Wenn die Toten Namen haben, ist es gleich viel anschaulicher.
2 KommentareMonat: April 2009
Ja, der ist nicht unbekannt, den kennt jeder, gerade erst ist er Europas Fußballer des Jahres geworden.
Keiner weiß aber hierzulande, obwohl ich (der große ich!) schon mehrfach darauf hingewiesen habe, dass er nicht Ronaldo heißt. Also, heißen heißt er schon so. Aber ausgesprochen wird er nicht so.
Er heißt, nach deutscher Schreibweise: Runaldu.
Erinnert schwer an Raducanu, spielt aber wohl besser. Wer Fan von ihm sein möchte, sollte über diese Aussprache trotzdem Bescheid wissen. Allerdings kenne ich niemanden, der längerfristiger Fußball-Interessierter ist und sich gleichzeitig für Runaldu begeistert. Den vielen schönen Toren, gewonnenen Dribblings, wenn man denn so will „atemberaubenden“ Antritten stehen allzu viele manisch selbstverliebte Momente und vor allem Momente des Scheiterns gegenüber. Ein siebenhalbfacher Übersteiger hat eben noch niemanden zu einem großen Fußballer gemacht. Es sind eher die großen Momente, die sich vor allem in großen Titeln manifestieren. Nichtsdestotrotz ist auch Jari Litmanen, der außer der Champions League eigentlich nie etwas gewonnen hat, ein größerer Fußballer als Runaldu. Zumindest bislang, ein bisschen Zeit, groß zu werden, hat Runaldu ja noch: Litmanen spielte nämlich Fußball und keine Werbeclip-Egoshow.
Runaldu.
Merken, bitte, wenn schon.
22 KommentareWenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass Sir Alex Ferguson Recht hatte mit seiner Äußerung bezüglich Sepp Blatter („lost his marbles“), dann ist er mit Blatters Ausführungen zum Logo des Confed-Cups 2009 in Südafrika erbracht:
Ich gratuliere Südafrikas Grafikindustrie zu diesem wunderbaren offiziellen Emblem, das die Vielfalt und die Farben Afrikas so treffend wiedergibt. Die Idee und die Machart des offiziellen Emblems haben uns sofort angesprochen.
Selbst wenn man das zu solchen Gelegenheiten übliche Gewäsch abzieht und nur 1% des Gesagten ernst nimmt, bleibt immer noch 1% Zustimmung für ein Logo, das beliebiger nicht sein könnte.
Sicher, allen ist klar, dass die FIFA schon lange bestimmt hat, dass Logos eben so aussehen müssen. Quadratisch, praktisch, schlecht. Aber im Rahmen des Gegebenen könnte man dennoch ein paar Prozent mehr Innovation erwarten.
6 KommentareWas Fronck nicht kann, kann Totti schon lange ebenso wenig.
Zum Vergleich: Fronck.
(Wer wissen will, wie man diese blöden Titel und die Ratings in den youtube-Videos ausblendet, surft hierhin und macht es fortan selbst genauso. Total überflüssiges Kroppzeug.)
3 KommentareHallo,
liebe Freunde der Boulevard-Presse und des Boulevard-Hirns (vergessen und niemals umdrehen, stehen an erster Stelle),
ich hoffe, Ihr habt alle Eure Hausaufgaben gemacht. Das Skript zu dieser Vorlesung gibt es wie immer in Raum 00, nur 12 Euro für eine kopierte Version, 28 Euro hingegen für eine .pdf-Version, eine WG darf sich diese 28 Euro zu je 9 Euro teilen.
In der Lektion XXVIII, nachdem wir natürlich die Lektion XXVII erfolgreich repetitiert haben und alle Testfragen am Ende dieser Lektion ehrlich und wahrlich richtig beantworteten, widmen wir uns in der heutigen Lektion dem selektiven Vergessen des menschlichen Gehirns, ein Phänomen, welches nicht neu ist, aber von vielen Medien bei dem Versuch, Wahrheit und Aufrichtigkeit in ihrer Berichterstattung zu etablieren, häufig übersehen wird.
Deshalb, liebe Zuhörer, sollte ihnen an dieser Stelle noch einmal klargemacht werden, auf dass sie es verinnerlichen: Fakten gehen vor subjektivem Dumpfschwallerbedürfnis. Wenn z. B. eine Mannschaft, wie hier, Hertha BSC, deutlich mehr Punkte aufweist als ein Verfolger, wie z. B. hier der VfB Stuttgart, dann darf man mit Fug und Recht davon ausgehen, dass diese Mannschaft – unabhängig von ihrem Restprogramm – auch eine größere Wahrscheinlichkeit hat, die Saison vor der unter ihr liegenden Mannschaft zu beenden.
Sollten gar zwei Mannschaften zwischen dem Objekt X (Hertha BSC) und dem Objekt Y (VfB Stuttgart) liegen, erschwert sich diese Komplikation sogar noch ins Unermessliche, weil dann, für die Voraussage (x von c für c gleich Deutscher Meister) natürlich die verpriemelhafte Tabellenbalance minus der eigentlichen Contenance plus minus des womöglich gefährdeten Trainerscheins gilt, wobei natürlich (CH = Schweiz, ohne im DFB-Bundesgebiet gültigen Trainerschein) geteilt durch (Bundestrainer plus die geteilten Jahre des toten Jupp Derwalls Fakultät Rudi-Völler-Sportanalanlagen gelten), während man ehrlich gesacht eigentlich auch keinen Bock hat, die Scheiße nachzurechnen.
Aber, liebe Studenten, so ist es nun mal. Arbeit kommt vor dem Sturz in der Tabelle.
[photopress:tabellenstand_2008_09_yeah.jpg,full,centered]
Wir lesen also a (aus c) wird gleich b (minus die verbrieften Rechte von Hertha BSC, plus Rote Karte minus dem Durchzugwind im Berliner Olympiastadion sind natürlich gleich) der Ableitung aus der Ko-Ordinate Voronin minus eine Straßenbahn (keine U-Bahn!) resultiert in dem Gefähnrich, der sich stetig dagegen stemmt.
Wir lösen auf nach x und sehen: Meister wird entweder (wieder) Rapid Wien oder aber Fortuna Köln.
Schlimm, dass man immer wieder diese Laien in der Sportberichterstattung zitieren muss, auch wenn sie gar nichts damit zu tun haben.
Mit einer Wahrscheinlichkeit von zwei Dritteln wird Peter Lottomann eine Herbstmeisterschaft in Wuppertal erringen, allerdings weit hinter VV Venlo.
Während wir uns nicht fragen, weshalb der VfB Stuttgart plötzlich Meister vor allen anderen werden sollte, nur weil er mehr Punkte Rückstand hat als das restliche Pack. Ein Rückstand bleibt trotz aller mathematischen Friemelei ein Rückstand.
Da fragen wir die Boulevard-Zeitungen und schließen hiermit unsere Vorlesung.
Auch morgen wieder: Gute Nacht.
6 KommentareDie Nachricht kommt nicht wirklich überraschend. Es war klar, dass etwas passieren musste. Wer sich an seine Anfänge erinnert, wird wissen, mit wie viel Skepsis er empfangen wurde. Danach folgten die uns allen bekannten Leistungen, auf die keine andere Reaktion folgen konnte als diese. Möge es den Skeptikern ein Mahnmal sein, dass man nicht vor dem Abend alle Tage loben oder abrechnen sollte. Was bleibt, ist dieses nicht gänzlich unverrückbare Zeichen der Wertschätzung für ihn auch außerhalb seiner konkreten Wirkungsorte.
Huch, da hab ich doch glatt die Bindestriche vergessen: So ist es richtig.
3 Kommentare[photopress:wir_final_250.jpg,full,alignleft] Nun, okay, andere Menschen haben eben andere Ziele. Die hier beschriebenen sind für gewöhnlich sollten nicht besondere Fertilitätsprobleme auf weiblicher oder auf männlicher Seite dem entgegenstehen auch wesentlich leichter zu erreichen. Was viele Eltern nicht wissen: Die Kinder wachsen irgendwann auf und dann gehen sie ihres Weges. Hat man sich nicht rechtzeitig nach anderen Zielen umgesehen, könnte eine gewisse Leere entstehen. Zumal dann, wenn man das Ziel „Champions-League-Sieger“ schon nach zwei mageren, kümmerlichen Versuchen freiwillig wieder dran gibt.
Kein Wunder übrigens, dass eine Zeitschrift wie „Wir“ schon nach der ersten Ausgabe wieder eingestellt werden musste. Wer wirbt denn auch mit Lukas Podolski vorne drauf für ein Print-Produkt? Es wirbt schließlich auch niemand mit Ailton für Deutschkurse.
1 Kommentar… goalie wearing uniform of Buchenwald concentration camp [Link leider tot].
Einen Kommentar hinterlassenJanus, Ihr kennt ihn schon, hat erneut das Land bereist, und schon wieder ging’s in den Süden der Republik. Erstaunlich, offensichtlich hat ihn Regensburg letztens so begeistert. Diesmal war fußballerisch allerdings alles schlecht, von Anfang bis Ende, mit einer kleinen Ausnahme in München in der „Hermann-Gerland-Arena“. Wie gut, dass janus immer wieder auch zur Seite blickt, wenn er über Fußball schreibt, so blieb dann doch noch etwas Positives:
Der Eindruck der Weltstadt München beginnt dann schon am Flughafen. Nach zwei anstrengenden Minuten gebe ich es auf, die Tarifbedingungen des Nahverkehrs zu verstehen, obwohl das entsprechende Poster groß genug ist. Was die da an Bestimmungen, Tarifen und Beispielen anführen, Zonen, Ringe, Tickets…das kann man sich nicht länger als zwei Minuten mit Verstand antun. Immerhin gelingt es mir, durch unfallfreies Abzählen der Zonen den Fahrpreis zum Münchner Hauptbahnhof zu ermitteln: satte 9,20 ¤ für eine eben so satte Dreiviertelstunde, schließlich ist der Flughafen dermaßen weit draußen und vom Hauptbahnhof entfernt, dass er Ede Stoiber einst zu seiner legendären „Flughafen, Hauptbahnhof…mir doch egal, ich steig überall ein!“-Rede inspirierte. Man rumpelt mit der S 8 also vorbei an so malerischen Orten wie dem Heizkraftwerk Unterföhring, unmittelbar neben der Bahnstrecke gelegen, dessen dichte Rauchwolken mir wirklich zu denken geben würden, würde ich in der Nähe wohnen. Oder am Leuchtenbergring, an dem der Ausblick auf Bürotürme und Lagerhallen, der schon seit einigen Minuten geboten wird, fast schon angenehm aufgelockert wird durch einen Betriebshof der Stadtwerke, auf dem sich dort gelagerte, leere Müllcontainer gefühlt bis an den Horizont erstrecken. Zwischendurch lässt die Fahrt aber noch nostalgische Gefühle in mir aufwallen, nämlich beim Passieren der Station Daglfing. Wer erinnert sich nicht an den legendären, unbestechlichen Adi Furler, wie er einst in der Sonntags-Sportschau regelmäßig die Zahlen eines ominösen Rennquintetts verlas? Ich hab früher nie kapiert, was es mit diesem Rennquintett auf sich hatte, aber eines ist mir noch in Erinnerung, nämlich dass der Adi bei der Ankündigung der Zahlen des Öfteren sprach „- ermittelt auf der Trabrennbahn Daglfing“. Weiß ich also dreißig Jahre später wenigstens, wo damals so eifrig ermittelt wurde.
Typisch Fortuna, sich immer wieder dann punktemäßige Auszeiten zu nehmen, wenn es drauf ankommt, weiß janus nur von schlechten und noch schlechteren Spiele zu berichten, trifft dabei so alte, hier besonders beliebte Bekannte wie Mario Basler und ist zeitgleich mit dem von der Partie twitternden Probek (oder probek?) in besagter Hermann-Gerland-Arena, wo er Zeuge einer besonders eingeübten Choreographie auf dem Platz wird.
Und so wie in der Stadt das Maggi Kochstudio nur einen Steinwurf vom altehrwürdigen Isartor entfernt liegt, so weiß auch das altehrwürdige Stadion mit einer Neuheit zu glänzen: sie kommt von links herangerauscht und heißt Sebastian „Heidi“ Heidinger. Sensationell, wie der den Abstauber zum Siegtreffer einnetzt und gleich zur Fankurve durchrennt. Sensationell deshalb, weil der Bewegungsablauf vom Ansetzen des Sprints bis zum Erreichen des Zaun so flüssig vonstatten geht, dass man den Eindruck gewinnen kann, der Heidi habe diese Aktion exakt so geplant, und den Ball unterwegs nur nebenbei rein gemacht, weil er ihm grad zufällig in den Weg rollt. Zu seinem allerersten Pflichtspieltor für Fortuna überhaupt. Dazu und zur gelungenen Performance, die einem schönen Ausflug die Krone aufsetzt, sag ich Glückwunsch und herzlichen Dank. Und noch die Liebeserklärung des Kapitäns oben drauf. Andreas Lambertz nach dem Spiel über den Torschützen: „Der Heidinger hat einen Pfeil im Arsch, so schnell ist der.“
Und jetzt wieder hin zum gesamten Reise- und Fußballbericht vom Original-janus. Zu schlechter Letzt erwähnt janus noch eine aktuelle Aktion bei der Fortuna, die das Ziel hat, mindestens 25.000 Zuschauer in die noch LTU-, bald Esprit-Arena zu bewegen. Einer dieser dann evtl. über 25.000 Zuschauer kenn ich wohl schon, sie wird ebenfalls zu diesem Spiel am Rhein erwartet. Man darf gespannt sein, was sich die beiden später im Netz von dieser Partie zu erzählen haben werden.
Paliducha ist spanisch und bedeutet blass, bzw. leichenblass.
Anders kann man die Stimmung bei den Bayern wohl nicht bezeichnen, die vor dem Duell mit dem FC Barcelona dominiert. 1:5 gegen den VfL Wolfsburg, dazu die beiden Demütigungen durch das die Abwehr austänzelnde Tor Grafites und der das noch krönende Austausch des Torhüters in der letzten Spielminute. Beides halb so wild, wenn man das als reinen Unfall ablegen könnte. Angesichts der Leistung der Defensive der Bayern war dies aber kein Unfall, es ist vielmehr bezeichnend für die gesamte Saison. Ein unsicherer Torhüter plus ausgefallene Stammverteidiger plus ein Star-Mittelfeld und -Angriff, die sich für jede Arbeit nach hinten zu schade sind, das wird heute Abend nicht anders sein. Und da darf man dann zurecht etwas blass werden.
Auf barceloninanischer Seite spricht man natürlich davon, dass es aus ihrer Sicht kein schlechteres Ergebnis vor dem Duell hätte geben können, weil die Bayern jetzt heiß seien, diese Niederlage wettzumachen, während die bundesdeutschen Medien schnell darauf hinweisen, dass Bayern noch nie gegen Barcelona verloren habe. Und dann ist da ja noch der Ausdruck der
bestia negra.
Die Legende, die sich darum rankt, dass man in Spanien höllischen Respekt vor den Bayern habe, weil diese wie eine bestia negra, wörtlich eine „dunkle Bestie“, auch in den letzten Minuten des Spiels immer noch zuschlagen und die Punkte respektive den Sieg oder das Weiterkommen rauben können, ist schlichtweg falsch.
„Bestia negra“ ist ein zusammengesetzter Ausdruck, der nichts anderes als „Angstgegner“ bedeutet. Ganz platt, ganz banal, ist es einfach eine feststehende Wendung, die man eben nicht wörtlich übersetzen darf. Jetzt bitte alle wieder die Wörterbücher zuklappen und sich fragen, warum das von all jenen, die jahrelang voneinander abschreiben, nicht mal geprüft wird, bevor man es nachplappert.
7 KommentareDie Gerüchte waberten schon lange durch die Bundesliga, aber beweisen konnte es keiner. Damit ist jetzt Schluss! Heute sind endlich Dokumente aufgetaucht, die zeigen, wie David Jarolim, Kapitän des HSV, intensiv trainiert, zu fallen. Das Amateurvideo lässt trotz seiner schlechten Qualität keinen Zweifel daran, dass es sich wirklich um David Jarolim handelt. Bei seinem Falltraining wird er angeleitet und begleitet von Fall-Profis aus Bayern, die sich als Hamburger getarnt haben sowie für viele bricht jetzt eine Welt zusammen von niemand Älterem als Claus Reitmaier. Das Video zeigt in allen Einzelheiten, wie Jarolim immer neue Wege des Fallens probt und dabei die auf das ungeschulte Auge natürlich wirkende Fallbewegung in Fleisch und Blut übergehen lässt, so dass er keine Probleme hat, auch im rauen Bundesliga-Alltag diesen die einen nennen es Schlitzohrigkeit, die anderen nennen es Betrug Trick jederzeit in sein Spiel einfließen zu lassen und so Freistoß um Elfmeter um Freistoß zugesprochen zu bekommen.
Ganz Fußball-Deutschland ist gespannt, wie DFL und DFB auf dieses Schocker-Video reagieren werden. Schnell? Langsam? Gar nicht? Mit harter Strafe oder väterlichem Hinterkopftätscheln? Wird Claus Reitmaier bei einer Sperre ebenfalls gesperrt und so um seinen Lebenstraum gebracht, mit 53 Jahren noch mal im Tor der Borussia aus Mönchengladbach zu stehen? Äußerst verdächtig auch, dass Claus Reitmaier im Interview über David Jarolim sagt, dieser habe sich „sehr gut verkauft“. Wer hat da wo seine Finger im Spiel? Die Antwort und alle weiteren Einzelheiten bald auf diesem Kanal.
9 KommentareEigentlich reicht meine durchaus dann und wann von bösen Anwandlungen geprägte Phantasie so weit nicht. Es hat aber den Anschein, als hätte man Thorsten Legat bei Reviersport nur deshalb für eine Kolumne angeheuert, damit der Strom der Bonmots mit reichlich Problemen bei der Fremdwörternutzung durch Fußballer nicht abreißt. Oder die Reviersport ist mittlerweile Printkrise neben allgemeiner Finanzkrise so klamm, dass dort niemand mehr zum Gegenlesen bezahlt werden kann. Anders ist es nicht zu erklären, wie man mal wieder Legat ins offene Abseits humpeln ließ:
Ich habe am Wochenende ein Jahrhundert-Tor gesehen. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich in den über 50 Jahren Bundesliga schon einmal so einen Treffer gesehen habe.
Nicht erstaunlich, dass er sich nicht daran erinnern kann, für die 50 Jahre Bundesliga fehlen nämlich immer noch derer vier. Für die über 50 Jahre dann eben fünf. Okay, dafür sind Blogs ja da: Den Quark, den andere verbreiten, zu korrigieren und das auch noch unentgeltlich. Wie letztens schon erwähnt ist diese Rubrik hier inzwischen geschlossen. Irgendwann ist es nicht mehr lustig, wenn Leute einem Texte verkaufen wollen und sie diese dann nicht mal mehr prüfen. Da nützt auch der kleine innere Triumphbogen nicht, den man bei so einem Fund auf die Anzeigetafel der Rechthaberei malen kann.
Wie erwähnt, die Rubrik der einfachen Sach- und Lachfehler ist geschlossen. Da muss schon ein bisschen mehr her als ein schnöder Zahlendreher oder ein falsch verortetes Heimatland eines Bundesligaprofis und siehe da: Natürlich lässt sich Thorsten Legat nicht lumpen. Gemein von der Reviersport, das dann auch einfach so ungelesen online zu stellen. Eine banale Rechtschreibprüfung ist nun mal nicht genug, man muss den Text „schon au“ (© Jogi Löw) lesen. Ein Wort kann richtig geschrieben sein, und dennoch an dieser Stelle nicht ganz das treffen, was man eigentlich meinte:
Das ist nicht der FC Bayern, den die Fußballfans kennen. Die Mannschaft ist überhaupt nicht manifestiert.
Ja, mit viel, sehr viel Wohlwollen, kann man dem zustimmen: Die Mannschaft hat sich noch nicht offenbart, sie zeigt nicht, was sie wirklich kann. Das Wohlwollen ist an dieser Stelle aber nicht groß genug, um Legat, dem alten Linguisten, diese Bedeutungsauswahl zuzutrauen. Gefestigt sind die Bayern eben nicht, aber das hat Legat nicht gesagt.
Achso, wer das Gefasel noch lesen will: bitte sehr.
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