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Autor: Trainer Baade

’ss ned sso aarg

Dass die Süddeutsche mittlerweile wieder zur alten Rechtschreibung übergegangen ist, ist bekannt. Neu ist, dass sie sich jetzt auch der lautmalerischen Rechtschreibung verschrieben hat und Bildunterschriften so formuliert, wie die auf dem Bild gezeigten sie aussprächen.
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Eine Homepage ist keine Kondition

Und eine Webseite ist keine Ausdauer.

Eine Homepage (seit November warte ich darauf, endlich zu diesem Thema klugscheißen zu können) ist keine Webseite, denn eine Homepage ist, wie der Name schon sagt, die „Home“page einer Webseite und somit ihre Startseite.

Beim Ausdruck Kondition verhält es sich andersherum. Die Leute reden von Kondition, meinen in den meisten Fällen aber Ausdauer. Kondition ist aber

„im Sport das Leistungsvermögen bezüglich Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Beweglichkeit.“

Die Ausdauer ist also nur ein Teil der Kondition.

Was die Ausdauer von Profi-Fußballern angeht, da gehört Fußballer-Bashing fast schon zum guten Ton. Ich muss zugeben, dass auch ich dem Klischee, dass jeder Leichtathlet Fußballer läuferisch locker in die Tasche steckt, lange Zeit erlegen war. Grundsätzlich nicht verwunderlich, wenn die meisten Profis (in Deutschland) weniger als 2 Stunden täglich trainieren. Runner’s World, eine Laufzeitschrift, bzw. der Autor dieses lesenswerten Artikels in der SCC Running [Link leider tot] räumt ein wenig mit diesem Klischee auf:

„Fakt ist, dass zum einen die Sportjournalisten mit Fachgebiet Fußball kaum einen Schimmer Ahnung haben von trainings- bzw. leistungssportlichem Basiswissen und anderer- seits die Freizeit-Marathonläufer sich in der Regel kein Bild machen vom komplexen Anforderungsprofil eines Profi-Fußballers. Der muss nämlich keinen Marathon laufen, sondern anderthalb Stunden lang verschiedene Formen des Sprints absolvieren, unterbrochen von Pausen, und darüber hinaus diverse Kunststücke mit dem Ball verrichten.“

Später werden Erkenntnisse berichtet, die jeden Amateurfußballer entweder beruhigen oder beunruhigen, je nach dem, wie gerne er „in den Wald“ geht, wo Hobbyfußballer für gewöhnlich „Kondition bolzen“, womit aber, s. o., Ausdauer gemeint ist:

Übrigens: Bei Kindermanns Untersuchung wurde erstaunlicherweise deutlich, dass Mannschaften unterer Klassen versuchen, Schnelligkeitsdefizite über die Ausdauer zu kompensieren. Das widerspricht also eher Ihrem Eindruck, ist aber eigentlich logisch. Schnelligkeit hat man oder man hat sie nicht, das ist mehr oder weniger genetisch festgelegt, an der Ausdauer kann man aber erstaunlich schnell und erfolgreich arbeiten.

Ich bin jetzt erstmal im Wald, so lange es noch nicht ganz so heiß ist. Bis später.

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Ich möchte nicht wissen, was in anderer Leuts Bäuchen vor sich geht

Ich weiß nicht, ob man dafür schon einmal selbst Vater geworden sein muss oder ob man dafür die „Empfindungen einer Frau“ haben muss. Ich finde diesen Brauch, Ultraschallaufnahmen vom Innenleben eines weiblichen Bauches samt darin entstehendem Menschen in Büros aufzuhängen, eklig. Und das, obwohl ich ganz bestimmt nicht zartbesaitet bin. Ich hänge auch keine Bilder vom Inhalt meines Darmes an irgendwelchen öffentlichen Plätzen aus.

Nicht ganz so eklig, aber immer noch penetrant finde ich, wenn auf schwangeren Körpern Texte getragen werden, die auf den schwangeren Zustand dieses Körpers hinweisen. Hier präsentiert uns Kehls bessere Hälfte eine „Mini-5″ (nicht möglich auf das Bild zu verlinken, also bitte in der erreichten Galerie auf „weiter“ klicken, Danke), die in ihrem Leib heranwächst. Ich wiederhole mich, aber ich möchte einfach nicht wissen, was in anderer Leuts Körpern vorgeht.

Bald im Angebot:

- Mützen mit der Aufschrift: „Hier sterben gerade ein paar Tausend Hirnzellen“

- Aufkleber für die Fingernägel „Wächst und wächst“

- Hintern, auf denen „Hier braut sich was zusammen“, steht

- Ein T-Shirt, auf dem mit direkter Messung der aktuelle Puls angezeigt wird inklusive wechselnder Einblendungen „Ich rege mich auf“, „Herztod naht“ oder „Alles im grünen Bereich“

Nein, Danke, es reicht schon, dass manche Leute einfach durch ihre im Laufe des Lebens erworbene Fähigkeit, Sprache zu benutzen, nerven. Da müssen sie es nicht auch noch mit Mitteilungen über ihre Körperfunktionen und -regungen tun.

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Tarzan kann kochen

Tarzan kann kochen. Tarzan, das ist Jens Lehmanns Spitzname und noch dazu ein unglaublich origineller Spitzname für einen 1,90m großen Mann. Hoffentlich hat die Entstehung nichts mit dem gleichnamigen Volltrottel aus der TKKG-Reihe zu tun.

Bei diesem Link sieht man übrigens schön, wie wertvoll Datierungen von Internetseiten sein können.

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Der Einlauf der Kandidaten

Angeblich möchte England die Weltmeisterschaft 2018 ausrichten. Australien möchte das ebenfalls. Da ich nicht annehme, in Kürze auszuwandern, wären mir WM-Spiele, die abends im Fernsehen übertragen würden, lieber als WM-Spiele, die schon am Vormittag gezeigt werden.

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Karten fordern ist unsportlich

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Das neue Trikot von Borussia Dortmund kann nur einen Zweck haben: der Träger dieses Trikots fordert den Schiedsrichter auf, ihm die gelbe Karte zu zeigen. Da bekanntermaßen viele Fußballprofis in der Bundesliga nicht so gut deutsch sprechen, hat man das praktischerweise mit einem schicken Bildchen auf dem Trikot nonverbal gelöst.

Der Createur d‘Ausrufezeichen wird in den Veröffentlichungen übrigens der „Revier-Künstler Ottmar Alt“ genannt. Was ist ein Revierkünstler? Jemand, der besonders gut darin ist, sein Revier zu verteidigen? Oder einer, der nur in seinem Revier bekannt ist, darüberhinaus aber nicht?

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Was man immer schon tun wollte, durch den Fernseher aber nicht geht

Was man immer schon tun wollte, kann man endlich in diesem Spiel nachholen: Paul Breitner bewerfen, während er zum Elfmeter des WM-Finals 1974 anläuft. Was alles so zur Auswahl steht, ist faszinierend, Bierbüchsen, Klopapierrollen, Äpfel, Tomaten, Aschenbecher…

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Mehr Kryptik

Es scheint ja in Blogs schwer in Mode zu sein, etwas Kryptik einfließen zu lassen, gerne präsentiert in nur einem Satz, besser noch in nur einer Sentenz. Deshalb sage ich mir und meinen von der WM müden Lesern, denen natürlich klar ist, dass die EM vor der Tür steht:

„Zypern liegt geografisch gesehen in Asien.“

So, und jetzt bitte drüber nachdenken.

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Bend it like Beckham

„Bend it like Beckham“ ist der Originaltitel des Filmes, den man hierzulande nur unter der deutschen Übersetzung „Kick it like Beckham“ kennt. Problem beim Originaltitel ist wohl gewesen, dass man annahm, dass hier niemand die Bedeutung von „bend“ versteht. Und damit niemand unwissend sterben muss, erkläre ich Fußball das Wort „to bend“ aus dem Englischen, was ganz einfach ist, da das Wort quasi nur eine Bedeutung hat:

abwinkeln, ausknicken, beugen, biegen, knicken, krümmen, neigen, spannen, umbiegen, verbiegen, sich biegen

Mit anderen Worten: anschneiden. Einen Ball anschneiden, was wiederum — den meisten fällt es ja gar nicht mehr auf — eine Metapher ist, denn natürlich wird niemals ein Ball angeschnitten, sondern beim Treten des Balles für die Dauer seines Fluges mit Effet versehen. Zu deutsch eben: anschneiden.

Kick hingegen bedeutet einfach treten. Wie langweilig.

Diese langatmige Einführung diente aber einzig und allein dem Zweck, Euch dieses Spielchen hier schmackhaft zu machen: den Free-Kick-Challenge. Die Herren Spieler tragen noch ordentlich gepflegte Bärte und Sportkleidung wie man sie von ganz früher kennt. Und der Clou beim benden des Balles ist, dass die Steuerung ziemlich realitätsgetreu ist. Deshalb treff ich auch fast immer ins Tor bei diesem Spiel…

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Sehr schön ist auch der angedeutete Schwarz-Weiß-Flacker-Effekt, der den Betrachter tatsächlich einige Jahrzehnte zurück versetzt.

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Man weiß, dass WM war, wenn…

…man beim Schwimmen schon nach 30 Minuten schlappmacht, weil man sich 4 Wochen lang gerade mal von zu Hause bis zum Biergarten bewegt hat — nicht ohne sich dann im Biergarten beim Fußball Schauen darüber aufzuregen, dass sich der eine oder andere Spieler zu wenig bewegt.

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