Zum Inhalt springen

Kategorie: Billige Lacher

So billig, dass sie kostenlos sind

Neue Beweise: Jupp Heynckes „kann“ wirklich „gut“ mit „jungen Leuten“

Ich hatte ja zugegebenermaßen meine Zweifel, ob Jupp Heynckes — welcher bekanntlich ein Roboter älterer Baureihe ist — wirklich „so gut mit jungen Leuten kann“, wie er angeblich zuletzt feststellte, als er für ein paar Wochen mit Busfahrer Ribéry und Druckausgleicher Luca Toni in einer Mannschaft eingeschlossen war.

Es ist doch allgemein bekannt und nicht vergessen, mit welchen Worten Jupp Heynckes bei Schalke vom Management verabschiedet wurde. In diesem konkreten Fall ist Rudi für slightly glaubwürdiger zu halten als Jupp selbst. Man ist ja blind für die eigenen Schwächen.

Nun aber die sensationelle Wende in diesem Fall. Die FOTO-Zeitung würde schreiben:

„Jetzt“ ist ein „geheimes“ Video aufgetaucht,

welches Rudi widerlegt und dem allzeit koscheren Jupp Recht gibt. Er kann wirklich gut mit jungen Leuten, zumindest wenn sie in bundesdeutsche Flaggen eingehüllt sind:

Die Frage, was genau er gut mit jungen Leuten kann, ist damit zwar noch nicht beantwortet, ich bin mir aber sicher, dass der traditionsbewusste und medienberaterlose andere volkstümliche Rudi spätestens in 8 bis 10 Monaten dem wiederum erstgenannten Rudi aus voller Inbrunst zustimmen wird. Dann hätte der Jupp auch wieder mehr Zeit für Fotos mit jungen Leuten in bundesdeutschen Flaggen.

1 Kommentar

Luca Wildbach-Toni: Druckausgleich

Das muss jetzt noch schnell raus, bevor sich niemand mehr an den Luca-Toni erinnert, oder vielleicht gerade noch so wie an den Ruggiero Rizzitelli. Der Wildbach-Toni erklärt genau, was es alles auf sich hat mit den Riten und Gewohnheiten da unten im größten alpenländischen Fußballverein. Ganz einverstanden ist der Wildbach-Toni nicht und wir kommen nicht umhin, festzustellen, dass er hie und da nicht komplett falsch liegt.

4 Kommentare

Jürgen Klinsmann weg!

Die Nachricht kommt nicht wirklich überraschend. Es war klar, dass etwas passieren musste. Wer sich an seine Anfänge erinnert, wird wissen, mit wie viel Skepsis er empfangen wurde. Danach folgten die uns allen bekannten Leistungen, auf die keine andere Reaktion folgen konnte als diese. Möge es den Skeptikern ein Mahnmal sein, dass man nicht vor dem Abend alle Tage loben oder abrechnen sollte. Was bleibt, ist dieses nicht gänzlich unverrückbare Zeichen der Wertschätzung für ihn auch außerhalb seiner konkreten Wirkungsorte.

Huch, da hab ich doch glatt die Bindestriche vergessen: So ist es richtig.

3 Kommentare

Video: Geheimes Falltraining von Jarolim!

Die Gerüchte waberten schon lange durch die Bundesliga, aber beweisen konnte es keiner. Damit ist jetzt Schluss! Heute sind endlich Dokumente aufgetaucht, die zeigen, wie David Jarolim, Kapitän des HSV, intensiv trainiert, zu fallen. Das Amateurvideo lässt trotz seiner schlechten Qualität keinen Zweifel daran, dass es sich wirklich um David Jarolim handelt. Bei seinem Falltraining wird er angeleitet und begleitet von Fall-Profis aus Bayern, die sich als Hamburger getarnt haben sowie — für viele bricht jetzt eine Welt zusammen — von niemand Älterem als Claus Reitmaier. Das Video zeigt in allen Einzelheiten, wie Jarolim immer neue Wege des Fallens probt und dabei die auf das ungeschulte Auge natürlich wirkende Fallbewegung in Fleisch und Blut übergehen lässt, so dass er keine Probleme hat, auch im rauen Bundesliga-Alltag diesen — die einen nennen es Schlitzohrigkeit, die anderen nennen es Betrug — Trick jederzeit in sein Spiel einfließen zu lassen und so Freistoß um Elfmeter um Freistoß zugesprochen zu bekommen.

Ganz Fußball-Deutschland ist gespannt, wie DFL und DFB auf dieses Schocker-Video reagieren werden. Schnell? Langsam? Gar nicht? Mit harter Strafe oder väterlichem Hinterkopftätscheln? Wird Claus Reitmaier bei einer Sperre ebenfalls gesperrt und so um seinen Lebenstraum gebracht, mit 53 Jahren noch mal im Tor der Borussia aus Mönchengladbach zu stehen? Äußerst verdächtig auch, dass Claus Reitmaier im Interview über David Jarolim sagt, dieser habe sich „sehr gut verkauft“. Wer hat da wo seine Finger im Spiel? Die Antwort und alle weiteren Einzelheiten bald auf diesem Kanal.

9 Kommentare

An einem Dienstag im April

Potzblitz. Kaum zu glauben, aber:

[photopress:DSC00100.JPG,full,centered]

Es gibt sie wirklich. Ich sah sie, an einer Tankstelle im westlichen Nordrhein-Westfalen, gerade eben, an einem Dienstag, an dem der VfL Wolfsburg kein Spiel hatte: VfL-Wolfsburg-Fans. Ein Wagen mit Braunschweiger Kennzeichen, das bedeutet, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie sogar schon mal im Stadion waren und ein Spiel ihres Clubs gesehen haben. Echte Fans also.

Vielleicht muss ich das mit der Jungfrau Maria und so auch noch mal überdenken. Ein Zeichen?

16 Kommentare

Podolski wechselt zum KSC

Endlich ist das Wechseltheater um Prinz Pussy vorbei, er hat sich entschieden: Er geht zum Karlsruher SC. Der Vertrag wird allerdings nur dann wirksam, wenn der KSC in die 2. Liga absteigt. „Isch weiß noch, wie et war in der zwoten Liga, da hab isch viel öfter jetroffen. Deshalb jeh ich jetzt wieder in die zwote Liga. Jogi hat mir versprochen, dass er misch trotzdem noch berücksischtigen wird.“

Da es sozusagen schon beschlossene Sache ist, dass der KSC absteigt, hat man dort auch schon mit allerlei Marketingaktionen rund um die Rückkehr das Kommen des Prinzen in die Wege geleitet. Eine total einzigartige Idee begeistert Marketing-Experten wie einfache Fußballfans: Man kann sich jetzt ein Pixel von Poldi kaufen und damit den Verein („Alles für den Club“) unterstützen.

Allerdings ist Poldi nicht sonderlich gut getroffen auf dem Bild, auf dem die Pixel feilgeboten werden. Man erkennt ihn ja kaum in seinem ungewohnten blauen Trikot.

[photopress:podolski_wechselt_zum_ksc.jpg,full,centered]

Michael Schumacher hat sich angeblich schon erkundigt, wie viele Pixel er denn mieten könne, ebenso Heiner Brand.

Wenn das mal keine Bauernfängerei ist …

1 Kommentar

Holzauge, sei wachsam

Ein Torhüter muss immer den Ball im Auge haben, egal, wie es steht, egal, wie ernst oder unernst die Lage ist, das wird ein jeder verstehen. Sollte etwas Unvorhergesehenes passieren, muss ein Torhüter schließlich sofort adäquat reagieren können. Ansonsten ist er der Dumme. Ein Torhüter muss also immer den Ball im Auge haben, egal, wie es steht. Und auch ganz egal, wo er sitzt.

3 Kommentare

Kurz verdrechselt

Erpressungsversuch gescheitert. Nachdem kompromittierende Handy-Fotos von seinen Zeichnungen an der Takttiktafel in die Fänge zwielichtiger Menschen fielen, versuchten diese, Jürgen Klinsmann zu erpressen: Sie drohten, öffentlich zu machen, was er da so an die Tafel geschrieben hatte. Glücklicherweise schwieg die Presse über diesen Vorfall so lange, bis die Übeltäter endlich gefasst waren. Der kleine Philipp, der schließlich am Übergabeort des Lösegelds gestellt wurde, redete sich damit heraus, dass ihm sein neuer Werbepartner, ein gewisser Herr Springer, dazu geraten hatte, mehr von diesen geheimen Leserfotos zu machen, dann gäbe es 500 Euro extra. Klinsmann selbst sagte, er hätte zu keiner Zeit schlecht schlafen können: „Auf den Fotos war ja nur das, was wir in einer weit entfernten Zukunft umsetzen möchten. Mit der Gegenwart hat das natürlich nichts zu tun.“

Klopp und Zorc ziehen die Reißleine. Nachdem bei Berechnungen einer eigens angeheuerten Beraterfirma herauskam, dass Borussia Dortmund in dieser Saison bislang die wenigsten Spiele verloren, die meisten Remis und die wenigsten attraktiv gespielt hatte, erkannte Jürgen Klopp sofort und als einziger im Raum diesen unauflöslichen Widerspruch und zog die Reißleine. Der ebenfalls zum Zieh-Zeitpunkt auf der Falltür befindliche Michael Zorc hatte gerade noch verdutzt und ungläubig auf die vielen Zahlen der von der Beraterfirma hereingereichten Tabelle geschaut. Just wollte er zur Frage ansetzen, was denn dieses Pluszeichen vor der Tordifferenz bedeute, so etwas kenne er aus seinen Büchern nicht, da ward er auch schon mit in den Schlund gerissen. Klopps Zukunft ist unbekannt, allerdings werden ihm Kontakte zur Abenteuerurlaub-Branche nachgesagt.

Jürgen Klinsmann kein Schuljunge. Jürgen Klinsmann will auf keinen Fall die Trainer-Schulbank drücken. „So lange ich hier Trainer eines Bundesligisten bin, kann ich nicht gleichzeitig eine Trainer-Ausbildung machen, das wird jeder verstehen.“ Matthias Sammer als DFB-Verantwortlicher für die Trainerlizensierung hatte diese Ausbildung vom Novizen gefordert. „Es kann nicht immer eine Lex Matthäus geben, irgendwann ist auch mal Schluss damit.“ Jens Lehmann murmelte auf der selben Pressekonferenz etwas von einem „Hubschrauber“, mit dem sowas trotz Terminproblemen mögliche werde, wurde aber aufgrund der schon angeworfenen Rotorblätter des direkt neben der Tür wartenden Helikopters von niemandem mehr verstanden.

Theo Zwanzigers Wahl doch gültig. Obwohl es viele zweifelnde Stimmen gab, ist Theo Zwanzigers Wahl zum Präsidenten des Deutschen Fußballbundes tatsächlich gültig und er in Wahrheit kein Erfüllungsgehilfe der DFL dabei, möglichst viel Kohle aus dem Premiumprodukt Bundesliga und symbiotisch verwachsenem Pay-TV zu pressen. Zwar sei er bei den Verhandlungen über den neuen Sonntagstermin zu spät gekommen, allerdings hatte ihn der Verantwortliche auch nicht informiert. Deshalb bliebe die Gültigkeit seiner Wahl unberührt. Da niemand weiß, wer denn jetzt eigentlich verantwortlich ist, ist Oliver Bierhoff als Bauernopfer im Gespräch, der seinerseits darauf verwies, alle privaten Werbeverträge regel- und vor allem fristgerecht angemeldet zu haben.

Werder Bremen hat nun doch kein Disziplinproblem. Die Gerüchte seien kürzend verfälscht worden: „Es ist nicht alles wahr, was in den Zeitungen stimmt.“ Weder sei Ze Roberto, der Zweite, unabgesprochen nicht aus dem Urlaub zurückgekehrt („Teil unseres neuen Konzepts“), noch hätte Miroslav Klose in einer ultrageheimen [********] (geheim) spontan die Taktik des Teams geändert. Meldungen darüber, dass es Jefferson Farfans Oma wieder besser gehe, seien hingegen zutreffend, wenn auch nicht Teil des Konzepts.

Peter Neururer Trainer auf Schalke. Nachdem der Ruf aus Schalke ertönt war, dass man den Heiland wieder benötige, machte Peter Neururer beim MSV Duisburg kurzen SMS-Prozess: „Ich bin dann mal weg.“ simste er dem kurz zuvor noch euphorisiert ob der Vertragsverlängerung mit Neururer ins Mikrofon säuselnden Walter Hellmich: „Der MSV gehört in die Champions League. Und ich auch.“ Im Exklusiv-Telefon-Interview auf 90elf, in dem Neururer aus der Kabine heraus noch schnell seine Expertentipps abgab, erinnerte er daran, dass er schließlich der erste war, der so blöd war, sich eine mühsam eingetippte Datenbank von seinem Sohn löschen zu lassen. Hinweise auf eine eventuell existente Berufsethik und Solidarität unter Kollegen schnaufte Peter der Große nuschelig in seinen Schnäuzer weg: „Lächerlich. Es ist niemand positiv auf Solidarität getestet worden, deshalb sollte man das Ganze schnell abhaken.“ Außerdem sei er damals falsch zitiert worden.

Markus Babbel grinst nach Pokal-Aus. „Wir haben viel gelernt. Wir machen jeden Fehler beim nächsten Mal ein bisschen besser“, versprach er den Journalisten. Die aber wollten das gar nicht hören, sondern warteten auf die endgültige Zusage Franck Ribérys, auch im nächsten Jahr noch unter Babbel zu trainieren. „Isch blaibe — vorerst“, sprach Ribéry in astreinstem Deutsch, wobei er das „vorerst“ nicht aussprach, sondern mittels Gebärdensprache in den Raum schraubte. Horst Heldts Nachfolger Rudi Völler erklärte Ribéry daraufhin strahlend zum „unverkäuflichen Drecksack“, während sich im selben Moment ein Hubschrauber mit madrilenischem Kennzeichen in die Lüfte erhob. Als sich die Staubwolken verzogen, tauchten die Schemen eines vom Hubschrauber Zurückgelassenen auf, der flugs versprach: „Zur WM 2010 bin ich wieder fit.“

3 Kommentare

Praktizierter Unterschichtenfußball

Steffen Simon brachte es erst vor Kurzem auf den Punkt:

Prinzipiell würde ich Fußball und die DTM nie in einen Topf schmeißen. Fußball ist praktizierter Unterschichtenfußball. Damit erreichen wir Zuschauer, die ansonsten mit unserem Programm nie in Kontakt kommen. Fußball ist eine sehr archaische, sehr alte und sehr traditionsreiche Sportart, bei der es nur Kritiker oder Befürworter gibt.

Falls jemand Zweifel hat, dass Fußball praktizierter Unterschichtenfußball ist, möge er Jerome Boateng bei der Arbeit zuschauen.

Wahrlich ein Feiertag — für den glücklichen Fotografen.

13 Kommentare

Klinsmann: Jetzt zeigt er sein wahres Gesicht

Und wie immer hat die Redaktion keine Kosten und Mühen gescheut, um als erste ein Foto von Klinsmanns wahrem Gesicht zeigen zu können. Bei einem Training wurde Klinsmann erwischt, wie er ohne seine Grinsemaske die Spieler ordentlich schnaufen ließ und anschließend auf die Taktik fürs nächste Spiel einschwor. Allzu überraschend ist es nicht, wie Klinsmann unter der Maske aussieht: nicht gänzlich unbekannt.

6 Kommentare

Spieler soll gehen

„Spieler xy soll gehen“ lesen wir allerorten. Man fragt sich unweigerlich, ob das in einem Fußballspiel eine adäquate Verhaltensweise sein kann. Zwischen den beiden Halbzeiten vielleicht, aber ansonsten wäre es ratsam, wenn Mannschaften, die nicht gerade mit Erfolg gesegnet sind, ihren Spielern nicht empföhlen, zu gehen, sondern endlich mal zu rennen.

2 Kommentare