„Die Mauer des Schweigens beginnt zu bröckeln“

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Doping im Fußball. Sollten sich die dort genährten Verdachtsmomente erhärten, kann man von einer flächendeckenden Verbreitung ausgehen, denn die aufgetretenen Fälle betreffen nicht allein die Serie A, sondern auch die Premier League, die Bundesliga (Krzysztof Nowak), den Schweizer Fußball und ebenso Profis beim American Football.

Der WDR berichtete gestern von etwas, das ich nicht näher benennen kann, schließlich habe ich den Beitrag verpasst und er steht anscheinend nirgendwo online zur Verfügung (sollte ihn jemand finden, wäre ich dankbar):

Fußballprofis erkranken sechsmal häufiger als der Durchschnitt am Lou-Gehrig-Syndrom, das auch als ALS, „amyotrophe Lateralsklerose“, eine immer tödliche Krankheit [1], klassifiziert wird. Vermutungen über die Ursachen umfassen Doping als auch „giftige Substanzen bei der Rasenpflege“. Zum ersten Mal bin ich froh, dass ich damals nur auf Krebs erregender Asche spielte und heute meist auf unbehandeltem Rasen.

Angeblich ist auch Paul Gascoigne betroffen. Wenn dem so wäre, könnte man davon ausgehen, dass er es nur noch besonders kurz macht: schwerster Alkoholabusus an sich ist schon ziemlich letal, dazu dann noch eine muskelnlähmende Krankheit, da heißt es jetzt schon innerlich Abschied nehmen von Paul Gascoigne. Und ein weiterer Großer des Bälleschießens könnte später ebenfalls betroffen sein:

Von Zinedine Zidane länger bekannt und in diesem Zusammenhang relevant ist folgendes Zitat: „Wenn wir mehr als ein Spiel in der Woche hatten, nahm ich in der Pause jeweils zwei Gramm Kreatin zum Aufbau von Muskelmasse.“

Die vermeintliche Betroffenheit ob des baldigen Ablebens geliebter Fußballgrößen ist hier aber nicht das Thema, sondern die Frage nach der Ursache dieser signifikanten Häufung einer Muskel-lähmenden Erkrankung.

Alles via und alles Weitere mit wesentlich mehr Links und zahlreichen Namen bei catenaccio.

[1] „Die Amyotrophe Latralsklerose ist nicht heilbar. Der Schwerpunkt der Therapie liegt auf einer Linderung der Symptome und psychologischer Betreuung. Die Überlebenszeit beträgt im Mittel etwa drei bis fünf Jahre. Der Tod tritt häufig infolge von Lungenentzündungen auf, deren Entstehung durch die zunehmenden Schluckstörungen und die Lähmung der Atemmuskulatur begünstigt wird.“

8 Kommentare

  1. Hab ich letztens mal irgendwo gelesen:

    Arzt zum Trainer: „Was hältst du vom Doping im Fussball?“
    Trainer zum Arzt: „Das bringt nix. Das Zeug muss in die Spieler!“

  2. Huch, Doping?

  3. So wie der Oddo am Samstag rumgesprungen ist, muss der voll auf Droge gewesen sein.
    Und das Verhalten von Diego oder auch vanBommel erklärt sich sofort.

  4. Das mag ja sein, ist aber jetzt ein eher nedfuller-ungemäßer Beitrag zum Thema.

    Die Vollidioten freaken jeden Spieltag aus. Das sei ihnen unbenommen.

    Sterben ist aber eine andere Kategorie.

  5. Das Bröckeln ist lediglich notwendige Phänomenologie – das mußte irgendwann mal kommen. Und ändert genausowenig wie beim Radsport. Sport, wie er medial stattfindet, ist Spiegel der Gesellschafft: gierig und dumm. Da ist pharmazeutischer Beistand ein willkommener Segen und logischer Bestandteil.

    Man kann es sich, weil man nicht König ist, nur anschauen. Genauso wie man sich nur anschauen kann, daß geschichtsträchtige Stadien unterträgliche Namen bekommen, weil das eben so ist, heutzutage. Daß Mannschaften für kik auflaufen oder e-on oder enbw, oder gazprom oder citibank. Daß Roland Koch Ministerpräsident von Hessen ist, daß A. Merkel Bundeskanzler ist, daß Steinbrück, daß Schröder, daß Clement … Daß der Samstag abgeschafft, daß demnächst jeden Tag ein Spiel stattfindet, um des Profits willen. Fußball, wie ihn keiner will.

    Macht ja nichts, weil die Fans in den Stadien (Wahlurne) offenbar keinen weiteren Anspruch haben als 3 Punkte.

    Daß alles Räder still stünden, wenn ihr starker Arm das wollte, will ihnen offenbar nicht in den Kopf. Oder es geht ihnen, warum auch immer, am Arsch vorbei.

  6. Wenn man mal anfängt zu suchen, wer schon mal beim dopen erwischt wurde oder es im nachhinein zugegeben hat, dann wirds gruselig. Auch im Fussball!
    http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/3406/1/1#texttitel
    Zur Halbzeit Traubenzucken injiziert? Ja genau.

  7. Hach, Doping.. wer hätte damit gerechnet.

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