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Autor: Trainer Baade

Morrissey

Es gibt genug Promis, die keine Ahnung von Fußball haben, die aber gleichzeitig bei einer WM/EM so tun, als würde sie das fürchterlich interessieren, nur damit sie in irgendeiner Sendung auftreten können. Anbiedernd, abstoßend.

Souveräner und alles andere als an den Fußball anbiedernd reagierte da Morrissey auf die obligatorische Frage, ob er sich für Fußball interessiere:

„Ich wäre ein besessener Fan, würde man statt eines Balles Tony Blair herumkicken.“

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Von den Hintergründen des internationalen Fußballs

Berti Vogts, ein echter „Experte“ des britischen Fußballs, äußert sich heute bei dem Herrn kicker folgendermaßen:

„Und wenn Wenger den Vertrag seines deutschen Keepers lediglich um ein weiteres Jahr verlängert, verrät diese Haltung, dass er Lehmann wohl nicht so positiv sieht.“

Leider übersieht hier der „Experte“ Berti Vogts, dass Arsenal aus Gründen der Vereinspolitik allen Spielern, die 32 oder älter sind, nur Einjahresverträge anbietet.

Ich hatte aber auch nicht erwartet, dass Berti Vogts sich wirklich auskennt.

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Aber Aberglaube

Ich habe einen Bekannten, der schwallert mir immer die Ohren voll mit irgendwelchen Eishockeygeschichten. Eishockey ist der Sport, den ich immer nur zu Olympia gucke und bei dem sich die Spieler prügeln, nicht wie beim Fußball die Fans. Letztens setzte dieser Bekannte mir einen Floh ins Ohr, dass nämlich Deutschland seine letzten beiden Titel, Weltmeister 1990 und Europameister 1996, immer dann gewann, wenn die DEG zuvor deutscher Meister im Eishockey wurde.

Die Abergläubischen unter uns dürfen also hoffen.

Ich persönlich glaube allerdings nicht an solche an den Haaren herbeigezogenen Zusammenhänge. Ich habe genug damit zu tun, das alte Sofa wieder aus dem Keller zu holen, auf dem ich den Gewinn des EM-Titels 1996 verfolgte.

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Von den Feinheiten der deutschen Sprache

Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus. Nein, nicht die WM, sondern die Entscheidung in der Torwartfrage. Möglicherweise steht sie morgen schon an. Deshalb noch mal ein vielleicht letzter kleiner Verweis auf die unglaubliche Unsachlichkeit und den Mangel an Argumenten, mit welchen die Bayern versuchen, ihren alten Kempen ins WM-Tor zu puschen. Felix Magath beklagte sich heute über Lehmanns Auftritte in der Champions League:

„Lehmann kann sich zwar nicht so auszeichnen, aber er bekommt auch kein Gegentor. Das ist eine klare Benachteiligung für Oliver Kahn.“

Nein, das ist jetzt nicht sinnentstellend von mir gekürzt. Magath behauptet wirklich, dass es eine Benachteiligung von Kahn sei, dass Lehmann keine Gegentore kassiere. Ich bin der Meinung, diese Tatsache nennt man dann einen „Nachteil“ für Oliver Kahn im Duell um den Platz im Tor. Eine Benachteiligung wäre etwas ganz Anderes. Vielleicht braucht Magath Nachhilfe in Deutsch

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Wir brauchen mehr Stars

Pelé wird Gastkommentator fürs ZDF bei der WM. Er wird mit Weichspüleraussagen und Höflichkeitsfloskeln glänzen, dafür ein paar Mille einstreichen, grinsen und fachlich nichts zu den Spielen zu sagen zu haben. Das fällt deshalb nicht so auf, weil der Simultanübersetzer mit der angenehmen Stimme ein Meister seines Fachs ist. So klingt alles, was Gäste, die des Deutschen nicht mächtig sind, von sich geben, immer nach exzellenter Sprach- und Gedankenkultur. Mehr Inhalt als Pelé von sich gibt — nämlich gar keinen — kann aber auch der beste Dolmetscher nicht in dessen Äußerungen legen. Überflüssig wie eine Torkamera wird sein leeres Gequatsche sein.

Meine Vorschläge, wen man unbedingt noch holen sollte, um als Fernsehanstalt für die — wohlgemerkt Fußball- — WM bestens aufgestellt zu sein: Boris Becker, Kati Witt, Franziska van Almsick und alle sonstigen Ex-Sportler-Mediennutten.

Ganz anders tritt übrigens Jean-Marie Pfaff auf, der bei der WM 2002 so etwas wie Co-Moderator war. Er hatte die „Chuzpe“, den alles, wo Brasilien draufsteht, hochjubelnden Fuzzies vom Fernsehn zu widersprechen. Leider nahm Poschmann damals nichts, aber auch gar nichts von Pfaffs Äußerungen an, beharrte darauf, dass Brasilien ja eine supertolle Mannschaft sei und leitete schnell weiter zum nächsten Beitrag. Wahrscheinlich werden sie Pfaff nicht mehr einladen.

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GEMA aufs Klo

Viel haben wir schon gejammert über die abstrusen Auswüchse, die die Regelungen der FIFA annehmen. Nun aber las ich etwas, was gar nichts mit der FIFA zu tun hat, sondern im Lande des WM-Gastgebers hausgemacht ist. Angeblich ist die Nationalhymne GEMA-geschützt und jeder Kneipier müsste eigentlich Gebühren an die GEMA bezahlen, wenn er in seiner Kneipe ein Länderspiel zeigt, bei dem die Nationalhymne gespielt wird.

Das kann eigentlich nur ein grober Scherz sein. Wie kann es Geld kosten, die Intonation der Hymne des eigenen Staates weiterverbreiten zu wollen?

Der Merkur Online berichtet dies. Ich hab extra noch mal nachgeschaut, nein, der Artikel ist nicht vom 1. April.

Müssen dann auch die Nationalspieler fürs Mitsingen der Nationalhymne GEMA-Gebühr bezahlen? Das erklärt auch, wieso der gorrige Bernd Schuster früher nie mitsang: Seine Frau und Managerin hatte diese überflüssige Ausgabe verboten.

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Lifesaver auf deutsch

Für jene Glücklichen [Serben], die ein Visum und Tickets haben, hat eine Belgrader Boulevardzeitung einen fünfmonatigen Deutschkurs begonnen. Täglich erscheinen fünf für das tägliche Fan-Überleben in deutschen Städten wichtige Sätze, wie:

„Wo kann ich billiges Bier kaufen?“

„Wo ist das nächste Bordell?“ und

„Rufen Sie den Notdienst, ich bin total betrunken.“

(Leider weiß ich nicht mehr, wo ich das gefunden habe…)

Dank Zangel04 weiß ich jetzt wieder, wo man es u. a. finden kann.

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Voodoo

1974 war Haiti bei der WM in Deutschland dabei. Diesmal nicht, deshalb müssen wir auf anderen Wegen die magischen Kräfte der Haitianer nutzen. Je nachdem, wer unser Gegner in den KO-Rundenspielen wird, das entsprechende Trikot auswählen, auf die Puppe draufkleben und ein bißchen Voodoo [Link leider tot] an den Gegnern verüben. So steht einem Finaleinzug der Deutschen nichts mehr im Wege. Todsicher, die Methode.

In Togo praktiziert man übrigens auch Voodoo. Obacht also, liebe Schweizer.

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Bilder, Gewinner, Sitzkissen: alles neu!

Die neuen Gewinner sind konspirativ ermittelt worden. Und meine Bitten wurden erhört: der erste Gewinner aus Bayern ist dabei. Das war allerdings ziemlich knapp, denn Geroldsgrün liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zu Thüringen entfernt. Außerdem neu dabei: Rheinland-Pfalz, die Heimat des Absteigers 1. FC Kaiserslautern. Hier also alle Gewinnerinnen und Gewinner in nicht-alphabetischer Reihenfolge, nicht nummeriert:

Stephan Kelle, Cottbus

Jürgen Weber, Weilerbach

Alexandra Dreyer-Schäfer, Dortmund

Magdalena Duda, Ulm

Dietmar Ulbricht, Borchen

Jennifer Weihrich, Geroldsgrün

Manuela Scheer, Berlin

Rosemarie Goethel, Berlin

Torsten Fetthauer, Köln

Willi Dietrich, Wetzlar

Herzlichen Glückwunsch.

Irgendjemand von Fußball und Titten (Wie ist eigentlich die offizielle Schreibweise, wenn man es nicht als URL schreibt?) hat letztens beim Sitzkissen-Gewinnspiel von Kostenlos.de gewonnen.

Und damit wir all unseren heutigen und all unseren zukünftigen potenziellen Gewinnern nicht vorenthalten, wie schön diese Sitzkissen sind, haben Anja oder Petra oder so uns netterweise ein paar Fotos von den Sitzkissen im Einsatz zukommen lassen.

[photopress:kissen1.jpg,full,centered] Gut erzogen wie Anja (links) und Petra (rechts) sind, nehmen sie den Ehrengast (Mitte) in die Mitte. Petra faltet andächtig die Hände und ist ob der Anwesenheit des Kissens ganz nervös.

[photopress:kissen2.jpg,full,centered]
Während Anja auf dem Weg zum Stadion erst wie immer ihren Flachmann vor der U-Bahn-Haltestelle leeren muss und Petra ihr Fantrikot unter all der dreckigen Unterwäsche nicht findet, sitzt das Kissen schon in voller Fan-Montur auf dem Weg zum Stadion in der U-Bahn.

[photopress:kissen3.jpg,full,centered] Warten, warten, warten. Bis Petra und Anja dann endlich nachgekommen sind, hat das Kissen Zeit, sich auf einem Mäuerchen auszuruhen und sich gedanklich auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten.

[photopress:kissen4_1.jpg,full,centered] Endlich angekommen, direkt mal draufsetzen. So sieht es also aus, wenn man eins unserer tollen Sitzkissen gewinnt und sich draufsetzt. Und damit wir auch in den Genuss der vollen Ansicht von Anja und Petra kommen…

[photopress:kissen5_1.jpg,full,centered] … hat sich jemand erbarmt und die beiden von hinten mit ihren ultrastylishen Sitzkissen fotografiert. Die beiden tragen ihre alten Blender-Uniformen, um in jedem Stadion in den Innenraum zu gelangen und von dort schöne Fotos schießen zu können. Wie man sieht, gelingen diese seit dem Erhalt der Sitzkissen deutlich besser.

Wer auch so ein Sitzkissen gewinnen will, sollte sich schnell anmelden, 70 Stück sind noch zu vergeben. Und Danke fürs Einsenden der Bilder, andere Gewinner dürfen gerne das Gleiche tun.

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Konnotationen

Nachnamen stammen meistens von Berufen, Gegenden oder Eigenschaften ab. Das ist nichts Neues, interessiert mich aber immer wieder. So stammt „Baade“ z. B. von dem Beruf „Bader“ ab, welcher im Mittelalter ein Friseur und Zahnarzt in Personalunion war von dem Begriff „Pate“ ab, wie ich letztens lernte. Bei vielen Namen weiß man gar nicht, was sie bedeuten, bei anderen hingegen liegt es auf der Hand.

„Kentert der Kahn beim Kampf ums Tor?“

schreibt die Welt und Trainer Baade — das bin ich (man möge mir verzeihen, Ailton-esk in der dritten Person von mir zu sprechen) — wundert sich, dass ihm zuvor beim Lesen oder Hören des Namens unserer Nr. 2 bei der WM noch nie die eigentliche Bedeutung dieses Wortes in den Sinn kam. Oliver Kahn, das war immer einfach nur ein Name.

Seit gerade eben ist es aber auch ein Wort mit Bedeutung. Und welche Assoziation haben die meisten Menschen bei dem Wort „Kahn“ als erstes? Genau: „alt“.

Ein alter Kahn.

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Schlitten fahren

Endlich haben wir den Beweis. Bastian Schweinsteiger hat das Spiel gegen die USA manipulieren wollen. Wie dieses Bild zeigt, hat er mitten im Spiel so getan, als würde er Schlitten fahren und ließ seinen Gegenspieler laufen.

[photopress:DSC_2969.gif,full,centered]

Dass er aus Bayern stammt, darf da keine Ausrede sein. Er hätte mit den Amis Schlitten fahren sollen, aber so? Pfui.

Wenig später lässt er sich in Ballbesitz befindlich einfach fallen. Also, Bastian, offensichtlicher geht’s doch nicht! Glaubst Du, wir sind doof?

[photopress:DSC_3008_1.gif,full,centered]

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Die Zeit, sie rast.

Ich möchte ohnehin mit keinem Schiedsrichter tauschen oder wie Lodda Mäddaus es sagt, „schon eher was, was mit Fußball zu tun hat“.

Die haben einen undankbaren Job und dann passieren auch noch solche Missgeschicke wie diesem hoffentlich ehrenwerten Franzosen im Halbfinale (!) der WM 1990:

„Injury time added on by the referree is sometimes necessary. But Frenchman Michel Vautrot added on 8 minutes only in the first period of extra-time in the semifinal between Italy and Argentina in 1990! He later admitted he forgot about the time.“

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Bye-Bye Lenin Olli

Naja, das war dann wohl die Entscheidung in der Torhüterfrage. Schade eigentlich. Ich hatte mich noch auf vier bis sechs unterhaltsame Wochen der Sticheleien, der Abwägungen, der Kaffeesatzlesereien gefreut. Jetzt ist es aber entschieden.

Positiv ist daran nur die Tatsache, dass die Bayern offensichtlich auch noch in den nächsten zwei Jahren mit diesem alten Rentner spielen wollen. Sein Vertrag wurde aus unerfindlichen Gründen bis 2008 verlängert. Dabei spielt er schon seit 2004 eigentlich so schlecht, dass ca. fünf bis acht Torhüter der Bundesliga als wesentlich besser einzustufen sind. Spontan fallen mir Robert Enke, Frank Rost, Roman Weidenfeller, Hans-Jörg Butt oder Georg Koch ein. Auch Simon Jentzsch ist trotz seines heutigen Fehlers kein schlechter. Warum Timo Hildebrand als unbedingter dritter Torwart in der Nationalmannschaft gilt, ist mir weiterhin schleierhaft.

Diesen Fehler der Vertragsverlängerung aus sentimentalen Gründen machen sie bei Bayern, wo der „Gutmensch“ Uli Hoeneß die Fäden zieht, allerdings zum Glück immer wieder. Ein Jahr zu lange für Stefan Effenberg, der schon über seinen Zenit war, ein Jahr zu lange für Ottmar Hitzfeld, der in seinem letzten Jahr nur noch sein Erbe verwaltete, zwei Jahre zu lange für Lodda Maddäus, der schon aus dem letzten Loch pfiff. Nun auch zwei Jahre zu lange für Olli Kahn, der womöglich die Meisterschaft in den nächsten zwei Jahren wieder spannend machen wird.

Zum Glück betreibt Clinsfornia nicht solche Gefühlsduselei und stellt Jens Lehmann auf.

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