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Autor: Trainer Baade

„Internas“

Eigentlich steht beim Sportstudio-Interview mit Frank Rost ja etwas Anderes im Vordergrund. Mir tun aber die Ohren weh, wie nicht nur Frank Rost unablässlich, sondern auch Moderatorin Hohenstein darauf einsteigt, statt von Interna ständig von Internas zu sprechen. Aua.

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Fußball zum Weglaufen

Otto Pfister, bei der WM noch Trainer, dann nicht mehr Trainer, dann wieder Trainer von Togo, vielen vor allem als der Mann mit dem Kleidungsstil eines Landwirten bekannt, wird in diesem Interview mit der WELT ein bißchem polemisch, wenn er die Bundesliga mit anderen Ligen vergleicht:

„Pfister:…Wenn Sie sich dagegen Wolfsburg gegen Hannover anschauen, müssen Sie zur Halbzeit weglaufen.

WELT: So schlimm?

Pfister: Ich verstehe nicht, wie die Leute das aushalten.

Aber Recht hat er in der Sache natürlich. Ich verstehe auch nicht, wie die Leute das aushalten. Es ist nicht so sehr, dass die Wolfsburger oder Hannoveraner keine Wunderkinder á la Cristiano Ronaldo oder Diego in ihren Reihen haben: Es ist einfach die Form des Fußballs, die nicht gespielt wird.

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Feuchtfröhliche Busfahrt

Was macht man, wenn man einen Alkoholiker als Trainer hat? Klar, man säuft einen mit ihm. So geschehen beim BVB mit Branoc Zebec, wie schwatzgelb.de berichtet.

So wird Rolf Rüssmann zitiert:

„Wir fuhren mit dem Trainer zurück im Bus, das war eine Fahrt, die wir wohl alle nie vergessen werden.“

Und vorher erwähnt der Autor noch:

Die Rückfahrt aus Nürnberg wurde trotz der Niederlage feuchtfröhlich.

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Deichwärter Thiel

Eine schöne Sicht auf das, was aus dem im Herbst 2002 abgerissenen Rheinstadion geworden ist. Die Reste des Stadions gingen in den niederländischen Deichbau.

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Der alte Kahn-Lehmann-Vergleich

Der alte Kahn. So ganz gekentert ist er noch nicht, obwohl ihm ja die Zurückstufung vor der WM das innerliche Genick gebrochen hat. Aber lange wird er es nicht mehr machen und das ist auch gut so. Schade ist natürlich, dass wir dann auf keine seiner Eskapaden mehr hoffen dürfen. Die Liste ist lang, Heiko Herrlich, Stéphane Chapuisat, Miroslav Klose, Thomas Brdaric — man müsste sich eher fragen, wen er noch nicht gebissen hat.

Dass Klinsmanns Entscheidung richtig war, beweisen aber auch die Torjägerqualitäten der beiden. Schauen wir es uns an: Kahn schießt ein Tor. Und dann schauen wir, wie Lehmann ein Tor schießt. Merkt Ihr was? Kahn kennt nicht mal die Regeln des Spiels, mit dem er sein Geld verdient. Das kann ich natürlich nicht durchgehen lassen. Also ab in den Ruhestand mit ihm, bevor er demnächst noch mit Golfschläger zum Spiel einläuft. Senilität ist schön und gut, hat aber im Stadion nichts zu suchen.

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Lasst die Finger von …

… dem unten stehenden Link.

Ich kann nur davor warnen, diesen Beitrag bis zum Ende zu lesen, wenn man gerne die ARD-Bundesligakonferenz hört. Zufällig bin ich bei der Sportschau auf die Kolumnen dreier der Radioreporter der Konferenz gestoßen. Bislang sind die teils markanten Stimmen ohne Gesicht. Selbst das Gesicht von Sabine Töpperwien kenne ich nicht, geschweige denn jenes von so allseits bekannten Namen wie Armin Lehmann, Sven Pistor und Burkhard Hupe. Die einzigen Radio-, bzw. Ex-Radiogesichter, die mir bekannt sind, sind der Godfather der Radioberichterstattung Werner Hansch sowie sein nicht weniger metapherngewaltiger Kollege Günter Koch. Beide sind inzwischen beim Fernsehen gelandet, aber auch vorher kannte man sie schon.

Mir gefällt es einfach besser, wenn die Stimmen im Radio einfach nur Stimmen bleiben. Ich sehe ohnehin schon viel zu häufig die Kerners, Beckmanns, Poschmanns und Welkes mit ihren Fratzen im Fernsehen, da sollten wenigstens die meist angenehm unaufgeregt reportierenden Radioleute das bleiben, was sie qua ihrer Funktion sind: eine Stimme.

Wer die Kolumnen dieser Reporter auf der Webseite der Sportschau aufruft, kommt aber nicht umhin, die Gesichter jener dreier Mitarbeiter zu erblicken, welche auch ständig in der Konferenz präsent sind. So lange man die Audiokolumnen nicht aufruft, weiß man immerhin nicht, welche Stimme denn jetzt eigentlich zu welchem Gesicht gehört. Hätte ich es nur bleiben lassen, hätte ich es nur bleiben lassen. Ich konnte natürlich nicht widerstehen und habe die Audiokolumnen mit den dazugehörigen Gesichtern aufgerufen. Die Tatsache, dass mir die Stimmen so überaus vertraut und alleine deshalb schon sympathisch sind, wiegt nicht auf, dass ich jetzt immer ein Bild im Kopf haben werde, wenn ich die Konferenz höre.

Ich kann Euch also nur warnen: Macht es mir nicht gleich und ruft die
Kolumnenseite nicht auf.

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Man spricht deutsh

Man spricht deutsh. Allerdings: nicht überall. Auf der Webseite von Claudio Pizarro zum Beispiel nicht.

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Einer muss ja die Wahrheit sagen

„Die haben einfach mehr zu sagen als die Fußballer.“

begründet der Regisseur des kommenden Films über die deutsche Mannschaft bei der Handball-WM seine Vorhersage, dass die Interviews mit den Handballern interessanter sein werden als jene aus „Wortmann. Ein Schlummerlied“.

Und wie viel erst die Hockey-Weltmeister von 2006 zu sagen gehabt hätten… hätte man sie nur gefragt.

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Manchester City: Ein Haufen Idioten

Klar, so redet jeder Fan: „Natürlich wird England es schaffen.“

Hm. Damit hat er nicht Recht behalten. Aber immerhin mit seiner Prognose, dass es England, Italien, Frankreich und Deutschland unter sich ausmachen werden und dass man Spanien vergessen kann, eben auch weil Portugal besser ist. Damit hat er mal eben vier der vier Halbfinalisten richtig vorhergesagt und lag nur mit dem Abschneiden seines eigenen Landes daneben. Dass es „das viele Reisen“ ist, was die Südamerikaner davon abhält, bei Weltmeisterschaften in Europa etwas zu erreichen, ist im Jahre 2006 wohl eher ein Scherz, aber trotzdem: Respekt für einen so zutreffenden Halbfinaltipp.

Schön auch, wie er begründet, warum er Manchester City-Fan ist und nicht von Manchester United. Bei City seien schließlich ein Haufen Idioten am Werke, das mache die Sache sympathisch.

Noel Gallagher im Interview mit EinsLive.

Bei der Formulierung von „einem Haufen Idioten“ denke ich übrigens sofort an diesen Haufen Idioten.

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Zahl der Woche – Folge VII

Über das Verhältnis von Verletzungen durch Einwirkungen des Gegners zu Verletzungen ohne Einwirkung des Gegners lernen wir:

Auf Naturrasen ist es 86:14, auf Kunstrasen 78:22.

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Fummeln bis der Ball weg ist

Hach ja, der Guardian mal wieder. Ich habe heute etwas Nettes fotografiert, rechtlich gesehen bin ich damit zumindest in einer Grauzone, aber so lange kein Hahn kräht, wird mir auch kein Gras aus den Taschen wachsen.

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Eine detaillierte Auflistung aller Parameter dreier Auftritte von Arsenal-Verteidigern. Bemerkenswert ist nicht so sehr die geringe Zahl an Fehlpässen; etwas, was wir von Verteidigern so natürlich erwarten, da sie viel seltener in eine Situation kommen, in der ein riskanter Pass überhaupt sinnvollerweise zu wagen wäre.

Was mir aber jedes Mal graue Haare bereitet, ist, wenn Spieler nicht verstehen, dass Fußball ein Spiel ist. Das kann man natürlich in zweierlei Hinsicht interpretieren. Einerseits bedeutet es, dass man ein bißchen rumdödeln kann. Andererseits bedeutet es, auch wenn es „nur“ Fußball ist, dass es bestimmte Regeln gibt, die bei der Ausübung des Spieles „Fußball“ zu beachten sinnvoll wäre. Dazu gehört in erster Linie: Verteidiger sollten nicht dribbeln. Warum sollten sie das nicht tun? Nun, ganz einfach, weil das Risiko, bei einem Dribbling den Ball zu verlieren, so immens hoch ist und die Gefahr für das eigene Tor durch einen Ballverlust so kurz vor dem eigenen Tor ebenso immens hoch ist. Das ist die ganz einfache Antwort. Und so sollte kein Verteidiger jemals — in der Nähe des eigenen Tores — dribbeln. Das ist eine der Grundregeln, mit denen man Fußball spielen sollte.

Leider gibt es viele Kleingeister, die das nicht verstehen. Was heißt verstehen, man müsste es ihnen erstmal erklären. Mir erscheint diese Tatsache allerdings so dermaßen simpel und aus jeder Perspektive einsichtig, dass ich mich sehr ärgern muss, wenn jemand das nicht von selbst versteht. Wie dem auch sei, es gibt gerade im unterklassigen Bereich sehr, sehr viele Fußballer, die überhaupt nichts vom Spiel verstehen, sei ihre Ballbehandlung noch so gut. Und so passiert es immer wieder, dass ich richtig sauer werde, weil Leute als letzter Mann, als quasi letzter Mann oder einfach nur in der Nähe des eigenen Tores anfangen, zu dribbeln. Das ist schlimm und da kann man zurecht sauer werden.

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Damit es etwas deutlicher wird, habe ich den entscheidenden Abschnitt hier links noch mal etwas größer dargestellt. Drei Weltklasseverteidiger werden je 90 Minuten beobachtet und wie viele Dribblings legen sie in diesen insgesamt 270 Minuten hin? Richtig, gar keines. Und das ist auch gut so, denn hinten wäre ein Dribbling ohnehin viel zu gefährlich, und vorne, ja, vorne spielt man inzwischen auch so, besonders bei Arsenal, dass man es gar nicht erst nötig hat, ein Dribbling durchzuführen.

So etwas aber dem eigenen Pöbel klarzumachen, ist nahezu unmöglich. Genauso wie wir uns eigentlich darauf geeinigt hatten, Eckbälle nur noch kurz oder flach vors Tor zu spielen, weil alles andere so ausgesprochen erfolglos war in den letzten 9 Jahren. Aber das bedeutet natürlich nicht, dass sich jeder dran hält, obwohl der Gegner doch nichts anderes erwartet als eine hohe Flanke. Klar. Es gibt Situationen, in denen es sinnvoll ist, vom eigentlichen Plan abzuweichen. Aber meistens weichen die Jungs von allen Plänen ab, weil sie gar keinen Bock haben, sich an irgendwelche Pläne zu halten oder anders gesagt: weil sie sich meist gar nicht so weit erinnern können, dass man überhaupt irgendetwas abgesprochen hätte.

Um jetzt nicht zu sehr den eigentlichen Faden zu verlieren, kehre ich zurück zu den 0 Dribblings in 270 Minuten und muss sagen: Was gibt es da überhaupt zu diskutieren? Nichts natürlich. Das Problem bleibt, ob beim Zuschauer oder beim unterklassig spielenden Fußballspieler, dass er einfach nicht versteht, dass Dribblings im gesamten Fußball eigentlich überflüssig sind, und als Verteidiger erst recht. Für den gemeinen Zuschauer und den debilen Selbstspieler ist das Dribbling das Wesen des Fußballs. Und ich sage noch mal: Fußball ist ein Spiel. Man muss den Ball spielen, nicht sich selbst.

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Ausgestoßen wäre er doch!

Boris Becker redet sich wie immer um Kopf und Kragen und beweist seine Ahnungslosigkeit. Eigentlich hatte ich mich ja darauf gefreut, dass der Franz irgendwann für immer schweigen wird. Dabei hatte ich aber nicht bedacht, dass dessen legitimer Nachfolger im Dummschwätzer-Sektor, Boris Becker, ja nur unwesentlich älter ist als ich und er mich somit Zeit meines Lebens begleiten wird. Pest und Cholera, da weiß man wirklich nicht, was man wählen soll.

WELT.de: Muhammad Ali hieß eigentlich Cassius Clay. Er wechselte seinen Namen, nachdem er zum Islam konvertiert war.

Becker: Bewundernswert! Stellen Sie sich vor: Wenn das heute einer machen würde, er wäre doch ausgestoßen von der Gesellschaft. Der würde nirgendwo mehr eingeladen werden. Muhammad aber war das egal. Was er als Sportler aus Überzeugung riskiert hat, das macht ihn als Menschen für mich so einzigartig.

Hat Boris Becker noch nie etwas von Franck Ribéry gehört? Der ist auch konvertiert und seitdem so dermaßen ausgestoßen, dass der FC Bayern nach der WM kurzzeitig Interesse zeigte, Ribéry an die Isar zu verpflichten. Das kann Becker aber nicht wissen, schließlich ist er bei den Bayern nur Mitglied des Beirats.

[Nachtrag: Dass Franck Ribéry aus dem selben Ort stammt wie „Schongpjärpapeng“, ist mir auch neu gewesen: aus Boulogne-sur-Mer im Norden Frankreichs.]

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Neues aus Korschenbroich: Nein zu van Lent

Der junge Arie van Lent [Link leider tot], damals noch mit Haaren: Jetzt ist seine Zeit im Profifußball abgelaufen, schade für ihn.

Andere schaffen es, selbst ihr Karriereende zu bestimmen; Arie hingegen wurde bei Rot-Weiß Essen aus dem Kader entfernt — wohl nicht ganz freiwillig. Und nicht mal die drittklassige Fortuna will ihn noch.

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