Beckham needs another challenge

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I think that now I need another challenge.

sagt David Beckham zu seinen Zukunftsplänen. Warum dann nur geht er zu L. A. Galaxy? In meiner Wahrnehmung ist das immer noch weniger als Servette Genf. Und wer geht schon freiwillig nach Litauen oder Rumänien, um „eine neue Herausforderung“ zu suchen, wenn er zuvor bei Manchester United und Real Madrid gespielt hat?

Jay Goppingen hat mit ungefähr 38 noch dort mitgespielt und konnte locker auf dem Niveau mithalten. Auf dem Niveau, welches eigentlich gar keins ist. Wer das als „neue Herausforderung“ bezeichnet, hat das Marketingsprech vollkommen verinnerlicht. Schön für ihn und seine Werbeverträge, schlecht für ihn und alle Fußballinteressierten, die versuchen, ihn weiter als Fußballer ernst zu nehmen.

16 Kommentare

  1. Jay Goppingen hat in hohem Alter bei den OC Blue Stars gespielt, in ner Amateurliga wo meistens Collegefussballer in ihrer Spielpause aktiv sind. Also kein Vergleich mit LA Galaxy und der MLS – die zwar belaechelt wird, aber wegen Beckhams Wechsel endlich mal Aufmerksamkeit kriegt welche der US-Soccer Entwicklung bestimmt nicht schaden kann. Und immerhin spielt er dann dort hoeheres Niveau als das, was er bei Real meistens von der Seitenlinie aus fabriziert.

  2. Gut, ich bin kein US-Fußball-Experte. Dass Jay Goppingen allerdings bei irgendwelchen Farben-Stars gespielt hat, hatte ich auch noch im Hinterkopf. Leider nicht so sehr, dass mir das beim Schreiben des Beitrags klar war, dass es selbst in den USA nur viertklassig war.

    Danke für den Hinweis. Dass die US-Liga irgendeine Form von Aufmerksamkeit bekommt, halte ich aber für abwegig. Da kann man auch noch Ronaldo und – welcher alte Sack fällt mir noch ein, der über seinen Zenit hinaus ist – Paul Gascoigne einkaufen. Es wird nix werden mit einer Fußballbegeisterung in den USA. Das strebt Beckham ja angeblich an. Eigentlich aber strebt das adidas an, und zahl wohl noch ein bißchen drauf, damit Beckham in der MSL spielt. Lächerlich, nichtsdestotrotz. Ein Star macht doch keine Fußballbegeisterung. Wenn man sich nur an einem Akteur hochzieht, ist das ganze noch wesentlich schneller verbrannt als der Deutschen Formel-1-Begeisterung nach Abtritt des sog. „Stars“.

    Entweder man hat ein Interesse für eine Sportart oder nicht. Wenn man sie nicht hat, lässt sie sich auch nicht künstlich durch einen eingekauften Star erzeugen. Klar, es gibt Ausnahmen, Boris Becker war so eine, ein deutscher Tiger Woods wäre eine ähnliche Sache. Michael Schumacher war genau das. Aber eigentlich interessiert man sich hier für Fußball, Handball und Volleyball, mit großen Abstrichen Eishockey und Basketball. Der Rest dümpelt im Bereich von Sportfischen herum.

    Ein großer Sportfischer könnte evtl. einen Sportfischer-Hype auslösen, aber wahrscheinlich ist das nicht. Und in den USA gibt es schon 3,5 große Sportarten plus Motorsport plus so Kram wie Boxen. Fußball, ja, mein Gott, das interessiert doch keinen Schwanz, da kann man noch so große Stars einkaufen. Viel wichtiger wäre doch, eigene Stars aufzubauen, die deshalb Interesse wecken könn(t)en, weil die Stars eigene sind, also us-amerikanisch. Ich interessiere mich auch nicht für Golfen, nur weil Tiger Woods so ein toller Hecht ist. Und ich würde auch nicht anfangen, mich dafür zu interessieren, wenn er plötzlich für die SG Herten spielen würde.

    Der ganze Klamauk um Beckham ist insofern armselig, als er dickes Geld offensichtlich über eine sportlich ernste Herausforderung stellt, welche er weiterhin noch haben könnte. Er ist nicht alt und es gäbe sicher mehr als eine Handvoll Klubs, die ihn noch unter Vertrag nähmen, die durchaus mehr als realistische Chancen hätten, in der CL das Viertelfinale zu erreichen. Dass er freiwillig auf all diese Optionen verzichtet, bedeutet einfach nur eins: Er hat aufgehört, ein ernsthafter Fußballer zu sein.

  3. Er ist ein Baade geworden. Baade gewann cirka viermal irgendwelche Fizetitel um nur deswegen mit dem Fußball aufzuhören, weil er nur mit Muckels zusammenspielte. Da hat er ebenso aufgehört ein ernsthafter Fußballer zu sein. In der Folge wurde er dann Headcoach von Torpedo Utfort. Das einzig professionelle an Torpedo Utfort ist Kai Kasner.

  4. Ich wüsste ja, mit welchem Kommentar ich deine Zugriffszahlen wieder in die Höhe schnellen lassen könnte, aber ich lass es. Obwohl: David Beckham ist schwul! ;-)

    Nein, ernsthaft: Also da hätte er lieber zum MSV Duisburg kommen können. Die Wahrscheinlichkeit mit den Zebras in die Champions League zu kommen ist – lacht nicht, ich habe Recht – unendlich mal höher als mit Los Angeles.

    So, genug der Späße!

  5. „Der ganze Klamauk um Beckham ist insofern armselig, als er dickes Geld offensichtlich über eine sportlich ernste Herausforderung stellt, welche er weiterhin noch haben könnte. Er ist nicht alt und es gäbe sicher mehr als eine Handvoll Klubs, die ihn noch unter Vertrag nähmen, die durchaus mehr als realistische Chancen hätten, in der CL das Viertelfinale zu erreichen. Dass er freiwillig auf all diese Optionen verzichtet, bedeutet einfach nur eins: Er hat aufgehört, ein ernsthafter Fußballer zu sein.“

    Danke für die Aufklärung! Es ist schön, dass es auch im den-Bach-runtergehenden Fußball“geschäft“ noch Menschen gibt, die den Zirkus analytisch durchschauen und scharfzüngig die wahren Gründe ans Licht bringen. Trainer Baade, bald kriegst du deine eigene Kolumne bei einem Magazin!

  6. war er denn jemals ein ernsthafter Fussballer? Haette dieser Beckham Ronaldhinos Hackfresse und Mutter Beimer zur Frau waer er NIEMALS so hochgejubelt worden. Bei ihm haben nicht die 3 Freistosstore, 2 genaue Flanken und 4 scharfe Eckbaelle den grossteil zu seiner Karriere beigetragen sondern sein Image. Und genau mit diesem besteht auch die chance in den USA noch mehr Leute mit Soccer zu begeistern. Wenn man naemlich mit nichts als Image Leute begeistern kann, dann im Spektakelgeilen Amerika…
    Auf jeden Fall sind dort die soccer-participation Zahlen seit Jahren unheimlich am wachsen. Zum einen wegen Lateinamerikanischen Einwandern und deren Fussballbegeisterter Einfluss, zum anderen wegen steigender Ausstrahlung der US-Medien von Fussball-Events. Wenn ich mich genau entsinnen kann sind schon 30% der Kinder zwischen 6 und irgendwas in der Gegend von 15 in den USA aktiv im Fussball. Von diesen Werten traeumt unser Dr. Zwanni jede nacht um deutsche Mannschaften auf Ewigkeit 11 gegen 11 spielen zu lassen.

  7. Das Beckham-Zitat macht mir wieder klar, warum ich Mourinho so mag. :-)

    Aber zu Beckham: Als Fußballer wird der in Deutschland immer noch unterschätzt. Wer in der Gala auftaucht, kann ja kein guter Fußballer sein. Anders in England. Ich erinnere mich an Aussagen von Nick Hornby und Noel Gallagher, die ihn etwas differenzierter einschätzten als hier üblich.
    Gallagher meinte seinerzeit: „Vergiß den ganzen Posh-Boy-Quatsch, der Mann ist einfach ein guter Fußballer.“
    Das Problem bei Beckham ist aber wohl, dass er selber den Quatsch auch mal vergessen sollte. Seit seinem Wechsel zu Real war da nicht mehr viel mit gutem Fußball.
    Die Entscheidung pro L.A. hat aber vermutlich sowieso seine Frau getroffen.
    :-)

  8. Ich möchte auch widersprechen, dass Beckham nur deshalb viel erreicht hat im Fußball, weil er so ein Metrokosmonaut ist. Ich denke, dass man nicht acht oder zehn Jahre bei Manchester in der Startelf steht und ein paar Dutzend Länderspiele macht, wenn man das Zeug dazu nicht hat.

    Er ist natürlich kein Regisseur, und ich erinnere mich auch an Stimmen, die sagten, dass er für flottes Kombinationsspiel gedanklich ein wenig zu langsam ist. Andererseits erinnere ich mich auch an viele Freistoßtore und vor allem eine grandiose Partie beim Spiel Manchester gegen Real, welche 4:3 (noch im Trikot von Manchester) ausging und bei dem Beckham einen durchaus Weltklasse zu nennenden Tag hatte. Ob er das sonst häufiger hatte oder nicht, kann ich in Ermangelung von Bildern seiner Spiele nicht sagen. In der Nationalmannschaft von England hat er mich selten überzeugt, aber das mag Gründe haben, die in der Zusammenstellung der Mannschaft liegen und nicht in seinen Fähigkeiten.

    Wie dem auch sei, für die MLS wird es wohl auf jeden Fall reichen. Ich hätte ihn gerne noch ein bißchen im Europapokal gesehen.

  9. Ich versteh ihn. Schöner Wohnen und gleichzeitig der beste Fußballer in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu sein- das hat doch was! Wahrscheinlich wird er sich in ein paar Jahren mit der ganzen Kohle Amerika kaufen, selbst krönen und aus den „Unitet States“ zusammen mit seinem personal manager ein „Unitet Kingdom Part II“ machen. Der galaktische Kerl :o)
    Vielleicht denkt er ja auch an seine Kinder – mit den Genen sind sie von Geburt an prädistiniert und stehen in den USA ja nicht im Schatten des großen Papas sondern können sich schön frei entfalten- ein mittelmäßiger Engländer ist schließlich ein superguter Ami-herrenfußballtechnisch. Und vielleicht sind genau die Söhne von Beckham die Stars von morgen, die den amerikanischen Patriotismus bedinen – und den ersehnten Hype auslösen!

  10. Beckham Beckham Beckham, nicht Beckhams.

  11. Na, immer noch besser Brad Pitt als Scientologen-Tom.

  12. Herr Trainer, der Bub ist übrigens ein Jolie-Pitt, nicht bloss ein Pitt, gä?

    Für Tomkats kleine Suri findet sich bestimmt dann auch noch wer…aber doch nicht im Fußball, wos doch für Frauen da soo wenig Karrieremöglichkeiten gibt…Ich dachte da eher so an Regina Halmich? Die ist ja jetzt auch bald „in need for another challenge“ und da käm Surilein doch in ein paar Jahren dann grad recht… ;-)

  13. Ich sprach von Brad Pitt, nicht von seinem Sohn. Insofern heißt er – höchstwahrscheinlich – tatsächlich Pitt, woll? Ich sprach nicht von dem zu trainierenden Fallobst.

  14. Pingback: PONSblog

  15. Aus dem Guardian:

    „It is a difficult situation for David Beckham. It is also difficult for us because we want the best for all“ – What exactly is difficult about being paid $10m a year to live it up in Hollywood, only Ruud Van Nistelrooy knows.



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