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Kategorie: Äh-ßerungen

„Gut, äh…“ und wer’s gesagt hat

Wichtige Widerspiegelungen

Es gibt ein wichtiges Kriterium, das gute von sehr guten Mannschaften unterscheidet. Es ist die Ordnung. Denn Ordnung soll nicht nur, sie muss sogar sein.

Und zwar in der Kabine, oder auch in den Gängen von der Kabine zum Parkplatz sowie insbesondere in der Kabinen-eigenen Kombüse. Diese scheint so etwas wie der Heilige Gral des Erfolgs im Fußball zu sein. Nur wenn hier Ordnung herrscht, kann man auch auf dem Platz eine solche halten, und die ist schließlich, siehe Titel (des Beitrags, nicht gewonnene), wichtig.

Sagt ja nicht erst letztens Marcell Jansen („Gerade wieder in der Küche bei uns im Spielertrakt, da hat der Miro ein gebrauchtes Glas in die Spülmaschine gestellt und nicht irgendwo stehenlassen. Und Miro ist Torschützenkönig der WM.“), sondern grad neulich wieder Jupp Heynckes im Gespräch mit der FAZ:

Ich will beim FC Bayern, dass wir zusammen frühstücken. Es nimmt sich jeder das Frühstück selbst am Büfett, und räumt dann auch wieder ab. Oder in der Kabine: Die verlässt jeder Spieler so, wie er sie betreten hat. Ich mag nicht, wenn Spieler ihre Sachen einfach liegen lassen. Und es funktioniert, die dreckigen Schuhe kommen nun in den einen Schacht, der runter zum Zeugwart führt, die dreckige Wäsche in den anderen. (…) Das ist für mich soziales Verhalten und sehr wichtig.

Warum das wichtig ist, kann Jupp Heynckes auch erklären, und zwar wie folgt:

Diese Ordnung spiegelt sich dann auf dem Spielfeld wider, beim Passen, bei den Laufwegen, das ist die Disziplin.

Es ist offensichtlich, dass der ältere Herr Heynckes damit Recht und Erfolg hat. Soziales Verhalten ist, die dreckige Wäsche in den richtigen Schacht zu werfen. Und nur wer dies beherrscht, ohne aufzumüpfen, der wird auch nach ertöntem Anpfiff auf dem Platz die Dinge in die richtigen Schächte einwerfen. Diese Verbindung ist nicht korrelativ, sondern kausal. Wie man allein durch das Halten einer Schacht-Ordnung einen Gegner ausspielt und ein Tor mehr als der Gegner erzielt, da muss sich der Kombüsenmeister Heynckes zwar noch schnell etwas einfallen lassen. Das Grundrezept aber steht.

Stimmen, die behaupten, dass sich in dieser Ordnung beim Frühstück vor allem eins spiegele, nämlich Jupp Heynckes‘ Piefigkeit, die er — obwohl nun schon seit 30 Jahren immer mal wieder weg vom Niederrhein, wo man gerne nach alter Sitte mit dem Bollerwagen von Kirchturm zu Kirchturm reist — immer noch nicht abschütteln konnte, liegen falsch:

Nur wer sein Frühstücksbrettchen selbst wegräumt, kann Deutscher Meister werden.

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Das beste Mittel gegen Verdauungsprobleme

Probleme mit der Ernährung? Unregelmäßigen Stuhlgang? Luft im Hirn? Grämen Sie sich nicht, endlich haben Wissenschaftler die Lösung gefunden:

Einfach aufsteigen.

Die zweite Liga hinter sich lassen. Den Biorhythmus in Einklang mit den natürlichen Schwingungen einer Stadiontribüne bringen. Nur noch erstklassig spielen, trainieren und auch nur noch zu erstklassigen Zeitpunkten Nahrung zu sich nehmen.

Herausgefunden hat diese so einfache Lösung für größere Verdauungsprobleme Prof. Dr. Dr. Markus Babbel mit seinem Team, wie er dem Tagesspiegel mitteilt:

Nicht mehr diese komischen Anstoßzeiten wie in der Zweiten Liga. Teilweise haben wir freitags gespielt und dann zehn Tage Pause gehabt bis zum nächsten Montagsspiel. Oder samstags um ein Uhr gespielt oder sonntags um halb zwei. Daran muss man sich erst mal gewöhnen: aufzustehen, spazieren zu gehen und dann direkt eine Art Brunch zu haben, mit Nudeln um zehn Uhr morgens. Wir haben uns dann erst mal bei Ernährungswissenschaftlern erkundigt und bei Trainerkollegen. Aber jetzt heißt es endlich wieder samstags, 15.30 Uhr. Das ist halt Bundesliga, im Stadion, im Radio, da muss die Hertha vertreten sein.

Leider hatte Prof. Dr. Dr. Markus Babbel aufgrund seiner umfangreichen ernährungswissenschaftlichen Studien keine Zeit, mitzubekommen, dass man in der 1. Liga mittlerweile zu fünf verschiedenen Anstoßzeiten Fußball spielt, von denen vier nicht samstags um 15.30h liegen.

Für so etwas Profanes wie ein Spielsystem hatte er dann natürlich erst Recht keine Zeit. Wäre woanders das Grundlegende einer Trainerarbeit, nicht aber in Berlin.

Wie lautet denn Ihre Idee vom Spiel?

Das ist nicht immer so einfach.

Woraufhin er eine solche Idee vom Spiel nicht nennen kann. Dass das zur Zeit noch genauso an vielen anderen Orten des Profifußballs stattfinden könnte, sollte man noch einmal genießen. In x Jahren gibt es so etwas nicht mehr.

Und somit wäre dieses Heute dann das Früher, zu dessen Zeiten alles besser war. Abgesehen von den Nudeln um 10h.

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Lass jucken, Zwanni

Zwanziger, der nach SID-Informationen am Montag sogar kurzzeitig über einen Rücktritt aus dem FIFA-Exekutivkomitee nachdachte (…) Die Kritik von Hoeneß und Rummenigge ging dem DFB-Präsidenten am Montag sehr nahe. Nach einer kurzen Zeit des Nachdenkens schloss Zwanziger einen Rücktritt aber vorerst aus.

Wer ständig droht, bald Schluss zu machen, wird schon ab dem zweiten Mal immer weniger ernst genommen, wenn er keine Taten folgen lässt. Dies hier ist sicher bereits das vierte oder fünfte — öffentliche, wer weiß, wie es hinter verschlossenen Türen aussieht — Mal. Recht schnell wird aus der eigentlich als Drohung gedachten Äußerung etwas, dessen Eintreten sich alle Beteiligten mit Ausnahme des Drohenden wünschen.

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Prophet im eigenen Land sein

Klaus Toppmöller präsentiert sich als solcher, wertloser Prophet im Interview mit der FAZ, zufällig in einem gewissen März 2002, damals noch mit allen Bayer Leverkusener Trümpfen in der Hand nach vorne blickend.

Die Kinder gehen mit dem, der Meisterschaften gewinnt. Irgendwann fährt man nach München und hat dort den Block voller Leverkusen-Fans, die aus München kommen.

Zuletzt war er Trainer in Georgien, welches bekanntlich nicht sein Land ist. Hat aber auch nichts genutzt, Privatier schon seit 2008.

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Old Trafford, Manchester, England

Manchmal wächst man auf, neben einem Stadion. Manchmal nicht, liest aber von anderen, zum Beispiel Morrissey, der hier von Queen’s Square und Old Trafford in seiner Heimatstadt spricht.



Nicht erst am Ende des Filmchens, da aber besonders ist zu sehen: Es sieht im Manchester jener Zeit noch schlimmer aus als es das in Radebeul oder Zwickau je der Fall war. Es ist beinahe gruselig, wie groß die Kluft zwischen den Annahmen über England und der schließlichen Realität ist. Erstaunlich, dass in diesem Manchester der FC Bayern des Landes vegetiert.

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Quark, Quark, Quark und Eifersüchteleien

Seine Chance, auch noch Europameister zu werden — welcher deutsche Nationalspieler ist schon Welt- und Europameister, doch nur die so [Link leider tot.] großen — verbaute er sich nicht durch mangelnde Leistung oder Form, sondern durch seine Äußerungen. Nach diesem Interview mit dem Spiegel war Schluss in der Nationalmannschaft, was wahrscheinlich niemand so richtig bedauert hat. Thomas Berthold himself nicht, Berti Vogts nicht, und die deutsche Fußball-Öffentlichkeit auch nicht.

Begrüßt wird an dieser Stelle hingegen außerordentlich, dass Thomas Berthold uns als historisch Interessierte nicht ahnungslos sterben lässt. Vielmehr gibt er preis, was zumindest aus seiner Sicht mitverantwortlich fürs „Scheitern“ (viele, insbesondere britische Fußballauswahlmannschaften wären froh, wenn sie auch nur annähernd so weit kämen bei Turnieren) der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 1994 in den USA war.

Stefan Effenberg und Bodo Illgner nämlich. Deren Eskapaden und Sonderwünsche, allerdings nicht explizit der Stinkefinger von Effe. Schuld war nach Bertholds Ansicht aber auch Berti Vogts, der sich bezüglich der Sonderwünsche der beiden Erstgenanten auf der, sehr kleinen, Nase herumtanzen ließ.

Klingt alles ganz gefällig und sachlich überzeugend, zumal Berthold während seiner Karriere weder durch Eierlosigkeit noch durch ausgemachte Bräsigkeit aufgefallen ist (Aktive und Liebhaber von Fortuna Düsseldorf werden diese Ansicht nicht teilen, aber das ist eine andere Geschichte), doch ist es ja noch bei jedem Menschen so, dass immer irgendjemand Schuld ist — nur nicht der gute Bekannte aus dem Alibert im Bad.

Am 18.12.1994 also bestritt Berthold sein letztes Spiel für die Nationalmannschaft, Gegner Albanien, Gegentor: Rrakli. Nur einen Tag später, am 19.12.1994, erschien dieses Interview. Und Aus war’s für einen verdienten Weltmeister, der (Jahrgang 1964!) noch voll im Saft stand. Wie man sich beim DFB eben seit jeher mit manchmal maulenden, manchmal meuternden Spielern schwer tut. 62 Länderspiele, 1 Tor, gegen die CSSR beim 5:1 im Jahr 1985, ein Mal Vize-Weltmeister, ein Mal Weltmeister. Kein Mal Europameister, was er 1996 sportlich noch hätte schaffen können. Auch kein Vize-Europameister, denn 1992 saß er gerade beim FC Bayern München auf der Tribüne herum und ruhte sich vom Golfen aus.

Eigentlicher Grund für diesen Beitrag war aber, so ist das beim Wilfing, die Frage, wer Rudi Völler den Spitznamen Tante Käthe verpasst hat. Das muss man klären, bevor die Erinnerung der Beteiligten verblasst. Zum Beispiel „Dixie“ Dörner kann sich ja bereits nicht mehr erinnern, wie er zu seinem Spitznamen kam. „Tante Käthe“ also, dessen Urheber war der Titelheld dieser Geschichte, als Rudi Völler mit nassen Haaren, nur mit einem Handtuch bekleidet, aus der Dusche stieg und es Thomas Berthold entfuhr: „Du siehst aus wie meine Tante Käthe.“

Falls jetzt noch jemand wüsste, ob Berthold tatsächlich eine solche Tante Käthe hatte, dann wäre ein weiteres Geheimnis gelüftet. Falls nicht, müssen wir mit den netten Zeilen aus dem Dezember 1994 vorlieb nehmen. Da äußert sich Thomas Berthold ganz allgemein zur Atmosphäre bei der WM 1994:

Bei der Weltmeisterschaft in Amerika hat auch jeder sein Süppchen gekocht. Geschmeckt hat es keinem.

Und spezieller zum Thema Effenberg samt dessen Stinkefinger:

Da war mehr passiert. Als Spieler mußt du wissen, wann Schluß ist, sonst geht der Respekt verloren. Effe konnte nie etwas eingestehen und sagen: „Okay, das war mein Fehler.“

Hätte man von „einem“ Stefan Effenberg auch nicht anders erwartet, aber es ist immer wieder schön, wenn damals Nahestehende diesen Eindruck auch bestätigen. Denn die eigenen Vorurteile über Bord werfen zu müssen ist stets sehr anstrengend und verbreitet den Hauch von einer Niederlage, mindestens schlechter Menschenkenntnis.

Zu guter Letzt noch ein Berthold-Zitat zu Bianca-Bodo Illgner und dem tatenlosen Berti Vogts:

[Illgner] hat es nie geschafft, sich auf das Wichtige zu konzentrieren. Ob die Ehefrau nach Malente kommen darf, kann bei der Vorbereitung auf eine WM nicht wichtig sein. Und da hat auch Berti Vogts Fehler gemacht. Er hätte sagen müssen: „Wenn das wichtig für dich ist, bitte schön, aber hier ist die Tür.“ Da hätte er ein Zeichen setzen müssen. Wir hatten genug gute Torhüter. Wir haben uns an Nebensächlichkeiten zerrieben. Darf die eine Frau das? Darf die andere jenes? Dürfen die Kinder zum Essen kommen? Quark, Quark, Quark, alles nur Eifersüchteleien.

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Positiv ganz aufgelöst

Es ist wirklich eine irrelevante Randnotiz. Irrelevant im Sinne des sportlichen Erfolgs/Misserfolgs der Nationalmannschaft. Dennoch hat mich dieses Zitat ein wenig schaudern lassen. Der Trainer Manager des 1. FFC Frankfurt, Siegfried Dietrich, äußert sich bei der FR über seine Schützlingine, die er „berät“ und vermarktet, weil sie gerade vom HSV nach Frankfurt gewechselt ist.

Ich habe mit der Familie Kulig in der Nacht zu Sonntag mehrere Stunden verbracht, die ganze Familie ist im positiven Sinne auf die Tochter ausgerichtet — die waren völlig aufgelöst.

Schaudern natürlich nicht, weil Deutschland ausgeschieden ist. Auch nicht, weil irgendein vermeintlicher Visionär Kim Kulig berät, sondern weil die ganze Familie im „positiven Sinne“ auf die Tochter ausgerichtet ist. Man möchte da weder in der Haut der fünf Geschwister (zwei Brüder, drei Schwestern) noch in Situationen des Misserfolgs in jener der Tochter stecken. Man möchte sich auch gar nicht weiter gruseln, wie der Trainer Manager in Personalunion mit dem Berater sowie mit dem Vermarkter bei der Familie, die ganz positiv auf die Tochter ausgerichtet ist, im Wohnzimmer sitzt.

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Hausaufgaben über die Sommerferien

Heute, liebe Kinder, gibt es eine besondere Hausaufgabe für euch, für die ihr allerdings auch die ganzen Sommerferien lang Zeit habt. Bitte schreibt eine Geschichte mit dem folgenden Beginn:

Maikel Aerts (35), der eben noch entspannt auf einem Stuhl im Garten des von Karl-Heinz Riedle und seiner Schwester Brigitte geführten Evviva-Hotels in Oberstaufen saß, beugt sich vor und sagt: „Wir sind Meister geworden. Mehr geht nicht.“

Denkbar sind natürlich alle möglichen Variationen von Agenten-Geschichten über obskuren Okkultismus in dieser Hotelkette mit dem esoterischen Namen bis zu der Entdeckung, dass Schwester Brigitte seit Jahren ein dunkles Geheimnis vor ihrem Bruder Karl-Heinz verbirgt. Irgendwelche Gründe muss es ja dafür geben, dass Aerts, eben noch entspannt, sich plötzlich nach vorne beugt und diese zwei ominösen, abgehackten Sätze in die Kamera spricht. Welche das sind, ist allerdings eurer Phantasie überlassen. Wir sehen uns dann nach den Sommerferien, und die beste Geschichte wird mit einem Sternchen prämiert. Ein mysteriöses Sternchen mit sechs Zacken, von denen einer auf magische Weise immer in Richtung Oberstaufen zeigt … !

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Mal wieder Murmeltiertag

Es hat nicht lange gedauert, bis klar war, welchen Akzent diese Frauenfußball-Weltmeisterschaft setzen würde. Die Torhüterinnen prägen das Championat mit ihren hilflosen, ziemlich dürftigen Fangübungen. Nahezu jede Torfrau hat sich einen Faux-pas geleistet (…).

Die taz, allerdings im Jahr zweitausendundsieben.

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„Lauf selber, du Arschloch!“

Dieser Beitrag hier kommt natürlich auf Jahre hinaus zu spät, doch wäre es ein unentschuldbares Vergehen, ihn zurückzuhalten. Schließlich hat die Öffentlichkeit ein Recht darauf, zu erfahren, was sich wirklich abspielte bei wichtigen und brisanten Szenen der Nationalmannschaft. Noch heute warten wir darauf, dass das Schweigen rund um die Revoltenbestrebungen bei der EM 2000 endlich bröckelt, auch wenn es der Andeutungen genug gibt. Andeutungen, aber keine klaren Worte, keine klare Ansage.

Genau eine solche hatte Michael Ballack dem Prinzen vor gar nicht allzu langer Zeit wohl gemacht, woraufhin dieser explodierte, allerdings nicht im Strafraum, wie es seine Aufgabe wäre, sondern in der Nähe des Mittelkreises. Zunächst also Ballacks klare Ansage, vielleicht mit einigen wenigen Worten zu viel für deren Empfänger gewürzt:

Konzentrier dich endlich mal, beweg dich, denk an die Laufwege, reiß dich zusammen, spiel nicht so schlecht!

Von wegen, Ballack sei kein Führungstier gewesen. Klare Anweisungen, fast im vorweggenommenen Rhythmus späterer Löw’scher Lobpreisungen diverser Pflegeprodukte. Fünf klare Anweisungen — und genau fünf Informationen kann sich ein menschliches Gehirn durchschnittlich in kurzer Zeit merken. Ausreißer nach unten gibt es aber ebenso, anderenfalls wäre es ja kein Durchschnittswert.

Wie man sieht reißt es beim Prinzen dann auch schon nach der dritten dieser Anweisungen ab, das bescheidene Reservoir an Slots ist gefüllt und jede der nachgeschobenen Informationen verdeutlicht dem Empfänger nur noch stärker, dass er an seine Grenzen gestoßen ist und sie nicht mehr aufnehmen kann. Das Resultat solcher Überforderung ist, das kennt man selbst, Frustration. Und die bahnt sich zwangsläufig ihren Weg. So sammelte der eigentlich klar Angewiesene ein paar Wörter, die ihm besonders nah liegen und antwortete auf die letzte von jenen fünf Anweisungen, an die er sich noch erinnern konnte:

Halt’s Maul! Lauf selber, du Arschloch!

Unter Fußballern eine normale Ansprache, nur die folgende Ohrfeige gehört nicht in allen Teams zum guten Ton. Auf Bergheimer Bolzplätzen ging es wohl etwas rauer zu als rund um die Altpapiercontainer in Görlitz.

Jedenfalls wäre zumindest diese historische Szene der deutschen Fußballgeschichte nun auch im exakten Wortlaut geklärt. Bekanntlich werden weder überhaupt Anweisungen des Capitanos an irgendjemanden noch besonders viele Gelegenheiten für den Prinzen hinzukommen, jemanden zu ohrfeigen.

Spät entdeckt beim Blick.

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Anti-Inzucht-Holger

Brave Ansichten.

Kurz bevor er selbst in die Provinz entfleucht, versucht Holger Stanislawski noch einmal, mit Trivialem auf sich aufmerksam zu machen.

„Auf dem Platz muss ich jemand sein, den ich nicht gerne als Schwiegersohn hätte.“

Der kicker nennt die Aussagen „unmissverständlich“ und wir von der Redaktion sagen ebenfalls: „Gut so.“ Und auch: genau, wie es der Gesetzgeber vorsieht. Wer möchte schon die eigene Tochter heiraten? Ganz davon abgesehen, dass man das ohnehin nicht dürfte …

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Ohnegleichen

Hätte Manuel Neuer doch mal etwas früher mit Ottmar Hitzfeld gesprochen. Achnee. Falsche Farbe.

Klar, das war ein emotionaler Höhepunkt für mich. Für die Fans im Ruhrgebiet ist Fußball Religion, vor der schwarz-gelben Südtribüne hatte ich eine Gänsehaut. Unser Meisterkorso führte stundenlang durch die Stadt, die Identifikation der Leute ist riesig – bis ins hohe Alter, quer durch alle sozialen Schichten, das kann man mit München nicht vergleichen.

Sagt dennoch einer, der es wissen muss. Im Übrigen ist das Interview auch ansonsten lesenswert, was ja wiederum erstaunlich ist, wenn Ottmar Hitzfeld spricht.

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