Die WM ist vorbei, die Bundesliga beginnt. Und damit das auch äußerlich sichtbar wird, wird der Berliner Fernsehturm jetzt wieder in seinen Ursprungszustand versetzt [Link leider tot]. So ein Glück, denn Magenta, diese schreckliche Farbe, schmerzt doch sehr auf der Netzhaut.
1 KommentarAutor: Trainer Baade
Hans Meyer, immer für ein Bonmot zu haben, hat sich bei der taz geäußert:
„Natürlich sollte man sich alles, was im Fußball wissenschaftlich erfassbar ist, zunutze machen. Jeder Trainer, der das nicht macht, müsste Schläge bekommen.“
Schade nur, dass er selbst es wahrscheinlich nicht tut. Oder hat Nürnberg durch besondere Standardvarianten, durch einstudierte Spielzüge in der letzten Saison auf sich aufmerksam gemacht?
Obligatorisch beim Diskutieren über Spielkultur der Verweis auf England, wo ja alles super ist und die Fans das Spiel nach vorne treiben und bei Rückpässen und Schwalben immer pfeifen:
„In England pfeift das ganze Stadion, wenn irgendein Spieler den Ball zurückspielt, wenn für den Blödesten draußen zu erkennen ist, dass er eigentlich nach vorne oder ins Mittelfeld gespielt werden müsste. Das macht der zwei Mal und dann hat das Publikum ihn erzogen. Wenn aber ein Spieler in England mit Mühe und Not im letzten Tackling und ganz klar behindert den Ball auf den Torhüter spielt, wird er mit tosendem Beifall bedacht.“
Muss ein tolles Land sein, dieses England.
Schade nur, dass der deutsche Durchschnittstrainer selten bis nie dort war.
Achso, wir Deutschen sind übrigens keine Brasilianer.
2 KommentareJogi Löw hat sein Aufgebot für das Spiel gegen Schweden bekannt gegeben: Jens Nowotny ist dabei. Hätte Oliver Kahn mal nicht so früh seinen Rücktritt erklärt, dann wäre er jetzt auch noch an Bord: Als Clown für die Ersatzspieler, wie er und Jens Nowotny das ja schon während der WM hervorragend erledigten.
Einen Kommentar hinterlassenDa kann man mal sehen, dass es eine gute Entscheidung war, meinen Frust über die Niederlage gegen Italien einfach mit ins Bett zu nehmen und dort zu bleiben, bis ich mich einigermaßen berappelt hatte. Andere lebten ihn direkt im Anschluss ans Spiel aus. Muss ja nicht sein.
Einen Kommentar hinterlassenIn Berlin versucht die B. Z., eine tägliche Sport“zeitung“ zu etablieren zur Qualität dieser bemühe man Leodators ausführliche Revue. Motivation ist neben der Tatsache, dass es in Deutschland keine tägliche Sportzeitung gibt, auch der große Erfolg der täglichen Ausgabe der Sport-FOTO, die zur WM eine tägliche, allerdings nur im Netz verfügbare Ausgabe zum Download zur Verfügung stellte.
Da ich während der WM davon nicht wusste und erst im Zuge der Aktion der B. Z. davon erfuhr, habe ich mir diesen Download heute mal angeschaut. Ich werde nicht dorthin verlinken, findet wohl jeder selbst, Werbung für diese Veranstaltung muss auch nicht sein.
Offensichtlich ist die Sport-FOTO eine Kooperation mit einem Tintenpatronenhersteller eingegangen, fordert sie doch ihre Leser auf, das .pdf-Dokument
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herunterzuladen und auszudrucken!
Ich frage mich: warum? Die Telekom fordert mich auch nicht auf, von mir geführte Telefonate aufzuzeichnen, zu transkribieren und auszudrucken. Genausowenig erwartet mein Briefträger, dass ich alle Postkarten, die ich bekomme, einscanne und online stelle. Und der Pastor der Kirche nebenan hat auch nie davon gesprochen, dass wir das Glockenläuten, das ich höre, ja mal digitalisieren könnten.
Wenn ich etwas lesen will, was ich im Netz finde, dann lese ich es. Wozu soll ich es noch ausdrucken?
Und was soll überhaupt der Blödsinn, das Ganze nur als .pdf anzubieten? Die Marketingstrategen unter Euch dürfen mir gerne erklären, was der Vorteil eines unhandlichen .pdfs ist, und warum es Leute gibt, die mittels fast Viertelseiten-großen Fotos tatsächlich ihre Farbpatrone leerjagen. Nur um die Bilder, die sie ohnehin auf dem Monitor sehen, in schlechterer Qualität dann auch auf Papier bestaunen zu können.
7 KommentareOh Gott, jetzt ist der „Doofe mit dem langen Kinn“ auch noch im Fußballbereich angekommen. Michael Schumacher steht zur Wahl beim diesmonatigen Tor des Monats. Wollen wir mal hoffen, dass der Kechperner nicht Boris Beckers Weg einschlägt und nach seiner aktiven Karriere als Staffage und zum Gesicht in die Kamera halten zum Fußball wechselt. Ein altgedienter Nationalheld, der sich als Journalist ständig blamiert, reicht eigentlich schon.
Nachtrag: Gedopt ist er anscheinend auch noch. Wieso sonst sollten ihm drei Ohren wachsen?
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1 KommentarIch sagte und ich stehe auch zu meinem Wort dass ich nicht mehr über Kevin Kuranyi lästern werde. Inzwischen überlasse ich das anderen. Und wer endlich verstehen will, warum diese Mega-Hupe eine Hupe ist, und wer sich wirklich köstlich amüsieren will, sollte diesen Beitrag von fooligan [Link leider tot] aufrufen.
Das muss wohl vor dem professionellen Medientraining durch Jürgen Klinsmann gewesen sein.
[Update: fooligan ist tot, deshalb das Video hier.]
Wie der Tagesspiegel berichtet, gibt es Pläne, aus dem Ligapokal endlich einen echten Wettbewerb zu machen, den dann vielleicht auch ein paar mehr Leute interessant finden als nur jene, die zufällig Freikarten für die Vorrundenpartien bekommen haben. Sollte der Sieger einen UEFA-Cup-Startplatz erhalten, wäre zudem ein Anreiz für die Vereine geschaffen, sportlich vollwertig aufzutreten.
Geplant ist, 16 Mannschaften teilnehmen zu lassen. Das klingt logisch für einen Wettbewerb namens Ligapokal, schließlich besteht die Bundesliga aus 18 Mannschaften. Wenn schon Ligapokal, dann richtig.
3 KommentareEin Lexikon, zwei Lexikons.
Ein Kaktus, zwei Kaktuss.
Ein Atlas, zwei Atlass.
Ein Stadion, zwei Stadions.
Eine Lampe, zwei Lampes.
Eine Fanhorde, zwei Fanhordes.
Eine Arena, zwei Arenas.
[photopress:screenshot_arenas.jpg,full,centered]
Einen Kommentar hinterlassenIch tue manchmal Dinge, die so aussehen, als hätte ich Langeweile. Besonders der vorige Beitrag könnte so wirken. Was Leute aber tun, wenn sie richtig Langeweile haben, sieht man in diesem Blogeintrag.
1 KommentarKann irgendjemand mit diesen Zahlenkombinationen etwas anfangen? Sie stellen die höchste deutsche WM-Niederlage und die Zahl der meisten 0:0-Remis bei einem WM-Turnier von deutschen Mannschaften dar. Falls jemand das anzweifelt, möge er unten stehende Liste bemühen.
(Bundes-)Deutsche WM-Niederlagen
1934
Halbfinale Tschechoslowakei 1:3
1938
Achtelfinale Schweiz 2:4
1954
Vorrunde Ungarn 3:8
1958
Halbfinale Schweden 1:3
3. Platz Frankreich 3:6
1962
Viertelfinale Jugoslawien 0:1
1966
Finale England 2:4 n. V.
1970
Halbfinale Italien 3:4 n. V.
1974
Vorrunde DDR 0:1
1978
2. Runde Österreich 2:3
1982
Vorrunde Algerien 1:2
Finale Italien 1:3
1986
Vorrunde Dänemark 0:2
Finale Argentinien 2:3
1994
Viertelfinale Bulgarien 1:2
1998
Viertelfinale Kroatien 0:3
2002
Finale Brasilien 0:2
2006
Halbfinale Italien 0:2 n. V.
(Bundes-)Deutsche WM-Remis
1934
Achtelfinale Schweiz 1:1
1958
Vorrunde CSSR 2:2
Vorrunde Nordirland 2:2
1962
Vorrunde Italien 0:0
1966
Vorrunde Argentinien 2:2
1978
Vorrunde Tunesien 0:0
Vorrunde Polen 0:0
2. Runde Italien 0:0
2. Runde Niederlande 2:2
1982
2. Runde England 0:0
1986
Vorrunde Uruguay 1:1
1990
Vorrunde Kolumbien 1:1
1994
Vorrunde Spanien 1:1
1998
Vorrunde Jugoslawien 2:2
2002
Vorrunde Irland 1:1
Die Sportfreunde Stiller haben schon wieder eine neue Version ihres WM-Songs auf den Internet-Ramschladen geworfen. Gibt es noch nicht zum freien Download, könnte aber bald folgen. Wer sich das Cover ausdrucken will, kann es hier schon mal in kleiner Version zum Drucken downloaden.
Einen Kommentar hinterlassenWie der Guardian berichtet, waren als Ersatz-Ausrichter der WM 1986, die dem eigentlich vorgesehen Ausrichter Kolumbien entzogen wurde, vier Länder im Gespräch: Brasilien, Kanada (!), Mexiko und die USA. Da die USA auch 1986 schon über die nötige Infrastruktur in Bezug auf Stadien verfügten, muss es einen anderen Grund dafür geben, warum Mexiko zum zweiten Mal nach 1970 eine WM ausrichten durfte und nicht das damals, zum Zeitpunkt der Entscheidung, immerhin noch mit einer Liga mit Pelé und Franz Beckenbauer ausgerüstete Land der unbegrenzten Möglichkeiten:
„But the real reason was that they wanted to teach US football a lesson. In 1981, Fifa had threatened to outlaw the NASL and suspend the US Federation because the NASL had changed the offside line from halfway to 35 yards out and used a shoot-out to decide drawn matches. The NASL refused to back down – and even threatened legal action against Fifa. But what comes around goes around, and two years later Fifa got its revenge by rejecting Kissinger’s bid.“
Typisch USA, oder? Was nicht passt, wird passend gemacht. Einfach die Abseitslinie ein bißchen nach hinten verlegen, damit mehr Tore fallen. Pah, wie billig. Obwohl ich dem Gebaren der FIFA, und zu jenen Zeiten musste man da durchaus noch kritischer sein als heute, grundsätzlich nicht geneigt bin, bin ich hier ausnahmsweise einer Meinung mit den alten Säcken der FIFA. Einfach selbstherrlich die Regeln ändern, die nur das FIFA Board ändern darf. So geht es nicht, meine Yankees.
Acht Jahre später war diese Blasphemie aber schon wieder vergeben. So schnell vergißt der geldgeile Expansionswille.
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