So sieht es nachts aus, wenn die Eintracht glaubt, dass alle schlafen. Aber weder schlafen wir hier in der Redaktion, noch schlafen die anderen Bundesligisten. Die kaufen auch nachts noch fröhlich ein, der Eintracht wohl geformtes Spielermaterial vor der Nase weg, was diese aber ohnehin nicht haben wollen würde, selbst wenn sie könnte, schließlich sind 50 Punkte mit dem aktuellen Kader locker machbar. Wie jeder weiß.
(Screenshot www.eintracht.de)
Wenn die Wartungsarbeiten jetzt und in der Länderspielpause erfolgreich sein sollten. Was nicht jeder, genauer gesagt: niemand weiß.
Falls die Umbaumaßnahmen nicht von Erfolg gesegnet sein sollten, zum Onlineshop mit Deppenleerzeichen kann man immer noch jederzeit rübersurfen und ein paar Tassen erwerben, in die man am Ende der Saison seine Tränen hineintropfen lassen kann. Oder alternativ den Weg zum Ticketshop mit Deppenleerzeichen wählen, um dann vielleicht jetzt schon für die Relegationsspiele einen guten Platz zu ergattern. Nach Abpfiff schnell zum Auto.
Wartungsarbeiten. Offline. So etwas gäb’s beim Blog-G nie. Da wird durchgebloggt, Tag und Nacht, denn der dortige Hausherr weiß schon lange: „Abstieg ist Arsch“ — auch wenn er das neuerdings nicht mehr so exponiert kund tut.
Hellwach sein, auch wenn einen der Trainer nachts um 3h weckt …
Die Zeiten ändern sich, auch im Frauenfußball wird nun hart zugeschlagen und gefährlich gerempelt, so dass Mütter inzwischen überlegen, ihre sofern vorhandenen Mädchen doch lieber zum Boxen anzumelden, denn da gibt es wenigstens gegen allzu brachiale Gewalt schützende Helme.
(Man muss es ausnutzen, wenn das kontextsensitive Ubergehirn der Webseitenkomposition mal eher einen Lacher (wenn auch billig) produziert, statt Konstellationen wie Lebensversicherungen in Zusammenhang mit anderem Unguten auf uns, die wir das Prinzip jetzt aber auch alle kennen, loszulassen.)
… und spielen Fußball — obwohl das Ei zugegebenermaßen dazu nicht ganz so gut geeignet ist.
Auf europäischer Seite versucht man ebenfalls, etwas zur kulturellen Verständigung beizutragen und hat etwas erfunden, was die Kluft zwischen Football und Fußball noch einmal ein wenig geringer werden lässt. Es heißt Jabulani.
In Dortmund führt man jetzt Stadiondeckel ein. Während man beim ersten Lesen der Nachricht noch vermutet, dass die Nachbarn vor den Ausdünstungen all der stinkenden, schwitzenden und Alkoholfahnen verbreitenden Zuschauer im Stadion geschützt werden müssen und die kompletten 80.000 in Dortmund wie beim Lieblingsnachbarn nebenan nun ein Dach über den Kopf bekommen, klärt sich schnell auf, dass es doch nur wieder ein Marketingsermon ist:
Der „Stadiondeckel“ ist das Äquivalent zur Knappenkarte, sieht wohl optisch tatsächlich, also auf der Karte selbst angedeutet zumindest, aus wie ein Kneipen-Bierdeckel, ist aber eben nichts Anderes als eine Bezahlkarte für die gastronomischen Angebote im Westfalenstadion. Natürlich muss man erstmal Geld für die Karte an sich bezahlen und diese dann vorher irgendwo aufladen, um damit im Stadion Wurst, Pommes oder Bier erwerben zu können.
Womit wir einen kleinen, unbedeutenden Schönheitsfehler bei der Namensgebung dieser Karte entdeckt haben. Einen Deckel zahlt man nach dem Konsum von Speisen und Getränken, nicht vorher. Manchmal zahlt man ihn sogar erst Tage, Wochen, Monate später, in besonders ausgeprägten Fällen bezahlt man ihn auch nie ganz, sondern immer nur einen Teil, woraufhin man am selben Abend den Deckel schon wieder anwachsen lässt.
Keineswegs bezahlt man einen „Deckel“ in einer Kneipe vor dem Konsum der Waren.
Aber was soll’s? Nennen wir den Mond doch einfach demnächst Sonne. Haltern einfach Witten und ein Pils ein Alt. Nimmt ja eh keiner mehr so genau …
Ob ihr mit dem FC Bayern München oder dem Gastteam auflauft, losen wir vor dem Spiel aus. Ausnahme: Ein Team will nicht mit dem FCB auflaufen, was bisher aber nicht vorkam.
Was Campino wohl davon hielte? — Vermemmte Jugend ohne Rückgrat.
Alle jammern, kaum jemand aus dem Austragungsland habe sich Karten besorgt, dabei sei es für den Rest der Welt doch so ein großes Fest, zu dem unbedingt ausverkaufte Stadien gehöre, denn sonst sei weder das Spiel als gut zu bewerten noch die Stimmung zu Hause vor dem Fernseher akzeptabel.
Und tatsächlich! Es sind wirklich viele Partien nicht mal annähernd halb besetzt. Ein Skandal natürlich, den die Fußballwelt zurecht mit einer Empörung darüber straft, dass ihr geliebtes Spiel im Ausrichterland anscheinend kaum gewürdigt wird, die eine Wiederholung einer solchen Vergabe in ein nicht ganz so typisches Fußballland jetzt schon unwahrscheinlich wirken lässt.
Für den wie immer an Fakten interessierten Leser hier einige ausgewählte, exemplarische Zahlen en Detail:
Solchen ignoranten Verweigerern sollte die Fußballfamilie nie wieder eine WM in die Hand geben. Es kommt ja eh fast keiner! Am besten dem ganzen Kontinent nicht. Einmal zum falschen Zeitpunkt nicht im Stadion erschienen, dann ist Schluss mit Völkerverständigung.
Aufmerksamen Redaktionen hätte dieser Agentur-Fehler allerdings schon früher auffallen müssen als unserer Redaktion, denn auch der zweite Absteiger der Saison steht bereits schon lange fest.
Und dann war da noch das arme Schwein, das — nur für den Fall, was aber ja zum jetzigen Zeitpunkt nicht so gänzlich unwahrscheinlich ist — eigentlich bei einer Schalker gewonnenen Meisterschaft als Fan-Ur-Gestein danach die Party seines Lebens (wenigstens innerlich) steigen lassen wollte.
Das aber leider am 9. Mai, also am Sonntag, einen Tag nach dem letzten Bundesligaspieltag, zum Wahlhelfer bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen auserkoren wurde und um 8h morgens im Wahllokal antanzen muss.
Mittlerweile hat sich auch der letzte der vier dreisten Räuber gestellt, die bei der Poker-Veranstaltung im Berliner Grand Hyatt reichlich amateurhaft zu Werke gingen (im Bild sein Fahndungsfoto).
Nachdem er zunächst über Brasilien nach Panama geflüchtet war, sei ihm plötzlich aufgefallen, dass er eine große Dummheit begangen habe, die er aufrichtig bereue. Über seine Zukunft entscheiden könne jetzt nur noch die FOTO-Zeitung im Namen des Volkes. „Ich konnte mich selbst nicht verstehen“, lispelte der stark lispelnde Räuber in die zahlreich bei seiner Rückkehr am Flughafen wartenden Fotografen. Umfragen zu Folge sei die Reue aufrichtig, das Vergehen jedoch zu schwer, um zu verzeihen. Der Räuber selbst hoffe aber noch darauf, dass zwei Kollegen die Umfragen für ihn vielleicht manipulieren könnten.
Der zuständige Staatsanwalt schweigt weiter beharrlich zu dem Fall, sein Sprecher hingegen ließ verlautbaren, dass man „die Sache natürlich im Blick“ habe.