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Schlagwort: KFC Uerdingen

Auf Küppersbuschs Spuren 
Hamborn 07 — KFC Uerdingen

In der Ecke des Herausforderers: die Sportfreunde Hamborn 07, Teilnehmer des ersten live im deutschen TV übertragenen Spiels am 26. Dezember 1952 beim FC St. Pauli, DFB-Pokal-Halbfinalist von 1961 und Beinahe-Gründungsmitglied der Bundesliga, wenn nicht der Meidericher SV den Vorzug erhalten hätte.

In der Ecke des Champions: der KFC Uerdingen, deutscher Pokalsieger von 1985, Ausbildungsstätte Felix Magaths zum Manager und untrennbar verknüpft mit der Vokabel „Dresden“. Aktuell unangefochtener Tabellenführer der Oberliga Niederrhein mit vor Anpfiff 15 Siegen aus 16 Partien.

Auf dem Rasen: zwei Teams mit jungen Männern im Dienste von Fünftligisten. Aktive Spieler in ersten Herrenmannschaften werden scheinbar immer jünger, waren sie vor Kurzem noch ungefähr so alt wie der Autor, sind sie plötzlich im Schnitt zehn Jahre fitter.

Auf den Rängen: 848 zahlende Zuschauer, zwei Drittel davon in Uerdinger Farben. Ebenfalls auf den Rängen der Autor, der doch für einige Minuten glaubte, es mit über 1.600 Zuschauern zu tun zu haben, schließlich lautete die Seriennummer auf der Eintrittskarte 1.694. Doch da hatte Hamborn 07 wohl die verkauften Karten der kompletten Saison durchgezählt, denn sonst treffen hier nur 200 bis 300 Zahlende pro Partie ein, allerdings nicht alle Vollzahler.

Der Entschluss fiel schnell und kurzfristig. Die U-Bahn vor der Haustür führt schließlich nicht nur direkt zur MSV-Arena und zum Düsseldorfer Stadion, sondern auch zu weiteren Orten, an denen höherklassig Fußball gespielt wird.

Der Spielplan sah den Anstoß schon für 14h vor. Klar, denn die Uerdinger würden gerne in die Regionalliga West aufsteigen und früher Vogel fängt bekanntlich Punkte und derlei mehr, während Hamborn 07 die selben für den Kampf gegen den Abstieg benötigte.

Flugs in die Linie 901 begeben, die über Ruhrort und Bruckhausen nach Hamborn eine exzellente Stadtrundfahrt durch dieses gefühlt an allen Enden und Ecken sterbende Duisburg ermöglicht und in direkter Nähe des Hamborner Stadions hält — „Am Holtkamp“. Fassungsvermögen 5.000 Zuschauer mit einer kleinen überdachten Haupttribüne mit Platz für 500 Menschen.

Von der Haltestelle einige wenige Hundert Meter zu Fuß durch Hamborn zu flanieren bietet die Gelegenheit, zu bewundern, wofür Menschen in und um Hamborn heute ihr Geld ausgeben. Zum Beispiel für Autotuning und Erzatzteile. Dabei ist von stolzen Besitzern dieser Karren auch zu lernen, dass Buchstaben auf den Nummernschildern dieser getunten Autos eine Bedeutung besitzen. So steht ein „X“ dafür, dass der Fahrer des Wagens Single ist. Darauf wären Nichttuner im Leben nicht gekommen, aber natürlich dienen diese Karren in erster Linie zum Balzen und zum Ausstechen der Konkurrenten, was schon sehr kurzfristig gesehen ohnehin ein und dasselbe ist.

Wenn gerade schon der legendäre Bruckhausener Hochofen 4 abmontiert wird (schickeres Bild hier), so müssen sich die Anwohner um neue Aktivitäten fürs Portemonnaie kümmern. Was liegt da näher, als sich mit dem hier so populären Autotuning zu beschäftigen? Erzatzteile immer parat, ob neu oder gebraucht, einfach anrufen, lieber aber nicht fotografiert werden, dann skeptisch gucken und nachfragen, was man da fotografiere. Die Erzatzteile, auch im übertragenen Sinn, für das, was hier früher mal passierte.

Im Stadion „Am Holtkamp“ angekommen zeigt sich, dass der monetäre Unterschied zwischen fünfter (7 Euro) und zweiter (11 Euro) Liga nicht ganz so groß ist, wie der Unterschied bei der Zahl der anwesenden Fans. Denn da war es nur dank der Uerdinger Anhänger ungefähr ein Zehntel dessen, was sich an Menschen zum örtlichen Zweitligisten verirrt. Dem Staunen Ausdruck verliehen, dass das happige Preise seien, entgegnete der Kassenhäuschenmann nur, dass er das ständig höre, aber eben die Preise nicht selbst festlege. Und von irgendetwas müsse der Verein ja auch leben können.

Die drei Hände voll überzeugter Hamborner Fans schreckt solch ein Eintrittspreis natürlich nicht ab, wahrscheinlich sind sie ohnehin Mitglieder. Singen konnten sie genauso wie die Uerdinger, wenn auch aus weniger Kehlen. Bunte Fahnen geschwenkt, nur Grund zum Konfettiwerfen würde es in dieser Partie nicht geben.

So sangen die Uerdinger Ultras (nicht die „Harlekins Krefeld“!) auch Dutzende Minuten lang von ihrem Traum, in die 1. Liga zurückzukehren. „Ja, wir kommen wieder, in die 1. Liga“ reimte es sich da nicht ganz unfallfrei, aber stimmlich im Original doch überzeugender als das davon erstellte Tondokument dies wiedergibt. Weshalb das Tondokument hier ausfällt.

Vorbei am ersten Fotografen, auch für die fünfte Liga waren gleich mehrere ausgerückt in der Hoffnung, davon noch leben zu können. Dass sie selbst mit dem Handy fotografiert wurden, machte die meisten von ihnen ein wenig ungehalten, auch wenn sie diese Stimmung dann nicht völlig rausließen, man ist ja Profi.

Wie man überhaupt in dieser Gegend scheinbar nicht gerne fotografiert wird, ob jetzt jeder Zweite etwas zu verbergen hat, weil er krumme Dinger dreht, eine gewisse Grundskepsis gegenüber jenen besitzt, die einen Ausflug nach Hamborn für sich als ein touristisches Erlebnis begreifen — oder ob sie nach Abwägen aller Pros und Kontras der neuen Medien zu dem Schluss gelangt sind, dass sie lieber nicht in irgendjemandes Blog auftauchen möchten, das weiß man nicht.

Vorbei also am ersten Fotografen, hinter das Hamborner Tor, wo man den einen oder anderen Einschlag schon in der ersten Halbzeit erwartet hätte. Dazu kam es aber nicht, sondern zum Gespräch mit einem mittelalten Herrn, der alleine abseits der vielen Uerdinger Fans stand, weil er sich „das Spiel und die Taktik“ anschauen wolle. Wie sich herausstellte, war er ehemaliger Jugendtrainer bei einigen der ganz großen Vereine des Fußballwestens.

*

Das ganze Trainersein sei eigentlich nur Menschenführung. Natürlich komme auch ein bisschen Taktik und Strategie dazu, aber die könne man sich für fünf Mark auf nem Kneipendeckel notieren. Menschenführung, das A und O, und bei jüngeren Teams natürlich sowieso. Er hatte auch ältere Teams, aber auch da sei es Menschenführung. Wann einer gestreichelt werden müsse und wann er die harte Hand brauche, das müsse man immer wieder neu austarieren. Das allerschlimmste am Trainerjob sei es aber, einem Spieler mitteilen zu müssen, dass er nicht aufgestellt werde. Hat vielleicht gut trainiert, besser als sein Konkurrent, und trotzdem gebe es manches Mal Gründe, dass man lieber jemand anderen aufstelle. Das sei hart, aber da müsse man als Trainer nun mal durch. Wenn er länger drüber nachdenke, sei eigentlich nicht diese Aufgabe das schlimmste am Fußball, sondern die Eltern der Spieler. Die müsse man bändigen und das sei allzu oft überhaupt nicht möglich. Die Eltern der eigenen Spieler wohlgemerkt.

Gedankt werde einem das ganze Trainersein auch von niemandem, wenn man gefeuert wird, macht eben jemand anderes den Job. Wer sich nach oben durcharbeiten wolle, der habe einen langen Weg vor sich, wenn er nicht als Ex-Profi direkt irgendwo einsteige. Und am Ende könne man dann doch nicht mehr allzu viel beeinflussen, wenn das Spiel läuft. Ob Uerdingen heute noch ein Tor schießen wird: Kann der Trainer da was für oder nicht?

Wohl nicht.

Spritgeld bekomme man vielleicht, auch schon mal eine Aufwandsentschädigung, aber nicht viel mehr. Und je höher man trainiere, desto weiter die Fahrten. Wer am Sonntag um 11h in Siegen Anstoß hat, muss eben schon vor 7h aus den Federn. Das mache man zwar gerne, sonst würde man es ja nicht machen, aber richtig Freude ist das auch nicht. Und natürlich brauche man eine Partnerin, die das alles mitmacht. Schließlich mache man das alles ja neben seinem normalen Job: drei Mal Training in der Woche, am Wochenende Spiel.

Wer nicht klarkomme damit, dass ständig von den Spielern an der Autorität des Trainers gegraben werde, der solle vielleicht besser erst gar nicht mit diesem Job anfangen. Und dass gegraben werde, das sei so sicher wie das Amen in der Kirche. Denn man habe ja immer mindestens die Nr. 12 bis Nr. 15 im Kader, die unzufrieden seien. Andererseits könne man sich auch mit weniger Härte in die Autorität des Amtes flüchten. Einer muss es halt entscheiden, wer spielt, und das sei nun mal der Trainer.

*

Vom Spiel selbst verpasste man durchs Schwätzchen halten nicht viel, denn obwohl Uerdingen erdrückend überlegen war, passte die Zahl der Torchancen noch an die Finger einer Hand. „Kein gutes Spiel“, befand auch der Profi im Spielbewerten und dann trennte man sich kurz vor der Halbzeit wieder, er wollte ja das Spiel schauen und man selbst noch wenigstens ein Mal an den Uerdingern auf der Haupttribüne vorbei. Die gaben nicht auf, zu singen, ganz im Stile der Ultras, und so machte sich immerhin Fußballatmosphäre breit. Denn die wenigen Hundert sangen zusammen immer noch so leise, dass man die Anweisungen des Schiedsrichters und der Spieler untereinander wie auch den einen oder anderen Fluch verstehen konnte. 0:0 zur Pause, wahrlich keine Partie für Feinschmecker, aber eben Fußball.

Womit auch gleichzeitig klar wurde, dass man über derartige Ligen hinaus nur auf drei Wegen existieren kann:

a) ein Verein verfügt über viele Zuschauer
b) ein Verein verfügt über einen potenten Mäzen oder Sponsor
c) ein Verein hat mit Glück eine äußerst gute Generation noch nicht weggekaufter Spieler zusammengesammelt

Wobei im Falle von c) schon sehr bald b) oder a) vorhanden sein müssen, sonst setzt auch dort der Ausverkauf ein. Im Prinzip völlig frustrierend für alle Vereine, die wissen, dass sie weder a) noch b) besitzen, so wie es bei den Sportfreunden Hamborn 07 der Fall ist. Während der anrückende Gegner aus Uerdingen über a) und b) verfügt, was zusammen dann eben die Eingangs erwähnte Bilanz von 15 Siegen aus 16 Spielen ergibt.

Weshalb ein im Anschluss an die Partie befragter Hamborner Mittelfeldspieler auch ganz richtig mit seiner Einschätzung lag, über die spät zustande gekommene Niederlage nicht allzu enttäuscht zu sein, schließlich habe man gewusst, was die Mannschaft heute erwarte. Und man habe sich mehr als achtbar aus der Affäre gezogen.

Außerdem sei für ihn, Mitte 20, der Zug abgefahren, noch etwas höherklassig zu spiele. Er spiele in Hamborn, weil er schon seit über 10 Jahren hier sei, die Stimmung in der Truppe gut sei und er das Ganze nicht als Beruf begreife. Geld gäbe es auch keines, sagt er zumindest, während der eine oder andere Uerdinger durchaus schon vierstellig verdiene. Da könne man sich ausrechnen, wie die Kräfteverhältnisse auf dem Platz seien. Drei Mal pro Woche Training, in dieser Woche vor dem Spiel gegen Uerdingen mehr Taktik als sonst, schließlich müsse man über 90 Minuten verteidigen.

Eigentlich nicht schlecht gelungen, aber leider nur eigentlich. Dann schnell duschen, damit man sich nicht erkältet, denn es herrschte bestes Fußballwetter, an diesem Samstagmittag, wie schon erwähnt.

In der zweiten Halbzeit wurden die Spielrichtungen getauscht, nun also auf der anderen Seite hinter den Toren stehend. Und dabei die eine große Hamborner Chance erleben, die beim Stand von weiterhin 0:0 den Verlauf auf den Kopf hätte stellen können. Vom Sechzehner ins lange Eck gelupft, der Torwart schon geschlagen, da lag sie im Wortsinne für einige Zehntelsekunden in der Luft, die Sensation. Dann schlägt der Ball aber auf dem Tornetz ein, 15 Zentimeter zwischen Glück und dertrainerwirdinfragegestellt. Kein Tor.

*

Zur Rechten, 66-jährig, Rentner, schwerhörig und mit Hörsturz auf einem der beiden Ohren. Trotz Hörgerät hört er kaum noch was. Aber genug, um Auskunft geben zu können. Sehr früh morgens hätte er angefangen zu arbeiten. Um 5h. Dann war er um 13h schon wieder zu Hause und hat sich schön in den Sessel plumpsen lassen. Blues hört er so gerne. Blues oder Blues Rock, und dann habe er immer richtig gute Laune gehabt und sich in Feierabendlaune gefühlt. Volle Pulle die Kopfhörer, wegen der Nachbarn, aufgedreht, Blues oder Blues Rock.

Leider sei er dabei dann fast immer eingeschlafen, aber die Kopfhörer liefen extrem laut weiter mit Musik. Deshalb heute die Schwerhörigkeit. Der Hörsturz kam vielleicht einfach so, weiß man nicht. Aber Hamborn 07, da geht er immer hin. Und arbeiten kann er ohnehin schon länger nicht mehr.

Zur Linken, 85-jährig, Rentner, Jahrgang 1927. Mit 17 noch in den Krieg geschickt worden, man glaubt es nicht, dass immer noch Menschen leben, die gegen Russland kämpften oder gegen alliierte Flugzeuge, in der Jugend nichts anderes als Nazi-Propaganda in der Schule und trotzdem — anscheinend — ein normaler Mensch geworden. So normal, dass er mit 85 noch zu den Sportfreunden Hamborn 07 erscheint. Das sei ihm wichtig. Nach dem Spiel müsse er aber heim, nicht mehr die Puppen tanzen lassen, witzelt er. Kennt die Glanzzeiten der 07er noch, ist nie hier weggezogen, war nur mal in Gefangenschaft bei den Kanadiern. Aber schnell wieder zu Hause und dann 50 Jahre unter Tage. Ist aber auch schon lange her.

*

Dann fällt doch noch das 1:0 für Uerdingen. Auf den Rängen kaum Entsetzen, keine Resignation, als hätte man hier schon alle Tore der Welt fallen sehen und auch in allen letzten Minuten, die Spiele haben können. Schön wär’s gewesen. War es aber nicht, für Hamborn. Dann eben keine Punkte. Wer spielt wie Albanien, darf nicht allein nichts zulassen. Bei dem, was er dann doch zulässt, muss dem Gegner auch noch Pech am Stiefel kleben. Wörtlich und auch nicht so wörtlich.

Das war in dem Moment nicht der Fall, als Issa Issa für Uerdingen traf. Seines Zeichens libanesischer Ex-Nationalspieler. Dass man im Libanon überhaupt Fußball spielt, fragt man sich noch, da gehen sich schon auf der Seite vor der Haupttribüne zwei Uerdinger und ein Hamborner an die Gurgel, allerdings eher harmlos. Für Hamborn gibt es Gelb, für einen Uerdinger Rot. Sind die Uerdinger Anhänger nicht so begeistert von, aber da man jetzt 84 Minuten lang auf die Führung gewartet hatte, diese eingetroffen war und es nach keiner Sensation mehr aussah, nahm man auch die Rote Karte ähnlich lässig hin wie der Hamborner Anhang das Gegentor. Am Ende gewinnt der Favorit, äußerst schmucklos, in der Tabelle sieht man das aber nicht.

PS: Warum das Ganze den Titel „Auf Küppersbuschs Spuren“ trägt? Friedrich Küppersbusch, der gewitztere der beiden Sonneborns, hatte in den 1990ern in der Sendung „Privatfernsehen“ (die nur so hieß, aber im ÖR gesendet wurde) eine Saison lang von den Spielen des damaligen Landesligisten Hamborn 07 berichten lassen. Erstellt wurden die Beiträge von Tom Theunissen, in der Sendung von Küppersbusch aber im Rahmen des Löwenreports zu sehen, angelehnt an den Beinamen „Hamborner Löwen“. Was wieder eine dieser Skurrilitäten mit sich bringt, dass das Wappen von Hamborn 07 einen Adler zeigt, während der Spitzname — nun ja, es wird sicher eine plausible Erklärung geben. In Uerdingen kennt man bekanntlich nur den Grotifanten.

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Die Erfinder des Berlin-Berlin-“Schlachtrufs“

Die Erfinder des 2xBerlin!-Wirfahrendajetztmalhin!-Schlachtrufs im Zuge von Veranstaltungen im DFB-Pokal sind die Fans von Bayer Uerdingen, heute KFC Uerdingen. Zumindest ist das so, wenn man RPO Glauben schenken darf, was oft schwerfällt. Hier allerdings nicht ganz so schwer, war das 1985er-Finale des DFB-Pokals doch das erste, das in Berlin stattfand.

Von manchen Bräuchen nimmt man an, dass sie schon immer zum Fußball gehörten. Dann ist es schwer vorstellbar, dass diese Dinge einmal anders waren. Zum Beispiel sich wegen der (selbst ernannten) Zugehörigkeit zu einem Fußballverein gegenseitig auf die Fresse zu hauen, und dabei so viel Spaß zu empfinden, dass man es freiwillig immer wieder macht. Oder aber eben im DFB-Pokal dieses Berlin-Fahren-usw. anzustimmen, was es erst seit dem 6. April 1985 gibt, als Bayer Uerdingen sein Halbfinale im DFB-Pokal in Saarbrücken gewann. Womit seine Fans sicher sein konnten, tatsächlich nach Berlin zu fahren, bzw. den für sie dazu nötigen Anlass zu besitzen.

Den heute deutschlandweit bekannten Slogan „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ erfanden die Uerdinger Fans, nachdem ihre Mannschaft am Ostersamstag 1985 das Halbfinale mit 1:0 beim Zweitligisten 1.FC Saarbrücken gewonnen hatte.

So wären die Urheber dieses Slogans schon mal geklärt. Fehlt nur noch die Antwort auf die Frage der Herkunft der „Melodie“.

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Interview: 10 Monate seinen Traum leben

Markus Oellers war 10 Monate beim KFC Uerdingen im Training Heute sprechen wir mit einem der Nebendarsteller des Fußballs, die ihre 15 Minuten Ruhm oder auch 10 Monate Training bekommen und dann wieder abtauchen. Trainer Baade hat einen davon ausfindig gemacht.

Hallo, Markus Oellers, Dein Name ist den Fußballfans in Deutschland wohl kein Begriff, dabei bist Du eigentlich ein ganz besonderer Star, in Deinem Twitterprofil nennst Du Dich scherzhaft selbst einen Z-Promi. Du hast im Jahr 2005 einen Kaderplatz beim damaligen Oberligisten KFC Uerdingen bei eBay ersteigert. Eine komplette Saison lang durftest Du an allen Trainings teilnehmen, warst Teil der Mannschaft und bist sogar immerhin ein Mal einige Minuten zum Einsatz gekommen.

Ich hatte diese Versteigerung damals sogar hier im Blog erwähnt, ohne ahnen zu können, dass wir uns nur wenige Monate später kennenlernen würden. Dann dauerte es immer noch fünf Jahre, bis ich von dieser Deiner Geschichte erfuhr.

Über die gesamte, fabelhaft im Wortsinne klingende Aktion würde ich gerne heute mehr von Dir hören. Bevor wir uns mit den Details und Anekdoten während dieser zehn Monate beschäftigen, die Eingangsfrage, wie Du überhaupt auf die Idee gekommen bist, mitzubieten.

Als glühender Fan lässt man es sich nicht entgehen, mitzubieten. Mit meiner Freundin hatte ich damals abgesprochen, dass 2.500 Euro die Obergrenze sind und sie stand voll hinter mir. Als die Auktion damals endete, war ich gerade im Urlaub und freute mich für den Verein, der damals weltweit Schlagzeilen machte und ein nettes Sümmchen bekommen sollte …

Wie viel hast Du schließlich bezahlt?

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Die Allerletzten

Der Kicker führt in seinem Sonderheft eine Auflistung, welcher Klub wie häufig Tabellenführer war. Dabei ist so eine Tabellenführung wie zuletzt bei Gladbacher Anhängern erlebt zwar sehr euphorisierend. Zudem lernt man auf diese Weise etwas. Den meisten Fans, so ihre Teams nicht zu den Dauergästen auf Platz 1 gehören, wird klar, dass man plötzlich etwas zu verlieren hat, etwas verteidigen muss; ein Umstand, den sie so sonst nicht kennen.

Doch die Fans der allermeisten Klubs wissen, dass es nicht die Aussicht auf Erfolg ist, die den Fußball gleichzeitig so lebendig und so hassenswert macht, sondern die Angst vor dem Misserfolg, vor dem totalen Untergang.

Rainer Calmund konnte nachts nicht schlafen, weil das Abstiegsgespenst nicht aus seinen Gedanken weichen wollte, und aufgehängt hat sich selbst in Südamerika noch nie jemand, weil sein Klub Meister geworden ist.

Dabei ist es natürlich noch einmal ein „psychologisch wichtiger“ Unterschied, ob man nur auf einem Abstiegsplatz oder aber dem allerletzten Platz der Tabelle steht. Ist man Letzter, pfeift hinter einem nur der Wind durch die Schlucht, in die man hinabzustürzen droht. Als Vorletzter steht man immer noch auf den Händen des Letzten, mit denen dieser sich verzweifelt an den Felsvorsprung klammert. Wie man auch als Letzter strampelt, es ist schlicht niemand mehr unter einem, der schlechter steht als man selbst. Und da bewahren nur die Hartgesottensten ruhig Blut. Trainer, Spieler, Fans.

Eine Auflistung, wer wie häufig Letzter in der Bundesliga war, existiert trotz der ausgewiesenen Dramatik dieser Situation (zumindest hier nicht bekannt) nicht.

Wer also in der Bundesliga ist extrem erprobt in diesem Drahtseilakt und für wen ist dieses Gefühl so selten wie Preußen Münsters Aufenthalt in der ersten Liga?

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Zahl der Woche – Folge XXXI

Man glaubt es kaum, in welchen historischen Ausmaßen sich der Boom beim KFC Uerdingen durch die Verpflichung Ailtons bewegt. Sonst setze man nur 100 Trikots pro Saison um — gemeint ist hier in den Fanshops, nicht an die eigenen Spieler — jetzt sind es schon Schwindel erregende:

250.

Da ist die 2. Liga ja so gut wie sicher, zumal jetzt auch noch Olaf Thon, der Professor, als Trainer kommen soll. Zugegeben: Noch ist Ailton gar nicht da, da können sich die 250 ja locker noch mal verdoppeln. Wobei es einige es sich sehr leicht machende Stimmen gibt, die behaupten, dass er ja noch gar nicht da sei …

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Alle Absteiger der Bundesliga

Eine Übersicht über alle Absteiger seit Einführung der Bundesliga.

Jahr Absteiger
1963/1964 1. FC Saarbrücken
Preußen Münster
1964/1965 Hertha BSC
Zwangsabstieg wegen
unerlaubter Zahlungen.
Sportlich wären
eigentlich abgestiegen,
blieben aber aufgrund
der Aufstockung
der Liga erstklassig:
FC Schalke 04
Karlsruher SC
1965/1966 Borussia Neunkirchen
Tasmania Berlin
1966/1967 Fortuna Düsseldorf
Rot-Weiss Essen
1967/1968 Borussia Neunkirchen
Karlsruher SC
1968/1969 1. FC Nürnberg
Kickers Offenbach
1969/1970 TSV 1860 München
Alemannia Aachen
1970/1971 Kickers Offenbach
Rot-Weiss Essen
1971/1972 Borussia Dortmund
Arminia Bielefeld
1972/1973 Eintracht Braunschweig
Rot-Weiß Oberhausen
1973/1974 Fortuna Köln
Hannover 96
1974/1975 VfB Stuttgart
Tennis Borussia Berlin
Wuppertaler SV
1975/1976 Hannover 96
Kickers Offenbach
Bayer Uerdingen
1976/1977 Karlsruher SC
Tennis Borussia Berlin
Rot-Weiss Essen
1977/1978 TSV 1860 München
1. FC Saarbrücken
FC St. Pauli
1978/1979 Arminia Bielefeld
1. FC Nürnberg
SV Darmstadt 98
1979/1980 Hertha BSC
SV Werder Bremen
Eintracht Braunschweig
1980/1981 TSV 1860 München
FC Schalke 04
Bayer Uerdingen
1981/1982 SV Darmstadt 98
MSV Duisburg
1982/1983 FC Schalke 04
Karlsruher SC
Hertha BSC
1983/1984 Kickers Offenbach
1. FC Nürnberg
1984/1985 Arminia Bielefeld
Karlsruher SC
Eintracht Braunschweig
1985/1986 1. FC Saarbrücken
Hannover 96
1986/1987 Fortuna Düsseldorf
Blau-Weiß 90 Berlin
1987/1988 FC Homburg
FC Schalke 04
1988/1989 Stuttgarter Kickers
Hannover 96
1989/1990 SV Waldhof Mannheim
FC Homburg
1990/1991 FC St. Pauli
Bayer Uerdingen
Hertha BSC Berlin
1991/1992 Stuttgarter Kickers
Hansa Rostock
MSV Duisburg
Fortuna Düsseldorf
1992/1993 VfL Bochum
Bayer Uerdingen
1. FC Saarbrücken
1993/1994 1. FC Nürnberg
SG Wattenscheid 09
VfB Leipzig
1994/1995 VfL Bochum
MSV Duisburg
Dynamo Dresden
1995/1996 1. FC Kaiserslautern
Eintracht Frankfurt
KFC Uerdingen
1996/1997 Fortuna Düsseldorf
SC Freiburg
FC St. Pauli
1997/1998 Karlsruher SC
1. FC Köln
Arminia Bielefeld
1998/1999 1. FC Nürnberg
VfL Bochum
Borussia Mönchengladbach
1999/2000 SSV Ulm 1846
Arminia Bielefeld
MSV Duisburg
2000/2001 SpVgg Unterhaching
Eintracht Frankfurt
VfL Bochum
2001/2002 SC Freiburg
1. FC Köln
FC St. Pauli
2002/2003 Arminia Bielefeld
1. FC Nürnberg
Energie Cottbus
2003/2004 Eintracht Frankfurt
TSV 1860 München
1. FC Köln
2004/2005 VfL Bochum
Hansa Rostock
SC Freiburg
2005/2006 1. FC Kaiserslautern
1. FC Köln
MSV Duisburg
2006/2007 FSV Mainz 05
Alemannia Aachen
Borussia Mönchengladbach
2007/2008 1. FC Nürnberg
Hansa Rostock
MSV Duisburg
2008/2009 Energie Cottbus
Karlsruher SC
Arminia Bielefeld
2009/2010 Hertha BSC
VfL Bochum
2010/2011 Eintracht Frankfurt
FC St. Pauli
2011/2012 1. FC Köln
1. FC Kaiserslautern
Hertha BSC
2012/2013 SpVgg Greuther Fürth
Fortuna Düsseldorf
2013/2014 1. FC Nürnberg
Eintracht Braunschweig
2014/2015 SC Freiburg
SC Paderborn
2015/2016 VfB Stuttgart
Hannover 96
2016/2017 FC Ingolstadt
SV Darmstadt 98
2017/2018 Hamburger SV
1. FC Köln
2018/2019 VfB Stuttgart
Hannover 96
1. FC Nürnberg
2019/2020 SC Paderborn
Fortuna Düsseldorf
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Ewige Tabelle der 1. Bundesliga

Nr. Club J Spiele S R N Tore Diff. P
1. FC Bayern München 52 1772 1043 396 333 3853:1941 +1912 3525
2. SV Werder Bremen 53 1798 761 446 591 3037:2620 +417 2729
3. Hamburger SV 54 1832 738 488 606 2908:2609 +299 2702
4. VfB Stuttgart 50 1696 709 415 572 2851:2447 +404 2542
5. Borussia Dortmund 48 1628 704 421 503 2833:2321 +512 2533
6. Borussia M‘gladbach 47 1602 643 429 530 2732:2328 +404 2358
7. FC Schalke 04 47 1594 629 399 566 2358:2282 +76 2286
8. 1. FC Köln 44 1492 602 374 516 2493:2210 +283 2180
9. Eintracht Frankfurt 46 1560 572 396 592 2472:2432 +40 2110
10. 1. FC K‘lautern 44 1492 575 372 545 2348:2344 +4 2094
11. Bayer Leverkusen 36 1228 521 345 362 2055:1637 +418 1908
13. Hertha BSC 32 1080 392 272 416 1542:1659 -117 1448
12. VfL Bochum 34 1160 356 306 498 1602:1887 -285 1374
14. 1. FC Nürnberg 32 1084 341 276 467 1402:1726 -324 1299
15. MSV Duisburg 28 948 296 259 393 1291:1520 -229 1147
16. Hannover 96 27 914 286 231 397 1279:1547 -268 1089
17. Karlsruher SC 24 812 241 230 341 1093:1408 -315 953
18. Fortuna Düsseldorf 23 786 245 215 326 1160:1386 -226 950
19. Eintracht Br’schweig 21 706 242 177 287 937:1086 -149 903
20. TSV 1860 München 20 672 238 170 264 1022:1059 -37 884
21. VfL Wolfsburg 18 612 239 153 220 948:902 +46 870
22. SC Freiburg 16 544 166 137 241 682:864 -182 635
23. Arminia Bielefeld 17 544 153 139 252 645:883 -238 598
24. KFC Uerdingen 05 14 476 138 129 209 644:844 -200 543
25. Hansa Rostock 12 412 124 107 181 492:621 -129 479
26. 1. FSV Mainz 05 9 306 103 85 118 404:436 -32 394
27. TSG Hoffenheim 7 238 78 66 94 361:380 -19 300
28. Waldhof Mannheim 7 238 71 72 95 299:378 -79 285
29. Kickers Offenbach 7 238 77 51 110 368:486 -118 282
30. Rot-Weiss Essen 7 238 61 79 98 346:483 -137 262
31. FC St. Pauli 8 272 58 80 134 296:485 -189 254
32. FC Energie Cottbus 6 204 56 43 105 211:338 -127 211
33. FC Augsburg 4 136 46 34 56 159:190 -31 172
34. Alemannia Aachen 4 136 43 28 65 186:270 -84 157
35. SG Wattenscheid 09 4 140 34 48 58 186:248 -62 150
36. 1. FC Saarbrücken 5 166 32 48 86 202:336 -134 144
37. Dynamo Dresden 4 140 33 45 62 132:211 -79 140
38. Rot-Weiß Oberhausen 4 136 36 31 69 182:281 -99 139
39. Wuppertaler SV 3 102 25 27 50 136:200 -64 102
40. Borussia Neunkirchen 3 98 25 18 55 109:223 -114 93
41. FC 08 Homburg 3 102 2 27 54 103:200 -97 90
42. SpVgg Unterhaching 2 68 20 19 29 75:101 -26 79
43. Stuttgarter Kickers 2 72 20 17 35 94:132 -38 77
44. SV Darmstadt 98 2 68 12 8 38 86:157 -71 54
45. Tennis Borussia Berlin 2 68 11 16 41 85:174 -89 49
46. SSV Ulm 1846 1 34 9 8 17 36:62 -26 35
47. Fortuna Köln 1 34 8 9 17 46:79 -33 33
48. SC Paderborn 07 1 34 7 10 17 31:65 -34 31
49. Preußen Münster 1 30 7 9 14 34:52 -18 30
50. SpVgg Greuther Fürth 1 34 4 9 21 26:60 -34 21
51. Blau-Weiß 90 Berlin 1 34 3 12 19 36:76 -40 21
52. VfB Leipzig 1 34 3 11 20 32:69 -37 20
53. Tasmania 1900 Berlin 1 34 2 4 28 15:108 -93 10
54. FC Ingolstadt 0 0 0 0 0 0:0 0 0

Stand 24. Mai 2015

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Günter Bittengel, eine Art Albert Streit

Beim stets unzufriedenen Albert Streit fiel es erst auf, als man ihn zum ersten Mal vor der Kamera sprechen sah: Ein Rumäniendeutscher, erkannt am Akzent. Allein durch den Namen hätte man kaum bemerkt, dass Streit nicht in Deutschland aufgewachsen ist.

Günter Bittengel, allen Nerds der Fußballstatistiken natürlich kein Unbekannter, reiht sich jetzt ein. Wer — außer den ganz harten Hardcorefans von Bayer Uerdingen — hätte gewusst, dass Günter Bittengel ebenfalls kein (gebürtiger) Deutscher ist? Günter Bittengel ist Tscheche, offensichtlich mit deutschen Vorfahren, aber dabei wohl mit so viel zeitlichem Abstand, dass er nicht richtig deutsch sprach, als er aus Tschechien nach Uerdingen wechselte, wie der aktuelle Trainer von Dukla Prag von sich selbst berichtet.

Außerdem erzählt er noch etwas davon, dass mit dem Weggang bzw. der Entlassung Friedhelm Funkels eine Mannschaft auseinanderfiel, die zuvor trotz Abstieg mehrheitlich zusammengeblieben war und somit den Grundstein für den Wiederaufstieg legte. Je nach Lage der Dinge sollte man es sich mehrfach überlegen, einen bei der Mannschaft beliebten Trainer wegen kurzfristiger Erfolglosigkeit zu feuern. Allerdings waren das andere Zeiten, denn das war kurz vor dem „Bosman-Urteil, dem Grund für die Malaise des bundesdeutschen Vereinsfußballs“.

Günter Bittengel, ein Name wie Reinhold Hintermaier.

Und dann gibt’s da speziell für Thor Waterschei noch ein weiteres lesenswertes Interview in gleichnamiger Rubrik des KFC Uerdingen, man hüstelt den Namen Larus Gudmondsson.

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Was man so Erfolg nennt

Erfolge als Spieler: Bundesliga: 1× Platz 18 1996 mit KFC Uerdingen 05
Erfolge als Trainer: Bundesliga: 1× Platz 18 2007 mit Borussia Mönchengladbach

Eigentlich sollte Jos Luhukay froh sein, dass ihm ein zweites Mal ein 18. Platz als Trainer erspart bleibt …

Unter den Tisch fallen muss dabei, dass sein Anteil am 18. Platz als Spieler nicht allzu groß war: 1x in der 83. Minute und 1x in der 63. Minute eingewechselt. Die schlappen 34 Minuten Bundesligaeinsatz hätten selbst für mich nicht ausgereicht, um eine Mannschaft in den Abstieg zu reißen. Dafür hat es als Trainer dann ja voll verantwortlich geklappt — bei Luhukay.

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Wie der Schwatte den Arsch vollkricht — zurecht

Heute vor 23 Jahren: das Jahrhundertspiel.

Mir trotz allem pseudovegetarischem Wiederkäuertum und aller Dauerbeschallung rund um dieses Spiel bis heute unbekannt: Auch der „Schwatte“ Ulf Kirsten stand damals in der Startaufstellung von Dynamo Dresden, das sich rühmen kann, die, nun ja, vernichtendste Niederlage aller Niederlagen im deutschen Fußball aufs Parkett gelegt zu haben; sogar noch vor dem 0:12 der Dortmunder und vor dem 1:9 der Ulmer und so weiter, dem 0:10 der Offenbacher Kickers, dem 0:9 der Tasmania ad lib nach gusto.

Der Schwatte, einer der größten Unsympathen der Bundesligahistorie, immer drauf Verlass, dass er ein Arsch ist. Wenigstens an dem Tag hat er genau diesen voll gekriegt. Späte Genugtuung. Hätte ich das damals bei der Live-Übertragung schon gewusst, dass dieser kleine Scheißer mir später im Wedaustadion den Stinkefinger zeigen würde, ich hätte mich sehr gefreut.

So kommt diese Freude also ein wenig nachzüglerisch, aber nicht zu spät.

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Alexander Bade, Bernd Dreher, Simon Jentzsch

Was haben diese drei immer noch aktiven Torhüter gemeinsam?

Alle drei standen im Kader von Bayer Uerdingen, und zwar in jener Saison, in der dieser Klub zum letzten Mal als Bayer Uerdingen auf Torejagd ging, nämlich 1995.

Trotzdem ist Simon Jentzsch immer noch erst 31 Jahre alt und hat bei glücklicher Vereinsauswahl noch ein gutes Jahrzehnt seiner Karriere vor sich. Dumm zwar, dass er genau dort — in Wolfsburg — schon rausgeflogen ist, wo man erst als abgehalfterter Spieler hinzugehen pflegt, dennoch wird er noch ein Weilchen spielen.

Beim besten deutschen Verein ist seit ein wenig mehr als einem Weilchen Bernd Dreher, kein Grund also, zu wechseln oder gar die Karriere zu beenden.

Alexander Bade tingelte justament zur Dortmunder Borussia, womit er sich eine ähnliche starke Position im Kader seines Klubs gesichert haben dürfte, wie Bernd Dreher sie inne hat.

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Elton, Lizenzverweigerungsabwender 2003

Elton war wirklich da, zu sehen in diesem Spot auf „Grotenburg TV“, gehechelt und gekeucht wird er während seines Einsatzes aber nicht haben, wie es an dieser Stelle prognostiziert wurde. Da sollte man vielleicht vorher mal gucken, was Elton sonst noch so macht.

War Pete Doherty denn da?

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Zahl der Woche – Folge XXI

120.750 Euro ist der höchste Preis für die die Platzierung eines 30-sekündigen Werbespots in der ARD „an der EM“ (oder sagen das nur die Schweizer?).

Einmal auf einen solchen Werbespot verzichtet und stattdessen das Geld gespendet, schon hätte man fast den KFC Uerdingen gerettet.

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