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Autor: Trainer Baade

Die B14 erhebt Forderungen

Die B14, die Vereinigung der 18 größten Blogs zum Thema Fußball, hat auf ihrem außerordentlichen Parteitag am gestrigen Samstag die Vereine aufgefordert, im Falle der Verletzung eines Spielers während des regulären Ligabetriebs oder während des Vereinstrainings Schadenersatz an die größten Blogs zu leisten. Hauptargument der Blogger ist die durch die Verletzung von Spielern entgangene Möglichkeit, über diese Spieler zu berichten, zu lästern oder gegen diese zu hetzen. Der Stand der Genesung oder die speziellen Übungen, die bei der Reha eines Spielers zum Einsatz kommen, interessieren keine Sau.

Man darf gespannt sein, wie die Vereine auf diese Forderung der einflussreichen Blog-Vereinigung reagieren werden.

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Der Schloßherr

Ich muss zugeben, angesichts der dritten Reform der Rechtschreibreform weiß ich nicht mehr, was man wie zu schreiben hat. Ob Schlossherr oder Schloßherr, Kasey Keller ist jedenfalls einer, wie berichtet. Jetzt gibt es ihn auch als solchen zu sehen. Auf seinem Schoß: Berti Vogts, der nicht weit von ihm entfernt in Korschenbroich-Kleinenbroich lebt und auf einen Knochen vorbeikam.

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Von aktuellen und nicht so aktuellen Ereignissen

Nicht immer bin ich hier im Blog auf dem Stand der Dinge. Das ist auch nicht die Intention dieser Einrichtung. Wer auf dem Stand der Dinge sein will, besuche den Herrn kicker mit seinem tollen, gleichnamigen Magazin, besuche Spiegel Online oder die tagesschau.

Hier tauchen immer wieder zeitlos schöne Beiträge auf, Textgebilde, die so schön sind, dass man sie auch getrost 1892 hätte veröffentlichen können, und die Begeisterungsstürme wären nicht minder groß ausgefallen. Betrachtungen von außerhalb, die Meta-Ebene wird nicht nur erreicht, teilweise sogar überschritten, Gedankenspiele und eben auch grundsätzliche Aussagen zu unserem schönen kleinen Sport.

Dann und wann machen aber die aktuellen Ereignisse auch mal einen Ausflug in die Realität nötig. In solchen Fällen wird nach Lust und Laune über die Torwartdiskussion palavert, werden die Alternativen zum Bundestrainer abgewägt oder es wird ein Wettskandal kommentiert.

Natürlich gebe ich mir alle Mühe, dabei nicht einfach nur Nachrichten abzuschreiben, sondern diese auch mit einer Prise Spo(r)tt und Ironie zu würzen und vor allem, mit meinen Beiträgen nicht erst dann online zu gehen, wenn schon kein Hahn mehr nach der Vogelgrippe kräht. Dies gelingt mir mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.

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Spanish East German Blue Eyes

Wir haben hier schon darüber diskutiert, warum denn die Azzurri traditionell in Blau spielen. Warum Deutschland, später West-Deutschland und später wieder Deutschland in Weiß spielt, ist zumindest in diesem Blog noch nicht geklärt worden, der Guardian liefert aber schon mal die Antwort darauf, warum die „DDR“ in Blau spielte:

„The answer almost certainly lies in the fact that the shirts of the East German youth movement, the so-called ‚Free German Youth (FDJ)‘ were also blue,“ said Donald Phillips. „When sport started in post-war East Germany, it was under the auspices of the FDJ,“ he continued. „The colour of the FDJ shirts was in turn chosen as a neutral response – as opposed to the red-brown shirts of the Hitler youth. The FDJ was, of course, the youth arm of the governing party of East Germany, the Socialist Unity party, formed by the remnants of the pre-Nazi era German Communist Party and SPD.“

Donald went on to say that during one match the head of the Stasi, Erich Mielke, who was watching in the directors‘ box, was told off by the East German trainer for griping about the referee. „Shut up and sit down,“ he was told, „you know nothing about football.“ Mr Mielke, bless his ideological red socks, responded with: „It’s a free country, I‘m entitled to my opinion.“

Jetzt wissen wir, warum die DDR in Blau spielte. Sollte einer meiner Leser eventuell des Englischen nicht mächtig sein, bin ich gerne bereit, das Zitat in astreinstes Deutsch zu übersetzen. Wer den Text hingegen schon im Original begreift, möge das bitte in den Kommentaren angeben. Ich arbeite schließlich an meiner Dissertation „A time to make friends: The post-modern Germany and its knowledge of English as the soccer language in the year 2006.“

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Road to Germany

Komisch, dass die Amis von einer „Road to Germany“ berichten, wenn das Spiel doch schon in „Germany“ stattfand. Naja, man nimmt es dort nicht so genau mit den Fakten, Hauptsache, der Slogan stimmt.

Ursache für die verspätete Bilderlieferung ist übrigens, dass WordPress nicht mit Opera kooperieren mag — oder umgekehrt, das habe ich noch nicht herausgefunden.

Eine meiner Klientinnen war auch bei dem Spiel in Dortmund. Sie hatte mehr „roughness“ im Stadion erwartet und zeigte sich positiv überrascht von der tollen Stimmung im Fußballstadion zu Dortmund. Ähnliches gilt wohl für Clinsifornia. Weil sie aber so weit vom Stadion entfernt geparkt hatte, ging meine Klientin vor dem ersten und einzigen Tor der USA. Pech gehabt.

Ihre erste Frage heute war allerdings: „When Germans whistle, does it mean that they boo?“ — ja, genau das bedeutet es. Hat bei mir mal wieder Erstaunen ausgelöst. Bedeutet pfeifen nicht überall in der westlichen Welt Ablehnung?

Bis ich mein Erstaunen überwunden habe, widmet Euch bitte diesen Impressionen von Hoffotografin Paula, die, in den USA weilend, sich leider den Arm gebrochen hat. Von hier aus beste Genesungswünsche und während Du da so faul im Sessel rumlümmelst, könntest Du Dir eigentlich mal ein neues Gimmick für das WM-Special von überlegen. Also los.

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Hurra, wir haben gegen einen Großen gewonnen!

Okay, nicht sehr originell, diese Schlagzeile, aber so sieht’s doch aus. Wir haben gegen den fünften der Weltrangliste gewonnen. Ist doch ein „Großer“, oder nicht?

Naja, wie das zumindest auf Seiten des Großen im Fernsehen aussah, könnt Ihr dank Paula hier unten sehen. Ein paar Screenshots aus dem US-amerikanischen Fernsehen. Meine Meinung zum Spiel und die Konsequenzen desselben lest Ihr morgen hier an dieser altbekannten und -bewährten Stelle. Gute Nacht.

Okay, leider funktioniert das mit den Fotos gerade nicht, also werden diese morgen nach Behebung aller technischen Unzulänglichkeiten auf meiner Seite nachgeliefert. Trotzdem gute Nacht. Gut schlafen können jetzt zumindest all jene, die auf einen deutlichen Sieg gehofft hatten.

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Vote Now

Sie ist implentiert, wie die Fachfrau sagt. Die erste Blog-Umfrage. Bin ja mal gespannt, ob überhaupt jemand für Japan stimmt…

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Arbeit für den Klugscheißer

In diesen kruden Beitrag von Klaus Theweleit in der taz haben sich zwei kleinere Fehler eingeschlichen. Er schreibt in seinem Beitrag über die Torhüter Deutschlands:

„Is‘ aber nich‘. Auch nicht „linkere“ oder „rechtere“ Titanen. Seit Deutschlands erstem Fußballgott Toni Turek (der seine Schwächen hatte) sind alle deutschen Keeper Weltmeister, immer schon. Und also im Besitz des flügelverleihenden Druidentrunks. Wir könnten eine Mannschaft aus elf Torhütern bei einer WM ins Rennen schicken, in Blau mit rotem Umhang: Mit dreimal 0:0 (Butt & Co.) womöglich weiter. Absurd, aber war, titanisch!

Und der Ball ist mit ihnen (wo sie ihn nicht abschrecken). Er war total mit Olli zum Beispiel beim 1:0 gegen die USA 2002 in Südkorea. Wie verzaubert flogen die Bälle dem Titanen in die Arme, oder aber wie magnetisch abgelenkt am Tor vorbei (oder gegen Schneiders Hand auf der Torlinie). Der Ball respektierte das S auf dem Trikot und überschritt die Linie nicht. Statt 1:5 – ein 1:0 nächste Runde.“

Drei Mal 0:0, das waren nicht Butt & Co, sondern Fiedler & Co., die damit im UEFA-Cup weiterkamen, und natürlich war es nicht Schneiders, sondern Frings‘ Hand, die im Viertelfinale gegen die USA auf der Linie rettete. Muss jetzt ein taz-Watchblog her?

Was für mich auf jeden Fall her muss, ist ein taz-Erklärungs-/Analyse-Blog. Ich verstehe die reichlichen Sprachspiele in diesem Artikel nicht.

Und wo bleibt eigentlich das TrainerBaade-Watchblog?

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Weltexklusiv!

Wohl eher interessant für Brasilianer oder Italiener, eventuell sogar für Tschechen: Hier kann man jetzt schon ein Stück des Rasens des WM-Finales bestellen. Wie wir schon müde sind zu hören, gibt es einfach nichts mehr, was die FIFA im Rahmen ihres Fußballturniers (Würstchen und Bier zu erschwinglichen Preisen, Eintrittskarten leider nicht) nicht zu Geld zu machen versucht. Konnte man früher einfach nach dem Spiel heimlich auf den Rasen stiefeln und sich ein Stückchen rausreißen, ist jetzt schon eingraviert, wer welche Parzelle des WM-Rasens erhält, nachdem er hier auf „Jetzt bestellen“ [Link leider tot] geklickt hat.

Wahlweise in Natur oder in Acryl gegossen gibt es 20×30cm für ¤75. Das ist sogar für eine Partie Tippkick zu klein…

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Meine lieben Sitzkissengewinnerinnen- und gewinner

Die ersten können sich schon mal auf die bunten, lustigen Sitzkissen draufsetzen. Zwar nur zu Hause, die WM hat ja noch nicht angefangen, aber wer würde nicht gerne mit den folgenden zehn hoffentlich strahlenden Gewinnern unseres alles überstrahlenden Sitzkissengewinnspiels tauschen?

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Frank Wilke, Bielefeld

Hannelore Meinert, Halberstadt

Siegfried Eschinger, Magdeburg

Robert Bayer, Bleicherode

Kaj Kasner, Moers

Martin Wiedemann, Cottbus

Johanna Rike Wilkens, Greifswald

Octavia Schoplick, Düsseldorf

Jens Thelen, Gangelt

Julia Böcker, Menden

Wie man sieht haben wir fast nur Gewinner aus dem Osten oder aus NRW. Ich fordere hiermit alle Schleswig-Holsteiner, Hessen, Saarländer und Hamburger ultimativ zur Teilnahme am Sitzkissengewinnspiel auf. Der Aufruf für die übrigen Bundesländer erfolgt in den nächsten Folgen, denn von nun an werden jede Woche 10 Gewinner bekannt geben. Immer montags, dienstags, mittwochs, donnerstags oder freitags, je nachdem. Wenn ich Lust habe, auch mal sonntags.

Den Gewinnern gehen die einfach besitzenswerten Sitzkissen in den nächsten Tagen per Schneckenpost zu.

Natürlich kann man weiterhin am Sitzkissengewinnspiel teilnehmen. Viel Erfolg.

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Leichter Gegner gesucht und gefunden

Für ein zusätzliches Vorbereitungsspiel — möglicherweise gar unter Ausschluss der Öffentlichkeit — während des Trainingslagers in Genf wird noch ein leichter Gegner gesucht. Angesichts der deutschen Europapokalergebnisse muss man sagen: die Auswahl ist groß. Einfach ein Bundesligateam nehmen, schon hat man den gewünschten leichten Gegner.

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Der viel zitierte Blumentopf

Der Welt gab Steven Cherundolo, amerikanischer Nationalspieler bei Hannover 96, ein Interview, in dem er Folgendes zum 1:4 der Deutschen in Florenz gegen Italien sagt:

„Aber ihr Deutsche tut immer so, als hättet ihr ein riesiges Problem. Ihr seid bei der letzten WM Vize-Weltmeister gewesen. Es war doch immer so: Stand ein wichtiges Turnier an, waren die Deutschen gerüstet. Lieber so, als anders herum. Was nützt es dir, wenn du alle Freundschaftsspiele gewinnst, aber bei der WM nicht mal einen Blumentopf.“

Recht hat er ja, wenn man nur die Weltmeisterschaften betrachtet. Aber obwohl Cherundolo in Deutschland arbeitet, scheinen ihm die letzten beiden Europameisterschaften nicht aufgefallen zu sein: 6 Spiele, kein Sieg, nur 3 Tore erzielt, 2x in der Vorrunde gescheitert. Das ist wohl das, was man dann getrost einen Blumentopf nennen kann.

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