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Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

Ein Schelm, wer Böses denkt

Es waren nur 3.000 bis 5.000 DM die Aldag, Zabel, Deitz und Konsorten pro Jahr für ihre Epo-Pflicht aufbringen mussten.

Ein Profikader hat ca. 23-27 Spieler, nehmen wir die Mitte, die Mitte ist immer ein gutes Maß, wie schon Bruder Tuck zu sagen pflegte. Rechnen wir also 25 mal 5.000 DM, das wären heute ca. 2.500 Euro, und wir landen bei 62.500 Euro pro Jahr. Das ist weniger als ein Spieler der vierten Reihe in einem Profikader an Ablöse kostet und vielleicht gerade das, was ein einziger Jugendtrainer bei einem Profiverein verdient.

62.500 Euro für ein Jahr, das könnte sich durchaus lohnen, wenn man dafür statt des Konkurrenten in die Champions League einzieht oder auch ganz einfach nicht absteigt.

Dr. Fuentes, na so eine Überraschung! Sie hier in meinem Fußballblog?

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Unser größter Feind ist die Langeweile

1956 Real Madrid
1957 Real Madrid
1958 Real Madrid
1959 Real Madrid
1960 Real Madrid
1961 Benfica Lissabon
1962 Benfica Lissabon
1963 AC Mailand
1964 Inter Mailand
1965 Inter Mailand
1966 Real Madrid
1967 Celtic Glasgow
1968 Manchester United
1969 AC Mailand
1970 Feyenoord Rotterdam
1971 Ajax Amsterdam
1972 Ajax Amsterdam
1973 Ajax Amsterdam
1974 Bayern München
1975 Bayern München
1976 Bayern München
1977 FC Liverpool
1978 FC Liverpool
1979 Nottingham Forest
1980 Nottingham Forest
1981 FC Liverpool
1982 Aston Villa
1983 Hamburger SV
1984 FC Liverpool
1985 Juventus
1986 Steaua Bukarest
1987 FC Porto
1988 PSV Eindhoven
1989 AC Mailand
1990 AC Mailand
1991 Roter Stern Belgrad
1992 FC Barcelona
1993 Olympique Marseille
1994 AC Mailand
1995 Ajax Amsterdam
1996 Juventus
1997 Borussia Dortmund
1998 Real Madrid
1999 Manchester United
2000 Real Madrid
2001 Bayern München
2002 Real Madrid
2003 AC Mailand
2004 FC Porto
2005 FC Liverpool
2006 FC Barcelona
2007 AC Milan

Schaue ich mir die Siegerliste an, sehe ich nur wenige Außenseiter, die die Phalanx der immer gleichen Gewinner durchbrechen:

Steaua Bukarest, Roter Stern Belgrad, Nottingham Forest und Borussia Dortmund; mit Abstrichen vielleicht noch den Hamburger SV und Aston Villa. Ansonsten wurde der Europapokal der Landesmeister nur von Teams gewonnen, die auch heute noch zu den ganz Großen, zumindest ihres Landes, zählen. Gibt es also so wenig Durchlässigkeit auf dem Weg nach ganz oben, dass sich in jetzt mehr als 50 Jahren dort oben nie ein zuvor mal klein gewesener Club durchsetzen konnte? Anscheinend schon. Das lässt nicht gerade hoffen für kommende Europapokal- aber auch Landesmeisterschaftsaisons.

Klar, als das Kind tatsächlich noch ein Europapokal der Landesmeister war, konnte zwangsläufig nur ein in seinem Land großer Klub überhaupt mehrfach in diesem Wettbewerb antreten. Dass es aber schon damals nie einer aus Schweden, Irland, Griechenland oder Ungarn geschafft hat, betrübt uns schwer und wir versinken in Gram ob der immer geringer werdenden Wahrscheinlichkeit, dass es dereinst mal so sein wird. In einem sich selbst erhaltenden System, in dem nicht nur die Sieger, sondern alle Teilnehmer mit Geld überschüttet werden, während andere sich durch x Qualifikationsrunden quälen müssen, das sportliche Risiko minimiert durch zähe Gruppenphasen, wird dem im Fußball netten Bekannten Zufall der Garaus gemacht.

Doch Abhilfe ist nicht weit: Wem wirklich langweilig ist, der verfolge den UEFA-Cup.

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Du hattest immer noch keine Sitzgelegenheit

SPON zitiert Steven Gerrard mit folgender Aussage zum heutigen CL-Finale und dem vorangegangenen 2005er-Finale gegen den selben Gegner:

„2005 war die beste Erfahrung in meinem Leben als Fußballer. Ich habe in meinem Zimmer Fotos von den Szenen in Liverpool hängen, als wir mit dem Pokal nach Hause kamen. Ich will mir noch mehr aufhängen und ich will einen weiteren Stern auf dem Trikot.“

Ich mag es nicht glauben, aber wohnt Gerrard tatsächlich noch in nur einem Zimmer? Vom Bett sind es nur zwei Schritte bis zum Schreibtisch mit dem Rechner, die Duschkabine wird zu den 20 Quadratmetern dazu gerechnet und die dicken, platzeinnehmenden Winterpullis sind bei den Eltern gelagert?

Oder ist es doch eher so, dass er von den vielen Zimmern der Villa, in der er mit seiner Familie lebt, genau ein Zimmer für solchen Fotoquatsch reserviert hat, was er dann als „sein Zimmer“ bezeichnet, weil alle anderen Zimmer schon voll sind mit den Schuhen, Klamotten und Handtaschen seiner Frau?

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Der letzte Hattrick in Wembley

Im alten Wembleystadion wurden eine Menge Hattricks erzielt. Unter anderen derjenige (nach englischer Zählweise) von Geoffrey Hurst im WM-Finale 1966 gegen Deutschland. Den letzten Hattrick im Wembley-Stadion vor seinem Abriss erzielte aber niemand Geringeres als Grant Best. Best wer? Nein, natürlich nicht George. Grant Best. Nie gehört? Ich auch nicht. Das ist der Director von Sky Sports. Den Hattrick erzielte er in einem Spiel zweier Medienteams, einen Monat vor dem Abriss.

Ich brauche unbedingt einen dieser Presseausweise.

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Deutsch

Was deutsch ist oder nicht, das soll hier nicht das Thema sein. Wenn am allerersten Tag nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft aber schon wieder überall die Rede davon ist, dass es der VfB Stuttgart schwer haben wird, die Meisterschaft zu verteidigen und dass alles womöglich nur ein One-Hit-Wonder war, fühle ich mich richtig zu Hause in diesen Landen.

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Rehberg’sche Relativitätstheorie

Wir regen uns über die im Nahen Osten auf. Und in Dortmund werden 70 Leute verhaftet und nach der Ausnüchterung („Das ist so üblich.“) wieder freigelassen. Der blanke Hass sozusagen, vor allem wenn man an all die Toten denkt, die es vergangenen Samstag im und ums Westfalenstadion herum gegeben hat.

Keine Chance für den Nahen Osten, da in puncto Gewaltbereitschaft mitzuhalten, schließlich sind die meisten Selbstmordattentäter Antialkoholiker.

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Hauen und Stechen

Alemannia Aachen
FSV Mainz 05
Borussia Mönchengladbach
SC Freiburg
Greuther Fürth
1. FC Kaiserslautern
FC Augsburg
1860 München
1. FC Köln
Erzgebirge Aue
SC Paderborn 07
TuS Koblenz
FC Carl Zeiss Jena
Kickers Offenbach
SV Wehen
TSG Hoffenheim
FC St. Pauli und evtl.
1. FC Magdeburg

Das sind mit Aachen, Mainz, Gladbach, Köln, 1860, Freiburg und Kaiserslautern schon mal sieben Teams, die eigentlich aufsteigen wollen. Da es nur drei Aufstiegsplätze gibt, darf man sich bei 1860 oder bei Kaiserslautern oder in Gladbach auf noch ein weiteres Zweitligajahr einstellen. Höchstwahrscheinlich kommt noch der eine oder andere Überraschungsgast an der Tabellenspitze hinzu. Greuther Fürth ist ja immer ein Kandidat, dann vielleicht Aue oder gar der SV Wehen. Das wird ein Hauen und Stechen um den Aufstieg.

Ich fürchte, Gladbach hat hierbei nicht gerade die besten Karten. Und da nützt auch das schöne Stadion nix. Genauso wie in den WM-Städten Köln und Kaiserslautern. Wir dürfen gespannt sein und ich kann jetzt schon sagen, dass ich auch in der nächsten Saison die zweite Liga mit größtem Interesse verfolgen werde.

In den Regionalligen wird das Hauen kaum geringer ausfallen, schließlich geht es in diesem Jahr um die Qualifikation für die eingleisige dritte Liga. Wer weiß, vielleicht 2008 gar mit Mönchengladbach dabei? Der 1. FC Köln vielleicht?

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Hellsehende Reviersport

In der Reviersport können wir jetzt schon lesen, was heute Nachmittag in den Reihen des MSV Duisburg passieren wird:

12.30-12.35 Uhr: Abfahrt ins Stadion

13.15 Uhr: Torwart geht zum Warmmachen raus

13.25 Uhr: Team geht zum Warmmachen raus. Auf eigenen Wunsch mit der Einmarschmusik „Welcome to the Jungle“, die dann in die „MSV-Hymne“ übergeht.

13.57 Uhr: Aufstellung und Einmarsch ins Stadion. Begleitet von der „MSV-Hymne“, welche die „Zebra“-Fans lauthals mitsingen. Diese geht dann nahtlos in die obligatorische Einmarschmusik „Armageddon“ über, gefolgt vom „Zebra-Twist“.

Dass in Duisburg Fans lautstark mitsingen, wird erst noch abzuwarten sein. Und wieso braucht der Bus fünf Minuten für seine Abfahrt? Fährt er noch mit Kohle?

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Die wahre Tabelle

Ich habe hier mal nach allen verfügbaren Daten und Möglichkeiten die wahre Tabelle ausgerechnet. Ihr wißt schon, das, was es seit Jahren auf der www.blutgraetsche.de (R. I . P.) gab und was die Leute witzig finden, die sich nicht damit abfinden können, ein Spiel wegen einer – vermeintlichen – Fehlentscheidung verloren zu haben.

Wer sind denn die Leute, die entscheiden, was der Schiedsrichter nun angeblich falsch entschieden haben soll? Ausgebildete Profischiedsrichter aus Ländern, in denen es Profischiedsrichter im Fußball überhaupt gibt? Oder doch vielleicht nur kleine Schreiberwürste, denen nicht mal alle Regeln klar sind (man denke nur an dieses Ereignis)? Und denen soll ich mehr vertrauen als meinen eigenen, bescheidenen, nichtsdestotrotz aber vorhandenen Regelkenntnissen, vor allem aber mehr als den Schiedsrichtern, die 20 oder weniger Meter vom Ort des Geschehens entfernt waren? Warum sollte ich?

Hier also endlich die wahre Tabelle nach der Saison 2006/2007:

Mannschaft DFB Trainer Baade
1 VfB Stuttgart 70 70
2 FC Schalke 04 68 68
3 Werder Bremen 66 66
4 FC Bayern München 60 60
5 Bayer Leverkusen 51 51
6 1. FC Nürnberg 48 48
7 Hamburger SV 45 45
8 VfL Bochum 45 45
9 Borussia Dortmund 44 44
10 Hannover 96 44 44
11 Arminia Bielefeld 42 42
12 Hertha BSC Berlin 42 42
13 Energie Cottbus 41 41
14 Eintracht Frankfurt 40 40
15 VfL Wolfsburg 37 37
16 Alemannia Aachen 34 34
17 FSV Mainz 05 34 34
18 Borussia Mönchengladbach 26 26

Viel Spaß beim Studieren der Unterschiede zwischen meiner Wertung und der Wertung der DFL.

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Wer ist Mehmet Scholl?

Dariusz Wosz beendet heute seine Karriere beim Auswärtsspiel des VfL Bochum bei Borussia Mönchengladbach. Eventuell kommt er sogar noch mal zum Einsatz. Danach wird er als Grinsekätzchen beim VfL Bochum tätig sein und mit seinem Grinsen jugendliche Fußballspieler im Trikot des VfL Bochum erheitern. Vielleicht erklärt er ihnen auch, was der Unterschied zwischen einem direkten und einem indirekten Freistoß ist. Falls er es weiß.

Dariusz hat übrigens lustige Flash-Spielchen auf seiner Webseite, bei denen aber zum Großteil die Nutzungsdauer bereits abgelaufen ist.

Nachtrag: Und in der 70. Minute ist er dann wirklich eingewechselt worden.

Nachtrag: Und dann macht er, gerade so wie Mehmet Scholl, in seinem letzten Spiel auch noch ein Tor.

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Kölner wehren sich nicht?

Abstrus.

„Weil ich ja jetzt auch konfirmiert werde.“

Ist dem noch etwas hinzuzufügen? Ja, dass Lol Tolhurst offensichtlich in eine Zeitmaschine gefallen ist.

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Das ewige Damokles-Schwert

Laut SPON soll Matthäus jetzt bei Wolfsburg als Trainer im Gespräch sein. Im ersten Moment fährt mir der Schreck in die Glieder: jetzt also doch in der Bundesliga?

Nachdem der Schreck sich wieder verflüchtigt hat, keimt der Gedanke, dass Lothar sich bei dieser — auch aus polemikfreier Sicht — Gurkentruppe eigentlich schön à la Jürgen Kohler avec MSV Duisburg den Ruf in der Bundesliga verbrennen kann, den er ja bei den Nieten in den Chefetagen der Bundesliga noch zu haben scheint. Besser wäre, er käme erst kurz vor knapp als Feuerwehrmann und stiege dann mit Wolfsburg in die zweite Liga ab. Das wären dann „Zwei Fliegen mit einer Klatsche“, wie man es klatschiger nicht haben kann.

Am allerbesten bliebe natürlich die Lösung, dass er gar nicht kommt. Irgendwann wird das Schwert aber wohl mal runterkommen. Wenn schon, dann wollen wir es wenigstens schnell hinter uns haben. Also: Pro Lothar zum VfL Wolfsburg, und dann beide in den Orkus.

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