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Kategorie: Äh-ßerungen

„Gut, äh…“ und wer’s gesagt hat

Wie war dat damals?

Manchmal kann man Helmut Rahn nur dankbar sein, dass er irgendwann aufgehört hat, die Geschichte von diesem Tor von damals immer wieder zu erzählen und eigentlich gar keine Interviews mehr gegeben hat.

Oder was würden Sie Mathias Rust heute fragen?

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Ich musste immer ins Tor

Okay, ich gebe zu, ich könnte mir so langsam diese Marotte abgewöhnen, keine youtube-Videos hier einzubinden, sondern immer nur direkt zu verlinken. Aber ehrlich gesagt finde ich es doof, wenn man die Videos direkt auf dieser Seite schaut. Was youtube-Inhalt ist, soll auch youtube-Inhalt bleiben. Zumindest, wenn es um Videos geht, die nicht auf meinem eigenen Mist gewachsen sind. Ich habe da letztens etwas produziert, habe dann aber doch keine Lust, meine Visage in die Internet-Öffentlichkeit zu halten. Stattdessen geht es im unten verlinkten Song um Fußball: Wer als letzter gewählt wird, ist immer die Nulpe, die Wurst, die Frimpe. Schlimme Sache das, der Mannschaftssport in der Schule. Man kann die Wertigkeit einer Person innerhalb des Peergroup-Gefüges direkt von der Wahlposition ablesen. Und alle wissen das, ohne es aussprechen zu müssen. Meist ist es einfach so, dass, wer unlustig ist, eben auch spät gewählt wird. Manchmal kann es aber auch tragische Ursachen haben, wie Funny van Dannen weiß.

Vielleicht hätte Sebastian Deisler auch mal etwas früher etwas gegen seine Schilddrüsenunterfunktion unternehmen sollen.

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Raphael Schäfer, der Partyhengst

„Jetzt werde ich erstmal mit meinen Eltern und meiner Frau feiern.“

Wie wäre es noch mit Weihnachten und Ostern und vielleicht noch mit den eigenen Kindern, also, so eine richtig große Sause. Man wünschte fast, der eine oder andere Glubb-Spieler würde auch noch Fotos machen vom großen Festakt und man könnte später auf der Glubb-Webseite mit Kommentaren zum Familienglück gratulieren.

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Nicht(s) lesen

Wir werden mal wieder daran erinnert, warum Interviews mit Fußballern so wenig Sinn ergeben, warum sie so wenig lesenswert sind.

So manch einer hat sicher etwas zu sagen. Marko Rehmer auf jeden Fall nicht. Komisch, zu seinen Nationalspielerzeiten dachte ich immer, er wäre gar nicht so doof. Jetzt muss ich sagen: Er ist nicht mal doof. Er ist einfach gar nichts.

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civis

„Sie haben wie ein Ehrenmann reagiert.“

schrieb der algerische Präsident an Zinedine Zidane nach dessen Kopfstoß im WM-Finale und uns beschleicht ein unangenehmes Gefühl darüber, wie gerne wir diesen algerischen Präsidenten Gesetze unterschreiben lassen würden, während wir noch das Veilchen vom Faustschlag des Vollidioten kühlen, der doch tatsächlich meinte, ihn anzugucken sei Provokation genug.

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Mal wieder Erhellendes aus Messias‘ Munde

„Fußball ist ein Spiel der Realität.“

So wird Christoph Daum nach dem Spiel seines 1. FC Köln beim MSV Duisburg zitiert. Ich habe lange nachgedacht, fast den ganzen Abend. Mir ist kein anderes Spiel eingefallen, auf welches diese Trivialität nicht zuträfe.

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Ich erzähle nie von früher

Warum mag man, unabhängig von seiner Vereinsvorliebe, bestimmte Typen und andere wiederum nicht? Das hat wohl mit so etwas wie der sozialen Intelligenz der Massen zu tun. Man muss jemanden nicht kennen, um beurteilen zu können, ob man ihn mag oder nicht. Eigentlich reicht es, ihn ein paar Sätze sprechen zu hören. Da gibt es so Fälle wie Rudi Völler, durchaus ein je nach Sichtweise „Schlitzohr“ oder eigentlich „Betrüger“ in seiner aktiven Zeit: Die Masse weiß trotzdem, dass er kein linker Typ ist, mag ihn, und hat wahrscheinlich recht damit. Dann gibt es so einen Typen wie Klaus Augenthaler. Eigentlich ein „Bayernschwein“, noch dazu einer, der auch mal eben jenem Rudi Völler das Bein bricht, wenn es gerade in die eigenen Pläne passt. Und trotzdem ist auch Klaus Augenthaler eher beliebt bei den Leuten. Wiederum wirkt die soziale Intelligenz der Masse. Augenthaler ist keiner, der hinterum agiert, ist kein Selbstdarsteller und auch keiner, der andere in die Pfanne hauen würde. Er wirkt einfach aufrichtig, und was noch wichtiger ist, er erzählt selten alten Sermon [Link leider tot], hier in Form von Anekdoten von „früher“:

Hat es Sie als Spieler genervt, wenn Ihre Trainer von alten Zeiten erzählt haben?

Ich habe es einmal erlebt. Jupp Heynckes hat als Trainer bei den Bayern immer von Uwe Rahn gesprochen, der unter ihm in Mönchengladbach Fußballer des Jahres geworden ist: Uwe hat dies gemacht, Uwe hat jenes gemacht. Ich weiß doch, was die Jungs gedacht haben: Dann soll er den Uwe Rahn eben holen. Nein, das mach ich nicht.

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Von Mediatoren und so

Sehr nett, dass der Kicker das Wort Konzept in Verbindung mit Fußballtrainern inzwischen auch in Anführungszeichen schreibt.

Trainer Christoph Daum (53) erklärte, seinen Vertrag zumindest kommende Saison zu erfüllen. Dank eines von der Klubführung vorgelegten „Konzepts“ …

Überhaupt scheint mir, findet der Kicker in den letzten Monaten zunehmend deutlichere Worte als das verblümte Gequasel (ja, ich meine Gequasel, nicht Gequassel, lautmalerisch sehr überzeugend, werdet Ihr schon wissen, was damit gemeint ist) der WM-Sonderheft-Editorials. Da sagen wir: Das entspricht auch den Veränderungen in der Zielgruppe und wurde so langsam Zeit.

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Die Region als solche

Armin Veh sagt im Interview mit dem Playboy:

„Es ging also nicht um meinen Abstieg — es ging um eine ganze Region.“

Ich hätte da eine Frage, Herr Veh. Hansa Rostock, ein Fußballklub, wäre abgestiegen, wenn er denn abgestiegen wäre. Was hat die Region damit zu tun? Armin Veh sagt selbst in diesem Interview: „Ein paar Leute hätten ihren Job verloren.“ Ich bin im Deutschland des Jahres 2007 der Auffassung, dass so etwas fast jeden Tag irgendwo in der Republik passiert. Und siehe da: die Nation ist noch immer komplett. Alle Bundesländer noch an Bord.

Um es mit dogfoods Lieblingswort zu sagen: vermaledeite Hybris der Beteiligten. Nein, es geht nicht um eine ganze Region, wenn ein Fußballklub absteigt, es geht um eine Handvoll Mitarbeiter bei diesem Klub. Mehr nicht. Also Schluss mit diesen marktschreierischen Dramen um ganze „Regionen“, bitte. Danke.

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Geteilter Ärger ist immer noch Ärger

Jeder hasste diese Schüler, die sich in der Klasse bei einer Frage meldeten, als dritter oder vierter drankamen und dann, Bezug nehmend auf ihre Vorredner, nur ein dünnes „Das wollte ich auch sagen.“ herausbrachten. Nichtsdestotrotz — ein Wort, das man nicht häufig genug benutzen kann — muss ich heute mal sagen: „Das wollte ich auch sagen.“

Und diesen Kommentar zu jenem Beitrag muss man ebenfalls sofort unterschreiben:

„Architekten sind nicht immer Fussballer.“

Schließlich ist die Arena auf Erdgas nicht das einzige ziemlich neue Stadion, bei dem diese Schattenspiele nerven, vor dem Internet-TV mehr als vor Ort, aber selbst dort noch. Warum sollte man auch erwarten, dass die Wetterbedingungen bei Durchführung des einzigen Zweckes, zu dem ein solches Stadion gebaut wird, nämlich in den allermeisten Fällen für die Durchführung von Fußballspielen am Nachmittag, auch Eingang in die Planungen dieser Halbe-Milliarde-Euro-Ufos fänden, wenn es schließlich erst 2007 ist.

Dass man mehr als einen Ball benutzen kann, um ein Fußballspiel durchzuführen, ist der Menschheit ja auch erst vor ein paar Jahren eingefallen. Gespannt warten wir also auf die nächste Evolutionsstufe beim Stadionbau, in welcher Sicht- und Lichtverhältnisse beim Bau berücksichtigt werden. Bis dahin gilt: Ihr ärgert Euch nicht allein.

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Der Weise aus dem Morgenland

Ist er nicht, ist er doch: Lesenwert wie immer und mit einer feinen, allerdings auch arg in Mode gekommenen Spitze gegen den FC Bayern, der Ingenieur aus der Baubranche:

„Bei welchem Klub in Deutschland erkennen Sie eine Spielidee?

Ich denke, Werder Bremen macht das jedes Jahr ganz geschickt. Sie spielen attraktiven Fußball.“

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Ziege gibt es endlich zu

Wurde auch Zeit. Nachdem er jahrelang sogar im Nationalmannschaftsdress unsere Fußballgaumen arg strapazierte, hat er es nun endlich zugegeben. Im Interview mit dem Tagesspiegel sagt er:

„Ich kann schon eine Menge tun, nur spielen kann ich nicht.“

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