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Kategorie: Äh-ßerungen

„Gut, äh…“ und wer’s gesagt hat

Fundgrube Fußballplatz

Der wahre Grund, warum in Deutschland so viele Leute sonntags Fußball spielen, ist gar nicht das Spiel, sondern die vielen kleinen und großen Dinge, die man findet, wenn man auf dem Platz umherläuft. Es hat ein bisschen was vom alten, aussterbenden Pilzesammeln im Wald. Mal eine alte Eintrittskarte, eine Schallplatte, einen Duschvorhang, wer würde da Nein sagen? Man hat auch schon von Spielern gehört, die ihre komplette Wohnung mit den Fundsachen vom Fußballplatz eingerichtet haben. Zumindest mit dem Küchenbesteck kann dieser junge Mann jetzt schon mal beginnen, weshalb wir ihm den Titel der bescheuertsten Ausrede der Woche verleihen [Link leider tot] :

„Dabei bedrohte ein Spieler der Heimmannschaft nach Polizeiangaben seine Widersacher sogar mit einem Brotmesser. Der 24-Jährige behauptete, er habe das Messer auf dem Platz gefunden.“

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Wenn nicht jetzt, warum nicht?

kicker: Sie waren ebenso 24, als Sie zu Newcastle wechselten. War der Zeitpunkt dafür richtig?

Hamann: Er war genau richtig. Ein Jahr vorher wäre zu früh gewesen, ein, zwei Jahre mehr und es wäre zu spät gewesen.

Und hier hat Didi Hamann völlig recht, denn bekanntlich begann nur anderthalb Jahre nach Hamanns Wechsel zu Newcastle der dritte Weltkrieg, ausgelöst vom Konflikt zwischen Großbritannien und Deutchland, der die Einreise als Deutscher nach Großbritannien völlig unmöglich machte, wollte man nicht Leib und Leben riskieren.

Ein Jahr vor dem Wechsel war das Risiko an verseuchtem Toastbrot zu sterben noch zu groß, wir erinnern uns an Maurice Banach, der nach dem Verzehr des von Mitgliedern der Untergrundorganisation „Vorwärts Kornharpen“ illegal eingeschleusten britischen Toastbrots an starken Sehstörungen litt und schließlich notgeschlachtet werden musste.

Wir danken wieder einmal dem Kicker für seine tiefschürfenden Analysen. „Gestern zu früh, morgen zu spät.“ Wer sind wir eigentlich, dass wir da widersprechen wollen? Jedenfalls nicht Robert Huth oder Oleg Blochin.

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Ungewohnt derbe

Woran denkt man, wenn man an Rudi Völler denkt? Natürlich — das hat er gut hinbekommen — in diesen Tagen nicht mehr in erster Linie an das Lamaopfer oder gar seine Torschützenkönigregentschaft in der zweiten Liga für 1860 München mit 37 Toren, auch nicht so sehr an seine spielentscheidende Schwalbe (ja, die bösen Italiener!) im WM-Finale 1990, sondern vor allem an die Scheißdreckrede.

Deshalb wundern wir uns auch nicht, dass die Welt zum aktuellen Konflikt zwischen Völler und Bierhoff über Völlers prollige Aussagen schreibt:

„Stein des Anstoßes der für Völler ungewohnt derben Aussagen […]“

Denn wie wir ahnen, werden diese Artikel immer von fachfremden Personen formuliert, und diese fachfremde Person musste nun einmal annehmen, dass es im Fußball, speziell wenn es um den ein‘ Rudi Völler geht, selten so derbe zugeht. Deshalb ungewohnt.

Wir selbst wissen es aber nicht erst seit Island besser, sondern schon seit er bei feelfootball Selbstauskunft gegeben hat.

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Simunic ist verrückt

Er behauptet, dass er trotz seiner wiederholten Roten Karten wegen Tätlichkeiten gar keinen Mentaltrainer, keinen Psychologen brauche, weil er nicht verrückt sei.

Wer im Jahr 2007 so argumentiert, muss verrückt sein.

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Broich, Thomas Flinger

Aus dem Liveticker der Fortuna vom 3:2-Sieg Düsseldorfs im Testspiel gegen den 1. FC Köln am Flinger Broich:

Thomas Broich zieht im selbigen nur knapp am Tor vorbei

Hat was.

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Donnerlittchen

Dem kicker fällt gleich die Kinnlade runter, wenn der Bundestrainer darauf hinweist, dass man Fußball Spielen — so wie alles, in dem man es zu großer Klasse bringen will — ständig üben und sich dabei auch korrigieren lassen muss.

„Löw: […] Da müssen wir ansetzen, und zwar schon in der Ausbildung.

kicker: Wie soll dies geschehen?

Löw: Man darf nicht einmal tolerieren, wenn ein kleiner Fehler passiert. Korrigieren, korrigieren, auf den Fehler hinweisen. Immer wieder. Wie beim Klavierspielen.

kicker: Wie bitte?“

Wahrscheinlich hat der Interviewende seine Bemühungen, sich in seinem Fach weiterzubilden und zu verbessern, bereits mit Unterschrift unter den Arbeitsvertrag eingestellt.

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Was ist vollgeschissen und stinkt nach Fisch?

Von fred klauen heißt klauen:

Weiße Hosen, das muss mal gesagt werden, passen zwar ganz hervorragend zu diesem seltsamen Grünspangrün der werderaner Trikotfärberei, sehen aber insbesondere zu dieser Jahreszeit nach der ersten Grätsche – wie soll ich sagen – etwas vollgeschissen aus.

Streichen wir das „etwas“ und wir können sofort unterschreiben. Wir streichen außerdem die Ehrung für das „dreckigste Shirt“ des Spiels und führen stattdessen, nunja.

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Fred Eastwood, der Anti-Podolski

Vor dem Spiel Deutschlands in Wales hörte man eigentlich genug über den Roma Fred Eastwood, auch in einem leider jetzt nicht mehr verfügbaren Artikel der Berliner Zeitung. Obwohl solche Fünf-Absatz-Zusammenfassungen der Karriere und des Charakters eines Spieler, wie dort eine vorlag, immer auch ein wenig klischeebeladen, weil vereinfacht sind, sind die Gründe von Fred Eastwoods Wechsel zu den Wolverhampton Wanderers bemerkenswert:

„Er fühle sich stark genug für die Premier League, sagte Freddy Eastwood damals, wolle aber nicht auf der Bank sitzen, sondern jede Woche spielen.“

Was hindert Lukas Podolski daran, zu einem Verein zu gehen, bei dem er Stammspieler wäre? Ist es der schlechte Berater? Oder ist es das Gefühl, gescheitert zu sein, wenn er Bayern verlässt, ohne je Stammspieler gewesen zu sein? Sollte er unbedingt Champions League spielen müssen, um sich „international“ weiterentwickeln zu können, gibt es da auch noch Werder Bremen, den FC Schalke 04 und — wie jedes Jahr — Hertha BSC Berlin.

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Neulich, im Radio

„Und jetzt muss der BVB-Torwart wieder Klopapier aus dem Strafraum befreien.“

Für sowas hat er Zeit, während die ganze Welt über Burma spricht?

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Mario Basler Gómez

„Jetzt hilft nur noch Saufen.“

Bleibt die Frage, wem es hilft. Den deutschen Brauereien? Den Apothekern in der Nähe der Spielerwohnungen?

Wenn wir im Jahr 2007 schon Psychologen in jedem Team ums Team haben, sollten wir nicht darauf verzichten, uns im Notfall mit Lattekscher Brechstangenpsychologie für Arme zu behelfen. Es sollte nur sicher gestellt sein, dass sie auch wirklich so viel saufen, dass sie sich an den Anfang der Saison nicht mehr erinnern.

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