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Autor: Trainer Baade

bibissi

Der Standard berichtet, dass die bibissi alle Spiele live und kostenlos online überträgt. Als unerfahrener Mensch im Bereich Pay-TV frage ich mich da: Wenn die BBC alle Spiele kostenlos und online live überträgt, wie schaffen sie es dann, die Nutzung dieses Angebots auf britische Nutzer zu begrenzen?

Und bedeutet das gleichzeitig auch, dass jeder, bei dem die bibissi am Arbeitsplatz nicht gesperrt ist, jetzt jedes WM-Spiel live (und in Farbe) und in Bildern verfolgen kann?

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K(l)eine Italiener

Für mich gibt es leider keine Italiener, obwohl sie bei mir zu Hause in der Nähe direkt am ersten Spieltag der WM ihr öffentliches Training veranstalten. Die — kostenlosen — Eintrittskarten dafür wurden gestern in der Duisburger Stadtinformation verteilt, während ich arbeitend in der Pampa weilte. Auch wenn man durchaus der Auffassung sein kann, dass Duisburg bereits Pampa ist. Wie dem auch sei, die Italiener trainieren hier am 9.6. und ich werde nicht dabei sein. Keinen Totti sehen können, keinen Buffon und auch keinen Lippi.

Vielleicht treffe ich sie dann aber abends in der Pizzeria um die Ecke. Da war auch schon Giovanni Trappatoni mal, er hängt dort auf einem Bild mit dem Pizzabäcker an der Wand…

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Alles im grünen Bereich

Rot und grün sind als Symbolfarben international verständlich. So bedarf der „Gefahrenatlas“ von Titanic [Link leider tot.] auch keiner weiteren Erläuterung. Nett, dass die Leute, die uns überhaupt erst die WM besorgt haben, sich nun auch liebevoll um die anreisenden Gäste kümmern.

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100x großer Sport

Videos sind in letzter Zeit hier im Blog rar geworden, u. a. auch, weil andere Blogs damit nur so um sich schmeißen, obwohl doch jeder selbst eine Suchmaschine anschmeißen und nach Fußballvideos suchen kann. An dieser wunderbaren Kollektion von Eigentoren komme ich aber auch nicht vorbei und so verlinke ich zu diesem Beitrag bei Fooligan.

Ich saß mehrfach laut lachend vorm Rechner, und das will was heißen. Normalerweise kann ich nämlich nicht lachen, weil ich damals, als ich noch Libero war, mein Lachen an den Teufel verkauft habe. Die Kehrseite der Medaille ist, dass ich nun nicht mehr jedes Spiel gewinnen werde. Egal, ich habe wirklich sehr gelacht. Also schaut sie Euch an, die herrliche Sammlung von Eigentoren [Link leider tot].

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Des Kickers neue Kleider

Manchmal hat man sich so sehr daran gewöhnt, dass etwas häßlich und schlecht für die Augen ist, dass es einem nach Jahren der Nutzung nicht mehr auffällt. Schaue ich zum Beispiel morgens in den Spiegel, erleide ich keinen Schock mehr. Ich habe mich in jahrelanger Kleinarbeit an diesen Anblick gewöhnt. Dasselbe galt für die Webseite eines gewissen Herrn kicker. Der hat allerdings seinen Anblick heute deutlich geändert. Das muss man erstmal verdauen, so früh am Morgen.

[photopress:screenshot_kicker.jpg,full,centered]

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Es gibt keine Ketten im Fußball

Uli Stielikes und Horst Hrubeschs Aufatmen ist bis hierhin zu hören. Urs Siegenthaler stellt im sehr lesenswerten Interview mit der Welt fest:

„Es gibt keine Ketten im Fußball.“

Auch wenn wir alle wissen, dass es auf jedem Kreisligaplatz Ketten und gegelte Frisuren gibt, ist es fußballtaktisch eine beruhigende Erkenntnis. Das ganze Gerede um Vierer-, Dreier, gar Einerketten (im Tor) ist also überflüssig. Ich hoffe schwer, dass Siegenthaler das nicht auf Druck der Sponsoren gesagt hat, damit Frauen weiterhin dem Fußball zugewandt blieben, weil sie nun wissen, dass sie dieses Kettengerede gar nicht verstehen müssen.

Gleichzeitig hoffe ich auch, dass unsere Viererkette hinten rechtzeitig vor der WM versteht, dass sie gar keine Kette ist. Stattdessen muss jetzt wieder jeder selbst denken und kann sich auch unabhängig von seinem Nebenmann bewegen.

Weiter unten sagt Siegenthaler noch:

„Es gibt Stürmer, die stehen schon am Pfosten, wenn die Flanke von außen erst unterwegs ist. Da denke ich: Leck mich, der muß doch den Rhythmus des Flankengebers übernehmen!“

Das ist das Problem, wenn man erst so kurz im deutschen Fußball dabei ist. Jahrelang war doch Christian Ziege in der Nationalmannschaft. Wenn der geflankt hat, musste man schon am Pfosten stehen, um dann später, wenn der Ball runterkommt, 20m weiter hinters Tor gelaufen zu sein, wollte man die Flanke erreichen.

Aber auch Siegenthaler wird noch verstehen, welche Erblasten wir dank Ribbeckscher FOTOscher und Völlerscher Nominierungspraxis noch so mit uns rumschleppen.

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Nowotny mit Hexenschuß

:Kurz vor dem 0:1 im Spiel gegen Japan erlitt Jens Nowotny einen Hexenschuss, mitten auf dem Spielfeld des BayStadions. Anders ist es nicht zu erklären, wieso er fünf Meter von einem Gegenspieler entfernt stehend versucht, diesen abseits zu stellen, indem er zwei Meter nach vorne geht und dann stehen bleibt.

Das macht aber nix, denn so bleibt die Mannschaft der Clinsfornische Devise treu: vorne hui, hinten pfui. Ich wage es auch mal, mich zu der Behauptung zu versteifen versteigen, dass Oliver Kahn gestern „das Spiel ganz alleine verloren“ hätte. Er hätte bei diversen Szenen noch älter ausgesehen als er es mit seinem zerknautschten Gesicht ohnehin schon tut.

Interessant finde ich, dass man selbst mit einem halben Auge auf den Bildschirm sehend sofort Jens Nowotny am Laufstil erkennen kann. Er läuft wie ein altes C64-Sprite, bei denen die Animation noch nicht so ganz rund lief.

Ein anderer läuft etwas runder, es ist David Odonkor, der sich gleich in der ersten Szene seiner Länderspielkarriere eine Gelbe Karte wegen einer Schwalbe abholte. Das kommentierten Delling und Netzer jovial grinsend, als wäre das ein Lausbubenstreich. Ist es auch, aber nur so lange, bis Netzer wieder für die SportFOTO schreiben wird, in der er „den Verfall der Sitten“ beklagt angesichts der „Flut von Betrugsversuchen“. Wahlweise noch ergänzt durch „in England würde es das nicht geben“ und das ebenso obligatorische „zu meiner Zeit“. Hat jemand noch mehr Klischees?

Die Zuschauer scheinen wie immer nicht zu wissen, was sie wollen. Rufen mal Schmähungen und mal Lobpreisungen, gerade so, als wären sie von der Dummschwätzeritis befallen.

Die Zeitungen titeln irgendetwas von „Schweinsteiger rettet Deutschland“ oder „Pleite gerade noch abgewendet“, während ich ein Fußballspiel gesehen habe, in welchem eine Mannschaft zwei Tore schoß und dann die andere zwei Tore schoß. Von einer großen Pleite oder Blamage hab ich da nicht viel gesehen. Es ist nämlich fast immer so, dass, wenn ein Spiel nicht zu Null aus geht, erst die eine Mannschaft ein Tor schießt und dann die andere Mannschaft.

Das ist aber a) sehr schwer zu verstehen und nur den echten Fußballfachleuten einsichtig und b) auch nicht sehr auflagenfördernd, wenn man titelt „2:2 – ein normales Fußballspiel“ oder „Nach Japan trifft auch Deutschland“. Nun gut.

Steht Netzer eigentlich auf einem Höckerchen, wenn er neben Delling moderiert, so wie es früher Kanzler Schröder oft tat?

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Skandal schwappt über die Alpen

In Italien fällt der ganze Fußball auseinander, selbst der Mann, dessen Heiligenschein wir immer erahnten, ihn dann aber doch nie sehen konnten, scheint beteiligt zu sein: Collina.

In Deutschland geht es nun im selben Stile weiter. Beim Heimspiel gegen Japan ist der Schiedsrichter ein Deutscher. Mensch, Clinsfornia, etwas unauffälliger würde es doch auch gehen. Mit einem kleinen Reiseangebot nach Huntington Beach oder vielleicht mit lebenslanger Bierversorgung durch einen der Sponsoren der Nationalmannschaft. Man muss ja nicht gleich die eigenen Leute als „Neutrale“ auf an den Platz schicken.

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Wenn der Dummschwätzer Hubschrauber fliegt (XI)

Der Dummschwätzer will bei 48 von 64 WM-Spielen live dabei sein. Wir haben es beim Confed-Cup schon erlebt, wie das geht: mit einem Hubschrauber. Der Dummschwätzer lässt sich mal eben so von Hannover nach Leipzig nach Köln fliegen, nur um überall seine Visage in die Kameras zu halten.

Mir wäre lieber, er würde sich auf die Spiele beschränken, die er ohnehin schon kommentiert. Irgendwann muss auch mal gut sein mit dieser vermeintlichen light form des deutschen Fußballs. Spätestens nach der WM. Oder eben wenn der Hubschrauber abstürzt.

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Unbekanntes aus … dem Fußball-Bälle-Bereich: Telstar

… Telstar:

So hieß der erste Ball einer WM, der auch einen eigenen Namen hatte. Früher hießen die Dinger einfach Fußball, jetzt heißen Sie Teamgeist, Fevernova, Tango oder eben Telstar. Und der Telstar von 1970 verrät auch gleich, warum er so wichtig war: Mit seinen schwarzen Elementen in der ansonsten weißen Hülle war er für die Zuschauer an den Schwarz-Weiß-Fernsehern besser zu sehen als ein komplett weißer Ball. Der „Star for the television“ eben, Telstar.

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Pünktlich um 7

Die Welt über den Alltag im Trainingslager von Trinidad & Tobago:

„Am Mittwoch abend gönnte Beenhakker seinen Schülern Ausgang. Und während das Frühtraining am Donnerstag auch gestrichen war, kehrte Stürmerstar Yorke mit einigen Kollegen von einer Studentenfeier in Graz pünktlich zurück — um 7 Uhr, zum Frühstück.“

Erinnert mich fast an meinen Alltag. Sollte ich doch zum WM-Teilnehmer taugen?

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Grönland kauft mehr Fisch

Wie man sinnverzerrende bis -entstellende Überschriften zusammenzimmert, zeigt dieses schicke Beispiel der „Kleine Zeitung“ aus der Steiermark. Da spricht Ibrahimovic davon, wie stark sein Team seit der EM in Portugal geworden ist. Und der Praktikant macht daraus: „Portugal stark verbessert“. Seine Chancen, später bei der FOTO-Zeitung unterzukommen, sind damit enorm gestiegen.

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