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Kategorie: Äh-ßerungen

„Gut, äh…“ und wer’s gesagt hat

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Im gestrigen Finale der Copa America gewann Brasilien „sensationell“ gegen Argentinien, wie der kicker schreibt. Wow, Brasilien schlägt Argentinien. Was für eine Sensation. Ich kann mich kaum halten.

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Is it because he’s German?

Erstklassiger Konter gegenüber einem britischen Journalisten. Ich weiß nicht, mit welchem Medium Mourinho dort spricht, aber er könnte nicht völlig falsch liegen mit seiner Annahme.

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Geliebte Überschriften

„Frings macht sich über Klose lustig“, titelt die Welt und uns wird klar, dass der einstige Meister der nichtssagenden, vernuschelten Interviews tatsächlich mittlerweile zu genau dem gereift ist, was ich hier wegen Ausgelutschtheit nicht schreiben kann, bezüglich dessen aber immer alle sagen, dass sie der Bundesliga fehlen würden (dem Tennis von heute übrigens auch).

Das eigentliche Sich-lustig-Machen ist dann zwar eher ein Rohrkrepierer, aber wir freuen uns trotzdem, dass Frings aus dem Meer der Kommunikationstrainings-gestärkten Wischi-Waschi-Worte auftaucht:

„Miro wollte doch eigentlich zu einem der besten fünf Vereine in Europa. Und jetzt ist er in München.“

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Dem Derwall zu alt

Was man so findet, wenn man versucht, die Techniken des nolookpass zu imitieren: Ein Fanzine namens „jawattdenn“, das RWE gewidmet ist. Im Interview mit diesem „jawattdenn“ [Link leider tot.] spricht „Manni“ Burgsmüller auch über den gestern verstorbenen „Jupp“ Derwall. „Icke“ Häßler und „Andi“ Möller wurden nicht gefragt, sie waren zu jung. „Hansi“ Flick und „Wiggerl“ Kögl waren auch zu jung. „Sepp“ Maier und „Toni“ Schumacher wurden nicht gefragt, man hatte sie einfach fortgejagt. „Manni“ Burgsmüller, nicht „Manni“ Breuckmann, jedenfalls spricht so:

Burgsmüller: Genau die Position habe ich früher auch gespielt. Allerdings fehlte den Trainern damals die Weitsicht, so etwas zu erkennen, weil es diese Position im taktischen System gar nicht gab, einen Spieler, der hinter den Spitzen agierte. Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum ich nur drei Mal in die Nationalmannschaft berufen wurde. Schön und Derwall haben nicht die taktische Möglichkeit gesehen, die ich hätte spielen können. Ich wurde doch nur zur Nationalmannschaft eingeladen, weil ich bei Borussia Dortmund die meisten Tore erzielt hatte.

Jawattdenn.de: Glauben Sie nicht, dass sie dem Derwall als damals über Dreißigjähriger schlichtweg zu alt waren?

Dafür, dass er Tacheles redet und nicht die Vergangenheit verbrämt, ist Burgsmüller ja bekannt, wie schön, dass er auch in diesem Interview allen Nostalgikern und sonstigen Gestrigen die Leviten liest:

„Netzer oder Overath standen ungedeckt irgendwo im Mittelfeld und konnten seelenruhig überlegen, zu wem sie denn einen genialen Pass spielen können. Bekommt heute einer im Mittelfeld den Ball, wird er sofort von zwei, drei Leuten attackiert. Da spielt die ganze Mannschaft gegen den Ball und nicht gegen einzelne Gegner. So was gab es früher nicht. Und wenn Netzer oder Overath was anderes behaupteten, dann müsste ich sagen, sie sehen die Sache falsch.“

Wäre Burgsmüller nicht schon bei Hacheney, ich würde ihn glatt als Anti-Vergangenheits-Verbrämungs-Experten für diese Seite verpflichten.

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Lieber Lothar

Du stellst Dir im Kicker-Interview selbst die entscheidende Frage: „Was mache ich falsch?“ — Die Antwort ist so kurz wie schmerzhaft: einfach alles.

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Souffleurismus

Tapfer, wie sich der Meikel da schlägt. So weit hätte es der kommende Nationaltrainer Tschechiens nie gebracht. „Simple english“ nennt man das wohl, was Michael Ballack benutzt. Für viele Menschen dieser Welt ist „simple english“ eine Wohltat, erlangen sie so auch Zugang zu Informationen, die sie mit ihren vier Jahren Grundschulenglisch ohne die Anwendung des „simple english“ nicht verstehen könnten. Und was auf uns einfach unbeholfen und stolperig wirkt, ist wahrscheinlich nur Chelsea-Vereinspolitik. Er wurde dazu angewiesen, in diesem Interview

(unbedingt bis zum Ende schauen) mit komplizierten Fragestellungen keine allzu seltenen Vokabeln zu benutzen. Im Notfall lässt er sich sogar die einfacheren Vokabeln soufflieren, bevor er eins der unbekannteren Wörter benutzt.

Das ist einfach eine komplett andere, auf die ganze Welt ausgerichtete Dimension des Merchandisings dort in der Premier League.

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„Magath: Mittelfristig um den Titel spielen“

Wie oben wird Magath heute irgendwo zitiert. Man merkt wieder, was für ein ausgewiesener Fußballexperte er ist. Zweifler sprachen ihm schon jegliches Fachwissen ab, doch mit der Aussage in der Überschrift beweist er, dass er wesentlich mehr von Fußball versteht als der unbedarfte Fan: Warum sollte Wolfsburg in drei, vier Jahren nicht wieder aufsteigen?

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Biennale Training

Timo Konietzka — Torschütze des ersten Tores der Bundesliga, später mal Trainer bei Bayer Uerdingen — hat sich in allen mir bekannten Szenen, in denen er sich im Fernsehen äußern musste, als ausgesprochener Unsympath dargeboten: autoritätshörig, gerade weil er eine solche Autorität als Trainer darstellen wollte, mit Floskeln um sich werfend und selten ohne seine mafia-esk dunkel getönte Sonnenbrille auskommend. Nicht ganz so schlimm ist es da, wenn man ein Interview mit ihm dankenswerterweise lesen darf. Da muss man seinen Kasernenhofton nämlich nicht ertragen. Und dann verrät er gleich noch Interessantes über die Trainingsbedingungen zu Gründungszeiten der Bundesliga:

„Zum Bundesliga-Start wurde das Training von zweimal auf dreimal in der Woche erhöht. Da waren die alten Spieler manchmal ganz schön böse.“

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Neulich, im Gottlieb-Daimler-Stadion

Aus der Rubrik „Nicht selbst gehört, aber auch nicht erfunden“:

Stuttgart ist gerade Meister geworden, Markus Babbel, der ein Bier in der Hand hält, trifft in den Katakomben einen ehemaligen Stuttgarter Profi. Fredi Bobic ermahnt Babbel:

„Junge, trink nicht so viel!“

„Junge, schon mal Meister gewesen?“

Der titellose Bobic kann nur kleinlaut antworten:

„Ja, schon. Auf der Playstation.“

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no look pass

Nolookpass ein San Marinese? So wird Christoph Metzelder mit diesen Worten zitiert:

„Etwas unorthodox“ verhielten sich solche Amateurspieler im Zweikampf, „die gucken nach links und spielen nach rechts.“

Dass Metzelder von solcher Spielweise überrascht ist, wundert mich nicht.

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Hätten wir das gewusst …

… dann hätten wir nie gezweifelt, dass Torsten Frings auf keinen Fall zu Juventus wechseln würde:

„WELT ONLINE: Sind Sie jemals mit Doping in Berührung gekommen?

Frings: Nein! Nie! Und ich würde denjenigen, der mir so ein Angebot machen würde, sofort anzeigen.“

Man macht sich unbeliebt, wenn man den eigenen Chef anzeigt.

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