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Schlagwort: ZDF

Töppi keine Träne nachweinen …

… denn es geht ja „immer weiter, immer weiter“.

Wie wenig verdient eigentlich so ein Moderator bei der ARD oder beim ZDF? Sind diese da nicht zu guten Bezügen fest angestellt? Fällt es doch schon unter „Geringverdiener“? Die Rede ist dabei nicht mal von Baptist Kerner, der ja öfter mal die Sender wechselt, die Marken, für die er wirbt, allerdings auch. Die Rede ist von den eigentlich doch immer so brav daherkommenden Delling und Müller-Hohenstein. Letztere hatten wir hier öfter schon in der Pfanne sitzen, die Weihenstephan-Affäre ist gerade mal ein paar Wochen alt.

Nun, wir dürfen annehmen, dass die Moderatoren sehr wenig verdienen. Es werden wohl ein paar Euro mehr sein als bei einem Lokalradiosender, aber so richtig zum Leben reicht es immer noch nicht. Deshalb muss man die gerade erst frisch verlassenen Fußstapfen des ehrenwerten Rolf Töpperwien auch gleich wieder mit Inhalten füllen, diesmal mit den eigenen. Und dass sich keiner wundert, wenn es beim nächsten Aktuellen Sportstudio wieder nur butterweiche Fragen an Louis van Gaal gibt, obwohl er doch eventuell schwer in der Kritik steht und man ihm einiges vorwerfen könnte: Nicht dass er noch bei der nächsten Buchvorstellung jemand anderen mietet, man weiß ja, wie herrisch, jähzornig und nachtragend van Gaal sein kann, da verkneift man sich die kritische Frage doch lieber.

Katrin Müller-Hohenstein präsentiert Louis van Gaals Biografie.

Gerhard Delling hingegen gibt bei der Verleihung einer offensichtlich ohnehin x-beliebig gewordenen Ehrung den Conferencier.

Auch im Falle von Delling darf man fragen, ob er denn beim nächsten Mal noch genauso hart zufragen wird, wie man sich das eigentlich von Öffentlich-Rechtlichen wünscht. Aber Sich-Gemeinmachen, das ist ja nicht erst seit dem Team Telekom Teil des Tuns.

Dass man mit solchem Sich-Gemeinmachen inzwischen aber durchkommt, ohne dass jemand aufjault, während man vor ein paar Tagen erst Töppi das Kumpelsein hart vor den Latz knallte, das wird doch nicht bedeuten, dass man sich vom jeweils buben- und mädchenhaften Grinsen der beiden Protagonisten täuschen lässt?

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Blitzkrieg! Hunnen! Fritz, Surrender! Die Panzer rollen nicht mehr endlich wieder!

Unfassbar.

„Wenn Du glaubst, es geht nichts mehr, kommt von irgendwo ’n Eigentor her.“

Da machen die englischen Medien nach der fürs Außen-Image doch recht positiv wirksamen WM 2006 in Deutschland und insbesondere dem fußballerischen Auftreten der deutschen Mannschaft in Südafrika endlich mal nicht mehr mit solchen Schlagzeilen wie im Titel genannt auf, als es zur Paarung England gegen Deutschland kommt, da haben wir gleich — mit direktem Draht zur Weiterverbreitung — einen Mann in vorderster Front, um im Bild zu bleiben, der dafür sorgt, dass diese vermaledeiten Assoziationen nicht verloren gehen, wenn die anderen sie nun endlich einmal ad acta legen.

Es ist ja auch wichtig, die Erinnerung nicht verblassen zu lassen. Die Schattenseiten der deutschen Geschichte sind einmalig, unvergleichlich. Das würde heutzutage niemand ernsthaft bestreiten, auch wenn das in der BRD selbst erst irgendwann gegen Mitte der 1960er Jahre dämmerte, als diese extremen Schattenseiten auch schon 20 Jahre her waren.

Der Mann heißt Oliver Kahn. Der Mann hat nicht nur Eier.

Er hat auch ein Management. Und dieses Management betreibt eine Webseite.

Und diese Webseite ist Teil seines zumeist inhaltsleeren ZDF-Pläuschchens vor, zwischen und nach Fußballspielen der WM mit einer Dame, die wiederum selbst gerade in Schwulitäten wegen gewisser Werbeverbandelungen ist, das ist hier aber nicht das Thema.

Den Fanexperten, der die auf dieser Webseite gewonnenen Daten verbreitet, kennt auch jeder, der auf die Öffentlich-Rechtlichen bei der WM-Grundversorgung angewiesen ist.

Irgendjemand der Betreiber hatte jetzt die umwerfend neue Idee, der deutschen Nationalmannschaft so etwas wie einen Spitznamen zu verpassen. „Three Lions“ wird die englische Mannschaft genannt, „Les Bleus“ die französische oder „Die unbezähmbaren Löwen“ (auf französisch) jene von Kamerun. Also muss so etwas auch für die deutsche Mannschaft her. Dass entweder die eingereichten Vorschläge nicht besonders originell waren oder die Jury in ihrer Auswahl mehr als konservativ zu nennen ist, sei dafür unerheblich, schließlich wüsste man hier auch mit keinem guten Vorschlag für einen Spitznamen aufzuwarten. Was daran liegen könnte, dass Spitznamen normalerweise während des Lebens, des Zusammenlebens oder aus irgendwelchen Zusammenhängen irgendwelcher Nationen mit irgendwelchen Tieren oder Sagen oder dergleichen entstehen und nicht per Abstimmung zugewiesen werden können. Tante Käthe hatte jedenfalls damals keine TED-Telefon-Umfrage durchführen lassen, ob sie er so genannt werden will oder doch lieber anders.

Dass also die übrigen Vorschläge auch alle mehrheitlich großer Mist sind („11 Freunde“, „Schlandmän“ oder „Goaliats“ – ja wirklich: „Goaliats“) ist irrelevant.

Einen Vorschlag aber, den die Leute von fanorakel und damit quasi ja auch die Leute vom ZDF und vom Kicker, wie es dort zumindest geschrieben steht, akzeptabel fanden und in ihre Abstimmung aufgenommen haben, den kann man nur noch hirntot nennen.

Die Panzer

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Das ZDF (!) und der Kicker (!) und diese vom Management von Oliver Kahn betriebene Seite fanorakel.de (kein Ausrufezeichen) lassen öffentlich und ohne jegliche Scham darüber abstimmen, ob eine Fußball-Nationalmannschaft aus einem Land, deren Bewohner und Vorfahren mehr als nur halb Europa überfallen, verwüstet und den Tod von ca. 60 Millionen Menschen verursacht haben, ernsthaft einen Spitznamen in Form einer dieser todbringenden und viele weitere Tode ermöglichenden Waffen tragen solle.

Sie schämen sich dann natürlich nicht, auf der Webseite anzuzeigen, dass 4% aller User diesen Spitznamen als ihren Favoriten ausgewählt hatten. Mit insgesamt 4% Idioten könnte man wohl noch ganz gut in jeder Gesellschaft zurechtkommen. Mit Leuten, die in Deutschland öffentlich-rechtliche Medienarbeit verrichten und sich beim Begriff „Die Panzer“ nichts denken, hingegen eher nicht.

Natürlich gibt es in anderen Ländern vielerlei militärische Verwicklungen von Bezeichnungen im Fußballbereich, allein schon, wenn man Fangruppierungen als „Army“ von irgendwas oder in irgendwelchen Farben bezeichnet. Das ist aber irgendwo anders.

Hier ist Deutschland und hier braucht kein Mensch in irgendeiner Form die Bezeichnung einer Waffe, gerade jene Waffe, die im Ausland jahrzehntelang die Metapher für eben jenen Angriffskrieg war, auch wenn nur von Fußball die Rede war, als niedlichen, verharmlosenden, tatsächlich aber wohl Angst einflößen sollenden Spitznamen einer Auswahl von Sportlern.

Bei dieser Abstimmung hat sich eine Mehrheit von über 50% übrigens für irgendwas mit „Adler“ als Spitznamen entschieden, jetzt geht die Abstimmung in die nächste Runde, welche Adler es denn genau sein sollen. Auch hier sind die Vorschläge von exquisiter Güte („Schwarogo Adler“, „Deutsche Adler“ oder „Weißbrust Adler“). Es scheint, im Sinne der vorhergegangenen Abstimmung, wenn es schon nicht die Panzer sein dürfen, fehlt da noch ein gewisser Adler in der Auswahl.

Darum, dass Hirn vom Himmel fiele, wagt man ja schon gar nicht mehr zu bitten.

Entdeckt und zuerst verfolgt von Jogis Jungs.

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„Total geil“

Hat nix mit Fußball zu tun, ist trotzdem unerträglich: KMH schmachtet Oliver Kahn an, als ob es kein Morgen bzw. kein Bett gäbe. Dabei landen sie nach der Sendung vielleicht, man weiß es nicht, doch genau da (weiß man aber nicht, könnte auch nicht sein). Und das wiederum verleidet mir den Spaß, der ohnehin im ZDF schon klein ist, daran, Fußball zu schauen. Ist es schon ein Skandal, dass das ZDF Werbung für die von Oliver Kahns Management betriebene Seite „fanorakel.de“ macht, indem es diese Tupperdose namens Fanreporter stetig deren Umfrage-Ergebnisse als „Sicht der Fans“ verkaufen lässt, nicht ohne die URL zu nennen, ist das Gebalze von KMH schier unerträglich. Wie sie ständig bei überhaupt nicht amüsanten Fragen kichert oder aber ihren Duz-Freund Oliver Kahn bezirzt, hat mit seriöser Fußball-Berichterstattung nichts mehr zu tun. Man darf sich ja gerne verlieben, sowas kommt vor und ist abgesehen vom extraterrestiellen Geisteszustand der Beteiligten auch eher schön zu nennen, hat aber in einer von mir und Euch allen bezahlten Sendung nichts zu suchen.

Wenn ich balzende Paare sehen will, gehe ich im Frühling in den Stadtpark. Ich will aber etwas über Fußball und die gesehenen Spiele erfahren.

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ZDF-Torwandschießen selber schießen

Erst Günter Netzer bei seinen rekordigen 5 Treffern zuschauen, welche er als erster überhaupt erreichte.


Dann selber machen und sogar andere per Email herausfordern:

Zum ZDF-Torwandschießen für die eigene Maus, sogar mit der Originalmusik „Up to date“ des Sportstudios im Hintergrund sowie dem unvermeidlichen Wolf-Dieter Poschmann, der wie damals bei FIFA 97 schon seine klugen Anweisungen zum Besten gibt. Ein echter Spaß für die ganze Familie.

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‚Wort‘ des Jahres 2008: „Durch die Unterhose!“

Man kennt diese — früher nannte ich das fälschlicherweise „rauchig“, richtig aber ist „kehlig“ — man kennt diese kehlige Stimme von Bela Rhethy, und ein jeder, der bei der EM zugegen war (also vor dem heimischen oder kneipischen Fernsehschirm zugegen war), hat auch die tolle Demonstration der Tatsache miterlebt, dass Bela Rhethy nun mal ein eher weniger geeigneter Radioreporter wäre, wenn denn das Bild mal wieder ausfiele.

(Wir erinnern uns.)

Insgesamt, die Meinungen teilen sich wie bei jedem, der nicht an der Spitze der Sympathieskala liegt, ist Bela Rhethy aber nun auch nicht gerade jemand, den man mit Schimpf und Schande vom Hof jagen müsste, nur weil er mal dann und wann ein wenig zu statistikselig ist und uns damit volldröhnt, in welcher Kapelle von Sao Paulo der linke Außenverteidiger des Gegners zu welchen Psalmen geheiratet hat. Er ist halt Bela Rhethy, und liegt damit selbstredend immer noch weit vor JBK und Reinhold Beckmann (die ja übrigens beide, Gottseidank, nicht mehr kommentieren), aber er ist eben auch keine Ikone.

Bela Rhethy also.

Jedes Jahr suchen findige Menschen im Fußball neuerdings einen Spruch des Jahres. Einen Spruch des Jahres. Einen Spruch des Jahres. Inzwischen reicht es nicht mehr, im Mannschaftssport Fußball, bei dem man die Rollen eines Mittelstürmers wohl kaum mit denen eines Außenverteidigers geschweige denn denen eines Torhüters vergleichen kann, einen „Spieler des Jahres“ zu wählen. Diese Vergleiche finden aber immerhin noch innerhalb ein- und derselben Sportart statt. Dann gibt es da aber auch noch den „Sportler des Jahres“, aber selbst das ist nicht genug. Es reicht nicht mal mehr, Wahlen von Sportlern einzuführen, deren Leistungen so vergleichbar sind wie Juristerei und Archäologie, wie Pepsi und Smacks oder wie Frank Zappa und DJ Bobo, Wahlen zur „Sportlerin des Jahres“, bei denen eine Schwimmerin gegen eine Bogenschützin antritt oder gar eine Spielerin eines Mannschaftssports gegen eine Schachspielerin.

Das alles ist nicht mehr genug, inzwischen muss auch noch der „Spruch des Jahres“ gewählt werden in unserem, manchmal gar nicht so schönen Lieblingssportbereich: im Fußball.

Und diese Wahl hat letztens Peppi „Josef“ Hickersberger, damals Trainer der österreichischen Nationalelf, mit einer Aussage gewonnen, die ungefähr so lautete:

„Wir haben nur unsere Stärken trainiert, deshalb war das Training nach 10 Minuten zu Ende.“

Meine Wahl wäre auf einen ganz anderen Spruch gefallen, der allerdings auch im Rahmen der Europameisterschaft 2008 fiel, und zwar von besagtem Bela Rhethy:

„Durch die Unterhose!“

gröhlte er fast schon panisch ins Mikrofon, während wir, nichtsahnend noch an unserem Weizenbier kauend ins Erstaunen gerieten, wieso der Mann am Mikro so ausflippt bei einem normalen Zweikampf von Philipp Lahm mit einem Gegner an der eigenen Eckfahne, der doch, man weiß doch, man kennt doch, Lahm, sicher in Kürze mit Ballbesitz für Deutschland und dem nächsten Angriffsversuch enden würde.

„Durch die Unterhose!“

und man hätte es eigentlich ahnen müssen, es am Tonfall erkennen, am hysterischen Klang, der gar nicht so gewollt reißerisch, sondern ehrlich, leicht bestürzt, stärker schon entsetzt wirkte und wir ahnten trotzdem noch nicht, was passieren würde.

„Durch die Unterhose!“

und mit der damals vorhandenen Verzögerung von ca. 5 Sekunden sahen wir es dann, was „durch die Unterhose“ passierte: die Türkei hatte durch die Unterhose von Jens Lehmann hindurch ausgeglichen, ganz kurz vor Schluss und Aus war es erstmal mit dem Gefühl, sicher im Finale zu sein. Und meine Wahl gewönne der Spruch nicht wegen seiner sprachlichen Fragwürdigkeit (hätte die Unterhose nicht eigentlich Hosenträger sein müssen?), sondern wegen seiner — selten genug — unbestreitbaren Authentizität in dieser besonderen, weil zeitverzögerten Situation.

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It wasn’t a classic

Es ist ja nicht erst seit gestern so, dass solche Freundschaftsspiele irgendwann zwischen den Jahren und ohne den Anreiz, um Punkte oder Trophäen zu sein, fast immer Prototypen sind, die ohnehin nie dazu gedacht waren, in Serie zu gehen.

Selten allerdings war der Impuls so groß wie gestern, sich das spannungsfreie und humorlose Spiel nicht bis zum Ende anzuschauen und stattdessen etwas wirklich Unterhaltendes zu tun, wie die Fenster zu putzen oder noch am Abend den Zahnarzt rauszuklingeln, ob er nicht Lust hätte, hier oder da mal ein bisschen zu bohren. Gebohrt wurde auch im deutschen Spiel, gar der Nerv getroffen, jedoch jener Geschmacksnerv, der Fußball für ein ansehnliches, interessantes und dramatisches Spiel hält und dem Genüge tragende Handlungsweisen auf dem Spielfeld erwartet.

Die Fünf Weisen des Sportbeobachtens hatten schon am Morgen gewarnt, sich besser mit Ausweichkost zu versorgen. Die wäre nötig gewesen, allein, als eigentlicher Anhänger der DFB-Elf steht die Option, nicht zu schauen, nicht zur Verfügung. Man hätte gewarnt sein dürfen, dass im Spiel nicht allzuviel Kreativität folgen würde, als schon vor dem Anpfiff ein nie zuvor gehörter Song bei einem Fußballspiel kredenzt wurde: „You‘ll never walk alone“.

Philipp Lahm walkte aber alone irgendwo, nur nicht auf dem Platz. Das war schlecht fürs deutsche Spiel, weil Compper so beeindruckt davon war, dass er jetzt Nationalspieler ist („100.000-Euro-Mann“), dass er vergaß, mitzuspielen. Und weil Friedrich sich erinnerte, dass er schon vor Klinsmanns Zeiten mal Nationalspieler war und eine kleine Querpassreminiszenz an selige Völlerzeiten zelebrierte.

Podolskis Rolle als Edelreservist scheint sich inzwischen auch bei der Nationalelf herumgesprochen zu haben. Da revanchierte sich der spät eingewechselte Podolski mit einer Leistung, wie er sie auch im roten Bayern-Höschen nicht schlechter hinbekommen hätte. Und scheint nicht in der Lage zu sein, dem an ihm vorbeiziehenden P“ä“trick Helmes Paroli zu bieten.

Bei René Adler stellte sich der Effekt ein, den man gemeinhin „Vorführeffekt“ nennt: Da bleibt man zwei Jahre lang ohne größeren Bock, aber genau dann, wenn wirklich alle zugucken, 75.000 im Stadion und auch der Rest der fußballinteressierten Welt — immerhin der Weltmeister von 1966 gegen den dreifachen Weltmeister — will die Wiederholung des Kunststücks „fehlerlose Leistung“ einfach nicht gelingen.

Testspiele ohne Erinnerungswert: Sogar Michel Platini hatte bereits vor Anpfiff in den Amnesiemodus geschaltet, behauptete er doch steif und fest, das letzte Spiel der Deutschen, welches er gesehen habe, sei das Spiel um Platz 3 bei der WM gewesen. Da fragt man sich, ob die EM 2008 noch gar nicht stattgefunden hat. Und falls doch, wer dieses teuflisch nach Platini aussehende Double war, das den EM-Pokal überreichte.

„Taktikfuchs Capello“. Man hört läuten, dass Capello plant, Kahn wegen dieser Betitelung zu verklagen. Capello sieht in der Bezeichnung eine „unzulässige Gleichmacherei“ mittels eines Attributes, das eigentlich jedem Trainer gebührt, dessen Herz noch schlägt. Mehr als das, die Worte „Taktikfuchs“ und „Erfahrung“, davon allerdings reichlich, fiel unserem gebührenfinanzierten Experten Kahn zu Capello nicht ein. Tagsüber hatte er keine Zeit gehabt, sich auf seine abendliche Tätigkeit in irgendeiner Form vorzubereiten, weil er gerade an einem neuen Ssachbuch schreibt. Es bleibt dabei: Nur weil er unfallfrei sprechen kann (sieht man von kleineren grammatikalischen Holperern und seinem ständigen „Du“, wenn er „man“ meint, ab), bedeutet das noch lange nicht, dass er seinen Job zufriedenstellend ausfüllt. Ein bisschen mehr Inhalt, ein bisschen mehr Präzision, ein bisschen mehr überhaupt irgendetwas an Information. Wirklich, nur ein bisschen mehr („aber sprich nur ein Wort“), so würde meine Experten-Zuhörer-Seele gesund. Selbst am sprichwörtlichen Elfmeter mit Adlers Fehler, der zum 0:1 führte, ging er vorüber. Motto: „Wenn Du als Torwart rausgehst, musst du ihn haben.“ Ach?

Und: Ja, da darf man sich gerne ein bisschen in den Arsch beißen, wenn man als Zuschauer für so ein Spiel 80 Euro Eintritt bezahlt hat; auch wenn das In-den-Arsch-Beißen schwerfällt in einem reinen Sitzplatzstadion.

So wie überhaupt alles, was mit Fußball zu tun hat, im Berliner Olympiastadion schwer fällt: Jens Lehmann wird froh sein, dass man ihm nicht ein solch vergiftetes Geschenk zum Abschied gemacht hat; gegenüber Adi Katzenmeier war das jedoch eine Unverfrorenheit.

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Manni mutiert

Kleiner Nachtrag zum Hinweis auf die Neuausstrahlung von „Manni, der Libero“: Verschwender aka tumulder von der Seite „Zeitverschwender“ mit dem netten Untertitel „Mutanten, Tiere, Sensationen“ hat sich etwas ausführlicher mit der Serie befasst. Dabei lesen wir u. a. folgende schönen Worte unter dem Titel Pöhlermatte, kindgerecht:

War ja erst die zweite Folge, die mit der Abseitsfalle. Wie Du da wickieresk mittels Griff an die eigene Nase Deinen beiden Verteidigern die Anweisung gibst sofort stehen zu bleiben damit der überlegene Gegner ins Abseits läuft. Herrlich. Ganz großes ZDF Kinderprogramm. Ich stelle mir gerade vor wie sich Per Mertesacker in the real World of Football am Samstag in der Signal Iduna Park Arena in der 65. Minute an der Nase kratzt, und von Westermann bis Helmes bleiben alle stehen weil sie sich den Trick am letzten Freitag auf‘m DSF von Dir abgeschaut haben. Nur Per kennt Manni den Libero gar nicht und Rußland geht 1:0 in Führung. Auf die Interviews nach dem Spiel freue ich mich schon.

Außerdem erfahren wir, dass die Serie damals gar kein Erfolg war. So unterscheiden sich die Wahrnehmungen je nach Alter der Rezipienten: In diesem Hirn war die Serie super. Offensichtlich wäre es doch besser, heute Abend, 19h, bei der dritten Folge nicht einzuschalten, um sich, wie gesagt, die Erinnerungen nicht zu versauen.

Verschwenders Seite findet man von nun auch in der Blogroll, da sich dort jeder dritte oder vierte Beitrag mit Fußball befasst. Nicht, dass man den Rest nicht auch lesen könnte, allerdings bekommt man dann viereckige Augen.

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Manni, der Viererkette

Es gibt keine andere TV-Serie, die so tief ins Gedächtnis eingebrannt ist wie „Manni, der Libero“. Ab heute, 19h, werden die jeweils nur 25-minütigen Folgen im Anachronismus wiederholt und an dieser Stelle schwankt man noch, ob man es noch mal schauen soll und sich somit die eigenen, immer enthusiastisch entflammten Erinnerungen verderben soll oder ob man es nicht schaut, die Erinnerung in guter behält, dafür aber den Spaß verpasst, noch mal Manni auf dem Weg zur Nationalelf begleiten zu dürfen.

„Timm Thaler“, das meines Wissens erst danach produziert und gesendet wurde, war auch nicht von schlechten Eltern, hatte dennoch nie die Klasse von „Manni, der Libero“.

Noch Jahrzehnte später erhellte immer wieder große Freude das Gemüt, wenn Tommi Ohrner in irgendeiner anderen Sendung erblickt wurde, denn Tommi Ohrner gab’s eigentlich gar nicht, das war nämlich Manni, der Libero, und wer Fußball spielt, der muss ein Guter sein und irgendwie war er ja auch ein Star.

Über den eigentlichen Handlungsablauf ist so gut wie nichts im Gedächtnis geblieben (das „tief eingebrannt“ bezieht sich nur auf die Existenz der Serie als solcher), nur dass man schon als kleiner Bubi merkte, wie gestellt die Fußballszenen jeweils wirkten, weil Tommi Ohrner wohl doch nicht so wirklich das Zeug zum Nationalspieler hatte. Deshalb kann hier auch kein Abriss der ganzen Geschichte geliefert werden, eher der Hinweis, dass eine Serie aus deutscher Produktion, die das Thema Fußballer (und nicht Fußball nur als Setting irgendeiner Polizei- oder Liebesgeschichte) hat, höchst selten ist. Dabei müssten sich doch Abermillionen von Jünglingen gerade mit einem solchen Charakter identifizieren können. Ein einzigartiges Stück Fußballfernsehgeschichte, auch wenn Manfred Kaltz mit den Worten zitiert wird: „Schöne Sendung, aber mit Fußball hat das nicht viel zu tun.“

Auf diversen Internetseiten liest man dann auch den einen oder anderen Verriss der Serie, und momentan scheint das Risiko zu groß, sich die schöne Jugenderinnerung durch nochmaliges Anschauen kaputtzumachen. Doch die Entscheidung kann auch bis zum nächsten Freitag warten, denn heute, in der ersten Folge „Einer von 2 Millionen“, erscheint Tommi Ohrner erst ganz am Ende. Zuvor wird der noch jüngere Manni von einem anderen Balg gespielt.

Gute 1980er Kost wird es wohl sein, denn: Wer würde sich heute noch trauen, einen Jungen, der im „Ruhrpott“ Fußball spielt, „Manni“ zu nennen? Wer würde heute überhaupt noch den Ruhrpott „Ruhrpott“ nennen, das kostet ungemein Bartsteuer. Und wer würde sich heute noch trauen, eine Folge dieser Serie „Die Türken kommen“ zu nennen?

Kamen sie überhaupt? Sollte der Autor der Serie derselbe sein, der auch die TKKG-Folgen geschrieben hat, dann sind „die Türken“ in der Serie sicher keine Sympathen, aber das ist an dieser Stelle unbekannt. Und sollte Alternative 2 (s. o.) gewählt werden, wird das auch so bleiben. Man darf aber gerne berichten, wie gesagt, heute, 19h.

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Kerner, you

Löw lässt Kerner auflaufen. Viel mehr darf man gar nicht erwarten. Das war schön. Ansonsten sollte man [hier Anfang des schwarzen Lochs befürchten] aber mehr auch nicht.

3 Klosetore machen noch keine Qualifikation.

Selbst Klinsmann hätte das wohl nicht so gebracht. Löw aber war darin höchst souverän, was man von ihm nicht so erwartet hätte. Aber das, das hatte Stil. Nicht nur wegen Kerner, sondern vor allem wegen Stil. Wo man gute Nacht sagen muss, darf man das auch sagen müssen.

Und ehrlich gesagt: so klar hat ein Bundestrainer selten einen Wurst-Entertainer abblitzen lassen. Wir sagen vorerst: klapp, klapp, klapp. Sehr gut, Herr Löw. Note 1.

(Nachtrag: Und hier ist dann noch das Video vom Interview von Kerner mit Jogi Löw nach dem Spiel Finnland gegen Deutschland.)

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Von Imkern und Steuerberaten

Nein, nicht von Imkern und Steuerberatern. Von Oliver Kahn.

Obwohl man immer glaubte, gerade jene im Titel genannten Berufsgruppen seien jene von Einsiedlern und Eremiten größtenteils geprägten, während Torhüter durch ihre 90 Minuten hindurch einsam seien, danach aber mit dem Team, mit dem Trainer, mit dem Platz-, Zeug- und sich selbst- und vor allem auch mit den Zuschauern feiern würden, gerade weil diese wüssten, welch einsamen, dennoch überaus verantwortungsvollen (Nein, das Wort mit D am Anfang wird jetzt nicht wieder verwendet, Oliver Kahns Karriere ist beendet.) Job diese vor allem mental harten Jungs ausüben und wie wichtig sie für das Team seien: Da täuscht man sich.

In Wirklichkeit sind die Steuerberater die umjubelten 100m-Läufer der menschlichen Existenz. Wie viel wichtiger der Allgemeinheit, von ein paar wirklichen Deppen der untersten Kategorie abgesehen, ihr eigener Kontostand als das Ergebnis eines Fußballspiels ist, macht man sich ja — in aller Regel — gar nicht klar. Von wem man profitieren kann, dem küsst man den Arsch, von wem man dies nicht kann, den bewundert man vielleicht aus der Ferne des Südranges (oder in schlimmsten Fällen irgendeines südkoreanischen Stadions mit einer Atmosphäre „wie auf einem Dorfturnier“, was dann wiederum nahezu blasphemisch anmutet) oder kauft für die Kinder den einen oder anderen Merchandising-Artikel. Richtig zum Freund haben möchte man solch ein Monster respektive Almöhi oder auch Suchtpatienten (nach dem eigenen D, nein, das Wort wird hier nicht wieder verwendet) aber nicht. Lieber wäre es, er/es bliebe auf Abstand.

Das ist aber keine reine Folge der eigentlichen Prominenz, es ist umgekehrt, manche sagen heutzutage auch gerne wize werssa dazu und haben nicht ganz unrecht. Wer Torwart ist, der ist von Anfang an schon ein Einsiedler, und genau deshalb wird er dazu. Also zum Torwart. Weil er eh mit keinem reden will, außer ihn anzuschnauzen natürlich, eigentlich hätte er vielleicht auch lieber eine Einzelsportart „ergriffen“, es gelang ihm aber nicht, weil damals, in Deutschland, halb zehn, irgendwo in Karlsruhe, es nun mal nichts anderes gab. Also Torwart in der Fußballmannschaft. Das bedeutete aber nicht, dass man sich ins Team einreihen musste, weder damals noch heute (heute spielt er nicht im Tor der Nationalmannschaft, wie es bei übrigens nicht mehr üblichen Abschiedsspielen eigentlich üblich ist), damals spielte er nicht mit den anderen Kindern auf dem Schulhof:

Das war 1985. Ich war damals Sport- und Englischlehrer am Helmholtzgymnasium in Karlsruhe, wo Kahn Schüler war. Ich nahm ihn wahr, weil er im Schulhof immer separat stand.

Und nur wenig später dann eben so:

Beliebt in der Mannschaft war allerdings nicht. Als die anderen nach dem Spiel feierten, ging er gleich weg. Er war wie auf dem Schulhof ein Einzelgänger.

Nun gut. Nach heute Abend kann Oliver Kahn dann wieder alleine irgendwo rumstehen, er braucht ja keine Mannschaft mehr. Und wenn sich ein Pärchen nicht zufällig gefunden hat, dann das schöne neue Moderatorenpärchen beim ZDF: Bei seinem zukünftigen Kompagnon, Johannes B. Kerner, da wettet man doch all sein Geld, dass der schon im Kindergarten alleine an der Wippe rumstand.

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Unbekanntes aus … dem Hause Vandereycken

… dem Hause Vandereycken.

René Vandereycken — der aktuelle belgische Nationaltrainer — ist den meisten, die schon länger „am Ball“ sind, kein Unbekannter, war er doch Teil jener belgischen Nationalmannschaft, die für die hellglänzendmetallene Generation des belgischen Fußballs steht: die 1980er Jahre, in denen man mit Spielern wie Jean-Marie Pfaff, Enzo Scifo, Georges Grün, Erik Gerets (jaja!), Jan Ceulemans, Franky van der Elst und eben jenem René Vandereycken in die Weltspitze vordrang.

Weniger bekannt ist hingegen, dass Vandereycken einst bei einem Club spielte, der aus heutiger Sicht so surreal wie fabelhaft wirkt: 24 Spiele bestritt er für ein Phänomen namens „Blau-Weiß 90 Berlin“, das nur eine Saison tanzte, in der ewigen Tabelle der deutschen Bundesliga mit dürren 21 Punkten den 47. Platz belegt und in Kürze von einem gewissen Neuling überholt werden dürfte und dann auf dem 48. Platz darben wird.

Noch unbekannter wird sein, dass dieser Vandereycken in der Saison 2000/2001 Trainer beim FSV Mainz 05 war und somit auch Jürgen Klopp trainiert hat. Vandereycken war Klopps Vor-Vorgänger, denn Vandereycken wurde schon im November 2000 entlassen, von Eckhard Krautzun (es juckt immer, das r im Nachnamen wegzulassen) beerbt, der wiederum von Klopp am 28.2.2001 abgelöst wurde. Eine Liaison, die bis zu diesem Sommer gehalten hat.

Heute Abend beim Länderspiel Deutschland — Belgien wird aber nicht Klopp seinem alten Trainer via TV die Leviten lesen, auch nicht Oliver Kahn, der erst im September beim ZDF beginnt, sondern: Kerner. Böh.

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War das der emotionalste Moment Ihrer Karriere?

Als hier ein paar Tage lang Zwangspause herrschte, musste ich mit diesem Anachronismus namens TV vorlieb nehmen, sofern ich nicht Phelps-gleich (200m in knapp 9 Minuten) durchs Becken radelte. Dachte ich eigentlich, die jährlich nun mal unvermeidliche Portion Kerner schon während der Bregenzer Klamauk- und „Life is live“-Festspiele hinter mir zu haben, kam es beim Betrachten von diversen Olympioniken zum Super-GAU: Auch da kernert es ohne Ende. Offensichtlich hatte ich zu viel LSD genommen, blieb darauf hängen und von da an hörte ich in meinem Kopf Stimmen, die immer dieselbe Frage in verschiedenen Variationen stellten, womöglich auch, weil ich genau diese in meiner nicht unbeträchtlichen Lebenszeit schon so und anders unendliche Male beim TV-Fußball gehört habe:

„War das der emotionalste Moment Ihrer Karriere?“
„Welche Emotionen hat man da als (Sieger, Verlierer, armes Kerner-Opfer)?“
„Wie viel Emotion steckt in so einer Medaille?“
„Beschreiben Sie mal Ihre Emotionen!“
„Haben Sie schon mal etwas Emotionaleres als das erlebt?“
„Wie haben Sie Ihre Emotionen ausgelebt?“
„Ist Ihnen rational schon klar, was Sie da geleistet haben, oder nur emotional?“
„Welche Emotionen beherrschen Sie jetzt?“
„Emotional war das sicher das Größte, was Ihnen je passiert ist, oder?“
„Wie waren Ihre Emotionen bei der letzten Kurve/Sprung/Furz/Scherenschlag?“
„Wie kontrollierten Sie Ihre Emotionen bei dieser Anspannung?“
„Wenn man dann da oben auf dem Treppchen steht, was hat man da für Emotionen?“
„Erzählen Sie uns von Ihren Emotionen?“
„Waren Sie schon mal emotional aufgewühlter als heute?“
„Wie werden Sie diese Emotionen in den nächsten Tagen und Wochen verarbeiten?“
„Wann werden Sie diese Emotionen in den nächsten Tagen und Wochen verarbeiten?“
„Werden Sie diese Emotionen in den nächsten Tagen und Wochen verarbeiten?“
„Selten hat man die Emotionen bei Ihnen so deutlich gesehen wie heute!“
„Welche Emotion überwiegt jetzt?“
„Werden Sie diese Emotionen je vergessen?“ und noch mal:
„War das der emotionalste Moment Ihrer Karriere?“

Und ich kann mit Fug und Recht sagen:

Ja, es war der emotionalste Moment meiner Karriere.

Nämlich als ich zwei Stockwerke tiefer schellte, diesen bärtigen Mann um seine Schrotflinte bat, wieder hinaufstiefelte und dem Fernseher mitsamt seinem Kernemotionalen den Garaus machte. So etwas erlebt man nur einmal, so eine Befreiung, so ein Triumph, das werde ich meinen Enkeln noch erzählen, meine ganze Familie hat daheim zugeschaut und als dann draußen auch noch die Nationalhymne Hymne der NRA gespielt wurde, da flossen dann auch bei mir die Tränen.

Dialog zwischen dieser Frau, die nicht Monica Lierhaus ist, und Kerner:

Sie: „Die Turner sind mit der Mannschaft übrigens nur Vierter geworden, ganz knapp an Bronze vorbei.“

Kerner: „Aber sie hatten trotzdem gute Laune?“

Sie: „Ja, sie hatten gute Laune.“

So, zurück zum Fußball, respektive Traufe.

Das mit dem LSD und den Stimmen hat sich erledigt, seit ich abdrückte. Plötzlich verstummten die Stimmen. Die Asche des Fernsehers schwelt noch ein bisschen vor sich hin und stinkt. In ein paar Tagen wird das alles vergessen sein.

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EM zum ersten Mal in der DDR

Nachdem Margot Honecker gerade erst einen Orden des Landes Nicaragua erhielt, kann die DDR weitere Erfolge feiern: Berlin und Leipzig sind als Austragungsorte der EM 2012 im Gespräch. Eigentlich hatte man in der DDR darauf gehofft, der UEFA auch noch Dresden, Karl-Marx-Stadt und eventuell sogar Frankfurt (Oder) als weitere Schauplätze der EM unterjubeln zu können. Nun ist man aber damit zufrieden, überhaupt dabei zu sein, zum ersten Mal seit Bestehen des [Fußballverband der DDR, Name hier natürlich unbekannt] ein großes Turnier co-ausrichten zu dürfen. Nicht nur freut man sich als von außen nach innen kommend weltoffenes Land, viele Freunde und Faschisten aus aller Welt begrüßen zu dürfen, als Co-Gastgeber ist man auch zum ersten Mal seit Bestehen (der Europameisterschaft) für ein solches Turnier qualifiziert.

Leichte Änderungen werden am in den Straßen Berlins präsentierten Kader der Nationalmannschaft der DDR wohl noch vorgenommen werden, insgesamt ist man sich aber sicher, ein schlagkräftiges Team an der EM teilnehmen lassen zu können.

Sollte sich die BRD für die EM 2012 qualifizieren können, käme es eventuell gar zu einer Neuauflage des Bruderduells von 1974. Günter Netzer hat für diesen Fall schon klargestellt, dass jene Partie auf jeden Fall im ZDF übertragen werden müsse. Er könne es nicht ertragen, all die Dellings zu seinem einzigen Einsatz bei der WM 1974, der bekanntermaßen mit einer peinlichen Niederlage endete, anhören zu müssen.

In der DDR freut man sich derweil auf die Autokorsos mit Trabbis und dem einen oder anderen Wartburg, geschmückt mit schwarz-rot-goldenen Fahnen mit Hammer und Sichel Zirkel. Wie klingt eigentlich eine Trabbi-Hupe?

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