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Autor: Trainer Baade

Paul McCartney war dabei

Eine englischsprachige Seite extra für die ausländischen Besucher in Deutschland: Soccer in Germany

Wie fast immer, wenn offizielle Stellen irgendwas auf die Beine stellen, haben sich ein paar kleine Fehler eingeschlichen. Erstaunlich, dass das Wunder von Bern in München stattfand.

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Und was macht Paul McCartney da links auf dem Platz neben Helmut Schön?

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Geht da was?

Daniel Cohn-Bendit sagt:

„Ich habe mit der französischen Sportzeitung ‚L‘Equipe‘ einen Vertrag über sieben Kolumnen zur WM vereinbart. Das Honorar ist: Karten für drei Spiele: Endspiel, das Spiel Holland gegen Argentinien und das Viertelfinale in Frankfurt.“

Daniel Cohn-Bendit beweist wenn auch nicht sonderlich originellen, so doch klassischen Geschmack bei der Wahl seiner Spiele. Gleichzeitig hat mich dieser Deal auf eine Idee gebracht:

Ich denke, jemand könnte da vielleicht etwas für mich rausrücken. Schließlich schrob ich schon einige Kolumnen für die EM 2004, da bekam ich auch keine Karten. Finale muss ja gar nicht sein, ich würde gerne Paraguay – Trinidad & Tobago sehen, womit ich doch ausreichend meinen extraordinären Geschmack unter Beweis gestellt habe, oder?

Trotzdem frage ich mich, wieso die „L‘Equipe“ einfach so über ein paar Karten verfügen kann. Können das die FAZ oder die Süddeutsche auch?

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Let’s be Dschörmän

Das WM-Maskottchen ist deshalb ein Löwe, weil der Löwe quasi der Inbegriff für Deutschland ist. Unter mir wohnt eine Omi, die frei laufende, wilde Löwen füttert. Nachts stellt sie immer ein paar Tellerchen mit gerissenen Tieren vor die Tür. Ein anderer Nachbar findet das nicht so toll, weil die Löwen danach oft in der Nähe der Haustür ihr Geschäft verrichten, aber diese Probleme mit den Löwenhaufen gibt es ja überall in Deutschland. Auch auf Autobahnen sind streunende Löwen häufig ein Problem, wer kennt nicht die Kadaver von überfahrenen Löwen auf der Straße? Ja, ein trauriger Anblick.

Der Name des Maskottchens ist Goaleo, weil das deutsche Wort für „Tor“ eben „goal“ ist. Ständig höre ich die Fans rufen, „Auf geht’s Verein-xy, schieß ein goal, schieß ein goal, schieß ein go-ho-hoal.“ Und nach Treffern machen die Stadionsprecher die Ansage „Goal in der 76. Minute durch den Spieler mit der Nummer 6.“ Oliver Kahn und Jens Lehmann waren die Protagonisten in der G-Frage und in den Nachrichten sprechen die Nachrichtensprecher davon, dass Bayern München mit 3:2 goals die Eintracht Frankfurt besiegt habe. Der Fernsehkommentator sagt während des Spiels gerne „Ein goal würde dem Spiel jetzt guttun.“ und ich selbst erwische mich immer wieder, wie ich beim Zuschauen jubelnd aufspringe und rufe: „Goal!“. Da war es nur logisch, dem Maskottchen diesen Namen in abgewandelter Form zu geben.

Ein Teil des Ticketverkaufs nennt sich „Hospitality-Programm“, denn hospitality bedeutet, wie schon an anderer Stelle erwähnt „Gastfreundschaft“, das kann man aber nicht einfach so sagen, denn dann würde jeder merken, dass mit der hospitality eben keine Gastfreundschaft gemeint ist, sondern besonders teure Eintrittskarten.

Die Balljungen, die während der WM den großen Fußballstars die Bälle zuwerfen werden, heißen „ball crew“. Nicht einfach eine Gruppe von Kindern, sondern eine crew: So muss man sich nennen, will man erfolgreich sein. Nicht auszudenken, wenn die Balljungen und -mädchen mal daneben griffen oder ihren Job nicht richtig erledigten. Das geht natürlich nur als crew. Wäre man einfach eine Gruppe von Kindern, wäre man doch arg unfähig. Und zugleich hat man das im Deutschen so lästige sprachliche Problem der beiden Geschlechter, die man immer erwähnen muss, mit erledigt. Zwei Fliegen, eine Klappe.

Und weil die Musik, die man als typisch für Deutschland empfindet, nun mal entweder Hip-Hop, Reggae oder lateinamerikanische Musik ist, blieb auch keine andere Wahl als Shakira — eine unbekannte Kellnerin aus Finsterwalde — ein Lied vor dem WM-Finale singen zu lassen. Wie man weiß, liegt Deutschland fast in Lateinamerika, zumindest vom Mars aus betrachtet. Das Verhältnis zu unseren Nachbarländern Belize und Costa Rica ist traditionell gut, allein die immer in orange auflaufenden Honduraner pflegen eine gewisse Rivalität zu uns. Das gehört aber zum Fußball dazu.

Zurück zur Kellnerin mit ihrem Lied. Ich werde mich total mit diesem Lied identifizieren können. Schließlich ist er auch besonders fußball-affin mit seinem Titel „Hips don’t lie“, was so viel bedeutet wie dass Hüften nicht lügen können. Angesichts der gerade aufkommenden Diskussion um die vielen Schwalben im Fußball wage ich das zu bezweifeln, aber nun denn, das Organisationskommitee hat bis jetzt noch immer den Nerv der Deutschen getroffen, so wird es auch mit dieser Kellnerin und ihrem Lied sein.

Was die immer für komische Vornamen im Osten haben…

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Tour d‘Allemagne

Es gibt auch noch andere Sportarten neben dem Fußball. Tatsächlich? Ich muss zugeben, dass mich andere Sportarten kaum interessieren. Ich bin sozusagen Nonfußball-blind. Leichtathletik, in den 1980er Jahren noch einer der größeren Publikumsmagneten, darbt kurz vor der Nichtexistenz in der öffentlichen Aufmerksamkeit. Handball, das sind die Jungs in den miefigen Turnhallen, die sich ständig verletzen. Eishockey, mag sein, dass es das noch gibt, ich habe lange nichts mehr davon gesehen. Formel 1 – gut, dieses Grundübel unserer Gesellschaft (hoho) erhält noch ein bißchen Aufmerksamkeit vom großen zu verteilenden Aufmerksamkeitskuchen. Zum Glück nur noch so lange, bis der Doofe mit dem langen Kinn endlich sein Lenkrad an den Nagel hängt.

War da sonst noch was? Tennis, da muss ja wohl ein jeder kurz lachen. Tennis gibt es noch, aber nur in Form von Boris Becker als Interviewer von Miroslav Klose („Wie fühlen Sie sich jetzt?“) beim Fußball. Alles, wie allseits bekannt, nur so lange interessant, wie ein Deutscher dort Erfolg hat. Oder würde sonst jemand ernsthaft Rodeln bei Olympia schauen?

Deutscher? Erfolg? Da gibt’s doch noch einen… richtig, Jan Ullrich. 27 Mal wurde er Zweiter bei der Tour de France, das hat noch keiner vor ihm geschafft. Und jedes Jahr drücken ihm alle die Daumen, aber jedes Jahr ist es auch dasselbe. So auch dieses Jahr wieder: Meldungen von seinen Verletzungen und der deshalb unterbrochenen Vorbereitung haben uns erreicht, wahrscheinlich haben die Journalisten einfach die alten Meldungen genommen und die Jahreszahl auf 2006 geändert.

Fußball und Tour de France konkurrieren also wie jeden zweiten Sommer um die Aufmerksamkeit der Sportinteressierten, und wer schon mal länger als 5 Minuten Tour de France geschaut hat, kennt auch den als Teufel verkleideten Spinner Edelfan der Tour de France, der mit seinem Dreizack in der Hand hinter den Fahrern herklabautert. In diesem Sommer geht selbst dieser besondere Fan wegen des Fußballs auf Abwege: Er hat ein Fußball-WM-Dreirad gebaut.

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Englisch ist weit gesprochen – II

Hach, herrlich.

Gerade verfolge ich den Sport1-Ticker zum Pokalhalbfinale St. Pauli – FC Bayern. „You‘ll never walk alone“ ist der Song der Liverpudlians, weltweit gerne adaptiert. Auch bei St. Pauli natürlich, und nachdem die Bayern ziemlich früh in Führung gehen, singen die Fans gerade „You‘ll never walk alone“, um ihr Team zu unterstützen.

Die Hupe, die bei Sport1 am Ticker sitzt, übersetzt das mit „Du gehst nie allein“.

„Du gehst nie allein.“ Ein echter Schenkelklopfer. Sag ich doch.

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Panik in Schnetzenhausen

Nachdem bekannt wurde, dass Mehdi Mahdavikia eine Zweitfrau hat, brach im WM-Hotel der iranischen Nationalmannschaft Panik aus. Da nun damit gerechnet wird, dass alle 23 Spieler sowie der Betreuerstab ihre Zweit- und Drittfrauen mitbringen, wurde eilends ein Krisenstab zusammengerufen, der zur Stunde über mögliche Lösungen der Platzfrage im Hotel diskutiert. Im Gespräch sind ein Anbau im Plumpsklostil im Hof, eine Auslagerung der Zweitfrauen ins nächste Hotel südlich, der Drittfrauen ins nächste Hotel nördlich oder die Lösung, bei der die Spieler statt in ihren Betten im Restaurantbereich auf dem Boden schlafen.

Befürchtungen, dass sich die Spieler dann an der angeschlossenen Theke des nächstens verlustieren würden, konnten mit Verweis auf die Religion der Iraner ausgeräumt werden.

Wir berichten in Kürze, wer nun wo schlafen wird.

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Rapunzel, lass deinen güldenen Ball herunter

Man kann sowas auch künstlich inszenieren. Und das geschieht hier. So langsam ist mir auch egal, wer Weltmeister wird, wenn dieser Titel nur bedeutet, dass dieser jener Weltmeister dann allen möglichen Schnickschnack mit diesem Titel veranstalten darf. Zum Beispiel vier Jahre lang mit goldenen Bällen Fußball spielen, wie die Netzeitung [Link leider tot.] berichtet.

Fehlt nur noch das Lametta am Weltpokal.

Den kann man übrigens am 27. April in Duisburg und zu vielen anderen Terminen an anderen Orten in der Republik bestaunen. Und fotografieren lassen kann man sich mit dem Ding im Arm auch. Zur Zeit allerdings noch ohne Lametta.

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Dem Sitzkissen sein Wetter

Viel Zeit bleibt nimmermehr, die vierte Auslosung ist nun schon vorbei. Es folgen nur noch 6 offizielle Termine, zu denen wir den Herrn Notar in die Redaktion einladen. Die 10 Gewinner unserer Sitzkissen sind für diese Woche:

Christian Oettel, Berlin

Sabine Berndt, Bad Driburg

Jörn Wittenberg, Leverkusen

Paul Günter, Calau

Ute Weller, Brombachtal

Sven Kalinka, Dießen

Detlev Frühauf, Göppingen

Jürgen Otterbein, Großenlüder

Claudia Maas, Ahrensburg

Iris Bulic, Rüsselsheim

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Den Kalauer mit dem Gewinner aus Calau erspare ich uns, möchte aber kurz erzählen, dass ich in meiner Jugend mich immer dann in Calau aufhielt, wenn wir mit meinen Eltern im „Osten“ waren und uns dort in der nächsten Kreisstadt anmelden mussten. So war mir im Gegensatz zu den meisten Mitglieder meiner Peergroup schon früh klar, dass es die Stadt Calau wirklich gibt, während sich vielen dies erst beim Lesen dieser Zeilen erschließt. Immerhin, es ist nie zu spät. Klar ist damit auch: Das Bundesland Brandenburg hat sich in die Gewinnerliste eingereiht. Das ist toll.

Aus sportlicher Sicht möchte ich anmerken, dass wir tatsächlich einen Gewinner aus der Geburtsstadt von Jürgen Clinsfornia haben: Göppingen. Viele wissen nicht, dass Jürgen Klinsmann nach dem offiziellen Ende seiner Karriere noch unter dem Pseudonym „Jay Goppingen“ in der MLS in den USA gespielt hat (und dabei sogar ca. 5 Tore in 11 Spielen erzielte). Amis haben schon ja bekanntlich Probleme mit Umlauten, deshalb wurde aus Göppingen kurzerhand Goppingen. Als Pseudonym seinen Herkunftsort zu wählen, hat übrigens schon E. O. Plauen vorgemacht, bei dem man demgemäß nicht lange überlegen muss, wo er herstammt.

Ansonsten fordere ich die Einwohner des Saarlandes auf, endlich vermehrt am Sitzkissengewinnspiel teilzunehmen, sonst kriegen wir die 16 Bundesländer nie bis zum Beginn der WM voll.

Und: Wo bleiben die Fotos von anderen Gewinnern, nachdem Anja oder Petra oder so schon vorgemacht haben, wie es geht?

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18-17, 12-11, weg

Der Rekord beim Elfmeterschießen liegt irgendwo in der Höhe von 18-17, nachdem fast jeder Spieler einer Mannschaft 2x schießen musste. Aufgestellt beim Afrika-Cup, dort also, wo alles ein bißchen verrückter ist.

Elfmeterschießen mit hohem Ausgang gibt es in meiner Fußball“biographie“ zwei, die mir spontan in den Sinn kommen. Eins fand zwischen dem MSV Duisburg und ich glaube dem VfL Bochum beim Reviercup statt, bei dem auch erst der Treffer zum 12-11 entschied. Das zweite ist jenes zwischen Bayern und PAOK Saloniki irgendwann in den 80ern im UEFA-Pokal, als Jean-Marie Pfaff zum entscheidenden 11:10 traf.

Gab es eigentlich schon mal ein Elfmeterschießen, dass nach 5 Durchgängen für jede Mannschaft 0:0 stand? Das gab es sicher und es gibt auch eine ebenso sichere Methode, ein solches Elfmeterschießen zu simulieren. Beim netten Flash-Spielchen beim Schlaraffia-Cup habe ich jetzt schon ca. 20 Durchgänge gespielt und weder ein Tor erzielt noch eins bekommen. Falls jemand weiß, wie man den gegnerischen Torwart überwindet, möge er das hier hinterlassen. Danke. Und viel Spaß.

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Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?

Während ich mich hier bei Harald Schmidt vielleicht noch selbst gemeint fühlen darf, bei aller Bescheidenheit:

„Bei der WM muss man halt nur erkennen, dass da satirisch nichts zu holen ist, und lässt die wursteln, die es nicht begreifen.“

muss ich dann hier sagen, letztens noch, im Interview mit wem-auch-immer, sagte Harald Schmidt zum Klimbim um die WM:

wer-auch-immer: Ich meinte ein anderes Drumherum. Das Kulturprogramm, die Witzigkeit, die es geben wird.

Harald Schmidt: Das ist nicht auszuhalten, aber das ist ja klar. Ich mache es nicht aktiv mit, aber damit ist die Nummer für mich durch.“

Nun, jeder fällt so gut um, wie er kann. Harald aka Harry kann das ganz gut, wie man sieht. Sagte ich nicht in diesem Beitrag bereits, dass ich die Befürchtung hege, dass Waldi und Harry bei der WM neu aufgelegt werden könnten?

Der Focus berichtet, dass das der Fall sein wird.

Mir schaudert’s.

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Das Kopfballungeheuer hat immer recht

Horst Hrubesch wird gefragt, welche Mannschaften bei der WM die besten Chancen haben. Clever, wie er seit jeher ist, antwortet er:

„Die zwei besten Mannschaften.“

Da kann man wohl nicht widersprechen.

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Ich verwarne Ihnen.

Wer kennt es nicht, das legendäre Zitat von Ente Lippens? Ein echter Ruhrpottschiri sprach die Verwarnung mündlich aus: „Ich verwarne Ihnen.“ Ente Lippens, nicht ganz auf den Kopf respektive Mund gefallen, konterte schlagfertig: „Ich danke Sie.“

Da will die B. Z. natürlich nicht nachstehen und fragt Podolski im Interview Folgendes:

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Die große Leere

Alea iacta est.

Es wird wohl niemand übersehen haben, dass die Entscheidung gefallen ist und dass also Lihmän zwischen den WM-Pfosten stehen wird.

Ich frage mich gerade, welche Sau nun als nächstes durchs Dorf getrieben wird — auch von mir. Vorschläge bitte in den Kommentaren einreichen.

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