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Kategorie: Klug geschissen ist noch lange nicht die halbe Miete

Wenn Trainer Baade eins kann, dann isses klugscheißen

Geteilter Ärger ist immer noch Ärger

Jeder hasste diese Schüler, die sich in der Klasse bei einer Frage meldeten, als dritter oder vierter drankamen und dann, Bezug nehmend auf ihre Vorredner, nur ein dünnes „Das wollte ich auch sagen.“ herausbrachten. Nichtsdestotrotz — ein Wort, das man nicht häufig genug benutzen kann — muss ich heute mal sagen: „Das wollte ich auch sagen.“

Und diesen Kommentar zu jenem Beitrag muss man ebenfalls sofort unterschreiben:

„Architekten sind nicht immer Fussballer.“

Schließlich ist die Arena auf Erdgas nicht das einzige ziemlich neue Stadion, bei dem diese Schattenspiele nerven, vor dem Internet-TV mehr als vor Ort, aber selbst dort noch. Warum sollte man auch erwarten, dass die Wetterbedingungen bei Durchführung des einzigen Zweckes, zu dem ein solches Stadion gebaut wird, nämlich in den allermeisten Fällen für die Durchführung von Fußballspielen am Nachmittag, auch Eingang in die Planungen dieser Halbe-Milliarde-Euro-Ufos fänden, wenn es schließlich erst 2007 ist.

Dass man mehr als einen Ball benutzen kann, um ein Fußballspiel durchzuführen, ist der Menschheit ja auch erst vor ein paar Jahren eingefallen. Gespannt warten wir also auf die nächste Evolutionsstufe beim Stadionbau, in welcher Sicht- und Lichtverhältnisse beim Bau berücksichtigt werden. Bis dahin gilt: Ihr ärgert Euch nicht allein.

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Jetzt neu interprätiert: Marvecl und seine mannschaft

Das ist schlimmer als der Praktikantenstadl. Ein extremes Beispiel zwar, aber wie folgt war der Spielbericht der Partie Leverkusen gegen Bochum für einige Zeit beim werten Herrn Kicker online:

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Und wer jetzt gehofft haben möge, dass das ein einfacher Tippfehler war, der wende den Blick von dem Monitor, auf den er jetzt gerade blickt, nach unten auf seine Tastatur und schaue, wie weit das e vom ä entfernt liegt.

Allerdings ist die reine Rechtschreibung noch nicht alles, was der Kicker zu bieten hat, es gibt auch noch tolle Zeichensetzung und Klein- und Großschreibung wie in Foren voller wild gewordener Tastatur-Legastheniker:

[photopress:leverkusen_bochum03.jpg,full,centered]

Zu guter Letzt tun sich die Kicker-Redakteure auch mit diesen vermaledeiten tschechischen und anderen slawischen Vornamen schwer.

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Allerdings gehört die Schweiz gar nicht zum slawischen Sprachraum. Komisch.

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Nächste WM doch in Deutschland

Schade.

Es ist nur die WM der Hobbymannschaften. Man wird vermutlich kein Sommermärchen erleben. Kein Wunder, mit Teilnehmern allein aus Deutschland fehlt auch die Berechtigung, das ganze „WM“ zu nennen.

Und mit Webseiten wie dieser fehlt auch die Berechtigung, überhaupt irgendetwas zu veranstalten.

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DSM-IV

Ronald Reng formuliert nach dem Ausscheiden Real Madrids in der Champions League und dem 3:3 gegen 10-Mann-Barcelona in der Berliner Zeitung:

„Nun ist Real Madrid nur noch eine Selbstquälgruppe der manischen Depressiven.“

Was am Auftreten Real Madrids manisch sein soll, weiß ich allerdings nicht. Depressiv, ja. Manisch, nein.

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Metze, Du *********

Auch andere Non-Profi-Schreiberlinge haben ähnliche Probleme wie ich. In diesem langatmigen Beitrag bei schwatzgelb.de braucht der Autor handgezählte (okay, okay, Textverarbeitungsprogamm-Wörterzählfunktions-gezählte) 1.585 Wörter, um eine Aussage darzulegen, die man auch locker in drei Worten hätte zusammenfassen können:

„Metze, Du *********!“

Das Problem dieses Artikels ist nicht, dass der Autor das beliebte „Ja, aber…“-Spiel spielt, indem er die ganze Zeit behauptet, dass es ja vollkommen okay wäre, dass Christoph Metzelder wechselt, sich dann aber seitenlang, monatelang über genau diese Tatsache aufregt. Das Problem ist, dass der Autor es in keiner Zeile schafft, konkret zu benennen, welche Form von „Pokerspiel“ denn Metzelder mit dem BVB betrieben hat und warum das — so überhaupt geschehen — verwerflich wäre. So bleibe ich auch nach 1.585 Wörtern ahnungslos und muss gleichzeitig zugeben, dass bei so wenig Deutlichkeit in der Aussage der Beitrag durchaus auch von mir hätte sein können.

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Derjenige, der sich beim Übersetzen einen abbricht

In einer der älteren deutschen Ausgaben von „Four-Four-Two“ finden wir ein schönes Beispiel dafür, warum man Übersetzungen nie von fachfremden Menschen durchführen lassen sollte. Sicher ist die Übersetzung der kurzen Nachricht über Verons Ablehnung durch die Fans seines eigenen argentinischen Klubs sprachlich korrekt. Noch hölzener als hier geschehen kann man den Ruf der Fans „Wer nicht hüpft, der ist ein Engländer“ aber wohl kaum übersetzen:

„Derjenige, der nicht springt, ist ein Engländer“

Schön ist hingegen die Übersetzung des Namens einer der Veron nicht wohlgesonnenen Fan-Gruppierungen, auch wenn ich nicht weiß, ob sie stimmt: „Die Betrunkenen von der Tribüne“. So viel Ehrlichkeit sucht man hierzulande zumindest bei Fanclub-Namensgebungen vergeblich.

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Nach Medizinmann Art

Kein Wunder, dass es mit dem 1. FC Kaiserslautern nix mehr wird. Wie der viel zitierte Herr kicker schreibt, ist auch keine schnelle Heilung in Sicht, denn:

„Doch nicht nur ein rätselhafter Virus verursacht Sorgen. Symptome, die schnelle Heilung versprechen, sind nicht im Sicht.“

Im Sicht sind sie nicht und im Schacht sind sie auch nicht, die heilsamen Symptome. Heilende Symptome sind ohnehin schwer zu finden auf diesem Planeten, muss man sich also ernsthafte Sorgen machen um Wolfgang Wolf und seine Mannschaft?

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Größt, größter, am größtesten

Huch, da haben wir aber wieder einen Redakteur erwischt, der entweder einfach nur keine Ahnung von Fußball hat oder es nicht besser wissen möchte. „Player“ schreibt als Einleitung zum Interview mit Rudi Völler:

„Im Finale einer Weltmeisterschaft zu stehen ist das Größte, was ein Fußballer erreichen kann.“

Nun, ich glaube fast, es gibt da etwas, was noch Größter sein kann, als im Finale zu stehen. Und nur weil Rudi Völler 1986 das WM-Finale verloren hat, trotz seines tollen Tores, nach welchem er zur Eckfahne sprintete, muss man doch nicht so viel Rücksicht nehmen. Im Gegensatz zu den vielen deutschen Nationalspielern, die nach dem verlorenen WM-Finale 1986 ihre Länderspielkarriere beendeten, hat Rudi Völler es geschafft, das noch Größtere zu erreichen, was ein Fußballer erreichen kann, abgesehen davon, in einem WM-Finale zu stehen. Mit ein bißchen Falltheatralik seinerseits war er nicht unwesentlich daran beteiligt, dass Deutschland 1990 das WM-Finale sogar gewann. Ja, da fragt man sich schon, welchen Sportsgeist der Player-Redakteur eigentlich mitbringt, wenn er solch eine Zeile verfasst. Wesentlich weniger hingegen fragt man sich nach solch einer Zeile, warum Player nun pleite ist.

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Der schlechteste Beitrag der Welt

Ich habe nicht alle Beiträge der Welt gelesen, aber dieser Beitrag der 11 Freunde gehört sicher zum engeren Kandidatenkreis für die Krone des Antiunterhaltsamen. Viele Leute, die „schreiben“, kennen das Phänomen: blockiert zu sein, wenn die Totlinie näher rückt und es will einfach nichts aus der Tastatur fließen. Es gibt verschiedene Wege, damit umzugehen, zum Beispiel einfach mal anzufangen und das zu schreiben, was einem gerade in den Sinn kommt, oder für eine halbe Stunde in den Wald zu gehen und sich ablenken, vielleicht auch inspirieren zu lassen.

Eine der schlechteren Methoden ist, einfach einen anderen Beitrag abzuschreiben. Und wenn schon, dann sollte man ihn wenigsten so verfremden, dass etwas Neues dabei rauskommt.

11 Freunde aber erzählen einfach ein paar alte Witze und setzen einen Namen ein, der etwas mit Fußball zu tun hat, fertig ist der Haufen. Beispiele gefällig?

10) Es GIBT feindliche Aliens! Sie warten nur bis Peter Neururer tot ist, damit sie angreifen können.

7) Die Zeit wartet auf niemanden – außer auf Peter Neururer.

Angelehnt ist das Ganze an eine Liste von Chuck-Norris-Witzen, die an sich schon so schlecht sind, dass man sie niemals erwähnen dürfte. Die meisten von ihnen machen aber noch dazu keinen Sinn, wenn man statt Chuck Norris einfach Peter Neururer einsetzt:

13) Peter Neururer hat folgende Dinge erfunden: Das halbautomatische Gewehr, Alkohol, Geschlechtsverkehr und Fußball. In DIESER Reihenfolge.

Peter Neururer hat das halbautomatische Gewehr erfunden? Geschlechtsverkehr? Peter Neururer hat den Geschlechtsverkehr erfunden? Peter Neururer? So lange ich auch nachdenke, den Satz anschaue, nach Homonymen suche, dem versteckten Kalauer hinterherjage und meine Phantasie spielen lasse, der Satz wird einfach nicht witzig.

Sollte ich mit meinen Beiträgen je so peinlich werden, höre ich sofort auf mit dieser Seite.

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Ahlen, Meppen, alles ein Brei

Ich muss mich schon fast entschuldigen, dass hier in letzter Zeit so häufig auf Fehlern von Journalisten rumgeritten wird, während Beiträge mit selbst erstelltem Inhalt Mangelware bleiben. Ich bin mir sicher, das wird sich bald ändern, spätestens, wenn Trainer Baade den Klassenerhalt gesichert hat und wieder mehr Zeit zum Schreiben, Nachdenken und Bilden von Meinungen haben wird.

Gleichzeitig muss ich aber wieder ein Mal auf Schreiberfritzen hinweisen, deren Blick über die Fußballlandschaft offensichtlich nur von der Sportschau bis zur Champions League reicht. Der HSV ist in Abstiegsgefahr, und wie dieser Beitrag behauptet, würde ein tatsächlicher Abstieg ihn direkt in Konfrontation mit Burghausen und Ahlen bringen. Ein verzeihlicher Fehler, würde er nicht gleich zwei Mal in diesem Beitrag gemacht werden. Man kann ja gerne Meppen als Synonym für die zweite Liga verwenden, bei Ahlen ist es noch nicht so weit gediehen. Und zur zweiten Liga gehört Ahlen übrigens auch nicht mehr.

Das ist wohl bei über den HSV berichtenden Journalisten noch nicht so ganz angekommen. Insofern passt das gut zur im Artikel erwähnten Überheblichkeit der HSV-ler. Die Putzerfische sind davon nicht ausgenommen.

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Deisler ist fast 35

Wie die RP Online darauf kommt, Thomas Doll in der Liste von Spielern mit Deislers Schicksal aufzulisten, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. 35 war Doll, als er seine lange Karriere beendete. Dass es da irgendwann nicht mehr geht, ist doch logisch. Und keineswegs zu vergleichen mit jemandem, der in der Blüte seines (Fußballer-)Lebens die Stiefel für immer in die Rinne des Kabinentraktes des FC Bayern werfen muss.

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Don Jupp !

Zufälligerweise war er in letzer Zeit öfter Thema hier. Jupp sagt, dass Zidane sehr liebevoll den Ball streichelt, ist selbst ein Roboter und vor Saisonbeginn gab er Seitenwahl ein Interview.

Dort gibt Don Jupp ausführlich Auskunft über seine Gedankenwelt und über das, was er plant, um der Borussia wieder zu alten Erfolgen zu verhelfen.

So äußert er sich mit Blick auf die WM zum Punkte Mannschaftsgeist und der Frage danach, welche Maßnahmen man ergreifen muss, um diesen zu stärken.

„Früher war das überhaupt nicht notwendig, denn das war eine Selbstverständlichkeit !“

Früher war alles besser. In England werden Diver ausgebuht. Die Deutschen sind keine Brasilianer und in Gladbach gibt es noch Tradition. Der Franz hätte die auf einem Bierdeckel nass gemacht und Torhüter und Linksaußen sind bekloppt. Lothar Matthäus weiß alles über Fußball und Trainer Baade ist Trainer. Ich kann diese Floskeln wirklich nicht mehr hören. Es ist doch wirklich jämmerlich, dass uns Jupp Heynckes einen vom Pferd erzählen will. Er hat natürlich insofern recht, als früher die Mannschaften a) nicht so schnell durcheinandergewürfelt wurden und b) die Spieler häufig noch aus derselben Region stammten und dadurch tatsächlich eher ein Zusammengehörigkeitsgefühl (neudeutsch: Teamgeist) entwickelten. Aber das ist nun auch schon seit 15 Jahren nicht mehr so. Die Erfindung von Jürgen Klinsmann war doch keine Erfindung, sondern im Gegenteil, eine Rückbesinnung auf jene Dinge, die Sportler schon immer motiviert haben: Ihnen das Gefühl zu geben, dass sie für eine Sache spielen, kämpfen, darten oder Tontaubenschießen, die sie zu motivieren in der Lage ist. Dabei ist es doch völlig sekundär, ob die Sache nun „eigene Stadt“, „eigene Region“, „eigenes Land“ oder „eigene Ehre“ heißt. Sobald ein Mensch die Kognitionen hat, für mehr als nur den Sieg in diesem einen Spiel, sondern als Teil einer größeren Mission zu agieren, wird er motivierter sein als sonst. Nicht umsonst sagt man, dass die größte Angst von Soldaten nicht ist, im Krieg ihr Leben zu lassen, sondern einen Fehler zu machen, der der restlichen Truppe Probleme bereiten könnte.

PS: Ja, ich weiß, dass man vor Satzzeichen kein Leerzeichen setzt. Der Autor des Interviews aber anscheinend nicht.

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„Internas“

Eigentlich steht beim Sportstudio-Interview mit Frank Rost ja etwas Anderes im Vordergrund. Mir tun aber die Ohren weh, wie nicht nur Frank Rost unablässlich, sondern auch Moderatorin Hohenstein darauf einsteigt, statt von Interna ständig von Internas zu sprechen. Aua.

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