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Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

Čech ein Störtebeker?

Einer von beiden lügt, aber wer?

Die B. Z. schreibt:

„Nur 16 Sekunden stand Chelseas Torhüter Petr Cech in der Partie beim FC Reading auf dem Platz, dann musste er nach einer Kollision mit Stürmer Stephen Hunt bewusstlos vom Platz getragen werden.“

Dagegen schreibt die FTD (und viele andere):

„…und Cech eine Erstversorgung auf dem Platz verweigerte. Cech musste auf allen vieren vom Platz kriechen.“

Vielleicht hat sich der Agenturschreiber da mit dem später verunfallten Ersatz für Petr Čech vertan, Cudicini, der ebenfalls mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus musste. Dass ein Bewusstloser ähnlich einem frisch geköpften Huhn noch ein wenig durch die Gegend robbt, hat man selten gesehen und gehört eher ins Reich der Legenden um Klaus Störtebeker. Ob man mit einem Schädelbasisbruch sofort bewusstlos wird und ob ein Schiedsrichter tatsächlich die Partie weiterlaufen lässt, wenn sich ein Torwart nach einem Zusammenprall überhaupt nicht mehr rührt, ist beides unbekannt bzw. Spekulation.

Schlimm ist dieser Unfall natürlich ohnehin. Erstaunlich aber, wie wenig lebensbedrohliche Unfälle es insgesamt im Fußball gibt; schließlich spielt man in der Kontaktsportart Fußball abgesehen von Scheinbeinschonern und evtl. einem Suspensorium vollkommen ohne Schutzvorrichtungen, wie sie im Eishockey oder im Football gang und gäbe sind. Und ich nehme an, dass weltweit auch ein wenig mehr Fußballspiele durchgeführt werden als z. B. Ring- oder Boxkämpfe.

Neue Nahrung erhält durch diesen Vorfall aber die Seite torhuetende-feldspieler.de. Nach dem Ausfall des zweiten, eingewechselten Torhüters musste Feldspieler John Terry das Tor von Chelsea hüten, was er in der bis zum Schlusspfiff verbleibenden Zeit erfolgreich tat. Zweifelnde entnehmen dies dem Endergebnis von 1:0 für Chelsea. Terrys Fähigkeiten als guter Schütze halfen ihm bei diesem Unterfangen, wie man auf diesem Bild sieht.

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Bäumchen wechsel dich

Bayer Leverkusen, 1. FC Nürnberg, 1. FC Nürnberg, Hertha BSC Berlin, Bayern München, Hertha BSC Berlin, Werder Bremen

So lautet die Liste der bisherigen Tabellenführer der Bundesligasaison 2006/07. Und so könnte es gerne weitergehen. Wird es aber leider nicht. Die ersten drei der Tabelle: Werder Bremen, FC Bayern, Schalke 04. Hat jemand die Zahlen zum zur Verfügung stehenden Haushaltsgeld Budget der Vereine zur Hand? Dann könnte man schon mal die Abschlusstabelle weissagen und vielleicht den einen oder anderen Euro beim Tippen gewinnen.

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Regelbeugung

Aus dem Liveticker des Herrn kicker

„Bayern München – Hertha BSC
1:0 Makaay (9., linker Oberarm, Podolski)“

Irgendwas stimmt da nicht, sofern dort weiterhin Fußball gespielt wird.

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Leeds spielt morgen gegen Chelsea

Eigentlich würde ich das lieber an einem Tag veröffentlichen, an dem die Überschrift zutrifft, dass nämlich am nächsten Tag Chelsea gegen Leeds antritt. Da Leeds aber in der zweiten Liga spielt, während Chelsea mal wieder die erste englische Liga beherrscht, könnte es noch etwas dauern, bis es wieder soweit ist. Somit also heute schon:

Die allerletzte Pressemitteilung der Beatles vom 10. April 1970 am Tage der Bekanntgabe ihrer Trennung:

„Der Frühling ist da und Leeds spielt morgen gegen Chelsea, während Ringo und John und George und Paul wohlauf und voller Hoffnung sind. Die Welt dreht sich jedoch weiter, und wir und Sie machen es genauso. Erst wenn sie aufhört, sich zu drehen – dann beginnt die Zeit, sich zu sorgen. Vorher nicht. Bis dahin sind die Beatles am Leben und wohlauf, und der Beat geht weiter, der Beat geht weiter…“

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Aber du wolltest dich doch melden!

„Die Meldeauflagen in Deutschland interessieren sie kaum.“

schreibt die taz zu den… naja, wie soll man sie nennen? Fußballinteressierte sind es wohl kaum, Fans auch nicht und Hooligans, ich weiß nicht, ob das noch Hooligans sind. Hooligans fahren doch zu den Spielen, um sich mit den gegnerischen Hooligans zu prügeln. Diese Leute haben nicht mal dieses Ziel, sie wollen eher den Eindruck erwecken, dass „die Deutschen“, in Form von ihnen selbst, „wieder da“, nämlich in der Slowakei, wo sie schon vor knapp 60 Jahren waren, seien. Das sind wohl keine Hooligans, sondern Nazis. Leider reichen meine Kenntnisse der Hooliganszene nicht aus, um zu beurteilen, ob das nicht ohnehin immer dasselbe ist, ich denke aber eher nein.

Jedenfalls schreibt das die taz zu den Menschen, die in die Slowakei reisen, um dort nicht Ballack und Schweini anzufeuern, sondern eher den einen oder anderen Konflikt.

Wir dürfen uns wieder darauf freuen, dass der Kommentator der Fernsehübertragung kein Wort zu den rechten Sprüchen kommentieren wird, dass die slowakische Polizei überfordert sein wird und dass die Menschen aus Deutschland Karten auf dem Schwarzmarkt in der Slowakei kaufen werden.

Was im Vergleich zum letzten Mal anders sein könnte, ist das Fehlen des selbst häufig durch martialisch-militärische Vergleiche glänzenden Mayer-Vorfelder. Zwanziger scheint kein Mann zu sein, dessen Weltbild insgeheim dem der Rechten ähnlich ist. Sein Handeln nach den neuerlichen Vorfällen gegen Ogungbure spricht eine andere Sprache.

Bleibt die Frage, was diese Meldeauflagen überhaupt sollen, wenn es offensichtlich kaum Konsequenzen hat, sich nicht daran zu halten.

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Wirklich so schlecht?

Nein, noch schlechter.

Letztens las ich noch, dass der aktuelle Punktestand des Tabellenführers der Bundesliga der schlechteste seit Einführung der Drei-Punkte-Regel sei.

Wie man dieser Seite entnehmen kann, ist er sogar der schlechteste aller Zeiten.

Schalke 04 und Hertha BSC Berlin mit diesen Leistungen als Mit-Tabellenführer, es gibt wenig, was ich als surrealer empfände.

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Das Runde muss sollte ins Eckige

Abschlusstabelle der Vorrundengruppe B der WM 1970 nach je drei Spielen pro Gruppenteilnehmer:

1 Italien 1:0 4:2
2 Uruguay 2:1 3:3
3 Schweden 2:2 3:3
3 Israel 1:3 2:4

(Ohne jegliche Klischeepflegeintention gemeint. Die Zahlen sind einfach so.)

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Mopp auf‘m Kopp

Aus dem WM-Finale, vor allem aber von diesem Eintrag kennen wir Marco Materazzi. Er hat gar nicht Zidanes Mutter beleidigt, ist auch kein Bösewicht, jedenfalls keiner, der Leute erschießt oder um ihre Vermögen prellt; ist Fußball-Weltmeister mit Italien geworden. Deshalb lässt er sich beim Einzelfoto für die internationale Presse so fotografieren:

[photopress:materazzi_1.jpg,full,centered]

Dieser komische Mopp ist mir letztens im Live-Ticker des Herrn kicker bei der Champions League aufgefallen. Das Ganze kann man auch inklusive Materazzis Statistik selbst nachschauen.

Tät mir irgendwie in schwarz-rot-gold besser gefallen, so ein Mopp auf dem Kopp des Herrn Frings oder des Herrn Lehmann.

Materazzi war übrigens mal beim FC Everton unter Vertrag. Für einen italienischen Fußballprofi ist es immer noch äußerst selten, ins Ausland zu gehen. Und wie man weiß, wird ja in den britischen Ligen jede Form von Unfairness sofort von den Zuschauern durch Buhrufe und Pfiffe auch gegen die Spieler der eigenen Mannschaft wegkonditioniert. Da war Materazzi wohl nicht lange genug in England.

Achja, und wenn Sie Materazzis Bilanz anklicken sollten: Achten Sie auf die „Bandenwerbung“ und verpassen Sie nicht den Start der Bundesliga!

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Nur zu Hause, nur zu Hause… spielen wir nicht

Dieses Lied hat nun ein Ende für den MSV Duisburg. Nach 6 Jahren Abstinenz wurde ihm mal wieder ein Heimspiel im DFB-Pokal zugelost. Gegner ist die Werkself.

Hertha BSC wird übrigens bei den Stuttgarter Kickers scheitern.

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Penetrant

In der Radio-Konferenz von bundesliga.de wird gerade extensiv Werbung gemacht für bwin.de, mit Vorstellung der konkreten Quoten für die Spiele, über die heute berichtet wird.

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Bundesligastadt Aachen

So sehr freut man sich in Aachen, wieder in der Bundesliga zu spielen:

[photopress:Bundesligastadt.jpg,full,centered]

(Nicht gephotoshoppt.)

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Elfmeterschießen, eine bayrische Erfindung

Von Bayern lernen heißt Elfmeterschießen lernen. Karl Wald ist der Erfinder des Elfmeterschießens und erst nachdem der Bayrische Fußballverband das Elfmeterschießen einführte, übernahmen es auch der DFB, die UEFA und die FIFA.

[photopress:karlwald.jpg,full,centered]

Uli Hoeneß ist bekanntermaßen kein Bayer, sondern Schwabe aus Ulm. Vor seinem Fehlschuss im Elfmeterschießen 1976 im EM-Finale dachte er: „Einsam spazierte ich auf den weißen Punkt, rings um mich nur Sahara.“

So geht es dank Karl Wald inzwischen wohl vielen Spielern nach 120 Minuten bei unentschiedenem Spielstand.

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Das Grauen nimmt kein Ende

Man sollte solchen Mannschaften wie Hertha BSC die Teilnahme am Europapokal verbieten. Heute hat sie zu Hause schon wieder nur ein Remis gegen eine Mannschaft aus einer unbedeutenden Liga erreicht. Solche Gurkentruppen, gemeint ist Hertha, versauen den Schnitt in der Fünfjahreswertung. Also: ausschließen, bitte.

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