Zum Inhalt springen

Schlagwort: Chile

Die lauffleißigsten Spieler der WM 2014

Anders als gemeinhin kolportiert wurde, waren es gar nicht die deutschen Spieler, die viele Platzierungen in der Top10 der Spieler der WM 2014 in Brasilien mit der größten Laufleistung belegten. Das heißt, absolut gesehen schon, allerdings absolvierten ja auch nur 4 Teams von den 32 überhaupt 7 Partien und dann ging auch noch ausgerechnet das Finale in die Verlängerung. Mehr als genug Zeit also, ordentlich Kilometer zu sammeln, mehr als die Spieler der anderen Team, was viele deutsche Spieler dann auch taten.

Ergo finden sich in der Top10 der Laufleistungen der Spieler unter den oberen 5 Plätzen gleich 4 deutsche Spieler (Thomas Müller, Toni Kroos, Philipp Lahm und Benedikt Höwedes; in dieser Reihenfolge) sowie natürlich ein Argentinier (Javier Mascherano dazwischen auf Platz 3). Auch alle weiteren Plätze werden ausschließlich von Spielern aus Nationen belegt, welche 7 Spieler bei der WM absolvierten (3x Niederlande, 2x Argentinien). Nun gut, sicher bemerkenswert, wenn auch eher am Rande.

Setzt man aber die Laufleistung in Relation zu den jeweils vom Spieler auch auf dem Feld befindlichen Minuten, sieht es plötzlich völlig anders aus. In dem Fall ist nur noch ein einziger Deutscher in der Liste der Top10 enthalten. Dies zeigt die folgende Liste, die zudem einen völlig anderen Mix der Nationalitäten zu Tage bringt.

Name Nation Minuten Kilometer km/90 min
Felipe Gutierrez Chile 165 25,2 13,75
Matt McKay Australien 180 26,0 13,00
Rodrigo Palacio Argentinien 160 23,1 12,99
Lee Keunho Südkorea 104 15,0 12,98
Nicolas Lodeiro Uruguay 143 20,4 12,84
Koke Spanien 134 19,0 12,76
Mario Götze Deutschland 258 36,3 12,66
Michael Bradley USA 390 54,7 12,62
Jose Cubero Costa Rica 115 16,0 12,52
Oliver Bozanic Australien 111 15,4 12,49

Die Messung der Laufdaten aller Spieler, der Passquoten, der Torschüsse, der Sprints – all das ist im Fußball ja nichts Neues mehr und schon längst dort angekommen und etabliert.

Inzwischen kann man aber sogar als Hobbyfußballer einige seiner Laufdaten erfassen. Dazu bietet zum Beispiel die Verwendung entsprechender Lauf-Software mit GPS-Ortung die Möglichkeit. So weiß man auch nach einem Fußballspiel, wie die eigene Höchstgeschwindigkeit war, die Durchschnittsgeschwindigkeit und auch die Herzfrequenz und weitere Belastungsdaten lassen sich so erfassen. Um das Ganze auch bei einem Fußballspiel und nicht nur beim Joggen durchführen zu können, ist ein Brustgurt fürs Smartphone empfehlenswert, der gewöhnliche Belastungen beim Fußball aushält, bzw. dafür sorgt, dass das Smartphone diese aushält. Direkter Kontakt mit Freistößen der Marke Roberto Carlos ist zwar dennoch nicht zu empfehlen, ein übliches Fußballspiel sollte man hiermit aber überstehen können.

Die Profis vertrauen dabei übrigens schon länger auf unterschiedliche Anbieter für elektronische Datenerfassung im Sport. Einer hat sich dabei besonders hervorgetan, der weitere Pläne im Bereich Datenerfassung im Fußball hegt. Für Freizeitsportler oder Amateurfußballer bemüht sich seit einiger Zeit SAP eine neue Zielgruppe mit finanzierbaren Produkten und Services zu erschließen.

So kommt der Daten-Wahnsinn bald auch in der Kreisliga an. Ob die Spieler aber überhaupt unbedingt wissen wollen, wie wenig sie im Vergleich zu den Profis gelaufen sind, steht auf einem anderen Blatt. Und ob überhaupt ein Trainer vorhanden ist, der diese Daten sinnvoll auswerten kann. Wie dem auch sei, seit bereits in der Kreisliga Gelder für die Spieler bezahlt werden, dürfte sicher sein, dass auch dieser Trend bald ganz unten im Amateurfußball ankommt. Dann wird man wissen, wer der Felipe Gutierrez der Kreisliga ist. Und wer der Mario Basler.

Kommentare geschlossen

Zum Spielplan des Confed-Cup 2017 in Russland

Auch der Confed-Cup 2017 wird so wie die WM 2018 in Russland stattfinden. An Stadien werden vier genutzt werden, die hier kurz aufgelistet werden.

  • Sankt Petersburg Gazprom-Arena
  • Moskau Olympiastadion Luschniki
  • Kasan Kasan-Arena
  • Sotschi Olympiastadion Sotschi

Folgende Verbände sind bereits qualifiziert:

  • Russland als Ausrichter
  • Deutschland als Weltmeister
  • Australien als Asienmeister
  • Chile als Südamerikameister
  • Mexiko als Nord- und Mittelamerikameister
  • Neuseeland als Ozeanienmeister

Dazu kommen entweder Frankreich oder Portugal als Europameister und der Sieger der Afrikameisterschaft zu Beginn des Jahres 2017.

Die Termine stehen auch bereits fest:

Gruppe A

17. Juni 2017, 17h, Sankt Petersburg Russland - A2
18. Juni 2017, Kasan A3 - A4
21. Juni 2017, Moskau Russland - A3
21. Juni 2017, Sotschi A4 - A2
24. Juni 2017, Kasan A4 - Russland
24. Juni 2017, Sankt Petersburg A2 - A3

Gruppe B

18. Juni 2017, Moskau B1 - B2
19. Juni 2017, Sotschi B3 - B4
22. Juni 2017, Sankt Petersburg B1 - B3
22. Juni 2017, Kasan B4 - B2
25. Juni 2017, Sotschi B4 - B1
25. Juni 2017, Moskau B2 - B3

Halbfinale

28. Juni 2017, 20h, Moskau 1. Gruppe A - 2. Gruppe B
29. Juni 2017, 20h, Sotschi 1. Gruppe B - 2. Gruppe A

Spiel um Platz 3

2. Juli 2017, 14h Kasan - - -

Finale

2. Juli 2017, 20h, Sankt Petersburg - - -
Kommentare geschlossen

Alle Schiedsrichter der WM 2014

Für die WM 2014 wurden 25 Schiedsrichter samt ihren jeweils beiden Assistenten nominiert. Hinzu kommen einige Ersatzschiedsrichter, die hier nicht aufgelistet sind. Im Folgenden also die Liste mit jenen 25 Glücklichen, welche bei der WM 2014 in Brasilien einige Partien leiten dürfen. Einer von ihnen wird das Glück haben, als Schiedsrichter eines WM-Finals in die Annalen des Fußballs einzugehen. Darunter befinden sich auch Schiedsrichter aus Ländern, die sich nicht für die WM qualifiziert haben, wie El Salvador, Neuseeland oder Schweden.

Name Geburtsdatum Land
Aguilar Chicas, Joel Antonio 02.07.1975 El Salvador
Brych, Felix 03.08.1975 Deutschland
Cakir, Cüneyt 23.11.1976 Türkei
Doue, Noumandiez Desire 29.09.1970 Elfenbeinküste
Eriksson, Jonas 28.03.1974 Schweden
Gassama, Bakary Papa 10.02.1979 Gambia
Geiger, Mark W 25.08.1974 USA
Haimoudi, Djamel 10.12.1970 Algerien
Irmatov, Ravshan 09.08.1977 Usbekistan
Kuipers, Bjorn 28.03.1973 Niederlande
Mazic, Milorad 23.03.1973 Serbien
Nishimura, Yuichi 17.04.1972 Japan
O’Leary, Peter 03.03.1972 Neuseeland
Oliveira Alves Garcia, Pedro 03.11.1970 Portugal
Osses Zencovich, Enrique Roberto 26.05.1974 Chile
Pitana, Nestor Fabian 17.06.1975 Argentinien
Ricci, Sandro Meira 19.11.1974 Brasilien
Rizzoli, Ricola 05.10.1971 Italien
Rodriguez Moreno, Marco Antonio 10.11.1973 Mexiko
Roldan Perez, Wilmar Alexander 24.01.1980 Kolumbien
Shukralla, Nawaf Abdulla 13.10.1976 Bharain
Velasco Carballo, Carlos 16.03.1971 Spanien
Vera Rodriguez, Carlos Alfredo 25.06.1976 Ecuador
Webb, Howard 14.07.1971 England
Williams, Benjamin Jon 14.04.1977 Australien

Als deutscher Schiedsrichter ist Dr. Felix Brych dabei. Auch der Schiedsrichter des letzten WM-Finals, Howard Webb aus England ist wieder mit von der Partie. Weitere bekannte Namen sind Ricola Rizzoli auf Italien, Pedro Alves Garcia aus Portugal und Carlos Carballo aus Spanien.

Sofern man bei Schiedsrichtern von Bekanntheit sprechen kann. Ein echter Schiedsrichter-Star, wie es Pierluigi Collina einer war, ist (noch) nicht darunter. Jener Collini hatte einst das WM-Finale 2002 zwischen Deutschland und Brasilien gepfiffen. Das Bild von Collinas Geste, der den nach seinem Fehler trauernden Kahn zeigt, ging um die Welt.

Wer weiß, welche beiden Nationen diesmal im WM-Finale um die höchsten Weihen des Weltfußballs spielen werden? Und welcher dieser 25 Schiedsrichter dann die Partei leiten wird? Wenn es soweit sein wird, wird man auf der Seite www.wettquoten.org/wm-2014-finale-quoten-vergleich sehen können, wie die Chancen der beiden Finalisten stehen werden und von Profis der Sportwetten eingeschätzt werden. Der Schiedsrichter könnte dabei im WM-Finale der WM 2014 in Brasilien auch eine entscheidende Rolle spielen.

Dem WM-Schiedsrichter von 2010, eben jenem Howard Webb, warfen Kritiker hinterher vor, zu wenig hart durchgegriffen zu haben, weshalb sich eine recht harte Begegnung zwischen Holland und Spanien entwickelte. Vornehmlich deshalb, weil die Niederländer zu rauen Methoden griffen, unter Anderem einem Karate-Sprung gegen die Brust eines Spaniers, den Webb nicht ausreichend ahndete.

Ans WM-Finale von 1966, als der Schiedsrichter beim 3:2 der Engländer fälschlicherweise auf Tor entschied, muss man in Deutschland zudem gar nicht erst erinnern, während der fragwürdige Strafstoß für die Deutschen im WM-Finale von 1990 trotz seiner Fragwürdigkeit eher in guter Erinnerung geblieben ist.

Man muss auch nicht erklären, dass ein Schiedsrichter nur dann Chancen aufs Finale hat, wenn sein Heimatland weiter als bis zum Viertelfinale kommt. Aus dieser Sicht also hoffentlich schlechte Karten für Dr. Felix Brych, der Nachfolger des bislang einzigen Deutschen zu werden, der je ein WM-Finale leitete: Rudi Glöckner aus der DDR bei der WM 1970 zwischen Italien und Brasilien. Sieger damals: Brasilien.

Kommentare geschlossen

Giovane Elber sez

Wenn er den Raum betritt, geht die Sonne auf. Lässig in Blue Jeans und roten Pullover gewandet, kaum gealtert und auch nicht gebreitert, umspielt seine Lippen ständig dieses schelmische Grinsen. Da die Augen aber mitlachen, weiß man sofort: Es ist echt, nicht aufgesetzt. Giovane Elbers Freundlichkeit kommt von Häätze. Und bleibt über die gesamte Zeit seiner Anwesenheit. Frei weg von der Leber spricht er in bekannt sehr gutem Deutsch, hat selbst für einen anwesenden Schalke-Blogger ein „Kopf hoch!“ übrig, als das Gespräch auf das 5:1 vom letzten Wochenende kommt. Allüren sind ihm fr …

Halt, Stop! Wird das jetzt hier eine dieser typischen Einleitungen von Glamour- und Klatschmagazinen, in denen die Kleidung (Franelle, Saint Malo, Schuhe von Hapag) des Protagonisten wichtiger ist als das, was inhaltlich passiert? Nein.

Doch Glamour gab es durchaus ein wenig in den Räumen des Sportpresseclubs vor der Partie gegen Chile im früheren Neckarstadion, schließlich waren die Stars aus ganz Deutschland angereist. Aus Berlin gleich zwei Fußballblogger, einer aus Leipzig, einige aus München und wieder andere Fußballblogger aus dem Ruhrgebiet. Umso erstaunlicher, wie offen Giovane Elber dieser Ansammlung von Größen der Publizisitik begegnete. Von Lampenfieber keine Spur.

Stattdessen ging es direkt in medias res, denn Elber gab auf Nachfrage sofort zu, dass eine Reise nach und ein längerer Aufenthalt in Brasilien sehr teuer sei. Womit er gleich die anwesende Runde vom leichten Makel entlastete, dass kein einziger Teilnehmer plant, selbst zur WM zu reisen. Kann ja nicht jeder ein Praktikum bei ARD oder ZDF machen.

Dort, bei der WM in Brasilien, seien seiner Ansicht nach übrigens Argentinien und Deutschland Favorit auf das Finale, mit dem späteren Weltmeister Deutschland. Ausgesprochen allerdings vor Anpfiff des Tests gegen Chile. Argentinien werde nicht zuletzt von den vergleichsweise kurzen Reisewegen profitieren und vom im Süden Brasiliens deutlich kühleren Klima als in anderen Regionen. In Manaus zum Beispiel sei es manchmal so heiß und feucht, das Elber und seine Mitspieler bei Partien dort schon in der Kabine geschwitzt und sich gar nicht warm gemacht hätten, nur ein bisschen gedehnt. Ob das aus dem Reich der Fabeln stammt oder doch stark auf die Jahreszeit ankommt, verrät ein Blick in die Klimatabelle von Manaus.

Außerdem sei es legitim, dass die Menschen in Brasilien so offensiv protestieren. Und es sei auch während der WM mit weiteren, umfassenden Protesten zu rechnen. Man brauche dort bessere Infrastruktur, die allen zugute komme, dieser Wunsch sei vollkommen legitim. Nicht allein Verkehrswege, sondern vor allem bessere Schulen und eine bessere Krankenversorgung. Gleich vier Stadien zählt Giovane Elber auf, die nach der WM nicht von Erst- oder Zweitligisten genutzt werden würden. Insofern habe es ihn selbst nur überrascht, dass die Menschen in Brasilien zum Confed-Cup in solchen Massen auf die Straße strömten. Die Mentalität in Brasilien verhindere oft, dass sich derartiger Protest entwickele, denn allzu oft zeige man dort eine gewisse Nachsicht mit den Verhältnissen und Trägheit bezüglich möglicher Änderungen. Dass sie protestierten, habe ihn überrascht, aber nicht, aus welchen Gründen.

Natürlich sei es außerdem fantastisch, zur Zeit Bayern München beim Fußballspielen zuzuschauen, aber er bevorzugte, wenn er die Wahl hätte, den Spielstil aus seiner Zeit. Damals hätte er als Stürmer viel mehr Räume gehabt, nutzen können und immer wieder selbst entscheiden können, wann was die bessere Idee sei. Im heutigen System müsse man als Stürmer ständig nur warten und auf den richtigen Moment hoffen. Das sei schon ein bisschen langweilig, auch das aktuelle Tiki-Taka des FC Bayern sei nicht sein absolut favorisierter Fußball zum Zusehen und schon gar nicht zum Selberspielen. Erstaunlich offen und ehrlich hier, wie er überhaupt in keiner Hinsicht ein Blatt vor den Mund zu nehmen schien. So sympathisch wie er allen Anwesenden (mit Ausnahme der dem HSV zugeneigten Blogger — „gegen uns hat er immer besonders oft getroffen“) vor Ort war, wirkt er wohl nicht zuletzt deshalb auch im Rest der Republik.

Die von den hiesigen Twitter-Followern eingereichten Fragen konnten leider nicht alle gestellt werden, schließlich waren u. A. der Frittenmeister oder GNetzer auch mal dran, doch fanden immerhin zwei Fragen der Leser den Weg zu Giovane Elbers Gehirn, woraufhin er sich mit Antworten auch nicht lange lumpen ließ.

Ja, er werde bei der WM für die ARD arbeiten und zwar als Experte für den Fußball, nicht als Reiseführer, der die Verhältnisse vor Ort erklärt. Zusammen mit Mehmet Scholl werde er diese Aufgabe angehen. Für wen diese Zusammenarbeit das härtere Brot sei, darauf wollte sich Giovane Elber dann aber nicht festlegen.

Nein, er hat keinen Kontakt mehr zu Martin Pieckenhagen, mit dessen Namen er sofort etwas anfangen konnte (für die Nachgeborenen: die Suche nach besagtem Tor des Jahres 1999 von Giovane Elber war bei youtube bislang erfolglos, was die Redaktion explizit bedauert), er habe ihn einmal noch in Hamburg getroffen, aber über sein legendäres Tor gegen Pieckenhagen habe man nicht geredet. Und fügte hinzu, dass eben jenes gegen Rostock „das schönste Tor gewesen“ sei.

Finden wir auch.

8 Kommentare

Alle Fußballer des Jahres in Südamerika

In Südamerika gab es eine Zeit lang zwei verschiedene Magazine, die jeweils ihren „Fußballer des Jahres“ aus Südamerika wählten. Von 1971 bis 1992 führte auch die Zeitschrift „El Mundo“ aus Caracas diese Abstimmung samt Ehrung durch. Später erst, 1986 nämlich, begann auch „El País“ aus dem uruguayanischen Montevideo damit, bewies aber den längeren Atem und ist auch heute noch jährlich mit dieser Ehrung beschäftigt. Deshalb und weil die Wertung von „El Mundo“ ohnehin später hier auf der Seite noch folgen wird, zunächst mal nur die Sieger, welche „El País“ bestimmt hat.

Journalisten aus ganz Amerika werden befragt, zur Wahl stehen allerdings nur Spieler, die bei Clubs in Südamerika oder in Mexiko beschäftigt sind, was zum Beispiel die Abwesenheit von Diego Maradona in dieser Liste erklärt, während Stars wie Romario und Bebeto aus Brasilien es in diese Liste geschafft haben. Hier also im Überblick alle „Fußballer des Jahres in Südamerika“, nach der Wertung von „El País“, der jüngeren der beiden Wertungen.

Jahr Sieger Land Club
1986 Antonio Alzamendi Uruguay River Plate
1987 Carlos Valderrama Kolumbien Deportivo Cali
1988 Rubén Paz Uruguay Racing Club Avallenada
1989 Bebeto Brasilien CR Vasco da Gama
1990 Raúl Vicente Amarilla Paraguay Olimpia Asuncíon
1991 Óscar Ruggeri Argentinien CA Vélez Sársfield
1992 Raí Brasilien FC Sao Paulo
1993 Carlos Valderrama Kolumbien Atlético Junior Baranquilla
1994 Cafu Brasilien FC Sao Paulo
1995 Enzo Francescoli Uruguay CA River Plate
1996 José Luis Chilavert Paraguay CA Vélez Sársfield
1997 Marcelo Salas Chile CA River Plate
1998 Martín Palermo Argentinien Boca Juniors
1999 Javier Saviola Argentinien CA River Plate
2000 Romário Brasilien CR Vasco da Gama
2001 Juan Román Riquelme Argentinien Boca Juniors
2002 José Saturnino Cardozo Paraguay Club Deportivo Toluca
2003 Carlos Tevéz Argentinien Boca Juniors
2004 Carlos Tevéz Argentinien Boca Juniors
2005 Carlos Tevéz Argentinien Boca Juniors
2006 Matías Fernández Chile Colo Colo Santiago
2007 Salvador Cabanas Paraguay Club América
2008 Juan Sebastián Verón Argentinien Estudiantes de La Plata
2009 Juan Sebastián Verón Argentinien Estudiantes de La Plata
2010 Andrés D‘Allessandro Argentinien SC Internacional
2011 Neymar Brasilien FC Santos
2012 Neymar Brasilien FC Santos
2013 Ronaldinho Brasilien Clube Atletico Mineiro
2014 Teofilo Gutierrez Kolumbien CA River Plate
2015 - - -
2016 - - -
Kommentare geschlossen

[Update] Gewinnspiel: Rote Karten für deutsche Nationalspieler

Jahr Spieler Partie Gegner Karte/Grund
1928 Hans
Kalb
Olympia-Viertelfinale Uruguay Meckern
1928 Richard
Hofmann
Olympia-Viertelfinale Uruguay ?
1938 Hans
Pesser
WM-Achtelfinale Schweiz Revanchefoul
1958 Erich
Juskowiak
WM-Halbfinale Schweden Revanchefoul
1968 Günter
Netzer
Freundschaft Chile ?
1968 Dieter
Erler
Freundschaft CSSR ?
1979 Konrad
Weise
EM-Qualifikation N‘lande Rot, ?
1986 Thomas
Berthold
WM-Viertelfinale Mexiko Rot, Tätlichkeit
1986 Lothar
Matthäus
Freundschaft Österreich Rot, Meckern
1989 Ronald
Kreer
WM-Qualifikation Österreich Rot, ?
1990 Rudi
Völler
WM-Achtelfinale N‘lande Rot, unsportliches Verhalten
1991 Thomas
Berthold
EM-Qualifikation Wales Rot, Tätlichkeit
1992 Ulf
Kirsten
Freundschaft Österreich Rot, grobes Foulspiel
1996 Thomas
Strunz
EM-Vorrunde Italien Gelb-Rot, wiederholtes Foulspiel
1998 Jürgen
Kohler
Freundschaft Brasilien Rot, grobes Foulspiel
1998 Christian
Wörns
WM-Viertelfinale Kroatien Rot, grobes Foulspiel
2001 Sebastian
Deisler
WM-Qualifikation Gr‘land Gelb-Rot, wiederholtes Foulspiel
2001 Carsten
Ramelow
WM-Qualifikation Albanien Rot, Tätlichkeit
2002 Carsten
Ramelow
WM-Vorrunde Kamerun Gelb-Rot, wiederholtes Foulspiel
2002 Christian
Wörns
Freundschaft Bosnien – H. Rot, Unsportlichkeit
2005 Robert
Huth
Freundschaft Nordirland Rot, absichtliches Handspiel
2005 Mike
Hanke
Confed-Cup um Platz 3 Mexiko Rot, grobes Foulspiel
2006 Lukas
Podolski
Freundschaft Georgien Rot, Tätlichkeit
2008 Bastian
Schw’st‘ger
EM-Vorrunde Kroatien Rot, Tätlichkeit
2009 Jérôme
Boateng
WM-Qualifikation Russland Gelb-Rot, wiederholtes Foulspiel
2010 Miroslav
Klose
WM-Vorrunde Serbien Gelb-Rot, Foulspiel
2012 Ron-Robert Zieler Freundschaft Argentinien Rot, Notbremse
2019 Emre Can EM-Qualifikation Estland Rot, Notbremse

So, nach langer Pause: Heute mal wieder etwas aus der allseits beliebten Rubrik: Gewinnspiele ohne Gewinn außer Rum und Ähre. Wichtiger ist bei dieser Angelegenheit neben dem Rum ohnehin, dass Gewinnspiele bei Trainer Baade ohne zu googlen ablaufen sollten, für die Neulinge unter uns. Bei Zuwiderhandlung drohen Strafen nicht unter 2 Jahren Konferenzschauen Premiere/Sky, Tee-Irgendwas oder sonstige Anbieter, ohne je ein einziges Spiel in seiner vollen Länge sehen zu dürfen oder zur Not auch eine Zwangseinweisung in einen dieser Kanäle als Moderator der Halbzeitpausenkonferenz, wobei natürlich sofort lebensgefährliches Austrocknen des gesamten Körpers respektive Hirns droht, wenn man mit den immer selben Floskeln von Stefan Effenberg, Ottmar Hitzfeld oder Peter Alexander Kahn konfrontiert wird. Eine Zuwiderhandlung ist offensichtlich nicht besonders empfehlenswert, und, um es mit Louis van Gaal zu sagen: Die modernen Kommunikationsmittel werden mir schon dabei helfen, eventuelle Zuwiderhandlungen lückenlos zu entdecken.

Nun aber zum eigentlichen Spiel, nur zufällig gerade zum Wochenende beginnend: Dem populären „Gewinnspiel ohne Gewinn“.

Ich muss gar nicht viel Worte machen, die Überschrift erklärt eigentlich schon alles:

Welche deutschen Nationalspieler bekamen je in einem Länderspiel eine Rote Karte (oder einen Platzverweis!), in welchem Spiel, wann, wo, und warum?

Damit das nicht so einfach zu gewinnen ist, müssen natürlich alle gefunden werden, die es je gab.

Ich werfe den obligatorischen Christian Wörns in die Runde, im WM-Viertelfinale 1998 gegen Kroatien, in Lyon, wegen einer vermeintlich vom Schiedsrichter so interpretierten Notbremse. Obwohl es ja eigentlich des unsäglichen, damals schon viel zu alten Loddars Schuld war, mit seinem viel zu kurzen, wurschtigen Pass. Aber der Loddar geht doch immer vom Platz/aus der Verantwortung, wenn es drauf ankommt, das müsste man inzwischen gelernt haben.

Welche Roten Karten/Platzverweise gab es sonst noch für deutsche Nationalspieler?

Schwarmgedächtnis: go!

Damit man es auch sieht, steht die Zwischenbilanz jetzt oben.

53 Kommentare

Weltmeister in Amerika

2014 findet die 8. Weltmeisterschaft in Amerika statt, Ausrichter Brasilien zählt sich selbst sicher trotz zuletzt unausgeschlafener Leistungen der Nationalmannschaft zu einem der Favoriten, wofür es mehrere Argumente gibt. Zunächt mal ist Brasilien der Rekordweltmeister mit 5 Titeln, dann ist das Reservoir an Spielern rund um Copacabana und Favelas unter anderem wegen der großen Armut „schier unerschöpflich“, dann ist Brasilien auch noch Gastgeber und nicht zuletzt gibt es da diese ominöse Angelegenheit, dass noch nie ein außeramerikanisches Team in Amerika den Titel gewann.

Ausrichter Weltmeister
1930 Uruguay Uruguay
1950 Brasilien Uruguay
1962 Chile Brasilien
1970 Mexiko Brasilien
1978 Argentinien Argentinien
1986 Mexiko Argentinien
1994 USA Brasilien
 

Aber! Bitte nicht vergessen, die Tabelle dient schlicht zur Veranschaulichung des Umstands, das bislang alle Weltmeisterschaften in Amerika von amerikanischen Mannschaften gewonnen wurden, der so gerne erwähnt wird. Er bedeutet aber nichts weiter, als dass bislang alle Weltmeisterschaften in Amerika von amerikanischen Teams gewonnen wurden. Es hat keinerlei Aussagekraft für die kommende WM 2014 in Brasilien. Es gibt kein Gesetz oder Ähnliches, das besagt, dass man nicht als außeramerikanische Mannschaft schnöde hinfahren und das Dinge gewinnen kann. Was einem all jene rund um unseren Lieblingssport aber stets glauben machen wollen, die auch an den Weihnachtsmann glauben: „Bislang hat noch nie eine Mannschaft … blabla Südamerika … blabla …“, so als hätte es irgendeine Bedeutung für die Zukunft, was in der Vergangenheit geschehen ist.

Dieser Umstand hätte eventuell tatsächlich eine gewisse Bedeutung, wenn es immer noch so wäre, dass die nicht-amerikanischen Mannschaften drei Wochen lang mit dem Schiff anreisen müssten und dann vor Ort Montezumas Rache in voller Dröhnung erlebten, der komplette, von der Schiffsreise schon ausgelaugte Kader.

Da Brasilien aber sogar näher an Europa liegt als dieses am vorherigen Ausrichter Südafrika (mit dem Weltmeister Spanien), infrastrukturell, bezogen auf die Reise-Entfernung und evtl. sogar aufs Klima, ist die oben stehende Liste ein glücklicher Zufall und mehr nicht. Kein Gesetz, keine sich zwangsläufig aus sich heraus ergebende Serie, sondern ein Fügung der Möglichkeiten. Vergesst das bitte nicht, wenn Ihr demnächst wieder eine derartige Leier hört: In Amerika hat noch nie … es ist nichts weiter als das: Blabla.

7 Kommentare

WM-Spielplan 2014 zum Ausdrucken und Eintragen — mit der Extraportion Samba-Geschmack

Sobald der Spielplan für die WM 2014 feststeht, wird er hier veröffentlicht, so dass sich jeder diesen dann natürlich wunderbar gestalteten WM-Spielplan ausdrucken und die Ergebnisse selbst eintragen kann. Ein großer Spaß bei Jung und Alt, immer noch, wie eh und je.

Eröffnet wird das Turnier in jedem Fall am 12. Juni 2014 in Sao Paulo mit einer Partie unter Beteiligung des Gastgebers Brasilien, das Finale und somit das Ende der Weltmeisterschaft wird am 13. Juli 2014 in Rio de Janeiro im renovierten Maracana-Stadion über die Bühne gehen.

Die Termine stehen fest, die Austragungsorte ebenfalls, die Uhrzeiten werden nachgereicht.

Vorrunde Gruppe A-H

Do, 12. Juni 2014, 22h Sao Paulo Brasilien - Kroatien
Fr, 13. Juni 2014, 18h Natal Mexiko - Kamerun
Fr, 13. Juni 2014, 21h Salvador Spanien - Niederlande
Fr, 13. Juni 2014, 0h Cuiaba Chile - Australien
Sa, 14. Juni 2014, 18h Belo Horizonte Kolumbien - Griechenland
Sa, 14. Juni 2014, 21h Fortaleza Uruguay - Costa Rica
Sa, 14. Juni 2014, 0h Manaus England - Italien
Sa, 14. Juni 2014, 3h Recife Elfenbeinküste - Japan
So, 15. Juni 2014, 18h Brasilia Schweiz - Ekuador
So, 15. Juni 2014, 21h Porto Alegre Frankreich - Honduras
So, 15. Juni 2014, 0h Rio de Janeiro Argentinien - Bosnien
Mo, 16. Juni 2014, 18h Salvador Deutschland - Portugal
Mo, 16. Juni 2014, 21h Curitiba Iran - Nigeria
Mo, 16. Juni 2014, 0h Natal Ghana - USA
Di, 17. Juni 2014, 18h Belo Horizonte Belgien - Algerien
Di, 17. Juni 2014, 21h Fortaleza Brasilien - Mexiko
Di, 17. Juni 2014, 0h Cuiaba Russland - Südkorea
Mi, 18. Juni 2014, 18h Porto Alegre Niederlande - Australien
Mi, 18. Juni 2014, 21h Manaus Kroatien - Kamerun
Mi, 18. Juni 2014, 0h Rio de Janeiro Spanien - Chile
Do, 19. Juni 2014, 18h Brasilia Kolumbien - Elfenbeinküste
Do, 19. Juni 2014, 21h Sao Paulo Uruguay - England
Do, 19. Juni 2014, 0h Natal Japan - Griechenland
Fr, 20. Juni 2014, 18h Recife Italien - Costa Rica
Fr, 20. Juni 2014, 21h Salvador Schweiz - Frankreich
Fr, 20. Juni 2014, 0h Curitiba Honduras - Ecuador
Sa, 21. Juni 2014, 18h Belo Horizonte Argentinien - Iran
Sa, 21. Juni 2014, 21h Fortaleza Deutschland - Ghana
Sa, 21. Juni 2014, 0h Cuiaba Nigeria - Bosnien
So, 22. Juni 2014, 18h Porto Alegre Südkorea - Algerien
So, 22. Juni 2014, 21h Manaus USA - Portugal
So, 22. Juni 2014, 0h Rio de Janeiro Belgien - Russland
Mo, 23. Juni 2014, 18h Curitiba Spanien - Australien
Mo, 23. Juni 2014, 18h Sao Paulo Niederlande - Chile
Mo, 23. Juni 2014, 22h Brasilia Brasilien - Kamerun
Mo, 23. Juni 2014, 22h Recife Kroatien - Mexiko
Di, 24. Juni 2014, 18h Natal Uruguay - Italien
Di, 24. Juni 2014, 18h Belo Horizonte Costa Rica - England
Di, 24. Juni 2014, 22h Cuiaba Japan - Kolumbien
Di, 24. Juni 2014, 22h Fortaleza Griechenland - Elfenbeinküste
Mi, 25. Juni 2014, 18h Salvador Bosnien - Iran
Mi, 25. Juni 2014, 18h Porto Alegre Nigeria - Argentinien
Mi, 25. Juni 2014, 22h Manaus Honduras - Schweiz
Mi, 25. Juni 2014, 22h Rio de Janeiro Ecuador - Frankreich
Do, 26. Juni 2014, 18h Brasilia Portugal - Ghana
Do, 26. Juni 2014, 18h Recife Deutschland - USA
Do, 26. Juni 2014, 22h Curitiba Algerien - Russland
Do, 26. Juni 2014, 22h Sao Paulo Belgien - Südkorea

Achtelfinale

Sa, 28. Juni 2014, 18h Belo Horizonte Brasilien - Chile
Sa, 28. Juni 2014, 22h Rio de Janeiro Kolumbien - Uruguay
So, 29. Juni 2014, 18h Fortaleza Mexiko - Niederlande
So, 29. Juni 2014, 22h Recife Costa Rica - Griechenland
Mo, 30. Juni 2014, 18h Brasilia Frankreich - Nigeria
Mo, 30. Juni 2014, 22h Porto Alegre Deutschland - Algerien
Di, 1. Juli 2014, 18h Sao Paulo Argentinien - Schweiz
Di, 1. Juli 2014, 22h Salvador Belgien - USA

Viertelfinale

Fr, 4. Juli 2014, 18h Rio de Janeiro Sieger Brasilia - Sieger Porto Alegre
Fr, 4. Juli 2014, 22h Fortaleza Brasilien - Kolumbien
Sa, 5. Juli 2014, 18h Brasilia Sieger Sao Paulo - Sieger Salvador
Sa, 5. Juli 2014, 22h Salvador Niederlande - Sieger Recife

Halbfinale

Di, 8. Juli 2014, 22h Belo Horizonte Sieger Fortaleza - Sieger Rio de Janeiro
Mi, 9. Juli 2014, 22h Rio de Janeiro Sieger Salvador - Sieger Brasilia

Spiel um Platz 3

Sa, 12. Juli 2014, 22h Brasilia Verlierer HF1 - Verlierer HF2

Finale

So, 13. Juli 2014, 21h Rio de Janeiro Sieger HF1 - Sieger HF2
Kommentare geschlossen

Mr. Crack — the missing link

Der fehlende Link für die Evolution. Die Evolution von Fußbällen meint das. Und der „Mr. Crack“ ist diesmal kein Computerspielcharakter, sondern der Name des fehlenden Links. Viel Geschwurbel, kurzer Sinn:

Letzter und langjähriger Kenntnisstand war, alle WM-Bälle vor dem Telstar der WM 1970 in Mexiko hatten keinen eigenen Namen.

Jetzt sagt Wikipedia: Doch. (Und der Kicker auch):

WM-Ball 1950: „Super Duplo T

WM-Ball 1954: „Swiss World Cup Match-Ball“ (naja …)

WM-Ball 1958: „Top Star“ aus schwedischer Herstellung, in gelb.

WM-Ball 1962: „Mr. Crack“ aus chilenischer Herstellung, ebenfalls in gelbem Leder.

WM-Ball 1966: „Challenge 4-Star“ vom englischen Produzenten Slazenger.

Da ist man baff. Und froh, dass man nie beim „DSF-Superfan“ eingeladen war. Solch eine Blamage, verhinderte, zum Glück.

„Mr. Crack“ hat wirklich das Zeug dazu, Lieblings-Ball-Name von allen zu werden. Da kann der Tango mal schön abstinken, und der Teamgeist sowieso.

„Mr. Crack“ — und man hört den Mister beim Einschlag geradezu das Tornetz zerrreißen.

7 Kommentare

Alle U20-Weltmeister der Frauen

Jahr Weltmeister Vize-Weltmeister Ausrichter
2002 USA 1:0 n. G. G. Kanada Kanada
2004 Deutschland 2:0 China Thailand
2006 Nordkorea 5:0 China Russland
2008 USA 2:1 Nordkorea Chile
2010 Deutschland 2:0 Nigeria Deutschland
2012 USA 1:0 Deutschland Japan
2014 Deutschland 1:0 n. V. Nigeria Kanada
2016 - -:- - -
Kommentare geschlossen

Alle Spiele um Platz 3 bei einer WM

Als kleiner Appetizer für heute Abend: Es gab da durchaus, logisch ja auch bei zwei unterlegenen Halbfinalteilnehmern, immer mal wieder sehr gute Paarungen auf dem Papier, die dann auch hielten, was sie versprachen. Zwar schaut sich wahrscheinlich kein Mensch der Welt ein Spiel um Platz 3 von 1962 noch einmal im Re-live an (außer mir), aber heute Abend kann immerhin noch Historisches passieren. Ein 4:0 gilt es zu überbieten. Oder die 9 Tore insgesamt aus der Niederlage gegen Frankreich von 1958.

Noch nie gab es übrigens ein Elfmeterschießen im Spiel um Platz 3.

Swynestygä.

1930 kein Spiel um Platz 3
1934 Deutschland – Österreich 3:2
1938 Brasilien – Schweden 4:2
1950 kein Spiel um Platz 3
1954 Österreich – Uruguay 3:1
1958 Frankreich – Deutschland 6:3
1962 Chile – Jugoslawien 1:0
1966 Portugal – UdSSR 2:1
1970 Deutschland – Uruguay 1:0
1974 Polen – Brasilien 1:0
1978 Brasilien – Italien 2:1
1982 Polen – Frankreich 3:2
1986 Frankreich – Belgien 4:2 n. V.
1990 Italien – England 2:1
1994 Schweden – Bulgarien 4:0
1998 Kroatien – Niederlande 2:1
2002 Türkei – Südkorea 3:2
2006 Deutschland – Portugal 3:1
2010 Deutschland – Uruguay 3:2

Rekord-Dritter bei einer WM, ganz zufällig: Deutschland, wie diese Auflistung der Häufigkeiten von dritten Plätzen zeigt.

1. Deutschland 4
2. Frankreich 2
Brasilien 2
Polen 2
Schweden* 2
6. Chile 1
Österreich 1
Portugal 1
Italien 1
Kroatien 1
Türkei 1

(* Schweden erreichte auch 1950 den dritten Platz, als es kein Spiel um den dritten Platz, sondern eine Finalrunde mit 4 Teams gab.)

Noch dazu Deutschland heute mit der Chance, den Vorsprung auszubauen. Ein Rekord, auf den man wahrlich gerne verzichten würde. Wahlweise eintauschen gegen eine handgefertigte rostbraune Stehlampe aus Ostfriesland.

8 Kommentare

Belgien heißt diesmal Chile

Während man zu Zeiten normaler Fußballaktivitäten dafür geschlachtet wird, ein Zweitteam zu haben, ist das bei einer WM durchaus erlaubt. Das Erstteam ist in aller Regel jenes, in welchem man geboren wurde respektive dessen Pass man in seiner Schreibtischschublade verborgen hält.

Das Zweitteam hingegen darf irgendein anderes sein, und da sind für diesen Fall allen alle Optionen offen, ohne dass man sich mit billigen („Pizza xy“ oder „Möbelhaus sowieso“) Witzchen auseinandersetzen muss.

An dieser Stelle war es lange Zeit Belgien, was aber nur so lange galt, wie sich Belgien überhaupt für WM qualifizierte. Was es lange Zeit noch tat, selbst als die besten Zeiten schon vorüber waren.

2006 allerdings war Belgien schon nicht mehr dabei, 2010 war die Qualifikation eher peinlich zu nennen. Es muss(te) also ein Ersatz für Belgien her, denn so ganz ohne Zweitteam macht eine WM eigentlich keinen Spaß. Und da Irland unter merkwürdigen Umständen (Wie leicht wäre es gewesen, diese Sache, die der Schiedsrichter nicht gesehen hatte, nachträglich zu ahnden?) nicht teilnahm und absehbar war, dass Dänemark nicht zu alter Spielfreude finden würde, muss(te) ein Ersatzbelgien her.

Da fiel die Wahl nicht schwer: Chile sollte es sein. Denn Chile spielt nicht nur fast gänzlich ohne europäisch lokalisierte (und damit im sozialromantischen Hirn verdorbene) Profis, sondern vor allem wuselig, mit Ehrgeiz, Elan und Eifer, wie man es sich eigentlich von jedem Teilnehmer einer WM in jeder Partie wünschen würde. Dass es bei Chile vorne nicht immer so klappt, wie es sein soll: geschenkt. Selten hat man ein Team so intensiv es versuchen gesehen.

Chile ist das neue Belgien. Und sei es auch am Dienstag schon vorbei. Ein Ersatzbelgien braucht jeder, sonst macht es keinen Spaß.

* Der ursprüngliche Titel des Beitrags lautete „Mein Belgien heißt Chile“, da das aber offensichtlich, wenn auch unbewusst, von der Parole „Meine Ehre heißt Treue“ inspiriert war, habe ich den Titel geändert. Die Tatsache, dass mir so etwas gewahr wird, sollte mir nicht als oder zum Strick gedreht werden.

7 Kommentare

Alle Gewinner der Copa America

Bis 1967 hieß das Turnier Campeonato Sudamericano, seit 1975 Copa America.

Jahr Gastgeber Erster Zweiter Dritter Vierter
1916 Argentinien Uruguay Argentinien Brasilien Chile
1917 Uruguay Uruguay Argentinien Brasilien Chile
1919 Brasilien Brasilien Uruguay Argentinien Chile
1920 Chile Uruguay Argentinien Brasilien Chile
1921 Argentinien Argentinien Brasilien Uruguay Paraguay
1922 Brasilien Brasilien Paraguay Uruguay Argentinien
1923 Uruguay Uruguay Argentinien Paraguay Brasilien
1924 Uruguay Uruguay Argentinien Paraguay Chile
1925 Argentinien Argentinien Brasilien Paraguay -
1926 Chile Uruguay Argentinien Chile Paraguay
1927 Peru Argentinien Uruguay Peru Bolivien
1929 Argentinien Argentinien Paraguay Uruguay Peru
1935 Peru Uruguay Argentinien Peru Chile
1937 Argentinien Argentinien Brasilien Uruguay Paraguay
1939 Peru Peru Uruguay Paraguay Chile
1941 Chile Argentinien Uruguay Chile Peru
1942 Uruguay Uruguay Argentinien Brasilien Paraguay
1945 Chile Argentinien Brasilien Chile Uruguay
1946 Argentinien Argentinien Brasilien Paraguay Uruguay
1947 Ecuador Argentinien Paraguay Uruguay Chile
1949 Brasilien Brasilien Paraguay Peru Bolivien
1953 Peru Paraguay Brasilien Uruguay Chile
1955 Chile Argentinien Chile Peru Uruguay
1956 Uruguay Uruguay Argentinien Chile Brasilien
1957 Peru Argentinien Brasilien Peru Uruguay
1959a Argentinien Argentinien Brasilien Paraguay Peru
1959b Ecuador Uruguay Argentinien Brasilien Ecuador
1963 Bolivien Bolivien Paraguay Argentinien Brasilien
1967 Uruguay Uruguay Argentinien Chile Paraguay
1975 - Peru Kolumbien Uruguay Brasilien*
1979 - Paraguay Chile Brasilien Peru*
1983 - Uruguay Brasilien Paraguay Peru*
1987 Argentinien Uruguay Chile Kolumbien Argentinien
1989 Brasilien Brasilien Uruguay Argentinien Paraguay
1991 Chile Brasilien Argentinien Chile Kolumbien
1993 Ecuador Argentinien Mexiko Kolumbien Ecuador
1995 Uruguay Uruguay Brasilien Kolumbien USA
1997 Bolivien Brasilien Bolivien Mexiko Peru
1999 Paraguay Brasilien Uruguay Mexiko Chile
2001 Kolumbien Kolumbien Mexiko Honduras Uruguay
2004 Peru Brasilien Argentinien Uruguay Kolumbien
2007 Venezuela Brasilien Argentinien Mexiko Uruguay
2011 Argentinien Uruguay Paraguay Peru Venezuela
2015 Chile** Chile Argentinien Peru Paraguay
2016 USA Chile Argentinien Kolumbien USA
2019 Brasilien - - - -
Jahr Gastgeber Erster Zweiter Dritter Vierter

* Kein Spiel um Platz 3, beide Teams teilen sich den 3. Platz.
** Zunächst sollte Brasilien die Copa America 2015 austragen, gab dieses Recht aber an Chile ab, da es sich mit dem Confed-Cup 2013, der WM 2014 und den Olympischen Spielen 2016 ausreichend ausgelastet sah.

Land Zahl der Siege
Uruguay 15
Argentinien 14
Brasilien 8
Paraguay 2
Chile 2
Peru 2
Bolivien 1
Kolumbien 1
Kommentare geschlossen