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Autor: Trainer Baade

Auch du, mein Sohn Tagesspiegel?

Stellvertretend für die reihum gehende Grütze von der „ansteigenden Fangewalt“ in deutschen Stadien sei hier aus einer TV-Kritik (eigentlich über die Nachfolgesendung von Waldis Club geschrieben) des Tagesspiegels zitiert, der sich nicht erblödet, von Folgendem zu spinnen:

Die ausufernde Fangewalt ist ein drängendes Thema.

Herrgottnochemal, wie oft müssen wir es noch wiederholen: Die Fangewalt nimmt beständig ab. Weiterhin und immer noch.

Wäre es wirklich zu viel verlangt, dass man von Menschen, die qua der Reichweite ihrer Texte Realitäten in den Köpfen der Rezipienten erschaffen können, erwartet, dass sie sich ein ganz kleines Stück an der Wahrheit orientieren?

Offensichtlich ja. Und da wundert man sich noch, dass kein Mensch mehr Geld für eine Zeitung ausgeben möchte. Sich verarschen lassen kann man schließlich auch ohne Geld dafür zu bezahlen. Alle weiteren Beispiele derartiger Idiotie zu sammeln würde hier leider den menschenmöglichen Rahmen sprengen, denn dieses Mem von der „ausufernden Fangewalt“ spukt in allen möglichen Journalistenhirnen rum. Man könnte, wenn man wollte, fast geneigt sein, diese Journalisten die „Taliban des Journalismus“ zu nennen. Aber man will sich ja nicht mit derartiger Überdenkammschererei gemein machen, also belässt man es lieber bei der Vokabel „Brandstifter“.

Es wäre an der Zeit, dass man solchen Journalisten endlich ihre Feuerzeuge aus der Hand reißt.

(Zur Vorgeschichte bei Bedarf gerne noch mal den Spielbeobachter lesen.)

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Kann eine Semmel so viel Geld wert sein?

Teile der Redaktion sind sich sicher: Niemals! Andere Teile behaupten, dass eine Semmel immer den Preis wert ist, der für sie gezahlt wird.

Man erinnert sich jedenfalls an Zeiten, als man samstags morgens mit dem Fahrrad zum Bäcker fuhr und eine komplette Semmel (in dieser Region Brötchen genannt) für 19 Pf erwerben konnte. Schon damals gab es Stimmen, dass eine Semmel so viel Geld niemals wert sein könne, doch: Nicht nur erwarb man sie selbst, es standen auch viele weitere Leute in der Schlange, um eine oder gar mehrere Semmeln zu diesem horrend anmutenden Preis zu erwerben.

Zeit verging und Rahmenbedingungen veränderten sich, zwei Groschen waren irgendwann nicht mehr genug, um sich eine einzelne Semmel einverleiben zu können.

Die weitreichendsten Erinnerungen erinnern sich an einen Preis von 27 Pf pro Semmel, was natürlich einerseits unverschämt war, auf der anderen Seite aber weiterhin willentlich von Menschen, welche im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte waren, bezahlt wurde, um diese Semmel zu erstehen.

Der Euro kam — bald geht er vielleicht wieder — der Semmel-Preis aber stieg und stieg, ungesehen der Dinge, die um eine solche Semmel herum geschahen.

Heute muss man den Europreis über den Daumen mal zwei nehmen, um den damaligen D-Mark-Preis zu berechnen. Eine Semmel kostet mittlerweile locker 27 Cent eines solchen Euros und damit mal eben doppelt so viel wie zu jener Zeit, als die Semmel schon als total überteuert wahrgenommen wurde.

Semmel-Experte Klaus N. äußerte sich dementsprechend letztens auch: „Natürlich kann eine einzelne Semmel niemals diesen Preis rechtfertigen.“ Und er liegt selbstredend richtig: Keine Semmel ist 27 Euro-Cent wert. Ein wenig dürr im Geschmack und am Ende dient die Semmel ohnehin doch nur dazu, mit etwas anderem, viel stärker schmeckendem belegt zu werden. Sinnlos also und auch völlig übertrieben, den Werten unserer Gesellschaft spottend, für solch ein Belegbrötchen 27 Cent verlangen zu wollen.

Und doch erdreisten sich mittlerweile Bäckereiaußenstellen an besonders frequentierten Orten wie dem Düsseldorfer Hauptbahnhof oder dem Münchner Flughafen, für eine einzige Semmel Mondpreise von bis zu 50 Cent zu verlangen. Unverschämt — aber auch diese Semmeln finden ihre Abnehmer.

Stimmen, die davon fabulieren, dass das Geld, mit dem man etwas erwirbt, nur den aktuellen Marktpreis widerspiegelt, Geld an sich aber niemals absurd sein kann, sofern man diese Erfindung der Menschheit akzeptiert, liegen natürlich falsch. Der Wert einer Semmel liegt schließlich in ihrer Belegbarkeit, mit Wurst, Käse, Marmelade oder Fisch, nicht in dem Etikett, das ihren Preis verrät. Ob nun 50 Cent oder 19 Pf — entscheidend ist einzig, ob es jemand bezahlt.

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WM-Finale 1974 Deutschland — Holland in voller Länge

Länderspielpause, sagtet Ihr? Samstag abends keine Bundesliga? Da könntet Ihr, speziell wenn noch nicht geschehen, ja das WM-Finale von 1974 nachsehen. Re-live, nur einige wenige Momente später. Also heute.



Sehen, so lange es online bleibt.

Zudem kann garantiert werden, dass dieses Finale sich anders als das Jahrhundertspiel von Mexico oder aber das WM-Finale von 1982 auch heute noch in ganzer Länger lohnt. Nur dass es 3:1 ausgegangen ist, wird natürlich nicht verraten …

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Färöer: Von einem, der dort war

In Anlehnung an Manni Breuckmanns legendären Ausspruch „Leute, holt die Antidepressiva raus, Fortuna Düsseldorf spielt“ heute die Weisung an die Leser:

„Leute, holt die Taschentücher raus, janus hört mit dem Schreiben auf!“

Was wär ich froh, wenn das nur ein Witz wäre. Anders als bei Bloggern mit ihren diversen Pausen darf man bei janus, der stets 2 bis 3 Monate zwischen seinen Beiträgen verstreichen ließ und ausreichend Zeit hatte, sich mit der Frage zu tragen und irgendwann eine Antwort zu gebären, leider sicher sein, dass er nicht wieder zurückkommen wird.

Was bleibt sind 3 Bücher und ganze Regale voller Beiträge, die man nur nicht sehen kann, weil sie nun mal virtuell erstellt sind.

Es ist jedem zu raten, eine private Sicherheitskopie der gesamten Webseite von janus zu erstellen, denn sie kommt bestimmt nicht wieder, nein, sie geht sogar (aus unerfindlichen Gründen) offline. Ich würd ja sogar anbieten, dass sie hier bei mir auf der Seite einen Ehrenplatz erhält (völlig uneigennützig), aber der Meister wird seine Gründe haben, warum er davon Abstand nimmt.

Nun ist es also so weit, einer der ganz Großen aus der Fußballschreiberzunft, welche dieses Tun nicht professionell betreibt, legt die Feder beseite und schließt das Tintenfässchen. Tragisch.

Wie tragisch das ist, verdeutlicht auf angenehme Weise eines der Higlights des janus’schen Schreibens, das immer auch vom Reisen geprägt war. Und eine dieser Reisen führte janus in das Land des heutigen Gegners der Nationalmannschaft: Auf die Färöer. Nun wäre es noch passender gewesen, wenn heute das Auswärtsspiel auf den Färöer stattgefunden hätte. Doch auch so ist es ein passender Anlass, janus Tschüß zu sagen. Und noch einmal auf seinen Reisebericht zu verweisen, den er von seinem Trip mit der Nationalmannschaft im Jahr 2003 verfasste.

Einer der lesenswertesten Beiträge rund um Reisen zu Fußballspielen, seit es das Internet gibt. Da macht es auch nichts, dass er in mancher Hinsicht ein wenig gruselig ist, dafür muss man nur mal die damalige Aufstellung anschauen:

  • Oliver Kahn
  • Arne Friedrich
  • Carsten Ramelow
  • Christian Wörns
  • Paul Freier
  • Jens Jeremies
  • Sebastian Kehl
  • Tobias Rau
  • Bernd Schneider
  • Fredi Bobic
  • Oliver Neuville

Darum geht es aber kaum, sondern um die lesenswerten Erlebnisse eines weltreisenden janus auf den Färöer.

Mit Überlänge, der Bericht, zum Glück, denn es ist ja noch lang bis zum Anpfiff der Partie heute Abend, in Buchseiten umgerechnet mal eben derer 35 an der Zahl. Mach’s gut, janus, schön war’s und Danke.

janus goes to Fairy Island [Link leider tot, Text folgt bald demnächst auf dieser Seite]

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Augen auf

Man hätte schon erwartet, dass jemand, dessen Job das Betrachten und Berichten ist, genau dies beherrscht. Vielleicht nicht zu 100%, aber durchaus doch so sehr, dass es ihm keine größeren Probleme bereitet. Offensichtlich ist dem bei Radioreporter Wolfgang Reichmann nicht so:

Schönste Panne bei einer Übertragung [Link leider tot]
Keine Panne, aber extrem schwierig: das Spiel Köln-Bayern, als die Bayern kein Ersatztrikot dabei hatten, mit weißen Leibchen spielten und man die Spieler am Gang oder an der Frisur identifizieren musste.

Wohlgemerkt hatte nur der FC Bayern kein Ersatztrikot dabei — und er arbeitet für den Bayrischen Rundfunk. Schon etwas merkwürdig, aber vielleicht hat man hier auch keine Vorstellung davon, wie das ist, wenn im Alter die Augen nachlassen, man aber zu eitel ist, eine Brille zu tragen.

Gesehen bei der Vorstellung der aktuell vier Radio-Reporter des BR [ehemaliger Link tot], die Fußball kommentieren. (Und die Rede ist von diesen Szenen.)

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Wünsch dir was

Wann hat diese Elf wohl gespielt?

Kahn — Stickroth, Simunic, Waldoch, Reiss — Freier, Messi, Tretschok, Heinrich — Jancker, Klose

Oder diese?

Dreher — Matthäus — Ziege, Pohl, Kutowski — Breitzke, Häßler, Scholl — Thom — Dickel, Völler

Oder diese?

Schmadtke — Legat, Spanring, Vogel, Kohl — Eilts, Soldo, Balakov, Cardoso — Bode, Decheiver

Antworten hier.

PS: Das Tolle sind nicht nur die Zusammenstellungen dieser Elfen, sondern dass man die Herren Profis auch mal längere Zeit etwas freier reden hört als in den Interviews am Spielfeldrand — und vor allem über ein anderes Thema als eine gerade absolvierte Partie. Noch dazu befinden sich unter den Kandidaten auch die weniger großen Stars, sogar Schiedsrichter. Sehr bunte, gelungene Mischung.

“Urheber“

PPS: Die erste ist von Dariusz Wosz, die zweite von Thomas Helmer und die dritte von Jens Todt.
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Verpasste Dekomposition des Mythos Sammer

Rants sind ja etwas aus der Mode. Also halten wir weiterhin den Ball flach. Der Beitrag von „sport inside“, der gestern im WDR lief (hier in der Mediathek) und sich knappe 10 Minuten mit Matthias Sammers neuer Rolle beim FC Bayern beschäftigte, ist ein schönes Beispiel dafür, wie überflüssig solche Form von Reportage ist, wenn sie aus ein paar Interviewschnipseln mit Matthias Sammer und ansonsten aus mit pathetischer Musik untermalten Szenen — bekanntes Stilmittel des Boulevard-TV — besteht, in denen Sammer mit verkniffenen Augen das Training beobachtet oder über einen Fußballplatz schreitet.

Kein einziges Wort darüber, was Sammer außer einer gewissen Siegermentalität überhaupt ändern oder einführen möchte. Kein einziges Wort darüber, dass möglicherweise den Großteil der inhaltlichen Arbeit der „wissenschaftliche Mitarbeiter“ von Matthias Sammer macht. Keine einzige Nachfrage, wie man die Hülse „Siegermentalität“ überhaupt mit konkreten Inhalten füllen könnte. Sammers Erläuterung, dass man in jedem Training heiß sein müsse auf den Sieg im Trainingsspiel und sich über eine Niederlage ärgern müsse, bleibt extrem dürftig. Das soll in Zeiten von verstärktem Einzug von Taktik in die Partien alles sein? Ob der FC Barcelona wohl davon lebt, kein Trainingsspiel verloren zu geben (abgesehen davon, dass in einem Trainingsspiel, wie in jedem Fußballspiel, das nicht Remis endet, immer eins von beiden Teams verliert …)?

Stattdessen eine Charakterisierung von Matthias Sammer, wie man sie schon hundertfach konsumieren musste. Es ist ja sicher größtenteils zutreffend, dass er extrem ehrgeizig ist. Extrem leistungsorientiert und dabei auch wenig Spaß versteht. Es ist unbestritten richtig, dass er massenweise Erfolge als Spieler errungen hat.

Ob die Erfolge als Trainer und als Sportdirektor immer auf seinem Mist gewachsen sind, könnte man da schon eher hinterfragen. Eine glückliche Fügung für Sammer, dass nach jahrzehntelanger Durststrecke die U-Nationalmannschaften plötzlich drei Titel auf einmal gewannen. Und was kam danach an Erfolgen der selben Auswahlmannschaften? Gewinne privatisieren, Verluste verstaatlichen, äh, nein, Titel für sich reklamieren, sich bei Misserfolgen aber dünn machen, das ist natürlich clever. Aber auch das müsste man mal beleuchten, mit welchem Recht Sammer diese U-Titel für sich reklamiert.

Eine einzige Enttäuschung, in Form — zu viel Pathos — und Inhalt — keinerlei kritische Auseinandersetzung mit dem von ihm und anderen gestrickten Mythos Sammer. Kein Wort über Inter Mailand, kein Wort über die Entlassungen in Dortmund und Stuttgart und deren Gründe, die sicher noch nachwirken könnten und kein Wort zur für jemanden, der so sehr auf Loyalität Wert legt, blamablen Geschichte rund um den HSV. Und nicht zuletzt kein Wort zur so genannten „Bayernklausel“, die für sich genommen schon ein Skandal des DFB wäre, und in Konsequenz eben auch für den nicht ganz so loyalen Erfolgsmenschen Sammer, der schon zu Dortmunder Zeiten stets damit kokettiert hatte, doch zu den Bayern wechseln zu können und so sein Gehalt in die Höhe trieb.

Diese Art von Phrasen-Journalismus, der nur unreflektiert die ja nicht ohne Absicht produzierten Mythen nacherzählt, braucht man nicht auch noch zusätzlich neben dem sonstigen Claqueurtum rund um die Bundesliga. Vor allem, wenn er innerhalb eines ansonsten Hoffnung machenden Formats daherkommt. Eine vertane Chance, denn hier im Blog wartet man sehnsüchtig darauf, dass eingeweihte Quellen endlich mal den Scheinwerfer auf den wissenschaftlichen Mitarbeiter „Dr. Karsten Schumann“ richten und darauf, die durchaus eloquent vorgetragenen Floskeln Sammers auf ihren Kern hin zu durchbeißen. Auch wenn dann die Zähne schmerzen könnten.

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Drei Punkte zum Südderby

München ist schön. Sehr schön sogar, sehr sehens- und erlebenswert. Da kann man sich nicht länger als nötig mit bereits lange entschiedenen Spielen aufhalten. Steht es erst einmal 3:1, 4:1, 5:1 oder gar 6:1, und das schneller als man gucken kann (gucken, gesungen wird ja nicht), dann darf man ruhigen Gewissens aus dem Stadion zu einer der anderen Sehenswürdigkeiten Münchens aufbrechen. Im Prinzip schon vorher klar, wenn der Gegner VfB Stuttgart heißt, tatsächlich dann nach der Stuttgarter Führung für kurze Zeit in Gefahr. Wobei sich wahrscheinlich niemand der Flüchtenden von etwas ähnlich Profanem wie einem hohen Sieg — einer Niederlage nämlich — hätte aufhalten lassen, zurück in die Stadt zu strömen, noch bevor die Partie beendet gewesen wäre.

Das Opernpublikum in München zu bashen ist allerdings originell wie Hans Sarpeis Tweets und zurecht merken Stimmen an, dass nicht nur hohe Siege ein etwas weniger seltenes Ereignis in München sind als anderswo — hohe Siege gegen den VfB Stuttgart sind sogar eher die Regel. Und so nahm das Unheil seinen Lauf, wie es stets der Fall ist, seit Labbadia die Mannen mit dem Brustring gegen München auf dem Feld dirigiert: Es hagelte Gegentore en masse. Man fühlte sich fast zurückversetzt in die Anfangszeit der Bundesliga, als ein 6:3 oder ein 7:2 viel häufiger geschahen als heute. Nun geht es ja auch anderen Vereinen bei den Bayern so, dem FC Basel zum Beispiel, oder Sporting Lissabon, aber diese Regelmäßigkeit der hohen Niederlagen des VfB Stuttgart ist ein wenig beängstigend, weil so wenig mit den sonstigen Leistungen dieser Mannschaft korrelierend. Man wünschte sich einen Stuttgarter Trainer vor den Mikrofonen, der Erklärungen parat hätte, um wenigstens berechtigte Hoffnung auf Besserung beim nächsten Mal entwickeln zu können. Da geht dann aber leider die Schere auf zwischen dem, was medial durchkommt, und was tatsächlich in des Trainers Kopf und auf seinen Taktikbögen vorgeht: Nichts Genaues weiß man nicht.

Was man sich allerdings dann doch gewünscht hätte seitens der sonst so oft über Spielpläne und unerwünschte Ansetzungen palavernden Rummenigge und Hoeneß: Dass sie sich über den zu Beginn ihrer Saison viel zu leichten Spielplan beschweren. Wie soll eine Mannschaft da in Fahrt kommen, wenn sie in den ersten beiden Partien nur gegen Kanonenfutter antreten muss? Doch gemach, gemach: Diese Beschwerde wird sicher folgen, wenn die erste Partie verloren gegangen sein wird. Denn ob der FC Bayern wirklich funktioniert, das weiß man nach diesem Südderby nicht. Man weiß nur dass die drei Punkte da bleiben, wo sie immer bleiben, wenn der Gegner VfB Stuttgart heißt. Aber das … hatte man auch vorher irgendwie schon geahnt.

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Meister hier, Meister da

Wie eine Umfrage vor einiger Zeit hier auf der Seite ergab, nutzen zwei Drittel der Besucher Twitter nicht, weshalb es wohl immer mal wieder vorkommen wird, dass auf jenem Kanal begonnene Themen schließlich hier als Beitrag landen. Dem Charakter Twitters, dass seine Nachrichten nach wenigen Sekunden schon wieder im Aufmerksamkeitsorkus landen, muss man dann eben auf diese Weise begegnen, indem man die Dinge zumindest etwas dauerhafter festhält.

Angeregt von einer Diskussion, die diesmal @artus69 und @nember begannen, sammelten wir heute Spieler, welche in der Bundesliga mit 2 verschiedenen Vereinen Meister wurden. Die ausnahmsweise noch nicht vollständige Sammlung nach gemeinsamem Erinnern findet sich hier.

(Und dann soll es demnächst auch mal wieder mit der Gegenwart und nicht allein der Vergangenheit und Zahlen- respektive Datenhuberei weitergehen. Wer aber noch Ergänzungen für diese Aufstellung wüsste, ist herzlich willkommen.)

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Bundesliga-Zeitleiste beim NDR

Man kann dem Thema zur Zeit nicht entrinnen — und das ist auch gut so. Plötzlich öffnen sich Archive und werden neben den Anekdoten auch die sportlichen Ereignisse aufbereitet und zugänglich gemacht, die ja schon 49 Jahre lang irgendwo geschlummert haben müssen. Neben der schicken, immer noch laufenden Reihe bei Der Libero machen das natürlich auch die alten Medien. Einer, der dabei besonders viele Ereignisse aufgetrieben hat, ist der NDR. Und sie gleich auch praktibal navigierbar präsentiert. Wenn der NDR naturgemäß seinen Schwerpunkt auf die Vereine des Norden setzt, dann bleibt das Ganze trotzdem sehr durchstöbernswert.

Oder wer wusste schon, dass 1997 mal ein Spiel des FC St. Pauli abgesagt werden musste, weil Sturmböen das Stadiondach zerstört hatten? Oder aus welchem Grund Fiffi Kronsbein 1966 bei Hannover 96 entlassen wurde? Oder wer der erste „bekennende“ Toupet-Träger der Bundesliga war?

Für die Antworten zur Zeitleiste beim NDR (wird erst bei Mouseover unten aktiv).

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50 Jahre Bundesliga: Pfaff kommt im Bayerntor an, Kaltz‘ Elfmeter nicht

Der folgende Text ist mein Beitrag zur Reihe „50 Jahre Bundesliga“, die „Der Libero“ auf seiner Webseite mit vielen illustren weiteren Schreibern ins Leben gerufen hat. Gestern begann das Ganze und und wird noch bis zum nächsten Wochenende täglich mit einem neuen Stück fortgesetzt.

In den nun bald 50 Jahren des Bestehens der Bundesliga wird eines verzweifelt und ebenso erfolglos gesucht: Ein konstanter Rivale des FC Bayern München. Nur sechs Jahre währte die Phase von Einführung der Bundesliga bis zu Bayerns erstem Titel 1969, ab da war alles anders und sollte es bis heute bleiben. Der Eintrag „FC Bayern München“ ist Stammgast auf der Salatschüssel. Ein Umstand, den kein anderer Bundesligaclub für sich in Anspruch nehmen kann.

Große Rivalen gab es jedoch einige in diesen fünf Dekaden, allein, keiner konnte sich dauerhaft etablieren. Als die Borussia aus dem kleinen Mönchengladbach, bis dahin der ärgste Konkurrent der Bayern, 1979 den UEFA-Pokal gewann, sollte Berti Vogts Recht behalten mit seiner Weissagung:

… weiter bei Der Libero.

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Jean-Marie Pfaffs Eigentor durch Uwe Reinders

Braucht es noch mehr Worte als jene in der Überschrift?

Nein, aber mehr als jene ominöse Szene braucht es, deshalb hier ein kompletter Spielbericht, zusammengefasst von wie-könnte-es-anders-sein Jörg Wontorra, Haus- und Hofberichterstatter von Werder Bremen:

Jean-Marie Pfaffs erstes Spiel für Bayern.

Rudi Völlers erstes Spiel für Werder.

Nur 34.000 Zuschauer, das ist wenig, wenn die Bayern kommen.

Uwe Reinders in der Startelf, Calle del‘Haye spielt ausnahmsweise mal, es ist auch Norbert Nachtweihs erstes Spiel für die Bayern, Rummenigge blass, Breitner bester Bayer. Naja, alles dem Spielbericht und der Einschätzung Wontorras entnommen, also am besten selber gucken.



Dieser Beitrag ist quasi die Einleitung für den Beitrag, der morgen folgt. Wer also die Dramatik und die Brisanz des morgigen Textes vollumfänglich begreifen möchte, der sollte sich den heutigen Beitrag zu Gemüte führen.

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