In alten Wunden bohren

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Es gibt viele Fälle, in denen Werbeagenturfritzen mit dem Thema Fußball werben wollen bzw. müssen, die keine richtige Ahnung von dem Thema haben und es so behandeln, wie man über China Bescheid weiß, wenn man den selbst verfassten Reisebericht des Großonkels aus dem Jahre 1966 gelesen hat. Einzig.

Dabei kommen oft krude Anzeigen heraus, wie dass man in der 5. Liga auf Asche mit der Balltechnik eines Nerds spielen muss und kann, oder dass man stolz auf das Fußballtrikot von Spanien sein solle (bei einer Anzeige aus dem Jahr 2006).

Nun, sei’s drum, Kampagnen kommen und gehen, Letzteres vor allem.

Sind aber gleich ganze Produktnamen ein fußballerisches Eigentor, dann ist die Situation nicht mehr zu retten.

Seat nennt ein Auto, das es in Deutschland zu verkaufen sucht, „Cordoba“.

Man hat aus gutem Grund noch nie vom Bentley-Modell „Turin“ gehört, in Österreich gibt es keine Volvo „Landskrona“ zu kaufen, man sucht vergeblich nach dem Renault mit der Bezeichnung „Knysna“ und es gibt auch keinen Autobauer, der in Holland einen Wagen mit der Bezeichnung „München“ anpreist.

Nur Seat möchte gerne in Deutschland ein Auto mit dem Namen „Cordoba“ verkaufen.

Noch obskurer als dieser ohnehin schon absurde Versuch ist einzig, dass es tatsächlich Menschen gibt, die dieses Ding dann auch kaufen. So gesehen an einer nebligen Ampelkreuzung in Deutschland im März 2011.

6 Kommentare

  1. Nix mit Alesia oder kennst du das auch nicht ;) ?

  2. Ich hörte indes nie davon, dass es eine Popgruppe namens ABBA ruiniert hätte, weil sie in Frankreich einen Song namens „Waterloo“ veröffentlichte.

    Und das größte Problem des Seat Cordoba war nie sein Name, sondern eher seine Hässlichkeit…

  3. Was daran liegt, dass man in Frankreich kein Englisch versteht…

  4. Werbung seiner Zeit ;-) Oder doch nur eine „Kleinanzeige“?

    http://hhmypearl.blogspot.com/2010/03/gladbach-vs-lappen-polen-doofen.html

    Leistet mehr ! Die original Zeitung liegt gerade hier auf dem Tisch. Ich stöber und ziehe Vergleiche zu Ihrem Artikel.
    Mein Abend ist gerettet!

  5. mag ja sein, dass „man“ in Frankreich kein Englisch versteht. und ich weiß auch nicht, ob das in Belgien besser ist. in diesem Belgien, wo Waterloo liegt, meine ich.

  6. …und wo die FRANZOSEN geschlagen wurden. jaja, auch klugscheißen will gelernt sein. wunderbar, habe ich mich mal wieder zum ei gemacht.



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