Zum Inhalt springen

Schlagwort: EM 1996

Update! „Tor des Jahres“ — alle auf einen Klick-Blick

[Update Nr xy] Marcel Risse 2016 mit einem überaus sehenswerten Freistoßtor, Lukas Podolski 2017. Nils Petersen mit schönem Weitschuss 2018.

[Update Januar 2016] Das Tor des Jahres 2015 erzielte Carsten Kammlott. Das wird hier extra noch mal erwähnt, weil man sich den dazugehörigen Beitrag der Sportschau ruhig geben sollte, sofern man sehen möchte, wie ein Profi der 3. Liga so lebt. Jeden Sonntag bei den Eltern zum Essen (wobei das der eine oder andere Weltmeister ja ebenso pflegen soll) und derlei mehr. Nicht prickelnd, aber erhellend. Und das Tor an sich natürlich: hier der Beitrag (der obere), sicher nicht lange online. (Außerdem erfährt man so, dass Reinhold Beckmann immer noch die Sportschau macht. Dachte, der spielt jetzt Gitarre.) Und für die Jüngeren vielleicht interessant, dass dieses Tor einen weltbekannten Vorfahren hatte. Das Tor, nicht Kammlott.

[Update April 2013] Dass ein Schwede mit bosnischen Wurzeln in einem Freundschaftsspiel in Schweden gegen England das Tor des Jahres in Deutschland erzielen kann, bleibt eines dieser Geheimnisse des professionellen Sportjournalismus. Ein fantastisches Tor erzielte Ibrahimovic mit seinem Fallrückzieher natürlich unbestritten, aber die Frage, was das bei den deutschen Toren des Jahres zu suchen hat, bleibt offen — vielleicht mal bei der Sportschau nachfragen.

[Update 29. Januar 2012] Heute gibt es dann den Neuzugang für 2012 2011: Señor Raúl. Ein schön anzusehender Lupfer beim hohen Sieg gegen den 1. FC Köln. Was der FC Schalke übrigens auch ohne Raúl schafft, wie gestern gesehen.

[Update 24. Januar 2011]

Ein Schuss aus 60 Metern. Kreativ. Gab es erst seit 2007 nicht mehr.

[Update 7. April 2009]

Ich hab dann mal eine nur wenig Voraussicht benötigende Änderung vorgenommen, siehe Ende der Liste. Sollte ich mich getäuscht haben, werde ich mich damit bestrafen, selbst so ein Tor wie das von Grafite erzielen zu müssen und es so lange zu versuchen, bis es klappt — allerdings ohne Gegenspieler. Schwer genug.

Aber ich werde mich ohnehin nicht täuschen.

Und wie profan Ballacks Tor von 2008 plötzlich wirkt …

Aus aktuellem Anlass, da Diego mit seinem Tor aus 60m Entfernung gegen Alemannia Aachen gerade Tor des Monats wurde, ein Überblick über die bisherigen Schützen des „Tor des Jahres“ seit der Einführung dieser Wahl im Jahr 1971.

1971 Ulrik Le Fevre
1972 Günter Netzer und Gerd Müller
1973 Günter Netzer
1974 Erwin Kostedde
1975 Klaus Fischer
1976 Gerd Müller
1977 Klaus Fischer
1978 Rainer Bonhof
1979 Harald Nickel
1980 Karl-Heinz Rummenigge
1981 Karl-Heinz Rummenigge
1982 Klaus Fischer
1983 Jürgen Wilhelm
1984 Daniel Simmes
1985 Pierre Littbarski
1986 Stefan Kohn
1987 Jürgen Klinsmann
1988 Jürgen Wegmann
1989 Klaus Augenthaler
1990 Lothar Matthäus
1991 Andreas Müller
1992 Lothar Matthäus
1993 Augustine „Jay-Jay“ Okocha
1994 Bernd Schuster
1995 Jean-Pierre Papin
1996 Oliver Bierhoff
1997 Lars Ricken
1998 Olaf Marschall
1999 Giovane Elber
2000 Alex Alves
2001 Kurt Meyer
2002 Benjamin Lauth
2003 Nia Künzer
2004 Klemen Lavric
2005 Kasper Bögelund
2006 Oliver Neuville
2007 Diego
2008 Michael Ballack
2009 Grafite
2010 Michael Stahl
2011 Raúl
2012 Zlatan Ibrahimovic
2013 Raúl und Julian Draxler
2014 Mario Götze
2015 Carsten Kammlott
2016 Marcel Risse
2017 Lukas Podolski
2018 Nils Petersen

Mit Nia Künzer immerhin schon eine Frau als Gewinnerin dabei, sowie mit Jürgen Wilhelm und dem damals 80-jährigen Kurt Meyer auch zwei Amateure. Rekordsieger bleibt Klaus Fischer mit 3 Toren, vor Günter Netzer, Gerd Müller, Lothar Matthäus und Karl-Heinz Rummenigge mit je 2 Toren des Jahres.

In den meisten Fällen braucht man nur auf die Jahreszahl und den Namen zu schauen, schon ist klar, welches Tor es gewesen sein muss. Beispiele:

Lothar Matthäus 1990
Nia Künzer 2003
Lars Ricken 1997
Klaus Fischer 1982
Oliver Bierhoff 1996

Was an dem wurschtigen, glücklich abgefälschten, kraftlosen, unplatzierten Torschuss Bierhoffs von 1996, der dem armen tschechischen Torhüter durch die plötzlich nur noch mit der Konsistenz unaufgeblasener Luftballons funktionierenden Hände glitt, Tor-des-Jahres-würdig gewesen sein soll (außer eben seiner Wirkung), wird sich uns nie erschließen. Klaus Fischers Tor von 1982 begeistert da schon eher, so wie alle seine Tore des Jahres es vermögen.

Ich persönlich hätte auch diesmal eher auf Christoph Preuß‘ Fallrückzieher gesetzt als auf diese dann doch irgendwie gar nicht so schwierigen Tore der Marke Augenthaler 1989, Alves 2000 oder eben Diego 2007, aber ich bin ja auch nicht die Masse.

46 Kommentare

Pixel für Pixel Qualitätstore

Aus noch nicht näher beleuchteten Gründen verspüre ich immer wieder eine ganz große Affinität zu dieser komischen Pixelart. Nicht, dass ich dafür ein Experte wäre oder jemals — von selbst designten, aber nie wirklich zu Leben erwachten C64-Sprites abgesehen — etwas eigenverantwortlich mit dieser Pixelart zu tun gehabt hätte. Doch diese erfreut hier immer wieder.

Schön, wenn es da etwas Neues in Sachen Fußball aus dieser Richtung gibt. Dann ist es auch zu verschmerzen, dass es von England aus betrieben wird und recht wenige Exemplare mit Relevanz für den deutschen Fußball vorhanden sind. Einige Bekannte sind dann aber auch zu finden, so Paul Gascoignes Tor 1996 für England gegen Schottland [Links leider tot, Seite existiert wohl nicht mehr] oder Marco van Bastens Tor 1988 gegen die UdSSR oder Michael Owens Solo 1998 gegen Argentinien.

Wenn ich es richtig gelesen habe, kann man sich dort auch bestimmte Tore wünschen, die in dieser Pixelart dargestellt werden. Wahrscheinlich war es nicht allzu clever, die Seite erst hier zu erwähnen, und dann einen Wunsch an die dortigen Macher zu richten, aber ich werde dann mal nach Klaus Fischers Fallrückzieher 1982 fragen — oder jenem Tor von Trainer Baade zum 3:3 gegen den OSC Rheinhausen aus ähnlicher Zeit. Wobei von Letzterem wohl kein Video mehr existiert.

Am Besten schaut man sich aber ohnehin die gesamte Seite an: Pixelreplay. [Wie gesagt, leider tot.]

8 Kommentare

„Deutschland“ ist Rekord-Alles bei Europameisterschaften

Die Europameisterschaft ist — rein subjektiv — noch zerfahrener und unvergleichbarer im Laufe ihrer Evolution geworden als die Weltmeisterschaft, weshalb die folgenden Zahlen mächtig hinken.

Von 1960 bis 1976 waren nur 4 Mannschaften fürs Endturnier qualifiziert, von 1980 bis 1992 8 und seit 1996 16 Nationen, von denen es seit dem Zerfall Jugoslawiens und der Sowjetunion deutlich mehr gibt als zu jenen Zeiten, in denen man den „Europapokal der Nationen“ aus der Taufe hob. Und dennoch ist man gerne so frei und wirft das alles in einen Topf. Wenn man dieser Suppe dann beim Köcheln zusieht, taucht eine Nation besonders häufig aus dem Wust von europäischen Ländern auf: Deutschland.

Kein Zufall, ist Deutschland doch Rekord-Alles bei Europameisterschaften (außer Rekord-Gastgeber).

Teilnahmen
Deutschland 11x (1972, 1976, 1980, 1984, 1988, 1992, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)
Russland/UdSSR 10x (1960, 1964, 1968, 1972, 1988, 1992, 1996, 2004, 2008, 2012)
Spanien 9x (1964, 1980, 1984, 1988, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)
Holland 9x (1976, 1980, 1988, 1992, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)
Italien 8x (1968, 1980, 1988, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)
England 8x (1968, 1980, 1988, 1992, 1996, 2000, 2004, 2012)
Dänemark 8x (1964, 1984, 1988, 1992, 1996, 2000, 2004, 2012)
Frankreich 8x (1960, 1984, 1992, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)
Tschechien/ČSSR 8x (1960, 1976, 1980, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)

Titel
Deutschland 3x (1972, 1980, 1996)
Spanien 2x (1964, 2008)
Frankreich 2x (1984, 2000)
UdSSR 1x (1960)
Italien 1x (1968)
Griechenland 1x (2004)
Dänemark 1x (1992)
Holland 1x (1988)
ČSSR 1x (1976)

Vize
Deutschland 3x (1976, 1992, 2008)
UdSSR 3x (1964, 1972, 1988)
Tschechien/ČSSR 2x (1968, 1996)
Portugal 1x (2004)
Spanien 1x (1984
Italien 1x (2000)
Belgien 1x (1980)
Jugoslawien 1x (1960)

Gastgeber
2x Frankreich
2x Italien
2x Belgien
je 1x alle übrigen Gastgeber

Gastgeber, der den Titel gewann
1x Spanien (1964)
1x Italien (1968)
1x Frankreich (1984)

Überraschend, dass Russland die zweithäufigsten Teilnahmen aufweist, noch vor Italien oder Spanien. Bei Frankreich und England überrascht das hingegen nicht, hatten doch beide Ländermannschaften ausgesprochene Schwächeperioden in den Jahren seit der Einführung der EM. Angesichts der Zahl der Teilnahmen dann nicht mehr ganz so überraschend, dass Russland/die UdSSR Co-Rekordvize bei Europameisterschaften ist.

Gut möglich also, dass sich in allen Rubriken etwas verändert. Frankreich und Spanien könnten bei Titeln zu Deutschland aufschließen, alle Teams mit bislang 1 Titel (die alle für die EM 2012 qualifiziert sind) ihrerseits zu Spanien und Frankreich. Dazu könnte Russland Deutschland als Rekordvize ablösen oder Tschechien zu den beiden Führenden aufschließen.

Im Bereich Gastgeber wird Frankreich mit seiner EM 2016 die alleinige Führung in dieser Liste übernehmen. England hat also überhaupt erst 2 Turniere (1x WM, 1x EM) ausgetragen, Schottland, Nordirland, Wales noch gar keines der großen Turniere. Ganz schön mager dafür, diesen Sport in jüngerer Zeit erfunden zu haben.

(Lesen Sie auch: Alle EM-Finals seit 1960, denn da erfahren Sie, wie ein typisches EM-Finale endet.)

Highlight bei den Fun Facts: Verteidigt hat ein Europameister seinen Titel noch nie.

9 Kommentare

Gewinnspiel: Mit Coke zur EM — 2 Tickets samt Flug gewinnen

[Update] Eine Entscheidung ist schon gefallen: Es wird das Spiel gegen Dänemark sein, am 17. Juni 2012.

So, ein ganz besonders schöner Beitrag für die Kategorie „EM 2012 — Noch ist Polen nicht verloren“, jedenfalls aus Sicht des späteren Gewinners.

Entweder Ihr wohnt schon in relativer Nähe zum Flughafen Köln — oder Ihr seid so gierig auf die EM, dass Ihr auch eine Anreise zum Kölner Flughafen in Kauf nähmet. Hin- und Rückflug zum Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Dänemark in Lemberg (Lwiw) sind inklusive, solche 2 Tickets könnt Ihr hier bei Trainer Baade in Kooperation mit Coke gewinnen (und Ihr dürft drei Mal raten, wer dabei die Tickets stiftet.)

Schluss des Gewinnspiels — endlich einmal also mit echten Preisen — ist Dienstag, der 17.4. um 12h High Noon mitteleuropäischer Sommerzeit.

Von seitens Coke wünscht man sich, dass Ihr Euch als total verrückte Fans verkleidet, denn das Motto von Coke zur Euro 2012 ist „Fanfieber“.

Das möchte ich Euch nun nicht aufdrücken, denn die Hürde, ein Foto einzusenden, erscheint mir dann doch etwas hoch.

Machen wir es also wie bei den vielen Gewinnspielen ohne Gewinn, die es hier auf der Seite schon gab, die Älteren werden sich erinnern, die Jüngeren gleich aufgeklärt.

Der Titel des Beitrags ist übrigens nicht ganz richtig: „Mit Coke und Trainer Baade zur EM“ müsste es heißen, denn ich werde zum Spiel gegen Dänemark nach Lwiw mitfliegen, ebenfalls ab Köln. Der Gewinner sitzt dann wahrscheinlich im selben Flieger ab Köln zur Partie gegen Dänemark.

Gewinnspiel

Welche deutschen Spieler bestritten mindestens ein Endrundenspiel bei einer EM?

Ihr müsst nur einen richtigen Namen nennen, nur einen Namen pro Kommentar, und dann nehmt Ihr teil, sofern Eure Antwort richtig ist. Bitte aber immer Vor- und Nachnamen des Spielers nennen, es gab bekanntlich auch das eine oder andere Brüderpaar in der Nationalmannschaft. Ich gehe bekanntlich immer mit den einfachsten Antworten in Vorleistung, dann Ihr. Also, bitteschön:

Spieler Einsätze bei EM-Endrunden
Klaus Allofs 6
Markus Babbel 7
Michael Ballack 11
Frank Baumann 2
Franz Beckenbauer 4
Erich Beer 2
Thomas Berthold 1
Oliver Bierhoff 4
Manfred Binz 3
Fredi Bobic 5
Marco Bode 5
Rudi Bommer 1
Hannes Bongartz 1
Rainer Bonhof 2
Uli Borowka 4
Tim Borowski 2
Hans-Peter Briegel 7
Thomas Brdaric 1
Paul Breitner 2
Andreas Brehme 9
Guido Buchwald 6
Bernhard Cullmann 3
Dietmar Danner 1
Karl del‘Haye 1
Sebastian Deisler 2
Bernard Dietz 5
Thomas Doll 3
Dieter Eckstein 1
Stefan Effenberg 5
Dieter Eilts 6
Fabian Ernst 1
Heinz Flohe 2
Bernd Förster 5
Karl-Heinz Förster 7
Steffen Freund 4
Arne Friedrich 7
Torsten Frings 8
Clemens Fritz 4
Michael Frontzeck 1
Mario Gomez 4
Jürgen Grabowski 2
Thomas Häßler 11
Dietmar Hamann 6
Thomas Helmer 9
Mathias Herget 4
Jupp Heynckes 2
Thomas Hitzlsperger 5
Horst Hrubesch 3
Bernd Hölzenbein 2
Uli Hoeneß 4
Horst-Dieter Höttges 2
Bodo Illgner 5
Eike Immel 4
Carsten Jancker 2
Marcell Jansen 5
Jens Jeremies 3
Manfred Kaltz 4
Oliver Kahn 6
Ulf Kirsten 2
Jürgen Klinsmann 13
Miroslav Klose 8
Andreas Köpke 6
Jürgen Kohler 10
Erwin Kremers 2
Stefan Kuntz 5
Kevin Kuranyi 6
Philipp Lahm 9
Jens Lehmann 8
Pierre Littbarski 6
Thomas Linke 1
Sepp Maier 4
Felix Magath 2
Lothar Matthäus 11
Norbert Meier 2
Per Mertesacker 6
Christoph Metzelder 6
Frank Mill 3
Dieter Müller 2
Gerd Müller 2
Hans Müller 4
Andreas Möller 8
Caspar Memering 1
Günter Netzer 2
Oliver Neuville 1
Jens Nowotny 5
Hans Pflügler 1
David Odonkor 1
Lukas Podolski 3
Marko Rehmer 2
Stefan Reuter 8
Karl-Heinz Riedle 5
Paulo Rink 3
Simon Rolfes 2
Wolfgang Rolff 5
Karl-Heinz Rummenigge 7
Matthias Sammer 10
Mehmet Scholl 6
Bernd Schneider 3
Harald Schumacher 7
Bernd Schuster 2
Michael Schulz 1
Georg Schwarzenbeck 4
Bastian Schweinsteiger 8
Uli Stielike 7
Thomas Strunz 5
Olaf Thon 4
Andreas Thom 1
Rudi Völler 8
Berti Vogts 2
Mirko Votava 1
Herbert Wimmer 4
Christian Wörns 3
Wolfram Wuttke 1
Christian Ziege 8

Die Zahl der Einsätze ist nicht nötig, wird aber von mir ergänzt.

Ein“sende“schluss ist Dienstag, 17.4., um 11.59h, es gilt die Zeit des Servers von Trainer-Baade.de.

Viel Spaß.

Achso, ja, eine gültige Emailadresse müsst Ihr in dem Fall natürlich hinterlassen, anderenfalls kann der dann hier in der Redaktion ermittelte Gewinner ja nicht informiert werden, dass sie oder er 2 Tickets für die Vorrundenpartie der EM in der Ukraine erhalten wird, für das deutsche Spiele gegen Dänemark in Lemberg, samt Hin -und Rückflug von Köln aus.

Weiterhin viel Spaß, späterhin dann viel Erfolg.

Nachtrag Keine Doppelnennungen. Wer schon in der Liste steht bzw. in den Kommentaren erwähnt wurde, zählt nicht mehr als gültige Antwort.

Update Und hier haben wir den Gewinner. Vielen Dank an alle fürs Mitmachen und hoffentlich hat es auch ohne Gewinn ein bisschen Spaß bereitet.

142 Kommentare

Interview: Kandidat beim „DSF Superfan Quiz“

Heute betreibt Gunnar Schmid das Stehblog, in welchem er über den SV Wehen Wiesbaden schreibt, obwohl er auch Fan des FC Bayern München ist. Früher war er für einen Tag der „Superfan“. Genauer gesagt nahm er als Kandidat an dieser Quizshow aus den 1990er Jahren beim DSF teil. Eine Vorwegnahme der heute wohl in jeder größeren Stadt etablierten Fußballquizze für eben solche -nerds.

Wer die Sendung nicht kennt, dem vermittelt dieses kurze Video leider nur einen rudimentären Eindruck vom „Superfan“-Quiz, aber immerhin.



Moderiert von Herbert Gogel, dessen Name mir persönlich überhaupt nichts sagt. Er hat das Quiz nicht nur geleitet, sondern auch entwickelt, wie er bei Xing.com schreibt:

‘97 & ‘98 Moderation der täglichen Fußball-Gameshow „Superfan“
im DSF (inklusive redaktionelle Leitung und Entwicklung des Quiz-Formates)

Laut wunschliste.de lief das Quiz nur von 1996 bis 1998, laut anderer Quelle sogar nur 1996 und 1997. Erstaunlich kurz also, wo es doch so gut ankam. Vielleicht war der Sendetermin falsch gewählt oder man überschätzt hier einfach den Anteil der Fußballnerds an der Gesamtbevölkerung. Einer, der damals dabei war, tippt jedenfalls darauf, dass die Preise heute eher noch größer ausfallen würden:

gerd (geb. 1968) schrieb am 23.07.2010:
ich war damals dabei! hab sogar gewonnen Reise nach Mallorca, heut würd man wohl mehr als 1 Preis bekommen!
trotzdem war gut

Nicht zu verwechseln ist das Ganze übrigens mit dem späteren „Sportquiz“ auf gleichnamigem Sender, welches eher in 9-Live-Bauernfänger-Manier betrieben wurde. Das Paulaner Superfan Quiz erhält auch heute noch wehmütige Kommentare von Menschen, die es damals konsumiert haben:

Vor den Kandidaten hab ich heute noch Respekt, denn das war noch in der Prä-Internet-Zeit, und da genug Material zu sammeln, um sich auf die teils doch recht kniffligen Fachfragen vorzubereiten, war sicher nicht einfach. Ich fänd’s prima, wenn ‚‘Superfan'‘ wiederkäme.

Gunnar Schmid also gehörte zu jenen Respektspersonen, die sich ohne Internet die ganzen Fakten zusammensuchten und dann abspeicherten, in der Hoffnung eines Tages an diesem Quiz teilnehmen zu können. Wobei bei Fußballfans ja traditionell etwa 10 bis 15 Prozent des Gehirns von nutzlosen Fußballstatistiken belegt werden. Wir sprachen mit Gunnar darüber, wie er es bis in die Endrunde und damit ins Fernsehen brachte und wie es dort so war.

Hallo Gunnar, wie kam es dazu, dass Du überhaupt auf die Idee gekommen bist, Dich fürs DSF Paulaner Superfan Quiz zu bewerben?

Meine Schlaumeierei äußerte sich in einer gewissen Phase meines Lebens in regem Interesse an Quizshows. Ich bewarb mich bei einigen, wurde für manche zum Casting eingeladen und schaffte es schließlich zu „Superfan“ und „Jeder gegen jeden“.

Und wie lief das Superfan Quiz damals ab?

Superfan war für einen Fußballnerd ein großartiges Format, da es nur Fußballfragen gab. Vom Spielprinzip war es ziemlich von Jeopardy abgeschaut, also drei Kandidaten mit Buzzer und eine Tafel mit Fragen in unterschiedlichen Kategorien und Schwierigkeitsgraden. Im Gegensatz zu Jeopardy wurden aber tatsächlich Fragen gestellt und nicht Antworten, zu denen man die passende Fragen finden muss. Hinzu kamen am Anfang und am Ende der Sendung jeweils drei Fragen zu einem vom Kandidaten selbst gewählten Spezialgebiet.

Wie kommt man dann überhaupt zu der Sendung?

Das Casting fand in einem Hotel in Frankfurt statt. Im Gegensatz zu anderen Castings, an denen ich teilgenommen hatte, wurde jeder Bewerber einzeln interviewt und getestet. Das sorgte einerseits für lange Wartezeiten auf dem Flur mit lauter wartenden Fußballfreaks — überwiegend mit aktuellem und Jahres-kicker bewaffnet — hatte aber den Vorteil, dass jeder, der aus dem Interview-Zimmer kam, von den Wartenden ausgefragt wurde, welche Fragen denn gestellt wurden.

Recht schnell merkte man die Wiederholungen und da ich erst ziemlich spät an die Reihe kam, wusste ich bis dahin so ziemlich alle Fragen und deren Antworten auswendig. Ich musste mich dann etwas zurückhalten, die Fragen vollständig abzuwarten, bevor ich antwortete. Die Leute von der Produktionsfirma hatten offensichtlich nicht mitbekommen, was auf dem Flur vor sich ging — oder es war Ihnen egal. Sie zeigten sich beeindruckt von meiner souveränen Vorstellung. Der letzte Satz des Interviewers war: „Gunnar, ich glaube, wir sehen uns in München.“ Ehrlich gesagt hätte ich ohne die „Vorbereitung“ auf dem Flur bestimmt nicht ausreichend viele Fragen richtig beantworten können, aber man darf ja auch mal Glück haben.

Dann ging es also wirklich in die Sendung. Wie hast Du Dich vorbereitet?

Als Spezialthema wählte ich „Der FC Bayern unter Trapattoni in der Saison 94/95″, da einerseits — für mich als Bayern-Fan — ein FC-Bayern-Thema ein Muss war und sich anderseits herausgestellt hatte, dass man sich mit dem Spezialthema möglichst auf eine Saison beschränken sollte. Zur Vorbereitung wälzte ich neben dem Jahres-kicker alle Bayern-Magazin- und SportBild-Ausgaben der Saison durch und sammelte alles, was für eine Quizshow interessant sein könnte. (Ja, ich gestehe, ich habe als Jugendlicher und bis Anfang 20 jahrelang regelmäßig die SportBild gelesen — aus heutiger Sicht nicht mehr nachvollziehbar).

Schon okay, ich gehöre auch zu jenen welchen, die früher … Insgesamt eine gute Vorbereitung also. Was gab es zu gewinnen und wie konnte man gewinnen?

Zu gewinnen gab es — meistens? — als Hauptpreis eine Reise und für den 2. und 3. Platz Sachpreise. Für den Hauptpreis brauchte man eine gewisse Mindestpunktzahl und musste alle drei Fragen seines Spezialgebiets am Ende richtig beantworten. Wir drei Kandidaten meiner Sendung vereinbarten deshalb vor der Aufzeichnung, dass, sofern nur noch einer die Chance auf den Hauptpreis hat, die anderen bei den letzten Fragen nicht mehr buzzern würdern.

Nette Solidarität. Und wie war es dann, als schließlich der Tag gekommen war, um den Titel als „Superfan“ zu quizzen?

Das Studio war erstaunlich klein. Die winzige Zuschauertribüne war mit Kandidaten anderer Sendungen, die am gleichen Tag aufgezeichnet wurden und ein paar anderen Leuten, die sich wohl gerade auf dem Produktionsgelände aufhielten, besetzt. Da man im Fernsehen immer nur einen Ausschnitt der Zuschauer sah, wirkte es deutlich voller. Die ganze Kulisse war aus der Nähe betrachtet äußerst windig, sah im TV aber ganz ok aus. Dafür war der Moderator Herbert Gogel in Wirklichkeit noch größer als wenn man ihn auf dem Fernseher sah. „Schiedsrichter“ war kicker-Redakteur Hardy Hasselbruch.

Immer noch ein Name wie ein Gedicht. Wie viele Punkte hast Du geholt, welche Antworten gewusst?

An viele Fragen kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich weiß nur noch, dass ich aus der Rubrik „EM 96″ erstaunlich wenig wusste, obwohl die Aufzeichnung in der Saison 96/97 stattfand. Eine Frage weiß ich allerdings noch. Es war eine 100-Punkte-Frage, also die schwierigste Stufe. Da es gegen Ende ging und ich auf dem zweiten Platz lag, riskierte ich zu buzzern. Die Frage lautete: „Welche außersportliche Ehrung wurde Berti Vogts 1978 zuteil?“. Ich hatte das sogar tatsächlich irgendwann mal gelesen, kam in dem Moment aber nicht mehr drauf und antwortete „Er wurde Mann des Jahres“. Richtig war „Nichtraucher des Jahres“.

Vereinbarungsgemäß überließen wir dem Führenden die letzten ein oder zwei Fragen, der dadurch auch tatsächlich die nötige Punktzahl erreichte und am Ende eine Woche Urlaub in der Türkei gewann.

Die Fragen zu meinem Spezialgebiet am Ende drehten sich um den Wechselfehler im Spiel gegen Frankfurt. „Welche Amateure standen in der Startelf?“ Scheuer, Kuffour. „Welche wurden eingewechselt?“ Grimm, Hamann. Und „Wie ging das Spiel ursprünglich aus?“ 5:2 für Bayern — das konnte ich natürlich alles beantworten.

Ich wurde Zweiter und gewann einen Satz Surround-Lautsprecher. Das Paket mit den Lautsprechern wurde mir dann versehentlich zweimal geliefert, sodass mein Bruder auch etwas von meinem Gewinn hatte.

Vielen Dank, Gunnar, für diesen Erlebnisbericht von Deinem Tag als Kandidat beim DSF Paulaner Superfan Quiz. Nur original ohne Bindestriche.

Gunnar Schmid bloggt auf seinem Stehblog, bei Twitter findet man ihn als @stehblog.

17 Kommentare

Auf dem Vulkan tanzende Biere

Mit dem Testspiel heute gegen Frankreich geht es langsam in die vorletzte Kurve Richtung EM 2012. Da ich selbst in Bremen im Stadion weilen werde, kann ich heute nichts dazu bloggen, weshalb ich eine andere Geschichte erzähle.

Ich war jung, ich brauchte das Geld. Nicht dass ich solches jetzt nicht mehr brauchen würde, aber ich bin nicht mehr jung. Und das ist gut so. Denn dass ich nicht mehr so jung bin wie 1996 ist in vielerlei Hinsicht gut, für diese Zwecke hier aber vor allem in einer.

Nie wieder würde ich eine Schicht ganz gleich wie gut bezahlter Arbeit annehmen, wenn ein Finale eines großen Turniers am selben Tag ansteht. Selbst wenn, wie im Falle von 1996, die Arbeit in einer Kneipe mit Großbildleinwand und perfektem Blick auf das Spiel zu verrichten ist. Doppelter Lohn, wegen des großen Andrangs aber vierfache Arbeit und kaum Zeit, das Spiel ernsthaft zu verfolgen. Wie gesagt, das Gute am Nichtmehrjungsein ist, dass man die meisten Fehler bereits begangen hat und im Normalfall nicht wiederholt. Naiv wie ich war, dachte ich, dass doch sowieso niemand während des Spiels Bier bestellen würde, schließlich müsste man genau dann ja das Spiel verfolgen und würde nur in der Halbzeitpause und vor dem Spiel bestellen.

So aber hatte ich an jenem 30. Juni 1996 Thekendienst in einem der wenigen akzeptablen Läden meiner Heimatstadt und die Massen waren schon in der Woche zuvor anlässlich des Halbfinals gegen England in rauen Mengen in den Laden geströmt. So rau, dass manche Leute bis in den Flur stehen mussten und wohl nur die Hälfte des Bildes sahen. Also auch nur den halben Andy Möller, wie er an einer der Eckfahnen des Wembleystadions den jubelnden Pfau gab, der durchaus dazu geeignet war, die englischen Fans in ihrem Heimstadion zu provozieren. Anlass war natürlich das gewonnene Elfmeterschießen gegen den Gastgeber und das war wohl der einzige Tag im Leben des Andy Möller, an dem ihn alle Fußballdeutschen mochten.

Jedenfalls war der Laden auch am Tage des Finales proppevoll und das wirklich Neue am Public Viewing ist eigenlich nur der Umstand, dass es draußen stattfindet. Rudelgucken an sich war auch damals schon üblich, 1990 zum Beispiel im Kino (nicht ich, aber andere) und 1996 eben in dieser Kneipe. Als der Tag begann, war Oliver Bierhoff übrigens noch nur ein Ergänzungsspieler, den kaum einer kannte, weil er seine Karriere in Italien vorantrieb. Bekanntlich war das zwei Stunden nach Anpfiff völlig anders. Ohne diese beiden titelbringenden Tore wäre er vielleicht jetzt kein Manager der Nationalelf geworden, weil er es gar nicht erst zum Stammspieler in der Nationalmannschaft gebracht hätte.

An den Spielverlauf selbst habe ich wenig Erinnerungen, obwohl immerhin nur alle 2 Minuten der Griff an den Kühlschrank nötig war. Schwieriger waren da die Bestellungen im „Saal“, wo Stuhlreihen dicht gedrängt vor der Leinwand aufgereiht waren und die Gäste immer wieder nach großen Bestellungen riefen, die kellnerlike auf einem Tablett hingeschafft werden wollten. Was auch ganz gut gelang, wenn auch mit Mühe, denn natürlich sprangen immer wieder alle auf, wenn sich eine Torchance für die Deutschen abzeichnete.

Dass es Matthias Sammer war, damals Mit-, heute Gegenspieler von Oliver Bierhoff, der den Foulelfmeter zum 0:1 durch Patrik Berger verursachte, musste ich tatsächlich nachlesen, nicht aber natürlich den Ausgleich durch den Danone-Boy. Zum Zeitpunkt des 1:1 war ich gerade in Sicherheit und nicht in der Masse der Menschen mit einem Tablett unterwegs. Da sich die kleine Pointe der Geschichte jetzt schon abzeichnet, rasch weiter zu ihrem Ende: Verlängerung, nachdem Bierhoffs Ausgleich alle erleichtert und daran erinnert hatte, wieso man auch hierhin gekommen war: zum Biertrinken.

Große Bestellungsrunde, auf ins Getümmel und als ich mitten in den Zuguckern stand, fiel nach nur 5 Minuten in der ja nach Golden-Goal-Regel gespielten Verlängerung das 2:1-Siegtor für Deutschland. Ich befand mich mit einem Tablett rundum voll mit Bier in dieser Menge, die aufsprang und den Raum hüpfend und jubelnd zum „Tollhaus“ werden ließ, während ich in artistischer Manier die wertvolle Ladung rettete, indem ich sie erst hoch über allen Köpfen hielt und im nächsten Moment samt Tablett in Richtung Fußboden abtauchte.

Was für ein Triumph! Deutschland Europameister, und alle Biere gerettet, die mir danach trotzdem aus den Händen bzw. vom Tablett gerissen wurden. Die Menge strömte auf die Straßen, wo nur Sekunden nach Abpfiff schon ein Autokorso begonnen hatte. Da ruckzuck fast niemand mehr in der Kneipe anwesend war und der Chef die Stellung hielt, schaffte ich es ebenfalls in eines der teilnehmenden Autos und merkte, dass man irgendwie schlecht jubeln kann, wenn die Menschen alle getrennt voneinander im Auto sitzen. Das bisschen Hupen ist da eher so lala. Mein erster Autokorso als Insasse, und bis heute auch mein letzter. Aber immerhin als doppelter Sieger: Die auf dem Tablett tanzenden Biere nicht in den Vulkan fallen gelassen und eben Europameister.

Und jetzt Ihr: Wo und wie habt Ihr den letzten Titelgewinn 1996 erlebt?

17 Kommentare

Anno gar nicht mal so tuck

„Diese Beckmänner, all diese Wichtigtuer, gehen uns Profis doch schon lange auf den Keks.“

Eike Immel, damals Manchester City, kurz bevor er als England-Experte für die EM 1996 vom ZDF eingekauft wurde. Beckmann war zu jener Zeit bei Sat1.

Das Traurige ist, dass wer als Spieler mit dem Resultat der Arbeit all der Beckmänner aufgewachsen ist, es schwierig haben wird, es sich anders als verbeckmannt überhaupt vorzustellen. Weshalb er dagegen nicht rebellieren wird und es bleibt wie es ist.

Aber, ach, das ist ja auch nichts Neues mehr. Ein tiefes Gefühl der Resignation macht sich breit, mit gleichzeitig aufkommendem Zweifel, ob es nicht müßig ist, darüber überhaupt Resignation zu empfinden. Im Stadion wird das Spiel immer noch so dargeboten, wie es ist. Was schnell zur Frage führen könnte, ob jene Zuschauer, die letztens noch neben mir zu Beginn (!) der zweiten Halbzeit in Scharen aufsprangen und nach Hause liefen, weil das Heimteam deutlich zurücklag, nicht doch mit Zusammenfassungen à la Beckmann besser bedient wären. Aber das wäre dann schon wieder ein anderes Thema und viel zu weit führend für diesen kleinen Beitrag, der nur Eike Immels Zitat festhalten wollte.

1 Kommentar

Playoffs mit Teilnehmern aus Europa

Folgend eine Aufstellung aller je mit Teams aus Europa stattgefunden habender Playoff-Spiele für die Qualifikation zu einer EM oder WM.

Eigentlich sollte es nur um die WM-/EM-Playoffs der UEFA aus jüngerer Zeit gehen, sprich seit der WM 1998, als diese Playoffs in großem Umfang eingeführt wurden. Wenn man dann aber einmal dabei ist, sieht man, dass diese Erfindung schon lange existiert und insofern gar nicht so merkwürdig ist, wie sie auf den in 1980er Jahren Fußballsozialisierten heute immer noch wirkt.

Obschon sie natürlich begrüßenswert ist: Jede auf sportlichem Wege durch den Ausgang eines Spiels zustande gekommene Entscheidung ist besser als eine mit irgendwelchen ominösen Torkoeffizienten oder Fairplaywertungen oder — im Prinzip noch absurder — durch einen Quervergleich von Gruppendritten, welche gegen unterschiedliche Gegner antraten. Wie man unten sieht kommt dieser Weg der Entscheidung erstaunlich häufig ohne Zusätze an die Spielzeit von 180 Minuten aus, der Auswärtstorregel, über deren Berechtigung man natürlich ebenfalls streiten könnte, sei Dank.

Wen nur die jüngere Zeit interessiert, der möge sofort nach unten scrollen, andere werden sicher einige Begnungen aus älterer Zeit finden, welche ihnen entfallen waren.

WM 1958

Israel Wales 0:2 (0:1)
Wales Israel 2:0 (0:0)
 

WM 1962

Israel Italien 2:4 (2:0)
Italien Israel 6:0 (1:0)
 
Marokko - Spanien 0:1 (0:0)
Spanien Marokko 3:2 (2:1)
 
Jugoslawien Südkorea 5:1 (1:0)
Südkorea Jugoslawien 3:1 (2:0)
 

WM 1974

Die UdSSR trat aus politischen Gründen nicht zum Rückspiel in Chile an. Chile hingegen trat an und schoss sofort das 1:0. Im Anschluss wurde die Partie abgebrochen, weil ohne Gegner kein Wiederanstoß möglich war. Gewertet wurde das Spiel mit 2:0 für Chile, welches sich damit für die WM-Endrunde in Deutschland qualifizierte.

UdSSR Chile 0:0
Chile UdSSR 2:0 am Grünen Tisch
 

WM 1978

Ungarn Bolivien 6:0
Bolivien Ungarn 2:3
 

WM 1986

Da es Vierer- und Dreiergruppen in der Qualifikation gab, mussten die jeweils Zweiten der Dreiergruppen noch durch eine zusätzliche Playoff-Runde, Schottland sogar gegen den Vertreter Ozeaniens antreten.

Belgien - Niederlande 1:0
Niederlande - Belgien 2:1
 
Schottland - Australien 2:0
Australien - Schottland 0:0
 

EM 1996

Die 6 besten Gruppenzweiten aus den 8 Gruppen waren direkt qualifiziert. Der letzte und der vorletzte der Tabelle der Gruppenzweiten bestritten ein Entscheidungsspiel auf neutralem Boden, der passend zum EM-Ausrichter von 1996 in Liverpool, England, lag.

Irland - Niederlande 0:2 (0:1)
 
15 Kommentare

Als Olli dem Feuerkopf den Rang ablief

Die Rivalität zwischen Matthias Sammer und Oliver Bierhoff ist in diesen Tagen mit den Händen zu greifen, sofern man Hände hat, die bis zum DFB reichen. Wir wissen nicht so genau, woher diese ausgesprochen intensive Rivalität rührt, aber hier gibt es zumindest einen ersten Hinweis, wann alles begonnen haben könnte. Vor der WM 1998 war der europäische Fußballer des Jahres, eben jener „Feuerkopf“ Sammer schwer verletzt. Normalerweise sind die Zeiten rund um große Turniere für Fußballer wie Ostern und Weihnachten zusammen, was Werbeverträge angeht. Doch, ach, ausgerechnet zu jenem Zeitpunkt war Sammer schwer vermittelbar (dass er das schon immer war, behaupten nur böse Zungen), und welches Goldengoallöckchen stieß in diese enorme Lücke?

Die Welt von 1998 berichtet:

„Doch ein verletzter Spieler ist ungeeignet, wenn eine Firma jungen Menschen etwas von Fitneß, Tempo und Gesundheit erzählen will. Und so versuchte auch Sammers persönlicher Berater Norbert Pflippen erst gar nicht, neue Verträge abzuschließen, obwohl er den Spieler für einen ausgzeichneten Transporteur von Werbebotschaften hält. ‚Das ist einer wie der Franz‘, sagt Pflippen und sucht den Vergleich mit Beckenbauer. (…) Er nutzte den Freiraum, um den Stürmer Oliver Bierhoff 50 Unternehmen als Werbepartner anzubieten. Inzwischen bezeichnete der ‚Spiegel‘ den Angriffsspieler als ‚Reklamehelden‘, die Firmen waren Feuer und Flamme. Pflippen hofft lediglich, daß Sammer wieder gesund wird.“

Allerdings muss man anmerken, dass Sammer früher noch stinkstiefeliger und jähzorniger war als er es jetzt ist. Von daher ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass die Basis des Konflikts bereits in einer der englischen Kabinen bei der Europameisterschaft 1996 gelegt wurde.

Und um Matthias Sammer als „einen wie der Franz“ zu empfinden, muss man ihn wohl unter Vertrag haben. Ansonsten müsste man auf Unzurechnungsfähigkeit plädieren. Okay, eine Weltläufigkeit vermitteln sollende Brille wie der Franz hat Sammer inzwischen auch. Aber sonst? Hat man den Franz je jähz… Okay. Schon gut.

7 Kommentare

Alle deutschen EM-Torschützen

Jahr Spieler EM Tore
1. Mario Gomez 2008-2016 5
Jürgen Klinsmann 1992-1996 5
3. Dieter Müller 1976 4
Gerd Müller 1972 4
Lukas Podolski 2004-2012 4
6. Klaus Allofs 1980-1984 3
Michael Ballack 2000-2008 3
Miroslav Klose 2004-2012 3
Karl-Heinz Riedle 1992 3
Bastian Schweinsteiger 2004-2016 3
11. Oliver Bierhoff 1996-2000 2
Thomas Häßler 1992-1996 2
Horst Hrubesch 1980 2
Philipp Lahm 2008-2012 2
Mesut Özil 2012-2016 2
Matthias Sammer 1992-1996 2
17. Lars Bender 2012 1
Jerome Boateng 2016 1
Andreas Brehme 1988-1992 1
Julian Draxler 2016 1
Stefan Effenberg 1992 1
Heinz Flohe 1972 1
Torsten Frings 2000-2008 1
Bernd Hölzenbein 1976 1
Sami Khedira 2012 1
Stefan Kuntz 1996 1
Lothar Matthäus 1980-2000 1
Andreas Möller 1992-1996 1
Skhodran Mustafi 2016 1
Marco Reus 2012 1
Karl-Heinz Rummenigge 1980-1984 1
Mehmet Scholl 1996-2000 1
Olaf Thon 1988 1
Herbert Wimmer 1976 1
Christian Ziege 1996-2004 1

Stand August 2016.

Kommentare geschlossen

Ewige Torschützenliste der EM

Nr. Spieler Land Spiele 11m Schnitt Tore
1. Michel Platini Frankreich 5 1 1,80 9
Cristiano Ronaldo Portugal 20 0 0,45 9
3. Alan Shearer England 9 2 0,78 7
4. Antoine Griezmann Frankreich 6 1 1,00 6
Thierry Henry Frankreich 11 0 0,55 6
Zlatan Ibrahimovic Schweden 13 1 0,46 6
Patrick Kluivert Niederlande 9 0 0,67 6
Nuno Gomes Portugal 14 0 0,43 6
Wayne Rooney England 10 1 0,6 6
Ruud van Nistelrooy Niederlande 8 1 0,75 6
11. Milan Baros Tschechien 6 0 0,83 5
Fernando Torres Spanien 13 1 0,38 5
Mario Gomez Deutschland 13 1 0,38 5
Jürgen Klinsmann Deutschland 13 1 0,38 5
Savo Milosevic Jugoslawien 4 0 1,25 5
Marco van Basten Niederlande 9 0 0,56 5
Zinedine Zidane Frankreich 14 2 0,36 5
18. Dennis Bergkamp Niederlande 13 0 0,31 4
Angelos Charisteas Griechenland 9 0 0,44 4
David Villa Spanien 4 0 1,00 4
Dragan Drazic Jugoslawien 5 0 0,80 4
Henrik Larsson Schweden 10 1 0,40 4
Dieter Müller Deutschland 2 0 2,00 4
Gerd Müller Deutschland 2 0 2,00 4
Vladimir Smicer Tschechien 11 0 0,36 4
Lukas Podolski Deutschland 12 0 0,33 4
Rudi Völler Deutschland 8 0 0,50 4
28. Alfonso Spanien 8 0 0,38 3
Klaus Allofs Deutschland 6 0 0,50 3
Frank Arnesen Dänemark 4 2 0,75 3
Gareth Bale Wales 6 0 0,50 3
Michael Ballack Deutschland 11 0 0,27 3
Mario Balotelli Italien 6 0 0,50 3
Jakub Blaszczykowski Polen 8 0 0,38 3
Tomas Brolin Schweden 4 1 0,75 3
Antonio Cassani Italien 13 0 0,23 3
Cesc Fabregas Spanien 16 0 0,19 3
David Silva Spanien 15 0 0,20 3
Youri Djorkaeff Frankreich 10 0 0,30 3
Alan Dsagojef Russland 3 0 1,00 3
Olivier Giroud Frankreich 8 0 0,38 3
Helder Postiga Portugal 7 0 0,43 3
Valentin Ivanov UdSSR 4 0 0,75 3
Miroslav Klose Deutschland 13 0 0,23 3
Jan Koller Tschechien 10 0 0,30 3
Frank Lampard England 4 0 0,75 3
Henrik Larsen Dänemark 7 0 0,43 3
Brian Laudrup Dänemark 8 0 0,38 3
Mario Mandzukic Kroatien 6 0 0,50 3
Morata Spanien 4 0 0,75 3
Nani Portugal 14 0 0,21 3
Zdenek Nehoda CSSR 6 0 0,50 3
Dimitri Payet Frankreich 6 0 0,50 3
Viktor Ponedelnik UdSSR 4 0 0,75 3
Karl-Heinz Riedle Deutschland 5 0 0,60 3
Bastian Schweinsteiger Deutschland 18 0 0,17 3
Semih Sentürk Türkei 5 0 0,60 3
Sergio Conceicao Portugal 5 0 0,60 3
Hristo Stoitchkov Bulgarien 3 1 1,00 3
Davor Suker Kroatien 4 1 0,75 3
Jon Dahl Tomasson Dänemark 7 0 0,43 3
David Trezeguet Frankreich 7 0 0,43 3
Robin van Persie Niederlande 7 1 0,43 3
Hakan Yakin Schweiz 6 1 0,50 3
Zlatko Zahovic Slowenien 3 0 1,00 3

Stand: 10. Juli 2016

Kommentare geschlossen

Alle EM-Gewinner-Spieler als Karikaturen

[photopress:fussballspieler_karikaturen.jpg,full,alignleft]Es ist nie zu spät, sich gelungene Karikaturen aller bisherigen EM-Gewinner anzusehen. Auf der UEFA-Seite zur EM 2008 gibt es diese. Mir gefallen die aus dem Urlaub geholten Dänen am besten, aber auch die Russen Sowjets von 1960 wissen zu gefallen. Alle dabei, Otto Rehhagel, Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und sein Intimus Jürgen Klinsmann, Horst Hrubesch, Matthias Sammer, Berti Vogts, Klaus Allofs und ja, auch Jupp Heynckes. Offensichtlich bringt es einen im deutschen Fußball recht weit, mal eine Europameisterschaft gewonnen zu haben. Gerne hätte ich allerdings alle deutschen Spieler im Stile der Spanier von 1964 gesehen.

5 Kommentare

„weil ich die ganze Nacht durchgezecht hab“

Heute vor 12 Jahren. Okay, gut, am Morgen danach, was einem aber, wenn man durchzecht, wie immer noch derselbe Tag erscheint. Da gab es zwar ein Golden Goal, aber keine goldenen Stimmen mehr. (Nicht durch den Dellingfilter gekommen. Schade.)

Wollen wir hoffen, dass Klinsmann auch demnächst wieder eine ganze Nacht durchzecht. Ich würde zu gerne mal Miroslav Klose öffentlich singen sehen. Ja, sehen. Hören muss nicht sein. Wahrscheinlich würde das so ablaufen wie bei Stuart Sutcliffe, der sich zu Beginn seiner Basskarriere bei den Beatles ob seiner mangelnden Fähigkeiten immer so geschämt hat, dass er mit dem Rücken zum Publikum spielte. Allerdings hat Klose ja auch, zurecht, keine Gesangskarriere eingeschlagen, sondern eine fußballerische. Ob das bei Flipper ebenfalls so zurecht war, weiß man nicht. Sänger jedenfalls konnte er nicht werden, da blieb wohl nur noch Fußball.

Die Lightning Seeds sind übrigens abgsehen von diese hier verhunzten Nummer wirklich langweilig. Sollte man nur dann kaufen, wenn man selbst total langweilig ist oder gerade einen Burnout hat und etwas Beruhigendes, Dahinplätscherndes braucht. Also dann doch der eine oder andere.

6 Kommentare