Was bisher geschah (II): Den #tkss entdecken

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Der #tkss ist der „Tweet-Kick Schäl Sick“, wobei die letzteren beiden Vokabeln angesichts der medialen Übermacht, mit der Kölner Kulturgut im Unverhältnis zu tatsächlich existenten und dieses auslebenden Anteilen der Bevölkerung in die Lande gesendet wird, wohl nicht mehr erklärt werden müssen. Die „schäl sick“ ist die „scheele Seite“ Kölns, welche auf der scheelen, also falschen, dummen, schlechten Seite des Rheins liegt, welches in diesem Fall die rechtsrheinische bzw. östliche Seite ist. Und ein Tweet-Kick ist leider kein Rumgebolze von Menschen, die Twitter nutzen, aber immerhin ein Treffen fußballaffiner Twitterer (und Blogger). Was dann so aussieht wie im Bild hier rechts.

Ins Leben gerufen wurde der #tkss vom Italo-Schwaben LLcurly, der gleichzeitig die Gazetta di Kalk betreibt, nur echt in rosa, von hirngabel, der neben dem Brustring auch als hirngabel bloggt, und von DooMiniK2k, bekannt durch effzeh.com und die sektiontwitter, ein Fanclub des 1. FC Köln, von Menschen gegründet, welche sich über Twitter kennenlernten.

„Was bedeutet eigentlich #tkss?“

Zum inzwischen 14. oder 15. Male traf man sich im „Brauhaus ohne Namen“, welches — für einen Besucher aus dem Revier überraschend — irgendwann den Ausschank einstellte, weil das Fass leer, der Abend vorangeschritten war und den Bediensteten ihrerseits nach Feierabend dürstete. Wirsing war der Hashtag des Abends, das bedarf keiner weiteren Erläuterung, wird doch der nächste #tkss unter einem neuen Motto stehen. Vergänglich ist nicht nur der Wirsing, sondern auch und vor allem die Erinnerung der Twitternutzer.

„Was ist ein Tweet-Kick?“

So trifft man dort — man darf auch ohne Anmeldung erscheinen, obwohl diese gewünscht wird — auf zur Zeit meist etwa 30 weitere fußballaffine Twitterer, die man dem Namen nach kennt oder eben erst -lernt. Smalltalk ist in großen und kleinen Runden möglich, und aufgrund der großen Fluktuation an Anwesenden bilden sich, ganz wie im Netz beim Twittern, wo sich jeder an ein Thema anhängen kann, immer wieder neue Runden. Hier rechts im Bild das Phrasenschwein des #tkss, das sogar ein Trikot mit der Aufschrift „tkss“ trägt. Schließlich fallen, wo über Fußball gehobelt wird, auch reichlich Phrasen.

Empfehlenswert ist der #tkss für alle, die einen solchen Termin in Köln einrichten können (etwa 5 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Messe/Deutz entfernt) und die nicht menschenscheu sind, was man der „Netzgemeinde“ ja wohl nur aus Ahnungslosigkeit nachsagt. Erstens gibt es keine „Gemeinde“ und zweitens ist sie mehr oder weniger so menschenscheu wie Menschen es eben sind. Wer nicht in der Nähe von Köln wohnt, kann auf Glück hoffen, dass sich Pendants wie bereits geschehen in Berlin, München, Hamburg und zuletzt in Hannover nach seiner Machart bilden. Im anderen Fall spricht nichts dagegen, ähnliche Einrichtungen in der eigenen Heimat einzurichten. Noch werden keine Lizenzgebühren erhoben.

Und wie LLcurly zurecht monierte, existiert noch kein solcher fußballaffiner Twittertreff im Ruhrgebiet. Wer also Zeit und Lust auf ein ganz klein wenig Organisationsarbeit hat, sei hiermit aufgerufen. Alle anderen strömen weiterhin zum #tkss nach Köln oder eben nach München, Hamburg, Berlin oder Hannover.

Siehe dazu auch: „Treffen in Köln“, als sich Blogger zum Pokalfinale der Frauen in Köln verabredeten. Kurzer, aber extrem schlauer Hinweis: Will man sich wirklich kennenlernen und unterhalten können, sollte man eher nicht zusammen ein Fußballspiel besuchen, sondern lieber irgendwo einkehren. Zum Beispiel beim allmonatlichen #tkss, der hier seinen neuen Termin sucht.

4 Kommentare

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  2. Da kann ich mal nicht zum #tkss und wer kommt?

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