Zeitumstellung

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Jetzt ist nicht mehr der FC Bayern der Gejagte, die Zeiten sind jetzt andere. Man hat es schon häufig gehofft, die Zeitenwende kam aber nie. 2x der BVB als Meister, 3x Leverkusen als Vizemeister, 1x Bremen als Meister, davor andere Jahrzehnte mit anderen Konkurrenten. Nie wurde jemand der Bastion der Bundesliga, Bayern München, gefährlich.

So wie jedes Imperium muss aber auch jenes der Bayern irgendwann einmal zusammenfallen und sich überlebt haben. Die Zeit ist nah. Uli Hoeneß hat sich nach 30 Jahren erfolgreicher Arbeit verbraucht, Karl-Heinz Rummenigge besaß nie die sportliche Führungsqualität, die er auf dem Rasen zu seinen Zeiten vor Servette Genf hatte. Franz Beckenbauer ist schon lange nicht mehr im Geschäft bei den Bayern.

Werder Bremen hat in Klaus Allofs einen immer noch frischen Manager, der nicht nur nicht auf den Kopf gefallen ist, sondern der auch ein Händchen oder ein Scoutchen für die entscheidenden Transfers besitzt, während gleichzeitig die Bayern seit Jahren schon nur noch damit langweilen, bereits bei anderen Bundesliga-Vereinen profilierte ausländische Spieler wegzukaufen, die angesichts der Starfülle bei Bayern nur noch halb so gut auftreten wie zuvor.

Werder hingegen geht das Risiko ein, auch mal einen noch nicht assimilierten Spieler aus dem Ausland zu kaufen, der dafür aber für erschwingliches Geld Top-Leistungen bringt und hungrig bleibt. Werder spielt Fußball, Bayern verwaltet nur noch sein Erbe und der Friedhofsgärtner heißt Magath.

Werder, Bayern. Zeitumstellung im Oktober 2006. Endlich.

8 Kommentare

  1. Und wenn Klaus Allofs mit Bremen die Champions League gewonnen hat, macht er als neue Herausforderung die Fortuna meisterreif!

  2. Na – cih denke auch das es sich wirklich zum ersten Mal so anfühlt als ob Bremen den Wechsel wirklich schaffen könnte, selbast nsi Dortmunds CL Sieg war mir immer klar das Niebaum & Meier jetzt zum Grössenwahn neigen und damit einbrechen werden. Diese Gefahr sehe ich bei Werder einfach nicht, weil das Team einfach zu gewachsen ist und das Team Schaf & Allofs ein anderes ist als das Team Meier/Niebaum & Hitzeld / Scala
    Sicherheit werden wir da wohl erst in so zwei Jahren haben, aber fühlen kann man die Trendwende schon einmal….

  3. Baade, lass den Scheiß!

  4. Ja wie geil… ausnahmsweise darf ich mich über den Müll den Trainer Baade verzapft freuen. Ich liebe es einfach mir vorzustellen wie Ben zu Hause sitzt und Angst hat. Wie er zittert… Es ist etwas anderes hin- und wieder mal oben und mal unten mitzuspielen und im doch nur Mittelmaß zu sein. Das tut gut, man freut sich und man ärgert sich. Aber nun.. nun muß Ben Binklorek fürchten den Status zu verlieren… So ist es immer mit dem Geld… das System ist stärker. Es freut mich wirklich diebisch in diesen Momentan an Ben zu denken. Immerhin ist er sich nicht schade genug, Fan einer Fußball-Bundesligamannschaft zu sein. Ich meine, immerhin ist es nicht St. Pauli – es gibt glaube ich kein erbärmlicheres Armutzzeugnis als eine Fanschaft von St. Pauli (direkt danach kommt Schlacke 04) – aber es ist Endeffekt doch nur das Fantum von Langeweile.

    Ach ja… SpielerPräsident von 1. FC GNF 06: Bitte keine weiteren Einträge von Ihnen mehr.

  5. Da schreibt einer bei mir ab:

    Während diese Bayern gegenüber der maroden Mannschaft von vor drei Jahren, damals noch unter Ottmar Hitzfeld, kaum vorangekommen sind, ist Werder Bremen auf dem besten Weg, sich als der Primus des deutschen Fußballs festzusetzen.

    sagt die B. Z. am 2. November.

  6. Baade, sowas sagt derzeit jede Wurstzeitung. Das ist der allererste Konsens aller Hinterwelt-Kneipendiskussionsrunden. Selbst Wontorra redet so, Brückner beschwört es geradezu und meine Mutter hörte ich vor Monaten schon so etwas orakeln.

    Das ist sowas von lahm, dein Geschreibe. Furchtbar, ich hoffe du wirst unglücklich!

  7. Ich bin absolut sicher, dass Ben das alter ego von Trainer Baade ist. So schön beschimpft man nur sich selbst.

  8. Ben Binklorek… ich liebe Dich. Es ist einfach zu schön, dich toben und wildern zu sehen.



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