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Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

Manni, der Libero offensive Mittelfeldspieler

Endlich widerspricht mal jemand der Dumpfbacke Gerd Müller, der ständig fabuliert, dass er zu heutigen Zeiten, mit diesen Viererketten, ja in jeder Saison 40 Tore in der Bundesliga schießen würde, wenn nicht gar mehr. Seine Begründung ist, dass er nur immer in die Schnittstellen der Kette gehen müsste und dann ständig durch wäre. Jeder, wie er kann. Der schöne Beweis, dass Gerd Müller wirklich die besten Voraussetzungen für einen Stürmer mitbrachte: vor dem Torschuss nicht denken. Leider schafft er das vor dem Reden auch nicht.

Der etwas cleverere Manfred Burgsmüller sagt im Interview mit der taz:

Bei der laufenden WM sind viele Stürmer hinter den Erwartungen zurück geblieben. Der Schnitt der erzielten Tore ist so niedrig wie lange nicht mehr. Woran liegt das?

Früher war es natürlich einfacher. Jeder Stürmer hatte einen Gegenspieler und fertig. Wenn er den ausgespielt hatte, stand er frei vor dem Tor. Das ist im heutigen Fußball völlig anders. Die Spieler haben keine Zeit mehr, den Ball anzunehmen.

So, und jetzt schön still sein, Gerd.

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Didier Six

So ein Zufall, gerade erwähnt Leodator in seinem Blog das legendäre Elfmeterschießen von 1982, da geht dieser Beitrag hier online:

Didier Six ist unter den ausreichend alten Fußballinteressierten ein Begriff. Nicht nur, weil er beim WM-Halbfinale Deutschland — Frankreich 1982 einer der beiden Franzosen war, die ihre Elfmeter verschossen, sondern auch, weil er zu genau jener Zeit in der Bundesliga spielte. Beim VfB Stuttgart war das, wie gesagt 1982, eine Zeit also, in der man ohnehin nur drei Ausländer im Kader haben durfte und Legionärentum noch tatsächlich etwas Besonderes war. Ein Umstand, den sich jüngere Leser wahrscheinlich kaum vorstellen können.

Was die wenigsten allerdings wissen und auch ich erst seit dem Elfmeterschießen der Deutschen gegen Argentinien, ist, dass Didier Six auch mal für den VfB Leipzig in der 2. Bundesliga (Süd) spielte. Man lernt nie aus.

(Für noch größere Experten ist es wissenswert, dass Didier Six somit mal gleichzeitig mit Alexander Löbe auf dem Platz stand. Jener Alexander Löbe, der jetzt noch für Rot-Weiß Essen vor den Ball tritt und der auch in der Mannschaft des SC Paderborn stand, als diese das gekaufte Pokalspiel gegen den Hamburger SV gewann. Vielleicht ist doch was dran an der Vermutung, dass quasi jeder schon mal mit einem Mitspieler von Jürgen Klinsmann oder Lothar Matthäus auf dem Platz stand — über drei Ecken natürlich.)

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Noch’n Klischee

Inspiriert von folgendem Artikel der Süddeutschen möchte ich noch ein paar Klischees hinzufügen:

Die spanische Presse gönnt den Deutschen keinen Sieg.

Deutschland ist eine Turniermannschaft.

Nur in Europa gibt es „echte“ Fußball-Atmosphäre.

Rooney ist ein Heißsporn mit eingebauter Rot-Garantie.

In den KO-Runden-Spielen gehen alle Mannschaften auf Nummer Sicher.

Südamerikaner sind schlechte Verlierer.

Australier sind tolle Sportsleute und somit gute Verlierer.

Schiedsrichter sind humorlose Gesellen, selbst wenn sie ihren Job aufgegeben haben und jetzt fürs Fernsehn kommentieren.

Dick Advocaat ist ein Verlierertrainer.

Guus Hiddink kann aus Scheiße Gold machen.

Wem mehr einfällt: in den Kommentaren ist Platz satt und genug. Bitte.

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Berlin

Singen die Fans in Berlin eigentlich auch „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“?

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Heute: Das Finale der WM

Wie man unschwer erkennen kann, wurde der Modus der WM kurzfristig geändert. Das Finale findet nun schon heute statt, während am 9.7. ein nachträgliches Viertelfinale gespielt werden wird. Es treten an: die beiden verdienten Finalteilnehmer Deutschland und Argentinien, zum dritten Mal also gibt es diese Paarung in einem Finale. Möge der bessere gewinnen und später dann ins Viertelfinale vom 9.7. einziehen.

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Ich trage gerne diese Tomaten

Ich trage gerne diese Tomaten — auf meinen Augen.

Mathias Linnenbrügger heißt der Mensch, der diese Tomaten auf seinen Augen gerne trägt und das auch noch lieber in der Öffentlichkeit preisgibt. Der Mann schreibt für die Welt, und da schreibt er unter Anderem in diesem Artikel:

„Er sieht ein bißchen aus wie Handball-Punk Stefan Kretzschmar.“

Die Rede ist hier von Tim Borowski, der, man darf sich gerne selbst überzeugen, mit Stefan [Link leider tot] Kretzschmar ungefähr so viel Ähnlichkeit hat wie Dr. Frankenstein mit David Beckham. Ich weiß, es gibt in dieser Republik zurecht zahlreiche Förderprogramme für Menschen mit speziellen Bedürfnissen, warum man aber einen Menschen mit Tomaten auf den Augen darüber philosphieren lässt, wem Tim Borowski ähnlich sieht, bleibt mir schleierhaft.

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Der fünf-köpfige Turban

Trotz der WM verschlägt es mich auch immer wieder zu anderen Fußballthemen, wie der Bundesliga. Da gibt es einen einsamen Rekord, den so schnell wohl niemand brechen wird, es sei denn, Klose spielt so weiter wie im Moment und trifft dann auf Alemannia Aachen.

Der beliebte Turban-Dieter hat 1984 einen Rekord aufgestellt, indem er 5 Tore in Folge in einer Halbzeit erzielte. Dass sich da schon vor dem Spiel etwas ganz Besonderes ankündigte, müssen die Ratten und Mäuse mit ihrem animalischen Instinkt gemerkt haben: nur 7.500 Zuschauer an einem Samstag bei einem Heimspiel von Bayern München.

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Goleo ist tot

Goleo ist tot, erschossen.

Das ist nicht wirklich traurig. So richtig gemocht hat ihn außer Pille und der Jim Henson Company ohnehin nie jemand. Trotzdem sollten wir kurz innehalten und seiner gedenken. Wie es zu diesem Drama kam, wie er sich lange Zeit umtriebig in unserer Republik bewegte, die Journalisten in Atem hielt, seinen Häschern immer wieder entwischte und schließlich doch gestellt wurde, die ganze Story von Anfang bis Ende lest Ihr hier [Link leider tot].

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Nachts sind alle Katzen schwarz-rot-gold

Schlaue Bankräuber haben in Berlin eine Bank just zum Ende des Vorrundenspiels Deutschland — Ekuador überfallen. Im anschließenden Trubel nach dem 3:0 Sieg der deutschen Mannschaft waren sie in ihren schwarz-rot-goldenen Fanutensilien unter den Tausenden anderen jubelnden Fans nicht mehr auszumachen.

Wie uns versprochen wurde: Die WM im eigenen Land bietet finanzielle Vorteile auch für den kleinen Mann.

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Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein

Und deshalb trage ich gerne Motti auf meinem Shirt. „Ich interessere mich nicht für Fußball“ [Link leider tot] ist so ein Motto. Es gibt aber bessere Zeitpunkte, dies kund zu tun, als im Sommer 2006 in Deutschland.

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genial

Nein, ich rede nicht davon, dass Brasilien „nicht mehr“ genial ist, weil sie eben einfach nicht genial spielen.

Ich rede davon, dass man dieses Wort als Kommentator und Moderator jetzt bitte endlich aus seinem Wortschatz streichen soll. Nicht jeder Pass über 5,5 Meter, der auch ankommt und dabei zufällig gegen die eigene Laufrichtung oder durch die Beine des Gegners gespielt ist, ist genial.

Ab heute bitte dieses Wort nur dann benutzen, wenn etwas dem Wortsinne nach genial ist: Das kann per Definition nicht etwas sein, was man in jedem dritten Spiel sieht, wie ein Weitschusstor, einen Flugkopfball oder einen Übersteiger. Danke.

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Ich schaue gerne Werbung

Zur nicht so guten Leistung der Brasilianer gegen Ghana sagt Steffen Simon gerade vor dem 2:0 Folgendes:

„Das sieht in der Werbung alles ganz anders aus.“

Jetzt wissen wir endlich, wie Steffen Simon sich auf die von ihm zu kommentierenden Spiele vorbereitet: Er schaut Werbespots, in denen die teilnehmenden Spieler ein paar Kunststückchen machen. Danach wundert er sich, wieso das in einem richtigen Spiel, bei dem auch gegnerische Spieler teilnehmen, nicht alles so klappt wie in der Werbung.

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