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Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

Ogungbure, Owomoyela, Osorio

Entschuldigung, was ist bitte an dem Namen „Blasch-zi-kow-ski“ schwieriger für deutsche Zungen und Gehirne des Durchschnittsfans als an den Namen in der Überschrift?

Es dauert zwei bis drei Versuche, bis man den Namen richtig aussprechen kann. Menschen aus dem Ruhrgebiet — schließlich spielt der Mann in Doatmund — sollten mit polnischen Nachnamen ohnehin keine größeren Schwierigkeiten haben, hat doch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehr als einer ihrer Bekannten einen ebensolchen.

Liegt das Problem darin, dass in der korrekten Schreibweise „szcz“ vorkommt? Dann kann man doch immer noch einfach bis zum dritten Heimspiel warten, wenn der Stadionsprecher den Namen ein paar Mal ausgesprochen haben wird.

Schwaches Bild, aus Bequemlichkeit hier einen Künstlernamen zu verwenden; als Spitznamen gerne, der Spieler sollte aber weiterhin heißen, wie er wirklich heißt.

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Fußballerin des Jahres

1999 Lance Armstrong
2000 Lance Armstrong
2001 Lance Armstrong
2002 Lance Armstrong
2003 Lance Armstrong
2004 Lance Armstrong
2005 Lance Armstrong

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Wo Victoria Beckham hinschlägt …

… fließt das Blut in Strömen.

Zum Glück sind die meisten komischen Weltanschauungen auf dem Rückmarsch, so glauben immer weniger Menschen, dass Homosexuelle sich nur „richtig anstrengen“ müssten, um heterosexuell zu werden. Zwar immer noch gerade mal 50% der irgendwo Befragten, aber damit weniger als vor ein paar Jahren.

Auch wer unter Depressionen leidet, kann auf immer mehr Verständnis und immer weniger auf gut gemeinte, aber schlecht wirksame Ratschläge wie „sich doch einfach mal zusammen zu reißen“ hoffen. Zumindest im deutschsprachigen Raum ist ein gewisser Sebastian Deisler daran nicht ganz unschuldig.

Dass Frauen, die vergewaltigt werden, ja ohnehin „selbst schuld“ seien, glauben wohl schon länger nicht mehr viele Leute und so bröckeln immer mehr dieser Wahnvorstellungen aus einer Welt der psychischen Unwissenheit, die nur den emotionalen Holzhammer und Binsenweisheiten von Annodazumal als Werkzeuge der Interaktion kennen.

Opfer einer ganz bestimmten Missbrauchskonstellation hingegen werden weiterhin vom Großteil der Gesellschaft belächelt: männliche Opfer weiblicher Gewalt.

„Kein richtiger Kerl“ sei so einer und wenn er sich schon von einer Frau schlagen lasse, habe er es ja auch nicht verdient. So ein „Weichei“ braucht keine Hilfe, sondern ein bisschen Muskeltraining oder: Vielleicht gefällt es ihm gar, geschlagen zu werden?

«Posh Spice» Victoria hat gestanden, ihren Ehemann David Beckham blutig geschlagen zu haben. Sie habe so feste gehauen, dass sie ihm den Mund innen aufgerissen habe. Aber selbst als das Blut über sein Kinn lief, sei sie noch wütend gewesen, schilderte Ex- Spice Girl in ihrer Autobiografie. Der Grund für ihren Wutausbruch waren Zeitungsberichte, wonach Beckham eine andere Frau geküsst hatte.

Es wird Zeit, dass auch diese Gruppe von Opfern keine Scham mehr empfinden muss, sich als Opfer weiblicher Gewalt zu outen und dementsprechend Unterstützung zu erfahren. Eine Ohrfeige ist im Falle von (tatsächlichem und nicht nur vermutetem) Betrügen vielleicht noch ein vertretbarer, eher symbolischer Akt, jemandem fast den Kiefer zu brechen hat damit aber nichts mehr zu tun. Mir war dieses Monster der Mode und des Schlankheitswahns ohnehin schon immer unsympathisch, jetzt erst recht.

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Spiel 77

Schwuppis, unite and take over. Was soll das, dass Andreas Görlitz jetzt als Rückennummer die 77 trägt? Wie wäre es mit dem kompletten Geburtsdatum als Rückennummer: „Mit der Nummer 170681 läuft heute auf: Andreas — Arschloch“?

Ich fordere eine Rückkehr dazu, Rückennnummern nur nach der Anzahl der in einem Kader vorhandenen Spieler zu vergeben. Kommt während der Saison ein neuer Spieler hinzu, nimmt er eben die nächsthöhere Nummer oder im Falle eines Ausscheidens eines anderen Spieler dessen alte Nummer. Diese Spielereien mit den Rückennummern sind infantil und eine Respektlosigkeit gegenüber den Bräuchen und Riten im Fußball.

Wer sich dieser Forderung anschließen möchte, unterschreibe diese, meine Petition in den Kommentaren.

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Weserstadion, Platz 11

Es klingt ein wenig nach Wimbledon, wenn die II. Mannschaft von Werder Bremen ihr Pokalspiel gegen den 1. FC Köln auf „Platz 11″ austrägt. 4000 Zuschauer sind da, mehr Leute wollen die Kölner nicht sehen.

Trainer beim 1. FC Köln ist übrigens ein gewisser Herr Messias, den wir doch schon seit 1974 Jahren tot wähnten. Seine Kräfte scheinen geschwunden zu sein: 2:2 nach 90 Minuten, jetzt geht es in die Verlängerung. Womöglich gewinnt Dr. No langsam die Überhand.

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Das tut Wehen

Drei rote Karten, eine gelb-rote, und der Favorit gewinnt nur wegen zweier Foulelfmeter mit 2:1.

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Das Hui Buh des Bundesliga-Fußballs

Jenes „Who is Who“ findet sich in der Geschichte von Bayer Uerdingen. In der Geschichte des KFC Uerdingen jedenfalls findet es sich nicht. Wenn man aber liest, wer alles schon bei Bayer Uerdingen spielte, bevor es ihn zu größeren Vereinen zog, dann kann man schon eine ordentliche Bundesliga-Elf zusammenstellen (und die weniger bekannten Namen sind jetzt noch rausgestrichen):

Oliver Bierhoff
Rudi Bommer
Manfred Burgsmüller
Stéphane Chapuisat
Bernd Dreher
Holger Fach
Wolfgang Funkel
Friedhelm Funkel
Sergej Gorlukowitsch
Jan Heintze
Siegfried Held
Matthias Herget
Simon Jentzsch
Stefan Kuntz
Brian Laudrup
Marek Lesniak
Erik Meijer
Stephan Paßlack
Wolfgang Rolff
Wolfgang Schäfer
Ludger van de Loo
Marcel Witeczek
Claus-Dieter Wollitz

Herausstechend natürlich: Brian Laudrup und Stephane Chapuisat. Aber auch mit dem anderen Gemüse hätte man zur jeweiligen Zeit durchaus etwas reißen können. Wer wusste schon, dass Stefan Kuntz mal in Uerdingen spielte, von Manfred Burgsmüller ganz zu schweigen?

Grundsätzlich wäre das nicht erwähnenswert: Wer hat nicht schon alles bei Bayern München gespielt? Mindestens das Hans Clarin des Bundesligafußballs. Wer hat nicht schon alles bei Borussia Mönchengladbach gespielt? Eine ganze Menge fähiger Leute, würde man meinen und läge damit nicht falsch.

Im Falle von Bayer Uerdingen ist es aber erwähnenswert ist, weil Bayer Uerdingen nie über den Status der kleinen Stiefschwester von Bayer Leverkusen hinauskam. Und ja, ich weiß, dass früher beide Vereine gleichberechtigt nebeneinander existierten und auch mit ähnlich hohen Beträgen vom Konzern gefördert wurden. Dass Uerdingen aber neben einem Pokalsieg nur diverse Aufstiege in seiner Erfolgsliste aufführen kann, sagt doch alles, wenn nicht noch mehr.

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Bela Réthy, es ist Schluss mit uns

Dieses Marktschreierische beim Sportberichten ist einfach Scheiße. Ganz übel wird mir, wenn ich Menschen in diesem Beruf mittels meiner Ohren vernehmen muss, die jede verdammte Silbe betonen, als ginge es ums Überleben der Menschheit (gerne gepaart mit dem mehrfachen Wiederholen ein und desselben Satzes, um ihm noch mehr Gewicht zu verleihen, als wäre ich dumm Schrägstrich taub).

„Da macht er das Tor zum zwei zu drei. Da-macht-er-das-Tor-zum-zwei-zu-drei. DA-MACHT-ER-DAS-TOR-ZUM-ZWEI-ZU-DREI.“

Entschuldigung, aber ich bin nicht taub und habe den Satz schon beim ersten Mal verstanden. Ihn ständig zu wiederholen, bedeutet nur, dass der Kommentator außer dieser offensichtlich feststehenden Tatsache nichts weiter zum Ereignis zu sagen hat.

Insofern gefällt mir aktuell eh keiner, der im Fernsehen Fußball kommentiert. Nennt mich altbacken, aber ich mag Ernst Hubertys Stil. Da atmet das Spiel, da erlebt man den Moment, und jeder Musiker weiß doch, wie wirksam eine Generalpause ist.

Was soll das Geschreie, das inflationäre Benutzen von Superlativen etc.? Nix anderes als mich für dumm verkaufen soll es. Und einen, der rumkrakeelt und -bölkt brauche ich nicht, um die Spannung eines Spiels zu empfinden. Solch ein Gebahren ist vergleichbar mit den Einklatschermelodien beim Eishockey: Hey, Zuschauer, Du bist eh zu beschäftigt mit Deinen Wurstbroten, es ist gerade etwas passiert.

Beim Heimweg, mit der Bahn über den Rhein fahrend, ist mir heute zudem aufgefallen, dass ich selbst die angenehme Ausnahme von den Marktscheiern, Bela Réthy, nicht mehr hören kann. Das hat aber andere Gründe als das oben Gesagte. Es gibt wohl kaum einen typischeren Beitrag von Bela Réthy als:

(Man sollte dazu unbedingt Réthys Stimme im Kopf mitlaufen lassen.)

„Auch die Schotten haben heute morgen noch den Rasen getestet. Ja, sie sind extra heute früh zum Stadion gefahren. Dabei ging es recht lustig zu, der junge McAtyre wurde von seinen Kollegen in die falsche Kabine geschickt. Der schottische Trainer William Wallace sagte dazu, dass das nur den Mannschaftsgeist stärke. Wollen wir hoffen, dass McAtyre wenigstens rechtzeitig zum Anstoß auf dem Platz sein wird.“

Wobei er das Wort „auch“ irgendwie anders ausspricht, als es deutsche Muttersprachler für gewöhnlich tun … leicht verhüstelt, verhaspelt. Er sagt nicht „auch“, sondern eher ein „au[x]chhh“, was natürlich eine Form von Markenzeichen für ihn ist. Mit jedem Mal mehr finde ich es aber fürchterlicher, genau dieses Markenzeichen zu hören. Es hat sich überlebt. Es-hat-sich-überlebt. ES-HAT-SICH-ÜBERLEBT.

Richtig Sorgen werde ich mir erst machen, wenn ich auch Manni Breuckmann nicht mehr hören kann, so weit ist es aber noch nicht.

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Bravo, Ballack

Der Werbeblogger fand diese recht kurze Foto-Love-Story mit Michael Ballack und wir sind not amused.

Das Einzige, was an diesem ultraflachen Handy XY ultraflach ist, ist die Story der Anzeige.

Außerdem weiß jeder Mann (nachdem er es zwei bis drei Mal in seinem Leben erfolglos praktiziert hat), dass Hinterherlaufen niemals von Erfolg gekrönt sein wird. Oder sind die Macher dieser Anzeige etwa mit ihrer Schulhofliebe verheiratet?

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Rekord! Delapan Mann ganz oben

Was es nicht alles gibt: Die Liste der Torschützenkönige des Ligapokals [Seite bei Wikipedia wegen Irrelevanz gelöscht, deshalb hier der Link entfernt]. Besonders interessant ist das Jahr 2005:

Zlatan Bajramović (FC Schalke 04)
Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart)
Ivan Klasnić (SV Werder Bremen)
Kevin Kurányi (FC Schalke 04)
Roy Makaay (FC Bayern München)
Ebbe Sand (FC Schalke 04)
Martin Stranzl (VfB Stuttgart)
Nelson Valdez (SV Werder Bremen)

waren gemeinsame Torschützenkönige des so traditionsreichen Bewerbs mit der sagenhaften Trefferanzahl von 1 (in Worten: eins).

Man könnte auch einen Torschützenkönig der ersten Halbzeit des Zweitligaspieltags vom 3. November 2006 küren. Oder einen Torschützenkönig der mittleren 20 Minuten der zweiten Halbzeit von irgendeinem anderen Spieltag. Wie wäre es mit einem Torschützenkönigbewerb unter den Torwarttrainern/Co-Trainern, die die Torhüter vor einer Partie warmschießen?

Delapan ist indonesisch für acht.

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Korrektiv bei der Arbeit

Einer der wenigen Momente, in denen ich gerne über Premiere verfügen würde, ist justament jetzt: Die — man lernt nie aus — sogar zweite Neuauflage des WM-Finals von 1982 wird angepfiffen, wie wir in der WELT lesen.

Offensichtlich befand sich in den Zeilen dieses Beitrags vor einigen Minuten noch ein Fauxpas, wie den Kommentaren zu entnehmen ist, den ich aber nicht mitbekommen habe: Jupp Derwall lässt sich nicht „vertreten“, weil er doch kürzlich entschlummmert ist. Dass er sich vertreten lässt/ersetzt wird von Ribbeck/Vogts lässt einen schon ein wenig gruseln. Ribbeck/Vogts, das klingt wie Kohl/Genscher, Bohlen/Anders oder Klaus und Klaus. Jedenfalls nicht nach Vergnügen.

Bezogen auf die Spieler wäre es mir allerdings sehr wohl ein Vergnügen, Hans-Peter Briegel, Manni Kaltz, Breitner, Rummenigge und Fischer mal wieder zusammen auf dem Platz zu sehen. Nicht zufällig ist das so, denn das Spiel damals war das erste WM-Finale, das ich sah und an das ich mich erinnern kann: Geprägt.

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Weihnachten ist dieses Jahr früher

Schon komisch, wenn man durch die Sahara stapft und weiß, es sind noch 1.400km zu Fuß bis zur nächsten Wasserstelle, und plötzlich biegt man um die Ecke (Ecken soll es auch in der Sahara geben, nur nicht ganz so stabil) und auf einmal liegt direkt vor einem die lang ersehnte Wasserstelle.

Der DFB-Pokal beginnt ja schon in anderthalb Wochen, um genau zu sein am 3. August 2007. Das bedeutet: Es ist nur noch ein einziges fußballfreies Wochenende zu verbringen. Die Sommerpause ist quasi vorbei! Ein spielfreies Wochenende gibt es auch mitten in der Saison mal. Nolookpass, ich habe durchgehalten, ich habe es überlebt. Die längste Nacht in meinem Leben, doch der Morgen graut [/pathos].

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