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Pakt mit dem Teufel oder profane Gottlosigkeit?

Falls es noch eines Beweises bedurft hätte, dass man dort mit dem Teufel paktiert — oder, wenn man länger drüber nachdenkt, eben gerade nicht mit dem Teufel paktiert — so sollte die Information, dass der Staat Vatikanstadt das einzige Land des Planeten darstellt, welches über keinen eigenen Fußballplatz verfügt, einen Haken hinter dieses Fragezeichen machen.

Allerdings, da kommt der Teufel dann doch wieder ins, ähem, Spiel, betreibt man in dem Land Vatikanstadt eine eigene Fußballliga mit 16 Teams. Deren Begegnungen werden auf einem zu Italien gehörenden Fußballplatz in Rom ausgetragen. Auf dem eigenen Staatsgebiet existiert keinerlei Freiraum, um einen Fußballplatz zu errichten.

Auf eigenem Herrschaftsgebiet lässt man also keine anderen überirdischen Wesen walten, und sei es nur der Fußballgott.

7 Kommentare

  1. Ferenc_I Ferenc_I

    Kann der Vatikanstaat dann überhaupt FIFA-Mitglied werden, so ohne eigenen Platz?

  2. Nein, dementsprechend ist Vatikanstadt auch kein FIFA-Mitglied, hat aber auch gar keine (ständige) Nationalmannschaft. Eine FIFA-Mitgliedschaft gäbe sicher ohnehin Probleme mit den muslimisch orientierten Staaten, wie der Staat ja auch bei der UNO nur Beobachterstatus hat.

  3. moldo moldo

    die brauchen den Platz für Klöster für zurückgetretene Päpste.

  4. Ferenc_I Ferenc_I

    Well, auch Taiwan hält sich in der FIFA (und einer Reihe anderer „Beinaheouverän-“Institutionen) trotz des fortgesetzten Antagonismus mit der Volksrepublik. Dagegen ist der Vatikanstaat ja ein Musterbeispiel an unbestrittener staatlicher Souveränität. Saudi-Arabien et.al. hätten da sicher weniger Probleme mit, den VS in der FIFA als vollwertiges Mitglied der Völkerfamilie zu akzeptieren. Aber das ist natürlich reines OT-Gedankenrumspielen.

  5. Hmm, auf dem Petersplatz wäre Raum genug für einen Fußballplatz…

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