste Liga Europas. Bei der Wertung des Goldenen Schuhs hat man es mit der Wiedereinführung dieser Ehrung so geregelt, dass die Ligen entsprechend ihrer Spielstärke einen Faktor zugewiesen erhalten, mit dem die Zahl der Tore eines Spielers multipliziert wird, um schließlich am Ende einen vergleichbaren Wert zu erhalten. So erhält beispielsweise die zypriotische Liga den Wert „1″, während die Primera Division mit dem Faktor „2″ in die Wertung eingeht. Seit der Wiedereinführung des „Goldenen Schuhs“ im Jahr 1997 sieht die Siegerliste wie folgt aus:

Saison Sieger Club Land Liga Tore Pkte
1996/97 Ronaldo FC Barcelona Spanien Primera División 34 68
1997/98 Nikolaos Machlas Vitesse Arnheim Niederlande Eredivisie 34 68
1998/99 Mário Jardel FC Porto Portugal Primeira Divisão 36 72
1999/2000 Kevin Phillips AFC Sunderland England Premier League 30 60
2000/01 Henrik Larsson Celtic Glasgow Schottland Premier League 35 52,5
2001/02 Mário Jardel Sporting Lissabon Portugal Primeira Liga 42 63
2002/03 Roy Makaay Deportivo La Coruña Spanien Primera División 29 58
2003/04 Thierry Henry FC Arsenal England Premier League 30 60
2004/05 Thierry Henry FC Arsenal England Premier League 25 50
Diego Forlán FC Villarreal Spanien Primera División 25 50
2005/06 Luca Toni AC Florenz Italien Serie A 31 62
2006/07 Francesco Totti AS Rom Italien Serie A 26 52
2007/08 Cristiano Ronaldo Manchester United England Premier League 31 62
2008/09 Diego Forlán Atlético Madrid Spanien Primera División 32 64
2009/10 Lionel Messi FC Barcelona Spanien Primera División 34 68
2010/11 Cristiano Ronaldo Real Madrid Spanien Primera División 40 80
2011/12 Lionel Messi FC Barcelona Spanien Primera División 50 100
2012/13 Lionel Messi FC Barcelona Spanien Primera División 46 92
2013/14 Cristiano Ronaldo Real Madrid Spanien Primera División 31 62
Luis Suárez FC Liverpool England Premier League 31 62
2014/15 Cristiano Ronaldo Real Madrid Spanien Primera División 48 96
2015/16 Luis Suarez FC Barcelona Uruguay La Liga 40 80
2016/17 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien La Liga 37 74
2017/18 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien La Liga 34 68
2018/19 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien La Liga 36 72

Ein wenig erinnert das Ganze natürlich schon an die Vorgehensweise im US-Sport, wo man beispielsweise in der NBA alles nur Denkbare an Zahlen zusammensammelt und auch diese vergleichbar macht, Durchschnittswerte berechnet etc. pp. Das ist im Fußball zwar auch immer mehr in Mode, Preise verleiht man zum Glück aber immer noch nur für den besten Torschützen und eventuell für den besten Scorer oder den besten Vorlagengeber. Sowie natürlich auch eine Wertung für den besten Torhüter und den besten Fußballer allgemein, ohne Rücksicht auf die Zahl der Tore zu nehmen.

Bisher gewannen nur wenige Spieler diese Wertung mehr als ein Mal, in letzter Zeit häuft sich ein solches Ereignis allerdings. Hier also die Liste aller Spieler, die mehr als ein Mal den Goldenen Schuh Europas gewannen:

Spieler Häufigkeit
Lionel Messi 6x
Cristiano Ronaldo 4x
Gerd Müller 2x
Thierry Henry 2x
Diego Forlan 2x
Eusebio 2x
Mario Jardel 2x
Fernando Gomes 2x
Dudu Georgescu 2x
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Alle zyprischen Pokalsieger

Der zypriotische Fußball besitzt eine bewegte Vergangenheit. Seit 1934 trägt die CFA, also die Cyprus Football Association diesen Wettbewerb aus, doch die Politik hat immer wieder Unterbrechungen und unterschiedliche Teilnehmervereine nötig gemacht. So gibt es mit dem SK Cetinkaya Türk einen zweimaligen Sieger dieses Wettbewerbs aus dem türkischen Teil Zyperns, aus dem seit einigen Dekaden keine Clubs mehr am zyprischen Pokalwettbewerb teilnehmen.

Erster Sieger des Fußballpokals auf Zypern war Trast AC, insgesamt 3x Sieger in den Anfangstagen dieses Wettbewerbs, danach aber nicht mehr in den Siegerlisten enthalten.

Wie an so mancher Stelle im Weltfußball üblich, werden die ausgelosten Paarungen bis zum Finale in Hin- und Rückspiel entschieden. Das Finale findet dann in einem Spiel an neutralem Orte statt.

Jahr Pokalsieger
1934/1935 Trast AC
1935/1936 Trast AC
1936/1937 APOEL Nikosia
1937/1938 Trast AC
1938/1939 AEL Limassol
1939/1940 AEL Limassol
1940/1941 APOEL Nikosia
1941/1942 -
1942/1943 -
1943/1944 -
1944/1945 EPA Larnaka
1945/1946 EPA Larnaka
1946/1947 APOEL Nikosia
1947/1948 AEL Limassol
1948/1949 Anorthosis Famagusta
1949/1950 EPA Larnaka
1950/1951 APOEL Nikosia
1951/1952 SK Cetinkaya Türk
1952/1953 EPA Larnaka
1953/1954 SK Cetinkaya Türk
1954/1955 EPA Larnaka
1955/1956 -
1956/1957 -
1957/1958 -
1958/1959 Anorthosis Famagusta
1959/1960 -
1960/1961 -
1961/1962 Anorthosis Famagusta
1962/1963 APOEL Nikosia
1963/1964 Anorthosis Famagusta
1964/1965 Omonia Nikosia
1965/1966 Apollon Limassol
1966/1967 Apollon Limassol
1967/1968 APOEL Nikosia
1968/1969 APOEL Nikosia
1969/1970 Pezoporikos Larnaka
1970/1971 Anorthosis Famagusta
1971/1972 Omonia Nikosia
1972/1973 APOEL Nikosia
1973/1974 Omonia Nikosia
1974/1975 Anorthosis Famagusta
1975/1976 APOEL Nikosia
1976/1977 Olympiakos Nikosia
1977/1978 APOEL Nikosia
1978/1979 APOEL Nikosia
1979/1980 Omonia Nikosia
1980/1981 Omonia Nikosia
1981/1982 Omonia Nikosia
1982/1983 Omonia Nikosia
1983/1984 APOEL Nikosia
1984/1985 AEL Limassol
1985/1986 Apollon Limassol
1986/1987 AEL Limassol
1987/1988 Omonia Nikosia
1988/1989 AEL Limassol
1989/1990 Nea Salamis Famagusta
1990/1991 Omonia Nikosia
1991/1992 Apollon Limassol
1992/1993 APOEL Nikosia
1993/1994 Omonia Nikosia
1994/1995 APOEL Nikosia
1995/1996 APOEL Nikosia
1996/1997 APOEL Nikosia
1997/1998 Anorthosis Famagusta
1998/1999 APOEL Nikosia
1999/2000 Omonia Nikosia
2000/2001 Apollon Limassol
2001/2002 Anorthosis Famagusta
2002/2003 Anorthosis Famagusta
2003/2004 AEK Larnaka
2004/2005 Omonia Nikosia
2005/2006 APOEL Nikosia
2006/2007 Anorthosis Famagusta
2007/2008 APOEL Nikosia
2008/2009 APOP Kinyras Peyias
2009/2010 Apollon Limassol
2010/2011 Omonia Nikosia
2011/2012 Omonia Nikosia
2012/2013 Apollon Limassol
2013/2014 APOEL Nikosia
2014/2015 APOEL Nikosia

Rekordpokalsieger in Zypern ist APOEL Nikosia mit 21 Pokalsiegen vor dem zweitplatzierten Team Omonia Nikosia mit 14 Titeln. Anorthosis Famagusta kommt auf 10 Titelgewinne. Insgesamt gewannen auf der Mittelmeer-Insel 13 verschiedene Clubs den Pokal im Fußball.

Mit Alki Larnaka, Enosis Neon Paralimni, Aris Limassol, Digenis Akritas Morphou und Ethnikos Achnas standen fünf weitere Vereine ein Mal im Finale, wo sie jedoch unterlagen und deshalb noch keinen Titel gewannen.

Zur besseren Einschätzung der bisherigen Abläufe im Fußballpokal von Zypern hier noch einmal die Auflistung aller bisherigen Gewinner nach der Zahl ihrer Titel:

Titel Team
21 APOEL Nikosia
14 Omonia Nikosia
10 Anorthosis Famagusta
7 Apollon Limassol
6 AEL Limassol
5 EPA Larnaka
3 Trast AC
2 SK Cetinkaya Türk
1 Pezoporikos Larnaka
1 Olympiakos Nikosia
1 Nea Salamis Famagusta
1 AEK Larnaka
1 APOP Kinyras Peyias

Aktueller offizieller Name des Pokalwettbewerbs im Fußball auf Zypern ist übrigens „Cyprus Coca Cola Cup“ — aber das kann sich auch schnell wieder ändern.

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Alle zyprischen Meister

Seit 1935 wird in Zypern eine eigene landesweite Meisterschaft im Fußball ausgetragen. Mit einigen Unterbrechungen aus politischen Gründen läuft dieser Wettbewerb seitdem und kürt jedes Jahr einen Verein zum Landesmeister im Fußball in Zypern.

Seit 2007 heißt sie aufgrund eines Sponsoren offiziell Marfin Laiki League, der ursprüngliche Name war allerdings First Division.

Etwas ungewöhnlich für einen Ligabetrieb werden die 14 teilnehmenden Teams nach einer Hin- und Rückrunde in drei Blöcke à vier Teams unterteilt, wobei die beiden letztplatzierten sofort absteigen.

Die ersten vier Clubs ermitteln in der Meisterrunde den Meister und damit den Teilnehmer an der Champions League. Der zweite und dritte Club nehmen an der UEFA-Europa League teil.

In der mittleren Gruppe geht es allein um die Platzierung, welche nicht weiter belohnt wird. In der untersten Vierergruppe wird ein zusätzlicher dritter Absteiger ermittelt.

Jahr Meister
1934/1935 Trast AC
1935/1936 APOEL Nikosia
1936/1937 APOEL Nikosia
1937/1938 APOEL Nikosia
1938/1939 APOEL Nikosia
1939/1940 APOEL Nikosia
1940/1941 AEL Limassol
1941/1942 -
1942/1943 -
1943/1944 -
1944/1945 EPA Larnaka
1945/1946 EPA Larnaka
1946/1947 APOEL Nikosia
1947/1948 APOEL Nikosia
1948/1949 APOEL Nikosia
1949/1950 Anorthosis Famagusta
1950/1951 SK Cetinkaya Türk
1951/1952 APOEL Nikosia
1952/1953 AEL Limassol
1953/1954 Pezoporikos Larnaka
1954/1955 AEL Limassol
1955/1956 AEL Limassol
1956/1957 Anorthosis Famagusta
1957/1958 Anorthosis Famagusta
1958/1959 -
1959/1960 Anorthosis Famagusta
1960/1961 Omonia Nikosia
1961/1962 Anorthosis Famagusta
1962/1963 Anorthosis Famagusta
1963/1964 -
1964/1965 APOEL Nikosia
1965/1966 Omonia Nikosia
1966/1967 Olympiakos Nikosia
1967/1968 AEL Limassol
1968/1969 Olympiakos Nikosia
1969/1970 EPA Larnaka
1970/1971 Olympiakos Nikosia
1971/1972 Omonia Nikosia
1972/1973 APOEL Nikosia
1973/1974 Omonia Nikosia
1974/1975 Omonia Nikosia
1975/1976 Omonia Nikosia
1976/1977 Omonia Nikosia
1977/1978 Omonia Nikosia
1978/1979 Omonia Nikosia
1979/1980 APOEL Nikosia
1980/1981 Omonia Nikosia
1981/1982 Omonia Nikosia
1982/1983 Omonia Nikosia
1983/1984 Omonia Nikosia
1984/1985 Omonia Nikosia
1985/1986 APOEL Nikosia
1986/1987 Omonia Nikosia
1987/1988 Pezoporikos Larnaka
1988/1989 Omonia Nikosia
1989/1990 APOEL Nikosia
1990/1991 Apollon Nikosia
1991/1992 APOEL Nikosia
1992/1993 Omonia Nikosia
1993/1994 Apollon Limassol
1994/1995 Anorthosis Famagusta
1995/1996 APOEL Nikosia
1996/1997 Anorthosis Famagusta
1997/1998 Anorthosis Famagusta
1998/1999 Anorthosis Famagusta
1999/2000 Anorthosis Famagusta
2000/2001 Omonia Nikosia
2001/2002 APOEL Nikosia
2002/2003 Omonia Nikosia
2003/2004 APOEL Nikosia
2004/2005 Anorthosis Famagusta
2005/2006 Apollon Nikosia
2006/2007 APOEL Nikosia
2007/2008 Anorthosis Famagusta
2008/2009 APOEL Nikosia
2009/2010 Omonia Nikosia
2010/2011 APOEL Nikosia
2011/2012 AEL Limassol
2012/2013 APOEL Nikosia
2013/2014 APOEL Nikosia
2014/2015 -
2015/2016 -
2016/2017 -

Rekordmeister der Liga auf Zypern ist APOEL Nikosia mit 22 Titelgewinnen und nur knappem Vorsprung vor Omonia Nikosia mit 20 Titeln. Es folgt auf dem dritten Platz dieser Rangliste Anorthosis Famagusta mit etwas mehr Abstand mit 13 Meisertiteln, vierter mit immerhin 6 Titeln ist AEL Limassol, das nach einer Pause von 1968 seinen ersten weiteren Titel im Jahr 2012 errang.

Die wenigsten Spieler der Liga sind in anderen Ländern bekannt, allerdings importiert Zypern zunehmend eigene talentierte Spieler in größere Ligen, hat mittlerweile aber auch die Mittel, selbst einige Stars geringerer Kategorien zu erwerben, zu entlohnen und in die Liga zu integrieren.

Fußball auf Zypern stand lange Zeit für eine Qualität fernab jener auf dem europäischen Festland. Früher spielte man teilweise noch auf Ascheplätzen und musste Tornetze verwenden, die teilweise jahrelang im Einsatz waren.

Mittlerweile hat sich dies aber enorm gewandelt. Zuletzt drangen zyprische Clubs auch in den Europapokalwettbewerben teilweise weit nach vorne in die letzten Runden. Eine Finalteilnahme hat der Fußball aus Zypern bislang zwar ebenso wenig zu verbuchen wie eine Teilnahme der Nationalmannschaft an einem großen Turnier, doch hat sich die Kluft zu den übrigen Fußballnationen deutlich verringert.

Eine echte Besonderheit stellt der frühere Deutsche Rainer Rauffmann dar, der in Deutschland zunächst keine besondere Karriere hinlegte, nach seinem Wechsel in die zyprische Liga hier allerdings von 1998 bis 2001 vier Mal in Folge Torschützenkönig der Liga wurde.

Mit Trefferzahlen weit über 30, im ersten Jahr gar 42, spielte er sogar eine Rolle im Kampf um Europas Goldenen Schuh, mit dem die besten europaweiten Schützen geehrt werden. Später nahm er die zyprische Staatsbürgerschaft an und kickte für das Nationalteam, allerdings blieb es hier bei nur 4 Einsätzen und 2 Toren. Später war er auch als Trainer auf der Insel beschäftigt, mittlerweile ist er als Scout tätig.

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Alle U19-Europameister

Jahr Europameister Gastgeber
1981 Deutschland Deutschland
1982 Schottland Finnland
1983 Frankreich England
1984 Ungarn Sowjetunion
1986 DDR Jugoslawien
1988 Sowjetunion Tschechoslowakei
1990 Sowjetunion Ungarn
1992 Türkei Deutschland
1993 England England
1994 Portugal Spanien
1995 Spanien Griechenland
1996 Frankreich Frankreich
1997 Frankreich Island
1998 Irland Zypern
1999 Portugal Schweden
2000 Frankreich Deutschland
2001 Polen Finnland
2002 Spanien Norwegen
2003 Italien Liechtenstein
2004 Spanien Schweiz
2005 Frankreich Nordirland
2006 Spanien Polen
2007 Spanien Österreich
2008 Deutschland Tschechien
2009 Ukraine Ukraine
2010 Frankreich Frankreich
2011 Spanien Rumänien
2012 Spanien Estland
2013 Serbien Litauen
2014 Deutschland Ungarn
2015 - Griechenland
2016 - Deutschland
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Unbekanntes aus … Zypern

Rainer Rauffmann ist natürlich kein Unbekannter. Der in Kleve geborene Deutsche nahm nach langen Jahren in der zypriotischen Liga gegen Ende seiner Aschebahn die zypriotische Staatsbürgerkunde an und spielte noch 5 mal für dieses Land. So weit, so bekannt.

Unbekannt ist jedoch die Zahl der Tore, die Rauffmann in seinen sieben Jahren auf der Insel erzielte: 181 Tore in 152 Spielen. Gerd Müller erblasst, nur sieht man das unter dessen Vollbart so schlecht. Eine Quote von 1,19 Toren pro Spiel ist trotz der geringen sportlichen Qualität der Liga auf Zypern beeindruckend.

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Unbekanntes aus … Italien

… Italien.

Was doch die Statistiken alles hergeben. Italien mit einer EM-Qualifikation, in der ein einziger Sieg mit einem 3:1 gegen Zypern zu Buche steht, ein einziger Sieg in der gesamten Qualifikation. War dieses Italien nach 1982 nicht amtierender Weltmeister? Was war da los?

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Zypern vor Österreich

Der (ansonsten) schicke Herr Löw hat seit seinem Einstand als Bundestrainer alle Pflicht- und alle Freundschaftsspiele gewonnen, nur der Test der Reservereifen gegen Dänemark ging verloren. „Halt!“, schreitet hier der Kenner ein und ruft aus dem Off ein kleines, aber deutliches „Eins zu eins“ hinein und meint damit ein Remis. Ein Remis im Spiel auf der zweigeteilten Insel, die zu insgesamt drei Nationen gehört: Ein griechischer Teil, ein türkischer Teil plus die extraterritorialen britischen Militärbasen. [1]

Der Gegner in jenem Spiel war allerdings der griechische Teil der Insel, die Republik Zypern, die auch Mitglied der EU ist, anders als der türkische Teil der Insel. 1:1 nur, das klingt schon ein bisschen mager, auch wenn Irland dort mit einem überraschenden 5:2 untergegangen war. Aber erstens ist das Irland der späten 2000er Jahre anscheinend nicht mehr das Irland von davor und zweitens ist Zypern, ganz konträr, nicht mehr das Zypern der Fußballsteinzeit. Das Spiel von Löws (man füge hier eine Alliteration mit L an, die die Spieler bezeichnet) war wenig berauschend und auch wenig 2006-haft. Komischerweise ging die gesamte Presse gönnerhaft darüber hinweg, obwohl doch so ein 1:1 auf einer kleinen Insel eigentlich eine mittlere Blamage ist. Ganz anders, als wenn man auswärts in Tschechien verlöre oder zu Hause gegen die Slowakei nicht gewönne. Das sind Ergebnisse im Bereich des Möglichen. Ein Remis auf Zypern aber ist eine kleine Blamage — dachte ich.

Nun muss ich einsehen: Es war gar keine Blamage, es war ein respektabler Punktgewinn. Schließlich steht Zypern richtig weit oben in der FIFA-Weltrangliste. Nämlich auf Platz, Moment, … auf Platz 81, zusammen mit Guatemala. Platz 81, jetzt könnte man denken, dass das doch gar nicht so weit oben sei, aber aufgemerkt: auf Platz 83 folgt die Fußballnation Österreich. Österreich ist immerhin Gruppenkopf einer der nur vier Vorrundengruppen der EM 2008. Und mit richtig viel Pech werden wir sogar in die Gruppe der Österreicher gelost. Da tut es gut zu wissen, dass man gegen Zypern, einen offensichtlich ähnlich starken Gegner, immerhin ein Remis rausholen kann.

[1] Wer mal günstig in die USA reisen möchte, sollte in die Normandie fahren, dort gibt es US-amerikanische Soldatenfriedhöfe, die mitten in Frankreich liegend ein Teil der USA sind. 500 und ein paar gequetschte Kilometer mit der Mitfahrzentrale oder mit dem (gibt’s das eigentlich noch?) Interrail-Ticket kann sich auch der ärmste Student mal leisten. Dumm nur, dass man dann immer noch nicht auf einem anderen Kontinent als dem eigenen war.

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Hach, damals

Damals, als Deutschland bei Länderspielen in Dortmund noch unbesiegt war, damals, als Gerd Müller noch Tore schoss und keinen Quark in Interviews erzählte, damals, als folgende Spieler zwölf Tore gegen das Land, das morgen Gegner sein wird, schossen:

Deutschland — Zypern 12:0

1:0 Gerd Müller 3.
2:0 Wolfgang Overath 5.
3:0 Wolfgang Overath 12.
4:0 Helmut Haller 17.
5:0 Max Lorenz 39.
6:0 Siegfried Held 42.
7:0 Gerd Müller 44.
8:0 Helmut Haller 46.
9:0 Gerd Müller 48.
10:0 Horst-Dieter Höttges 50.
11:0 Wolfgang Overath 63.
12:0 Gerd Müller 85.

Damals muss das Fußballspielen irgendwie einfacher gewesen sein.

Noch damalser allerdings lief das Hinspiel so:

Zypern — Deutschland 0:1

0:1 Gerd Müller 90.

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Mehr Kryptik

Es scheint ja in Blogs schwer in Mode zu sein, etwas Kryptik einfließen zu lassen, gerne präsentiert in nur einem Satz, besser noch in nur einer Sentenz. Deshalb sage ich mir und meinen von der WM müden Lesern, denen natürlich klar ist, dass die EM vor der Tür steht:

„Zypern liegt geografisch gesehen in Asien.“

So, und jetzt bitte drüber nachdenken.

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Bye-bye happiness

11.50 Im Ticker wird gemeldet, dass ein “Klassiker” drohe, weil die Niederlande, England oder Frankreich als mögliche Gegner drohen. Seit wann ist ein Spiel Deutschland — Frankreich ein Klassiker? Und wer definiert, was ein Klassiker ist? Wenn Deutschland — Frankreich ein Klassiker ist, ist dann Deutschland — Italien auch ein Klassiker? Und wäre Frankreich — Spanien ebenfalls einer? Spanien — Italien dann auch? Ist dann quasi jedes Spiel einer Nation mit mehr als 10 Millionen Einwohnern gegen eine andere Nation mit mehr als 10 Millionen Einwohnern ein “Klassiker”? Oder ist jedes Spiel gegen einen ehemaligen Kriegsgegner der Deutschen ein Klassiker? Ich weiß es nicht und ich bin auch müde dieser inflationären Superlative und Begriffshülsen, jedes Mal das Gleiche. Ob Deutschland jetzt gegen Polen, Schweden oder Portugal spielt, immer gibt es irgendein “denkwürdiges” Spiel von “damals” und dann werden die ollen Kamellen wieder aufgewärmt.

11.55 Losfeen werden sein: Andreas Herzog und Stéphane Chapuisat. Jaja, wissen wir schon. Weiter.

12.07 Otto Rehhagel präsentiert als amtierender Europameister den Pokal. Hach, ein Deutscher als Titelträger. Das hat es seit 1996 nicht mehr gegeben. Seitdem hat Deutschland auch kein Spiel mehr bei einer Europameisterschaft gewonnen.

12.20 Färöer in Gruppe B. Somit nicht in der Achtergruppe A, in der Kasachstan gelandet ist. Ist Kasachstan noch Europa?, fragt sich der Oberlehrer in mir verwundert. Na gut, ist Israel ja auch nicht. Sollte man nicht so genau nehmen. Die Türkei liegt ja auch nicht in Europa.

12.26 Angeblich muss Finnland in die Gruppe “H”, sagt der Ticker. Das halte ich bei nur 7 Gruppen für schwierig. Aber was der Ticker schreibt, hat ohnehin selten sittlichen Nährwert.

12.28 Ich glaube, ich möchte in die Gruppe 2. Schottland, Litauen, Georgien, Färöer. Das klänge gut.

12.30 Italien kommt zu Schottland und der Ukraine. Bis jetzt kann man aber noch nix weiter sagen, weil ja noch die Gruppenköpfe fehlen. Hoffentlich wird es für Deutschland Griechenland.

12.32 Oha. Deutschland ist in Gruppe 4 mit der Slowakei, Irland und Wales. Das sind alles Mannschaften, gegen die man gerne schon mal stolpern kann. Zypern und San Marino sollten eigentlich kein Problem sein, aber wie viel Ungewißheit in diesem “eigentlich” steckt, hat man schon oft genug gesehen. Unser früherer Angstgegner Albanien hat es auch 20 Jahre lang geschafft, nie mit mehr als einem Tor Unterschied gegen uns zu verlieren. Auf Färöer musste es die 90. und 92. (erst Klose, dann Bobitsch) sein, bevor der Sieg feststand. Im Rückspiel fabrizierte Arne Friedrich ein schönes Eigentor und zusammen mit dem Lattentreffer der Färinger in der zweiten Halbzeit war der 2-1 Sieg dann auch nur ein knapper.

12.34 Frankreich in einer Gruppe mit Italien. Na das ist doch mal begrüßenswert. Nicht immer nur Georgien-Moldawien, Armenien-Aserbaidschan, sondern mal ein Spiel, das vielleicht sogar im deutschen Fernsehen live übertragen wird.

12.35 Mist. Griechenland ist in einer Gruppe mit der Türkei, also nicht in unserer. Und außerdem kommt mir diese Paarung irgendwie bekannt vor. Die gab’s doch gerade erst bei der WM-Quali.

12.36 Tschechien. Tschechien als Gruppenkopf der deutschen Gruppe. Puh. Mit Wales, Irland und der Slowakei haben wir schon drei nicht leicht zu schlagende Gegner und jetzt kommt auch noch Tschechien dazu.

Man sollte sich gedanklich darauf vorbereiten, dass es sein kann, dass der Sommer 2008 für uns so wird, wie er für Finnland seit jeher ist: nur Zuschauer bei einem großen Fußballturnier. Das wird schwer.

Tschechien
Deutschland
Slowakei
Irland
Wales
Zypern
San Marino

Ergebnisse von anno dazumal sind Schnee von gestern, trotzdem kann man sich ja mal informieren. Die Bilanzen sehen so aus:

Gegner S R N Gesamt
Tschechien 13 3 5 21
Irland 6 3 5 14
Slowakei 5 0 2 7
Wales 6 5 2 13
Zypern 4 0 0 4
San Marino 0 0 0 0

Die Bilanz gegen die Slowakei ist allerdings nicht allzu aussagekräftig, denn die ersten fünf Partien fanden dann statt:

So 27.08.1939 Slowakei - Deutschland 2:0 (2:0)
So 03.12.1939 Deutschland - Slowakei 3:1 (0:0)
So 15.09.1940 Slowakei - Deutschland 0:1 (0:0)
So 07.12.1941 Deutschland - Slowakei 4:0 (3:0)
So 22.11.1942 Slowakei - Deutschland 2:5 (0:2)

Hm. Kein guter Zeitpunkt, um gegen die Deutschen zu gewinnen, wenn man gerade von ihnen besetzt ist. Aber: nein, ich bin nicht rechtsradikal, nur weil ich das jetzt hier erwähne.

Ich finde die deutsche Gruppe wirklich hart, machbar insofern als man eben die Slowakei und Wales hinter sich lassen muss. Ich halte Irland für fast stärker als Tschechien, bei denen nach der WM ein Umbruch stattfinden wird. Irland hat in den letzten sechs Jahren zu Hause gerade mal zwei Spiele verloren: eins gegen Argentinien, eins gegen Frankreich. Und das ist jetzt kein statistischer Zufall, denn das Stadion an der Lansdown Road ist eine echte Bastion.

Allerdings wird das Heimspiel gegen Irland ein Leckerbissen. Ich hoffe, es findet hier in NRW statt, das würde ich mir dann nicht entgehen lassen.

Zu den anderen Gegnern in Kürze mehr Worte, „gefährlich“ sind aber auf jeden Fall Zypern und San Marino, denn dass wir solche Mannschaften abschießen ist schon lange nicht mehr der Fall. Nun gut, das ist nun auch nix Neues.

Eine wahrlich schwierige Gruppe.

Allerdings sind die anderen auch nicht einfacher. Und die Gruppe mit Frankreich, Italien und der Ukraine ist natürlich wirklich sehr schön. Ich hoffe, Italien fliegt raus.

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(EM-) Showtime

Da wir hier ja keinen Bundesliga- oder Kleintalentblog haben und Werder Bremen dann doch angetreten ist und auch keinen Protest einlegen wird, kommen wir zurück zu den wichtigen Dingen im Weltfußball. Heute ist die Auslosung der Qualifikationsgruppen zur EM. Vor der Auslosung der WM-Gruppen lag ich mit zwei richtigen von drei Gegnern noch ganz gut, einen Tipp versage ich mir dies mal aber. Schließlich werden heute der deutschen Mannschaft sechs weitere zugelost und wenn ich mich aus meiner kurzen Zeit der Lehre der wirtschaftswissenschaftlichen Statistik richtig entsinne, ist das ein sogenanntes „Ziehen ohne Zurücklegen“ (mit dem Zusatz, dass nur aus bestimmten Töpfen gezogen wird) und das bedeutet Möglichkeiten in Höhen, die ein Tippen fast verunmöglichen. Die Töpfe schauen wir uns aber trotzdem mal an:

Topf 1:
Griechenland
Niederlande
Portugal
England
Tschechien
Frankreich
Schweden

Topf 2:
Deutschland
Kroatien
Italien
Türkei
Polen
Spanien
Rumänien

Topf 3:
Serbien/Montenegro
Russland
Dänemark
Norwegen
Bulgarien
Ukraine
Slowakei

Topf 4:
Bosnien-Herzegowina
Irland
Belgien
Lettland
Israel
Schottland
Slowenien

Topf 5:
Ungarn
Finnland
Estland
Wales
Litauen
Albanien
Island

Topf 6:
Georgien
Mazedonien
Weißrussland
Armenien
Nordirland
Zypern
Moldawien

Topf 7:
Liechtenstein
Aserbaidschan
Andorra
Malta
Färöer
Kasachstan
Luxemburg
San Marino

Als Veranstalter qualifiziert:
Österreich
Schweiz

Dem geschulten Leser wird auffallen, das in Topf 7 acht Mannschaften sind. Das bedeutet, dass es sechs Gruppen mit sieben Mannschaften geben wird und eine Gruppe mit acht Mannschaften. Die pro Gruppe besten zwei sind für das Turnier in Österreich und der Schweiz qualifiziert. Wer dann Bundestrainer sein wird, steht noch in den Sternen.

Da es mich aber doch wieder in den Fingern juckt und mich mein Geschwätz von vorhin (ich war zwischendurch auf der Toilette) nicht kümmert, tippe ich folgende Gruppe für Deutschland:

Portugal, Deutschland, Russland, Slowakei, Wales, Mazedonien, Andorra und als Sahnehäubchen, falls wir in die Achtergruppe kommen, San Marino.

Es wird ohnehin Zeit, dass wir mal gegen San Marino spielen müssen. Die Spiele gegen Färöer fand ich schon schick, San Marino wäre ähnlich fein.

Glücksfeen bei der Auslosung werden zwei ehemalige Bundesligaprofis sein: Andreas Herzog und Stéphane Chapuisat. Na dann man tau.

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