DFB-Pokalfinale 1973 in voller Länge: Borussia Mönchengladbach — 1. FC Köln

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Contra den Phantomschmerz des fußballfreien Freitags (es stehen übrigens noch ungefähr 10 weitere ihrer Art direkt vor der Tür): Das identitätsstiftendste Spiel im deutschen Fußball seit es ÖR-Moderatoren gibt, die sich gegenseitig zitieren können, als Komplett-Video.

Leider nicht — mehr als nur ein Skandälchen — mit Originalkommentar, dafür mit den zeitgemäßen deutschen Varianten der Vuvuzela.

Importiert von Henk Reisen.

Ich kenne das DFB-Pokalendspiel von 1973 übrigens noch nicht in voller Länge und habe heute auch noch nicht die Zeit, es komplett zu sehen. Freue mich aber ungemein darauf, dem nächsten Mythos beim Entzaubertwerden zuzuschauen.

Spieldaten nach dem Klick, falls Bedarf bestehen sollte. Diese warten übrigens noch mit einem relativ unbekannten „Besonderen Vorkommnis“ während der Partie auf.

Rheinstadion Düsseldorf

Samstag, 23.6.1973
69.600 Zuschauer
Schiedsrichter Kurt Tschenscher

Borussia Mönchengladbach: Wolfgang Kleff, Heinz Michallik, Berti Vogts, Klaus-Dieter Sieloff, Rainer Bonhof, Dietmar Danner, Herbert Wimmer, Christian Kulik, Henning Jensen, Bernd Rupp, Jupp Heynckes.

Günter Netzer für Christian Kulik (91.)
Uli Stielike für Bernd Rupp (117.)

1. FC Köln: Gerhard Welz, Herbert Hein, Herbert Neumann, Wolfgang Weber, Bernhard Cullmann, Heinz Simmet, Jürgen Glowacz, Heinz Flohe, Jupp Kapellmann, Wolfgang Overath, Hennes Löhr.

Rainer Gebauer für Jürgen Glowacz (71.)
Harald Konopka für Wolfgang Overath (71.)

Tore
1:0 Herbert Wimmer (24.)
1:1 Herbert Neumann (40.)
2:1 unbekannt verzogen

Besonderes Vorkommnis: Jupp Heynckes verschießt Strafstoß, Gerhard Welz hält (58.).

8 Kommentare

  1. Das ist eine Sensation. Heute undenkbar:
    Schiedsrichter Kurt Tschenscher
    Ein Schiedsrichter ohne Wohnort (in Klammern). Wann wurde das verboten?

  2. Du wirst lachen (oder auch nicht), aber bei der Quelle stand er natürlich dabei und ich habe ihn eingedenk meines Beitrags zu dieser Angelegenheit bewusst weggelassen. Den Ort.

    Ist leider nicht verboten.

    Tschenscher übrigens aus Mannheim.

  3. Angesichts dessen wäre „unbekannt verzogen“ hinter Tschenschers Namen auch ein netter Gag gewesen.

    Apropos Tschenscher: Einmal mehr fällt mir auf, was für Selbstdarsteller nicht wenige Schiedsrichter in diesen Jahren waren. Alleine das Gestikulieren beim Strafstoß – unerträglich. In heutigen Schirikreisen würde man fragen: „Willste Flugzeuge einwinken, oder was?“

    Und tausend Dank fürs Bergen dieser Perle! Dass der Originalkommentar nicht dabei ist, ist zwar unendlich schade, aber trotzdem: großartig!

  4. Mannheim. Natürlich.

  5. In Sachen Schiedsrichter-Gestik wird aber Codesal Méndez aus dem WM-Finale 1990 auf ewig ein unerreichbares Vorbild bleiben…

  6. Hm. Sicher, dass das kein Fake ist?

  7. In jedem Fall geistert das schon seit vielen Jahren durch dieses Internet-Dings – und ich könnte schwören, genau hier zum ersten Mal darauf aufmerksam gemacht worden zu sein.



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