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Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

Im Trainingsanzug

In der Zeit schreibt man über das Spiel der Bayern gegen eine Mannschaft aus Teheran:

„Bis auf Magath und Hoeneß waren alle im Trainingsanzug erschienen, um den rein sportlichen Charakter der Reise zu dokumentieren.“

Das ist also das Zeichen, das einen klar von den politischen Wirrungen um dieses Spiel abgrenzt. Wenn demnächst mal wieder Wahl in Deutschland ist, gehe ich auch im Trainingsanzug ins Wahllokal, um deutlich zu machen, dass meine Wahlentscheidung eine rein sportliche ist.

Und wenn die Bayern in der Bundesliga vor den Spielen im Anzug erscheinen: heißt das im Umkehrschluss dann auch, dass es nur ums Geschäft geht?

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wm-teilnehmer togo, die ZuKunft und die deutsche sprache

Togo ist zum ersten Mal für die WM qualifiziert. Die Hauptstadt von Togo heißt Lomé und dort gibt es wie überall auf der Welt Menschen, die die deutsche Sprache lernen. Letztens gab es an der Universität Lomé eine besondere Aktion, die für das Deutsche warb und natürlich gibt es davon auch ein Foto [Link zum Bild leider tot].

Nun ja, vielleicht sollte man den Togolesen das mit der Großschreibung mal erklären. Wäre doch schade, wenn sie so viel Zeit fürs Lernen aufwenden, und dann ist die Hälfte falsch.

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„Mist, Käse und Scheißdreck“

Von meinen Bruder bekomme ich immer mahnende Emails, wenn ich mich so derbe ausdrücke. Ihr wißt aber, dass die Kraftausdrücke im Titel gar nicht von mir stammen, sondern von Tante Käthe. Einfach so aus Spaß gibt’s hier noch mal das ganze Interview zum Angucken.

Übrigens war ich so „glücklich“, das wirklich grottige Spiel gegen Island damals in einem Irish Pub zu gucken, wo natürlich sofort nach Schlusspfiff der Ton abgedreht wurde. Einen der großartigsten Auftritte bei Interviews im Fußball der letzten Jahre habe ich also erst mitbekommen, als ich per SMS von Freunden darüber informiert wurde, dass Rudi gerade ausgetickt ist.

Immerhin hat die ARD das ja alles fein konserviert, so dass ich dann doch nicht auf ewig ahnungslos bleiben musste.

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Sándor Kocsis

Wer glaubt, dass Gerd Müller der Spieler mit der besten Quote aller Zeiten an Toren in Länderspielen ist, der irrt. Gerd Müller brachte es auf 68 Tore in 62 Spielen. Beeindruckend und heutzutage auch wohl kaum noch zu wiederholen, es sei denn man spielt ständig gegen Amerikanisch-Samoa. In den 70ern gab es allerdings noch wesentlich mehr „Kleine“ als heute, heute verlieren sogar Liechtenstein oder San Marino selten zweistellig, somit gibt es auch insgesamt weniger Möglichkeiten, sein Torekonto in Länderspielen ordentlich aufzustocken.

Der Iraner Ali Daei, der letztens Welttorschützenkönig wurde, profitierte z. B. davon, dass seine Gegner Afghanistan, Pakistan oder Nepal hießen. Ein paar der wenigen verbliebenen Nationen, bei denen man kaum von einem geregelten Spielbetrieb oder auch nur annäherndem Profitum in dieser Disziplin sprechen kann.

Legenden — ich denke, das darf man so sagen — wie Rudi Völler oder Jürgen Klinsmann, die in den 80ern und 90ern in Länderspielen aktiv waren, trafen in ihren um die 90 Spielen gerade mal 47 mal und somit knapp in jedem zweiten Spiel — und das ist für die aktuellen Verhältnisse schon eine Weltklasseleistung.

König der Länderspiele aber ist ein Ungar aus den 50ern: Sándor Kocsis traf in 68 Spielen 75 mal und übertrifft damit Gerd Müller an Toren pro Spiel. Der Größte der Großen ist also ein den meisten völlig unbekannter Ungar. Jetzt wissen wir’s.

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St. Annen Kirche

Ich bin offensichtlich nicht der einzige, der sich dann und wann immer öfter dem Biertrinken widmet. Für die jüngeren unter Euch: Der linke ist Roy Präger vom VfL Wolfsburg. Den anderen kenn ich auch nicht. Wahrscheinlich eine der vielen Frimpen, die die Wolfsburger irgendwann mal gekauft haben, mit denen nicht nur ich, sondern auch die Wolfsburger Fans nicht viel anfangen konnten.

(Frage mich gerade, warum Fußballprofis immer den selben Scheiß-Klamottenstil haben.)

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Wie hieß Heinz Rühmann mit Vornamen?

Wie heißt eigentlich der Pokal, um den die 32 Mannschaften demnächst spielen? Der Vorgänger hieß „Coupe Jules Rimet“, das weiß ja fast jeder. Aber wie hieß denn noch mal der aktuelle?

Da grübelt man länger, dabei ist die Antwort so einfach: Wie nennt man einen Hund? Genau, Hund. Wie nennt man sein Auto? Auto. Und wie nennt man einen Bundeskanzler? Bundeskanzler.

Wie nennt man also einen Pokal, der beim World Cup vergeben wird? World Cup. Schnarch.

Fast so schwierig wie die Frage: „Wie hieß Heinz Rühmann mit Vornamen?“.

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Der Sekunden-Test

Wer zufällig ein paar Euro über hat, kann der FIFA ja ein klein wenig Konkurrenz machen, indem er diese Domain hier: FIFAWM2006.de käuflich erwirbt und ein bißchen Spökes damit macht. Wäre interessant zu sehen, wie schnell die Anwälte der FIFA schreiben.

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Die Tommies hingegen sind Gentlemen.

Nette Leute, diese englischen Fußballfans. Echte Sportsleute halt. Haben bis weit in die 90er darauf verzichtet, überhaupt Fußball zu spielen, und hielten stattdessen an ihrem „Kick and Rush“ fest. Auch die Zuschauer wollten an lieb gewonnenen Traditionen festhalten. Und was ein echter Fan ist, der dokumentiert eben, was er so während der Spiele erlebt. Angefangen 1978 bis heute, liefert diese Seite eine tolles Archiv der gelungenen Support-Aktionen der Fans von den Bristol Rovers.

Wir freuen uns auf unsere Freunde zu Gast in Deutschland bei der WM 2006.

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Den Amis… ist auch nix heilig.

Die meisten kennen die Fußballfan-Bibel „Fever Pitch“ von Nick Hornby. Ein Mann ist der Liebe zum Fußball so sehr verfallen, dass dieser sein Leben bestimmt. Als Fan wohlgemerkt. Mit der (anderen) Liebe will es nicht so richtig klappen und auch sonst stellt sich das Leben für den Protagonisten nicht immer rosig dar.

Ein sehr gutes Buch, aus dem man auch einen nicht ganz so guten, aber immer noch sehenswerten Film gemacht hat. „Fever Pitch“ halt.

Jetzt gibt es davon auch eine amerikanische Version. Um das Ganze für den Nulpen-Durchschnitts-Ami auch schmackhaft zu machen, musste der ach-so-langweilige Fußball durch B – A – S – E – B – A – L – L ersetzt werden.

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Kuranyi, die Pellwurst

Der kicker schreibt mal wieder sehr treffend über die Aussichten der Kandidaten für eine WM-Nominierung:

„Miro Klose (27) thront über allen, Lukas Podolski (20) und trotz technischer Mängel auch Kevin Kuranyi (23) stehen nicht zur Diskussion.“

Warum steht Kuranyi, die Pellwurst, trotz technischer Mängel nicht zur Debatte? Hat Neuville etwa technische Mängel? Nein. Hat Kuranyi eine Lobby, die ich nicht sehen kann, weil sie im Zigarrendunst kaum zu erkennen ist? Nein. Ich verstehe die Gründe für diese — leider zutreffende — Einschätzung nicht. Asamoah, zugegeben auch ein Chancentod, aber wesentlich effektiver in Zweikämpfen, steht zur Debatte. Der Volltrottel namens Kuranyi, der keinen Ball stoppen kann, nicht? Warum?

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Premieres Totenmesse

Kaum hat Premiere den Kampf um die Bundesligarechte verloren, wuchert es mit seinem letzten Pfund. Zu erstaunlichen Preisen kann man alle 64 WM-Spiele live sehen: 64 Spiele für nur 64 Euro.

Dazu gibt es noch 7 Monate des normalen, eher witzlosen Premiere-Angebots obendrauf. Scheint so, als sei heute der Tag der Werbung im Blog.

Dieses Angebot klingt allerdings eher wie eine Totenmesse denn wie echte Werbung. Mit dem Begriff „Spottpreis“ ist es noch nett umschrieben. Vor allem spottet es jenen, die zu normalen Preisen das reguläre Premiere-Programm erworben haben. Nach 2006 werden wohl nur noch die Abonnenten übrig bleiben, die zu schludrig sind, rechtzeitig zu kündigen.

Dazu passt auch diese Meldung im tagesspiegel. Wenn die Bundesliga wegfällt und sich ohnehin niemand mehr — na endlich! — für die Formel 1 interessiert — was will Premiere dann überhaupt noch zeigen?

Zur sowieso zwielichtigen Entstehung und Amlebenhaltung dieses Senders passt dieser Abgang. Tschüß Premiere, wir werden Dich nicht vermissen.

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Eintrittskarten, heiße Eintrittskarten!

Ungerne nur mache ich so etwas wie Schleichwerbung, Werbung an sich oder auch Werbung. Heute muss ich aber mal gleich zwei größere Unternehmen erwähnen. Das eine, im Link versteckte, weil es non-personalisierte WM-Eintrittskarten verschenkt, das andere, weil man genau dort diese Karten ersteigern kann: eBay.

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