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Autor: Trainer Baade

Nur zu Hause, nur zu Hause… spielen wir nicht

Dieses Lied hat nun ein Ende für den MSV Duisburg. Nach 6 Jahren Abstinenz wurde ihm mal wieder ein Heimspiel im DFB-Pokal zugelost. Gegner ist die Werkself.

Hertha BSC wird übrigens bei den Stuttgarter Kickers scheitern.

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Penetrant

In der Radio-Konferenz von bundesliga.de wird gerade extensiv Werbung gemacht für bwin.de, mit Vorstellung der konkreten Quoten für die Spiele, über die heute berichtet wird.

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Bundesligastadt Aachen

So sehr freut man sich in Aachen, wieder in der Bundesliga zu spielen:

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(Nicht gephotoshoppt.)

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Elfmeterschießen, eine bayrische Erfindung

Von Bayern lernen heißt Elfmeterschießen lernen. Karl Wald ist der Erfinder des Elfmeterschießens und erst nachdem der Bayrische Fußballverband das Elfmeterschießen einführte, übernahmen es auch der DFB, die UEFA und die FIFA.

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Uli Hoeneß ist bekanntermaßen kein Bayer, sondern Schwabe aus Ulm. Vor seinem Fehlschuss im Elfmeterschießen 1976 im EM-Finale dachte er: „Einsam spazierte ich auf den weißen Punkt, rings um mich nur Sahara.“

So geht es dank Karl Wald inzwischen wohl vielen Spielern nach 120 Minuten bei unentschiedenem Spielstand.

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Das Grauen nimmt kein Ende

Man sollte solchen Mannschaften wie Hertha BSC die Teilnahme am Europapokal verbieten. Heute hat sie zu Hause schon wieder nur ein Remis gegen eine Mannschaft aus einer unbedeutenden Liga erreicht. Solche Gurkentruppen, gemeint ist Hertha, versauen den Schnitt in der Fünfjahreswertung. Also: ausschließen, bitte.

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Hamburger SV — Arsenal 2:1

Hach, herrlich! Was für ein Fußballabend! Der HSV gewinnt in seinem ersten Champions-League-Spiel seit 6 Jahren mit 2:1 gegen Arsenal. Lehmann muss zum ersten Mal seit ca. 1.000 Minuten in der Champions League ein Gegentor hinnehmen, und dann sogar gleich zwei an einem Abend. Der Hamburger SV, unterstützt von einem beeindruckenden, nimmermüden Publikum, setzt in fast allen Zweikämpfen den entscheidenden Schritt die entscheidende Sekunde früher nach vorne und kauft so den auch in der heimischen Liga noch nicht überzeugenden „Gunners“ den Schneid ab.

Robin van Persie hatte sein Londoner Team entscheidend geschwächt, als er schon nach 10 Spielminuten im Strafraum der Hamburger eine Schwalbe versuchte. Doch der gute Schiedsrichter Frjödfeldt aus Schweden erkannte sofort, dass der gewiefte Robin van Persie sich einfach nur im richtigen Moment fallen ließ, um so eine Berührung durch den Hamburger Torwart vorzutäuschen. Völlig zurecht zeigte der Schiedsrichter die Rote Karte für diese Schwalbe. Wenig später gab es Elfmeter für den HSV, Lehmanns Serie war zu Ende, als der Elfmeter zur 1:0-Führung für den HSV verwandelt wurde. Rosicky glich zwar kurz nach der Pause mit einem schönen, fast schon Schweinsteigerschen, Schuss aus ca. 20m aus, doch in der 90. Minute versetzte Boubacar Sanogo Arsenal den Knockout. Nach einer klugen Rückgabe von Jarolim, der schon an Lehmann vorbeigelaufen war, traf Sanogo ins leere Netz.

Das Hamburger Publikum wurde für seine frenetische Unterstützung der Spieler über 90 Minuten ebenso belohnt wie die ersatzgeschwächte Mannschaft des HSV, die in Jarolim, Sanogo und Kompany ihre besten Aktivisten hatte. Thomas Doll konnte es kaum fassen, dass man ausgerechnet gegen den Vorjahresfinalisten mit einem Sieg in die Champions League startete. „Das darf doch nicht wahr sein!“, konnte man von seinen Lippen immer wieder in der Zeitlupe ablesen, sofern man des Lippenlesens mächtig ist.

Ein tolles Spiel, ein toller Erfolg und vor allem war dieses Spiel ein Plädoyer für die sofortige Bestrafung jeglicher unfairen Versuche, eine Beeinträchtigung durch den Gegner vorzutäuschen. Toll auch, wie nach dem Spiel Arséne Wenger als bekannt fairer Sportsmann sofort erklärte, van Persie intern zu sperren.

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Spiel um Platz Drei — Portugal kampflos Sieger

Man stelle sich das vor: Da gibt es ein von der FIFA angesetztes WM-Spiel, und eine der beiden Mannschaften erscheint einfach nicht. Nicht, weil sie im Stau steckt oder zwei Drittel der Spieler von einer Magen-Darm-Grippe heimgesucht wurden, nö, einfach keinen Bock mehr.

Jürgen Klinsmann war ja auch kurz davor, nach dem Halbfinalaus hinzuschmeißen. Dankenswerterweise konnte Jogi ihn überreden, die läppischen drei Tage auch noch weiterzumachen. Am Samstag also das Spiel um Platz Drei und am darauffolgenden Dienstag nahm Jürgen dann seinen Hut.

Nicht so die Engländer, die hielten es nicht mehr aus, nachdem sie ein Mal verloren hatten und nicht mehr Weltmeister werden konnten:

„Unmittelbar nach dem Viertelfinal-Aus sei die englische Nationalmannschaft abgereist und werde nicht an den Spielen um die Plätze fünf bis acht teilnehmen, teilte der Weltverband INAS- FID am Montag mit. Die Engländer sollten an diesem Dienstag im Kölner Franz-Kremer-Stadion gegen Nordirland in die Platzierungsrunde starten. Die Partie fällt aus. Die Nordiren wurden zum Sieger erklärt und ziehen damit ins Spiel um Rang fünf ein.“

PS: Wo zur Hölle ist das „Franz-Kremer-Stadion“? Ah, hier. Der richtige Rahmen für ein Weltturnier.

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Kein Tor zu viel

Die Ergebnisse vom Sonntag:

1:2 (0:2)
1:4 (0:3)
2:1 (1:0)
1:0 (1:0)
1:2 (1:1)
0:3 (0:1)
1:3 (1:1)
n.V. 0:1
1:0 (1:0)
0:2 (0:2)
2:1 (0:0)

Sieht nach einem normalen Bundesligaspieltag aus? Stimmt. War es aber nicht. Das war die erste Runde des DFB-Pokals. In elf Spielen schlappe drei Siege mit mehr als einem Tor Unterschied bei den Duellen zwischen den Teams aus verschiedenen Ligen. Für einzelne 90 Minuten geht da eben häufig doch was, auch wenn man eigentlich unterlegen ist.

Aus demselben Grund sollte man gar nicht erst darüber nachdenken, San Marino wegen einer einzigen 0:13-Klatsche aus der EM-Qualifikation zu entfernen oder gar Vereine aus Georgien, Irland oder Albanien aus der Champions-League-Qualifikation auszuschließen.

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Kein Joga, keine Gummibänder

Neulich, an der Litfaßsäule.

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„Einfach nur Fußball“ — ob das ausgerechnet bei Fortuna zutrifft, wage ich zu bezweifeln.

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Eine Nachricht aus der Vergangenheit

Wir haben unsere Antennen in Richtung Ex-Planet Pluto ausgerichtet. Eigentlich wollten wir mit den dortigen Bewohnern ein bißchen über Fußball chatten. Plötzlich wird unsere Unterhaltung aber unterbrochen. Störsignale erschweren die Unterhaltung immer mehr. Ich bekommen verzerrte Signale herein, doch da ich ja Akademiker bin, kenne ich auch ein paar dieser Nerds, die aus jedem noch so verrauschten Signal die Originalnachricht wiederherstellen können. Zwei Nächte später, denn in aller Regel arbeiten Nerds nur nachts, damit sie nicht versehentlich auf ihre Sozialphobie testende andere menschliche Lebewesen stoßen können, haben sie für mich die Originalnachrichten entschlüsselt. Unglaublich, es ist tatsächlich eine Nachricht aus der Vergangenheit. Ich hoffe, morgen steht nicht die FOTO-Zeitung bei mir vor der Tür.

Die erste Botschaft, die ich vom fernen Planeten arena vorgestern via der Webseite des Herrn kicker empfing und von meinen Nerds entschlüsseln ließ, lautet:

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Die zweite Nachricht lautet folgendermaßen:

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Für Historiker sicherlich interessant. Gerade eben fällt mir auf, dass die Nachrichten auch heute noch auf der Webseite des Herrn kicker abrufbar sind! Wie kann das sein, dass man auf dem Planeten arena noch nicht gemerkt hat, dass wir auf der Erde inzwischen den 9. September 2006 schreiben und nicht mehr Anfang August?

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Die viel zitierten Tomaten

Die BLZ schreibt über Bastian Schweinsteiger:

„Außerdem verfügt er über die seltene Gabe, mit seinen Schüssen fast immer das Tor zu treffen.“

Da hat wohl jemand ein anderes Spiel gesehen als ich. Nur weil er gegen Portugal zweieinhalb Mal und gegen San Marino ein Mal aus der Distanz traf, verfügt er noch lange nicht über diese genannte Gabe. Was man dabei immer schön mitzählen muss, sind die Fehlversuche, die er dabei ebenfalls verbrät. Und diese Zahl ist gerade bei Schweinsteiger nicht klein. Ganz so arg wie bei der EM 2004 ist es nicht mehr, als er grundsätzlich jeden Ball, den er in der Nähe des gegnerischen Strafraums bekam, in die Wolken jagte, egal, wer sonst noch irgendwo freistand. Ja, er wird besser. Es trifft aber einfach (noch) nicht zu, dass Schweinsteiger ein präziser Fernschütze ist.

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