Zum Inhalt springen

Kategorie: Klug geschissen ist noch lange nicht die halbe Miete

Wenn Trainer Baade eins kann, dann isses klugscheißen

Weit-gefehlt

Da die Zahl der billigen Alliterationen und Wortspiele mit Namen beim werten Herrn Kicker in letzter Zeit dramatisch abgenommen hat, war ich schon fast geneigt, zu denken, man hätte in Nürnberg endlich eingesehen, dass es bei Beschäftigung von Laien als Autoren sinnvoll wäre, vor Veröffentlichung von Artikeln einen Lektor ans Werk zu lassen. Weit gefehlt.

[photopress:sieben_mal.jpg,full,centered]

1 Kommentar

Fußballpoesie

Was ich besonders mag, ist amateurhaft gereimte Hobbypoesie zum Thema Fußball. Leute, lasst Eure komischen Gedichte zu Hause. Schreibt sie zur Not in ein Weblog, aber verschont mich mit dieser prosaischen Poesie.

1 Kommentar

Etwas anders, eigentlich

Mittlerweile gibt es dermaßen viele Seiten, die die „etwas andere“ Sicht auf den Fußball anbieten, dass wir uns fragen: Wie ist eigentlich die nicht andere Sicht auf den Fußball?

Oder dürfen wir uns hier an McDonald’s (das „etwas andere“ Restaurant) erinnern und müssen feststellen, dass diese „etwas anderen“ Sichtweisen genauso wenig Sichtweisen sind wie McDonald’s ein Restaurant ist?

Einen Kommentar hinterlassen

Kleiner Reminder für Außenstehende

Allen Laien, die ihre Infos nur aus der FOTO-Zeitung („Heute ein 17:0?“) beziehen und anschließend ins Frankenstadion gehen, um zur Pause bei einer 1:0-Führung zu pfeifen, sei noch mal das Ergebnis des Weltmeisters ans Herz gelegt: 2:1 auf Färöer, mit einem Gegentor in der 77. Minute, in welcher unterklassige Spieler normalerweise schon aus dem letzten Loch pfeifen.

4 Kommentare

Dyskalkulie ist therapierbar

Warum baut man eigentlich erst ein Stadion für 66.000 Zuschauer, um es dann wenige Monate später auf 69.000 aufzustocken? ADS? Dyskalkulie?

2 Kommentare

Zwiebelfischchen, Weißröckchen

Hans Meyer ist der erste Trainer, der den DFB-Pokal und den Pokal der ehemaligen DDR gewann.

Wird da im Osten immer noch so ein Pokal augespielt? Wie sollte er sonst den Pokal in der ehemaligen DDR gewinnen? Oder nannten die Leute, wohlwissend, dass alle Dinge endlich sind, ihr eigenes Land damals schon scherzhaft die „ehemalige DDR“?

6 Kommentare

Raphael Schäfer, der Partyhengst

„Jetzt werde ich erstmal mit meinen Eltern und meiner Frau feiern.“

Wie wäre es noch mit Weihnachten und Ostern und vielleicht noch mit den eigenen Kindern, also, so eine richtig große Sause. Man wünschte fast, der eine oder andere Glubb-Spieler würde auch noch Fotos machen vom großen Festakt und man könnte später auf der Glubb-Webseite mit Kommentaren zum Familienglück gratulieren.

1 Kommentar

Kalaueralarm

Sagen eigentlich auch Verteidiger nach überstandener Verletzung bei Wiedereinstieg ins Training, dass sie „ab jetzt wieder angreifen“ wollen?

2 Kommentare

King’s class

Heute mal ein besonders schweres Rätsel für Euch. Wovon mag in der Überschrift die Rede sein? Eine offizielle UEFA-Veranstaltung, die einen völlig anderen Namen trägt, wird immer häufiger und immer lieber von Journalisten so genannt. Keine Ahnung, wie diese Leute darauf kommen, ein vollkommen an den Haaren herbeigezogenes (Pseudo-)Synonym zu verwenden, aber: Sie tun es.

3 Kommentare

Von Mediatoren und so

Sehr nett, dass der Kicker das Wort Konzept in Verbindung mit Fußballtrainern inzwischen auch in Anführungszeichen schreibt.

Trainer Christoph Daum (53) erklärte, seinen Vertrag zumindest kommende Saison zu erfüllen. Dank eines von der Klubführung vorgelegten „Konzepts“ …

Überhaupt scheint mir, findet der Kicker in den letzten Monaten zunehmend deutlichere Worte als das verblümte Gequasel (ja, ich meine Gequasel, nicht Gequassel, lautmalerisch sehr überzeugend, werdet Ihr schon wissen, was damit gemeint ist) der WM-Sonderheft-Editorials. Da sagen wir: Das entspricht auch den Veränderungen in der Zielgruppe und wurde so langsam Zeit.

1 Kommentar

Eine Perle der Natur

Hatten wir letztens noch darüber gesprochen, dass es keinen ordentlichen und vor allem — das Wichtigste daran überhaupt — sich selbst aktualisierenden Liveticker gibt, seit der Arena-Ticker den Dienst eingestellt hat, müssen wir heute feststellen: der Ticker der Uefa ist an Informationsfülle nicht zu überbieten. Es gibt Bilder vom Spiel, die schon während der Partie eingebunden werden, es gibt alle erdenklichen Statistiken über Torschüsse und vergebene Torschüsse, vorbeigezielte Torschüsse und Torschüsse, die abgeblockt wurden. Es gibt sogar die Möglichkeit, sich anzuschauen, von welcher Position auf dem Spielfeld diese Torschüsse erfolgten, man kann die taktische Aufstellung ansehen und gleichzeitig alle statistischen Daten zur diese Position ausfüllenden Person abrufen, man bekommt jede nötige Information, die Wetterdaten, ausführliche Schiedsrichterdarstellung und alles rund ums Stadion.

[photopress:uefa_ticker.jpg,full,centered]

Als besonderes Bonbon — keine ganz neue Idee, aber eine immer wieder nützliche — gibt es ein Jingle zu hören, wenn ein Tor fällt. Danke, so etwas habe ich gesucht. Schade, dass es etwas vergleichbar Umfangreiches und Praktisches nicht auch für die Bundesliga gibt.

Ein kleines Manko dieses Tickers ist die totale Neutralität der Textbeiträge zum Spielverlauf:

„Scholes delivers a corner.“

„Ciabatta commits a foul.“

„Gattuso has an effort on goal.“

Das ist alles sehr trocken. Angesichts dessen, dass Liveticker inzwischen meist von zunehmend euphorisierten, aber analphabetisierten Studentenjobs ausfüllenden Leuten, die noch nicht wissen, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen, nachdem sie ihr Studium abgebrochen haben werden, geschrieben werden, ist der Verlust an subjektiver Einschätzung der Spielsituation eher gering.

Zweites Manko: Es ist alles in Flash.

Weitere Mankos gibt es jedoch nicht zu beklagen, so dass ich mir einfach eine solche umfangreiche Fülle von jetzt ab auch für den Bundesliga.de-Ticker wünschen würde. Über die Qualität der Kommentatoren beim dortigen Ligaradio sollte man ohnehin den weitgehend bekannten Mantel hüllen. Bei UEFA-Spielen von nun aber nur noch den UEFA-Ticker, so viel ist sicher.

4 Kommentare

Geher jetzt auch beim Fußball

Neuerdings scheint es in Mode zu sein, die noch zu spielenden Minuten mit folgender Formulierung zu beschreiben:

„Noch 20 Minuten zu gehen.“

Da sträubt sich das Nackenhaar zurecht, denn die einzige Situation, bei der eine solche Formulierung angebracht wäre, wäre ein Wettbewerb im Gehen. Auch Herr Wieland benutzt diese Formulierung („Noch drei Spieltage zu gehen“), bei ihm nehme ich aber in dubio pro reo an, dass er nur deshalb die Anführungszeichen als Kennzeichen der Ironie nicht setzt, weil er davon ausgeht, dass seine Leser diese Ironie begreifen. Beim Kommentator des gestrigen Zweitligaspiels Jena — Duisburg bin ich mir da nicht so sicher, und auch an anderen Stellen sehen, hören und lesen wir diese falsche Formulierung.

Nein, liebe Leute, es sind keine Minuten mehr „zu gehen“. Es sind noch Minuten zu spielen.

17 Kommentare