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Autor: Trainer Baade

Bruce Arena

Eine gewisse Frau Tufts, amerikanische Entertainerin mit Wohnsitz Berlin, antwortet im Interview mit der Welt auf die Frage:

Welt: Sagt Ihnen der Name Bruce Arena etwas?
Tufts: Das ist bestimmt ein schwuler Pornodarsteller, oder?

Nein, ist es nicht. Für die nicht ganz so großen Experten: so heißt der Trainer der amerikanischen Nationalmannschaft.

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Karikaturen

Karikaturen aller möglichen WM-Mannschaften, nicht nur der aktuellen. So ist die deutsche Mannschaft von 1974 dabei oder die brasilianische von 1970. Diverse Künstler haben ihrer Zeichenlust freien Lauf gelassen, und das ist dann dabei rausgekommen [Link leider tot].

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Warum nicht mal vor einem Muttermund sitzen?

Immer öfter bekomme ich Hinweise, was ich denn so alles bloggen könnte, Vieles davon nehme ich auf, manches auch nur am Rande. Das hier aber muss ich Euch ungekürzt präsentieren. Eine Mail von einer Blog-Leserin aus Freiburg:

Hast Du noch die Sparte, was man während der WM machen kann, wenn man sich nicht für Fußball interessiert?

Ich hab einen Tipp für Frauen. Ich hab an einem Freiburger Frauenseminar teilgenommen, das hieß „Zyklusreise“. Es wurde ein Lebensfluß aus Seidentüchern ausgelegt, eine riesige Gebärmutter (auch auf Seidentuch gemalt) bildete die Mitte. Das ganze Ding wurde mit Fotos und symbolischen Hormonen und so Zeug gespickt, ich saß also den halben Abend vor einem weit geöffneten Muttermund. Frag bitte nicht, wieso ich das gemacht hab. Sagen wir mal, ich wollte mich integrieren. Aber hier ist nun mein Tipp aus dem Seminar:

Erstellung einer Emotion-Lotion (bitte englisch aussprechen), falls man gefrustet ist durch zuwenig Beachtung seitens des Mannes:

Man fängt an, ganz oben am Kopf und dann ganz langsam den Körper runter sich seine negativen Gefühle auszuziehen und auch das letzte bisschen abzustreifen. Diese schmeisst man alle zusammen auf einen Haufen vor seinen Füßen. Dann nimmt man die Füße und trampelt sie platt, man kann sie also richtig zusammentreten. Wenn sie dann ganz mickrig sind, nimmt man sie in die Hand und knetet sie durch, bis sie warm und weich und ganz geschmeidig werden. So lange, bis sie so durch sind, dass sie eine cremige Konsistenz annehmen. Damit kann man sich dann von oben bis unten einschmieren, und das fühlt sich ja immmer gut an.

Noch Fragen?

Nein, keine Fragen mehr.

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Warum sich Serbien und Montenegro nicht trennen dürfen

Kein Jugoslawien, kein Titel.

So knapp kann man das zusammenfassen. Denn bei jedem WM-Gewinn spielten und gewannen die Deutschen gegen Jugoslawien.

1954 Viertelfinale BRD-Jugoslawien 2:0
1974 Zwischenrunde BRD-Jugoslawien 2:0
1990 Vorrunde BRD-Jugoslawien 4:1

Konnte man „Serbien und Montenegro“, das bis vor Kurzem Jugoslawien geheißen hatte, noch als solches bezeichnen, ist nach der Trennung der beiden Teilrepubliken einfach kein Jugoslawien mehr da. Und somit werden wir auch nicht mehr Weltmeister. Schade.

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Die Farce geht weiter

In Deutschland kennt man das vom SC Freiburg, der jahrelang keinen vernünftigen Elfmeterschützen als Nachfolger vom legendären (legendär, weil ich ihn so betitele) Harry Decheiver fand und daraufhin etliche Punkte verschenkte, weil er ständig seine Elfmeter verschoss.

In England kennt man das vor allem von der Nationalelf. Elfmeter, das ist so etwas wie das nationale Trauma der englischen Fußballnation, noch schlimmer als in den Niederlanden.

Lange Zeit war David Beckham der Standard-Elfmeterschütze, verschoss aber so regelmäßig wie ich Knöllchen sammele. Nach dem x-ten verschossenen Elfmeter von Beckham wurde dann doch mal ein anderer Schütze ausprobiert.

Gegen Ungarn vor ein paar Tagen verschoss Lampard einen Elfmeter, heute gegen Jamaika gelang dieses Kunststück Peter Crouch.

Ich kann nur hoffen, dass wir, sollten wir England im Verlauf des Turniers begegnen, ins Elfmeterschießen kommen.

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Heute mach ich mal früher Feierabend

Heute mache ich als kleiner, wurstiger Reviersport-Redakteur einfach mal früher Feierabend. Dann kommt das dabei raus:

[photopress:screenshot_reviersport.jpg,full,centered]

Ist ein 2:2 gegen Japan etwa eine Niederlage, wie es mir Reviersport hier weismachen will?

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Man muss nicht immer mitspielen, Rudi

Wer sich wundert, warum der deutsche Fußball weiterhin in fast allen Bereichen (Ausnahme: Zuschauerinteresse) hinterherhinkt, dem sei dieser lesenswerte Beitrag ans Herz gelegt. Äußerst trefflich wird beschrieben, warum Franz als Lichtgestalt und Berti Vogts als grauer Wurm gilt und welchen Einfluss die FOTO-Zeitung (nein, Ben, ich schreibe nicht die anderen vier Buchstaben) darauf hat. Gerne würde ich noch ein bißchen mehr dazu sagen, aber ich schwelge noch in der Euphorie ob dem Erhalt meiner WM-Eintrittskarte.

Vielleicht bin ich auch nicht intellektuell genug.

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Block 77, Reihe 33, Sitz 40

Gestern Abend weilte ich in Dortmund, wo der Dummschwätzer kurz zuvor das „Bahnhofsstadion“ vor dem Hauptbahnhof eingeweiht hatte. Eine nette Idee: aus Baugerüsten wurde eine nicht gerade kleine Stadionimitation gebaut, mit einer riesigen Folie überhängt, auf der schwatz-gelbe Fans Fahnen schwenken. Darin eingelassen blitzen die ganze Zeit an verschiedenen Orten Kameras auf, gerade so, als würden Fans Fotos schießen. Untermalt wird das Ganze von ziemlich lauten Fangesängen, die ebenso vom Band eingespielt werden wie Kommentatorenschnipsel. Dazu kann man auf dem Platz vor dem Bahnhof durch einen „Spielertunnel“ auf dieses Stadion zulaufen.

Nette Idee, vor allem abends, als ich es sah, schon recht wirkungsvoll. Leider habe ich keine Bilder, aber vielleicht schickt mir mal jemand welche.

Zwar hatte meine Reise nach Dortmund einen privaten Grund, aber schaden kann es ohnehin nicht, sich schon mal in der Stadt auszukennen, in der man ein WM-Spiel sehen wird. Ich habe heute die Karten erhalten und ich darf mit Fug und Recht behaupten, dass ich ganz vorne dabei bin als Aktivist im Kampf gegen leere Sitzplätze während der WM.

Man schaue hier und sei neidisch:

[photopress:WM_Ticket2.jpg,full,centered]

Wie ich den Jungs am Einlass erkläre, dass ich Trainer Baade heiße und nicht Frank, weiß ich noch nicht, wird sich aber bewerkstelligen lassen. Dann schau ich jetzt erstmal im 3D-Modell, wo ich sitzen werde.

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Fritz Ballack

Nach dem Kopfballtor zum 1:0 gegen Kolumbien braucht Michael Ballack noch ein Tor und er zieht mit Fritz Walter gleich, der 33 Tore für die Nationalmannschaft erzielte.

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Fußball ist deshalb so spannend, weil niemand weiß, wer das Sitzkissen gewinnt.

Heute haben wir unter notarieller Aufsicht folgende Gewinner in unserem Sitzkissengewinnspiel gezogen, an welchem man natürlich immer noch teilnehmen kann:

Zuzana Ruf, Vaterstetten

Thorsten Groh, Helmbrechts

Nino Penkov, Hamburg

Ronald Knösch, Mitterteich

Mirko Graf, Leipzig

Matthias Birkner, Berlin

Markus Hofer, Stuttgart

Anna-Barbara Schmidt, Daisendorf

Erika Kalcher, Neumarkt

Anne-Katrin Lulley, Erfurt

Da sagen wir natürlich alle zusammen „Herzlichen Sitzwunsch“ und wünschen uns und allen anderen alles Gute. Bemerkenswert an der heutigen Gewinnerauswahl ist einerseits der sinkende Frauenanteil, andererseits die Tatsache, dass Einwohner von gleich vier WM-Austragungsorten gewonnen haben: in Hamburg, Stuttgart, Berlin und Leipzig. Die Chancen stehen also so schlecht nicht, dass manche dieser Kissen tatsächlich Zeuge eines WM-Spiels werden. In diesem Falle bitte ich inständig um Fotos, die wir dann hier veröffentlichen werden. Gute Beispiele sind schließlich Paula aus Konstanz, wie man hier sehen kann sowie die netten Mädels von F&T, die uns mit diesen Bildern beglückt haben.

[photopress:kissen5.jpg,full,centered]

Weiterhin viel Erfolg, 10 dieser Sitzkissen stehen noch zur Gewinnung bereit.

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Ein Bratwust, bitte

In diesem Interview in der Welt spricht die Welt (das ist eine Zeitung) mit Kasey Keller (das ist ein Torwart). Kasey Keller wurde hier schon des öfteren erwähnt und auch diesmal lohnt es sich, das Interview zu lesen, in dem er u. a. zur ebenfalls schon hier diskutierten Sprachproblematik sagt:

„Frustrierend, im positiven Sinne natürlich, ist folgendes: Immer, wenn ich mit meinem gebrochenen Kinder-Deutsch um die Ecke komme, antworten mir die Menschen in Englisch. Ich denke, genau das werden unsere Jungs auch erleben: Bestell dir auf deutsch eine Wurst und die Leute werden sagen: „Excuse, what would you like?‘.

Das kann einem leider nur passieren, wenn man englischer Muttersprachler ist. Ich fürchte, wenn ich in Argentinien Österreich Holland Kroatien Rumänien Portugal jemanden in seiner Landessprache anspreche, dann kann dort niemand auf deutsch antworten.

Außerdem trifft Kasey Keller es ganz gut, dass er gebrochenes Kinderdeutsch spricht. Welche Assoziation weckt dieser Ausdruck bei uns? Genau: Lodda Maddäus, der auch nur gebrochenes Kinderdeutsch spricht. Wie gut, dass er jetzt in Österreich bei Red Bull Salzburg von seinen Spielern verstanden wird. Schließlich schickte der Torwart von Rapid Wien Lodda nach dessen Zeit als Trainer dort hinterher: „Das war der schlechteste Trainer, den ich je hatte.“

„Als Spieler war er fantastisch, aber gäbe es ihn nur als Trainer, würde ich sagen, dass ich keinen größeren Tölpel gesehen habe. Alle bei Rapid – von der Putzfrau angefangen – atmen auf, dass er verschwunden ist.“

Lodda konnte offensichtlich seine Vorstellungen von der Spielweise klar und verständlich darlegen. In den anderen Ländern, in denen er Trainer war, hatte er jeweils einen Dolmetscher, der verhinderte, dass sichtbar wurde, dass Lodda keine Ahnung hat.

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