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Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

English for Fußballer

Heute lernen wir eine für Fußballer sehr wichtige englische Vokabel, sie lautet: mooning.

mooning“ – „den nackten Hintern zeigen“

Was das mit Fußball zu tun hat? Fragt einfach mal Wolfgang Kleff.

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Wir wollen ja nicht populistisch werden

Nein, wollen wir nicht. Deshalb kein Wort zu dem an Sammers Villa in Dortmund angeschlossenen Bolzplatz, den er bauen ließ, obwohl sein Sohn doch noch nicht mal rückwärts laufen kann! Und die Faust lassen wir trotz der vier Badezimmer und der fünf Schlafzimmer und trotz Sammers vollkommen schlappen Jugendkonzepts und seiner bislang überflüssig anmutenden Tätigkeit beim DFB auch in der Tasche. Hier wird ja nicht gehetzt. Zum Glück. Aber ein bißchen Schadenfreude darf sein, wo sonst, wenn nicht in Deutschland, wenn es das Wort „Schadenfreude“ doch in keiner anderen Sprache gibt?

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Zeitumstellung

Jetzt ist nicht mehr der FC Bayern der Gejagte, die Zeiten sind jetzt andere. Man hat es schon häufig gehofft, die Zeitenwende kam aber nie. 2x der BVB als Meister, 3x Leverkusen als Vizemeister, 1x Bremen als Meister, davor andere Jahrzehnte mit anderen Konkurrenten. Nie wurde jemand der Bastion der Bundesliga, Bayern München, gefährlich.

So wie jedes Imperium muss aber auch jenes der Bayern irgendwann einmal zusammenfallen und sich überlebt haben. Die Zeit ist nah. Uli Hoeneß hat sich nach 30 Jahren erfolgreicher Arbeit verbraucht, Karl-Heinz Rummenigge besaß nie die sportliche Führungsqualität, die er auf dem Rasen zu seinen Zeiten vor Servette Genf hatte. Franz Beckenbauer ist schon lange nicht mehr im Geschäft bei den Bayern.

Werder Bremen hat in Klaus Allofs einen immer noch frischen Manager, der nicht nur nicht auf den Kopf gefallen ist, sondern der auch ein Händchen oder ein Scoutchen für die entscheidenden Transfers besitzt, während gleichzeitig die Bayern seit Jahren schon nur noch damit langweilen, bereits bei anderen Bundesliga-Vereinen profilierte ausländische Spieler wegzukaufen, die angesichts der Starfülle bei Bayern nur noch halb so gut auftreten wie zuvor.

Werder hingegen geht das Risiko ein, auch mal einen noch nicht assimilierten Spieler aus dem Ausland zu kaufen, der dafür aber für erschwingliches Geld Top-Leistungen bringt und hungrig bleibt. Werder spielt Fußball, Bayern verwaltet nur noch sein Erbe und der Friedhofsgärtner heißt Magath.

Werder, Bayern. Zeitumstellung im Oktober 2006. Endlich.

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Düsseldorf vor Köln

Kennen viele bestimmt schon, ich nicht: die von Harald Schmoogle aufgestellte „Top Ten der Traditionsvereine“ Deutschlands. Nicht überraschender Erster ist der „Club“, den ich tatsächlich noch als „Rekordmeister“ kenne. Aus heutiger Sicht (die bei einem Blick auf Traditionen nicht sehr sinnvoll ist) überraschend dagegen in der Auflistung ganz weit oben: Fortuna Düsseldorf noch vor dem 1. FC Köln.

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Wer(, der) war noch mal Jogi Löw?

18:1 Tore hatte Jogi Löw als Trainer mit seiner Mannschaft in den ersten vier Spielen unter seiner Regie erzielt.

18:2 Tore hat Werder Bremen aus den letzten vier Bundesligaspielen erzielt. Und darunter war kein Gegner wie San Marino. Oder würde jemand bezweifeln, dass der VfL Bochum oder der FSV Mainz stärker sind als die Auswahl des kleinen Landes mitten in Italien? Stattdessen spielte Bremen sogar während dieser Serie gegen Bayern.

Wäre dieselbe beeindruckende Torüberschwemmung diesen Bayern statt den Bremern gelungen, grämten sich jetzt wohl alle und stöhnten über Langeweile in der Liga. Bei Bremen hingegen sieht man mit Lust und Laune dem erfolgreichen Herbststurm zu. Schade, dass Werder in der Champions League mit den Gegnern Barcelona und Chelsea solch ein hartes Los getroffen hat, vielleicht wird es ja etwas mit dem Gewinn des UEFA-Pokals, auch wenn Saisons lang sind und der Gegner nicht immer in Unterzahl miserable Abseitsfallen aufbaut. Einen Europapokalsieg könnte die international kaum noch beachtete Bundesliga mal wieder gebrauchen.

Gerne zitiere ich zu dieser Gelegenheit des 6:1-Auswärtssiegs einen Bekannten, der mir nach dem 6:0 der Bremer in Bochum erklärte, er müsse nicht unbedingt alle Tore im Fernsehen sehen. „Ist ja schließlich nichts Besonderes, dass Bremen sechs Tore schießt.“ Wie wahr, wie wahr…

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…dann kann er was erzählen

Selbst bei einem Regionalligisten gewinnt Borussia Mönchengladbach nicht, sondern scheidet mit 1:2 beim VfL Osnabrück aus dem DFB-Pokal aus. Diese Auswärtsniederlagenserie ist mittlerweile ein Fall für die Couch.

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VfL Bochum — Karlsruher SC 3:2

Erstens möchte ich mit der Überschrift mitteilen, dass laut Duden die richtigen Zeichen für die Darstellung einer Fußballpartie der lange Gedankenstrich bei der Beschreibung der Paarung und der Doppelpunkt beim Ergebnis sind.

Zweitens möchte ich damit mitteilen, dass ich mich noch nicht gänzlich aufs Altenteil zurückgezogen habe und tatsächlich gestern beim DFB-Pokal-Zweitrundenspiel in Bochum im rewirpower-Stadion war. Jenes hieß bis vor Kurzem noch Ruhrstadion und ist sogar in einem überaus häßlichen Mosaik in der U-Bahnstation des Bochumer Hauptbahnhofs verewigt. Meine Email an den VfL Bochum mit der Frage, wo der VfL Bochum seine Heimspiele vor Errichtung des Ruhrstadions ausgetragen hat, verhallte ungehört im Orkus des Internets. Wikipedia weiß da zwar mehr, aber es wäre schon eine nette Geste gewesen, wenn der VfL Bochum selbst diese Information einem wißbegierigen Sympathisanten geliefert hätte.

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Drittens geht doch nichts über eine Flutlichtpartie. Ich verstehe wirklich nicht, wie irgendjemand überhaupt etwas gegen die Rückkehr der Bundesliga zu Freitagabendspielen haben kann. Flutlichtspiele im Herbst sind das atmosphärisch Schönste, was Fußballpartien bieten können. Es ist noch nicht zu kalt, um ohne Mütze, Schal und Handschuhe ins Stadion zu gehen, es ist aber auch nicht so warm, dass man literweise in Stadion teure Flüssigkeit zuführen müsste, um überhaupt zu überleben. Der Himmel ist schön dunkel und der Rasen mit den darauf befindlichen Spielern in ihren meistens glänzenden Trikots angestrahlt. Das wirklich Wichtige wird beleuchtet, der Rest ist dunkel. So ist es im Theater auch, warum sollte das bei Fußballspielen anders sein?

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Viertens beschloss ich also, gestern Abend ins Ruhrstadion zu gehen, welches seit dieser Saison rewirpower-Stadion heißt und damit immerhin drumherum kam, nun auch eine Arena sein zu müssen.

Und auch wenn ich selbst nicht gerade eine Koryphäe der Putzkultur bin, muss ich doch anmerken, dass man das rewirpower-Stadion mal wieder putzen könnte.

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Den Charme einer Eislaufhalle verströmend, wenn man sich den Details widmete, präsentierte sich das ansonsten doch sehr nette Ruhrstadion, welches nicht nur mitten in der Stadt liegt, sondern angeblich auch britische Atmosphäre besitzt.

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Die Aasgeier namens Pfandflaschensammler waren auch hier vor dem Stadion in rauen Mengen zu finden. Manche zeigen sich derart hochgeputscht in ihrem Job, dass sie meine noch volle Pfandflasche schon rauben wollten, als ich sie nur einmal auf einer Blumenbeetumrandung abstellte. Ansonsten herrschte hier aber friedliche Atmosphäre vor, die Ordner wie die Kassenhäuschensitzer waren bemerkenswert freundlich und als ich mit ca. 15 Minuten Verspätung endlich ins Stadion gelangte, hatte ich noch keins der 5 Tore verpasst.

Die Partie war zwar nicht gerade geeignet, das Sprichwort vom Pokal und seiner eigenen Judikative zu bestätigen, bot aber unterhaltsamen Fußball.

Das erste Tor zur 1:0-Führung der Heimmannschaft erzielte ein gewisser Theofanis Gekas durch Rumstochern, der hier auch schon mal Erwähnung fand. Später köpfte Butscher (kann es einen besseren Nachnamen für einen grobschlächtigen Spieler geben?) das 2:0 nach herrlicher Flanke von links.

Da der KSC aber nicht umsonst Tabellenführer Zweiter (mit Dank an Silvio) der zweiten Liga ist, kam er auch zurück ins Spiel. Von ca. 200 eigenen Fans angefeuert, gelang kurz vorm Pausentee (und ich hasse diese verstaubten Wortbenutzungen im Fußballmilieu) mit einem wahrlich fantastischen direkten Freistoss der Anschlusstreffer. Mit 2:1 für den VfL Bochum ging es also in die Pause und ich selbst aufs Klo, wo mir dieses hier entgegenblickte:

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Werbung für Feuerwerkskörper mit überdimensionierten Brüsten. Wie viele Leute, die im Ruhrstadion pinkeln gehen, planen gerade ein Feuerwerk? Ich weiß nicht, ob der Brauch des Feuerwerks in Bochum verbreiteter ist als anderswo, denke aber dass Manager Eckhard mich aufklären kann, wie wichtig es ist, mit seiner Werbung jederzeit präsent zu sein.

In Halbzeit zwei lernte ich dann den etwa 40-jährigen Herrn kennen, der für jedes Spiel der Bochumer extra aus Euskirchen anreist. Die ersten 16 Lebensjahre hat er in Bochum verbracht, seitdem ist er angefixt und war sogar beim 1:1 der Bochumer in Dortmund. Er hoffte inständig, dass es keine Verlängerung gäbe, weil er sonst seinen Zug verpassen würde. Ich hoffte inständig, dass es Verlängerung gäbe, weil ich so mehr Fußball fürs selbe Geld würde sehen können, klärte den Herrn aber nicht über meinen Wunsch auf, um nicht unhöflich zu sein.

Und eine Verlängerung wurde wahrscheinlicher, als erst ein Bochumer am Fünfmeterraum noch mal quer spielte, statt selbst zum 3:1 abzuschließen und der KSC im Gegenzug das wirklich schön herausgespielte 2:2 erzielte. Da war erstmal Essig mit der Stimmung der hier in Block Q Anwesenden.

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Kurz vor Schluss gelang aber jenem schon erwähnten Butscher noch das 3:2, der Euskirchener erreichte seinen Zug noch rechtzeitig, die VfL-Fans waren glücklich und Volk ohne Raumdeckung muss nicht zwangsläufig recht behalten, dass der DFB-Pokal in diesem Jahr nicht in „Ruhrpott“ umbenannt werden wird, schließlich spielt heute Abend auch noch der MSV Duisburg in derselben Runde, die der VfL Bochum bereits erfolgreich bestritten hat.

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Achja. Das Plakat direkt vor dem Stadion könnte der VfL auch mal auswechseln, schließlich war heute der 24.10.

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Outlook, ein Königreich für Outlook (lizensiert natürlich)

In Köln gab es die SC Fortuna, in Bochum gibt es die SG Wattenscheid und in Hamburg den FC St. Pauli. In Berlin gab es mal Blau-Weiß Berlin und Berlin 90, in Stuttgart gibt es die Kickers.

Und dann gibt es da noch so ein kleines Städtchen im Süden der Republik, in dem es zwei relevante Fußballvereine gibt. Wie so häufig ist es aber auch dort so, dass der kleinere nie eine Chance haben wird, dem größeren auf Augenhöhe zu begegnen. Manchmal liegt das einfach am Fanpotenzial, manchmal an historischen Zufällen, manchmal liegt es aber auch einfach an Amateuren im Management.

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Kein Europacupflair

Wenn ich mich nicht täusche, ist durch die Einführung dieser seltsamen Gruppenphase, die allen Traditionen im Fußballsport widerspricht (nur noch jeweils ein Spiel gegen die vier Gruppengegner, davon je zwei zu Hause und zwei auswärts), die Auswärtstorregelung hinfällig geworden.

Ein komisches Gefühl, wenn man in einem Europacupspiel plötzlich so viele Tore kassieren kann, wie man will, Hauptsache man gewinnt das Spiel.

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1. FC Saarbrücken gewinnt in Mailand

Ja. Tat der 1. FC Saarbrücken tatsächlich und zwar als Teilnehmer am Europapokal der Meister für das bis 1954 unabhängige Saarland.

Damals, als das Saarland noch unabhängig war.

Der 4:3-Auswärtssieg hat aber nicht allzu viel genützt, denn zu Hause verloren die Saarbrückener (oder heißt es Saarbrücker?) mit 1:4 und waren damit ausgeschieden.

Allerdings war das lange vor der Einführung einer „Gruppenphase“ im Europapokal der Landesmeister, dessen gegenwärtiger Modus ohnehin seines Namens spottet.

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I werd narrisch (Schweinsteiger schon wieder)

Ja, Herrgottnochemal! Jetzt ist aber mal langsam gut. Den Teufel werd ich tun. Da kann er noch so oft ins Tor treffen, ich kapituliere nicht. Schweinsteiger ist inzwischen ein guter Fernschütze, ja, wenn man ehrlich ist, muss man sogar ein „sehr“ zwischem dem „ein“ und dem „guter“ einfügen.

Aber man darf doch die Zahl der Fehlversuche nicht aus den Augen lassen.

wimmert ein nun vollends Lügen gestrafter Trainer Baade in seinem Blog.

Aus 30 Metern trifft Schweinsteiger heute in Lissabon gegen das dortige Sporting in der Champions League. Damit erzielt er das nicht-mehr-zählbarste Weitschusstor seit der WM. Und unterbietet die übliche Fehlquote für Treffer aus großer Distanz in enormem Ausmaß.

Vielleicht, ganz vielleicht ist es aber einfach nur ein statistischer Zufall, ein sog. Ausreißer. Wir werden das weiter im Auge behalten.

[Nachtrag nach seiner Gelb-Roten Karte: Zumindest im nächsten Champions-League-Spiel wird er kein Weitschusstor erzielen. Allerdings wird er quotenschonenderweise auch nicht am Tor vorbei schießen können.]

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Lyon lässt grüßen

4:0 gegen den HSV beim FC Porto in der 81. Minute. So langsam fühle ich mich an eine gewisse Hinrichtung von vor ein paar Jahren erinnert. Damals keilten hernach alle aus, dass der deutsche Fußball ja nicht mehr konkurrenzfähig sei. Ob wir dasselbe morgen wieder in der Zeitung lesen, trotz der aktuellen Lage unserer Nationalmannschaft?

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