Schlagwort: Deutschland
Ich erwarte von all jenen, die sich ständig derart äußern, dass das Spiel um den 3. Platz überflüssig sei und abgeschafft werden solle, weil es irrelevant sei, ob man Dritter oder Vierter werde und die Spieler ohnehin nicht mehr motiviert seien, so viel Konsequenz, dieses Spiel dann heute Abend auch nicht anzuschauen. Selbst wenn der Bier- oder Garten so verlockend wie in den vier Wochen zuvor rumsteht und seine leckere Geruchs- und Geschmacksmischung aus dem Spitznamen Ribbeckscher Nationalspieler und einem der Premiumpartner der Nationalelf verströmt, selbst wenn alle anderen wieder vor der Glotze oder Leinwand hocken, selbst wenn es drinnen einfach zu heiß ist zum Laufen und der Pass sitzen muss: Konsequenz, meine Herren Spiel-um-den-dritten-Platz-Madigmacher.
Wer das Spiel überflüssig findet, schaltet gefälligst auch nicht ein.
Ich werde das kontrollieren!
14 KommentareAls kleiner Appetizer für heute Abend: Es gab da durchaus, logisch ja auch bei zwei unterlegenen Halbfinalteilnehmern, immer mal wieder sehr gute Paarungen auf dem Papier, die dann auch hielten, was sie versprachen. Zwar schaut sich wahrscheinlich kein Mensch der Welt ein Spiel um Platz 3 von 1962 noch einmal im Re-live an (außer mir), aber heute Abend kann immerhin noch Historisches passieren. Ein 4:0 gilt es zu überbieten. Oder die 9 Tore insgesamt aus der Niederlage gegen Frankreich von 1958.
Noch nie gab es übrigens ein Elfmeterschießen im Spiel um Platz 3.
Swynestygä.
| 1930 | kein Spiel um Platz 3 | |
| 1934 | Deutschland – Österreich | 3:2 |
| 1938 | Brasilien – Schweden | 4:2 |
| 1950 | kein Spiel um Platz 3 | |
| 1954 | Österreich – Uruguay | 3:1 |
| 1958 | Frankreich – Deutschland | 6:3 |
| 1962 | Chile – Jugoslawien | 1:0 |
| 1966 | Portugal – UdSSR | 2:1 |
| 1970 | Deutschland – Uruguay | 1:0 |
| 1974 | Polen – Brasilien | 1:0 |
| 1978 | Brasilien – Italien | 2:1 |
| 1982 | Polen – Frankreich | 3:2 |
| 1986 | Frankreich – Belgien | 4:2 n. V. |
| 1990 | Italien – England | 2:1 |
| 1994 | Schweden – Bulgarien | 4:0 |
| 1998 | Kroatien – Niederlande | 2:1 |
| 2002 | Türkei – Südkorea | 3:2 |
| 2006 | Deutschland – Portugal | 3:1 |
| 2010 | Deutschland – Uruguay | 3:2 |
Rekord-Dritter bei einer WM, ganz zufällig: Deutschland, wie diese Auflistung der Häufigkeiten von dritten Plätzen zeigt.
| 1. | Deutschland | 4 |
| 2. | Frankreich | 2 |
| Brasilien | 2 | |
| Polen | 2 | |
| Schweden* | 2 | |
| 6. | Chile | 1 |
| Österreich | 1 | |
| Portugal | 1 | |
| Italien | 1 | |
| Kroatien | 1 | |
| Türkei | 1 |
(* Schweden erreichte auch 1950 den dritten Platz, als es kein Spiel um den dritten Platz, sondern eine Finalrunde mit 4 Teams gab.)
Noch dazu Deutschland heute mit der Chance, den Vorsprung auszubauen. Ein Rekord, auf den man wahrlich gerne verzichten würde. Wahlweise eintauschen gegen eine handgefertigte rostbraune Stehlampe aus Ostfriesland.
8 KommentareFür alle, die sich gewundert haben, warum hier während der WM so wenig los war: Ich war natürlich in Südafrika während der gesamten Zeit und habe alle möglichen Facetten des Turniers aus nächster Nähe verfolgt, weshalb kaum Zeit zum Schreiben blieb. Insbesondere die deutsche Mannschaft und ihren Aufstieg habe ich begleitet und heutigen Fall. Zufällig war ich dann sogar heute im deutschen Fernsehen zu sehen. Das sehr kleine Mädchen im Deutschlandtrikot, welches in der Nachbesprechung der Partie in der ARD für längere Zeit groß im Bild war, das hemmungslos weinte, so untröstlich, dass es selbst Günter Netzer aufrichtig entfuhr: „Ach Gott, das tut mir jetzt aber leid.“
Das war ich.
11 KommentareAbschneiden, abschneiden. Man denkt unwillkürlich an Heinz Gründel und bekommt Hunger. Hier geht es aber darum, was der Titelverteidiger der vorhergegangenen Weltmeisterschaft jeweils erreicht hat bei der nächsten WM. Man darf mit Fug und Recht sagen: eigentlich hat bislang nur Brasilien seinen Titel verteidigt. Das, was Italien da zwei Mal zum Titel geführt hat (in einer Zeit, als die Zeiten anders waren), kann man wohl kaum als regulären Wettbewerb bezeichnen.
Nun gut, wir sind (außer Brustring und direkter-freistoss) keine Schiedsrichter, deshalb hier also die Liste, wie die jeweiligen Titelverteidiger beim folgenden Turnier abgeschlossen haben:
| 1930 | Weltmeister | Uruguay |
| 1934 | nicht teilgenommen | |
| 1934 | Weltmeister | Italien |
| 1938 | Weltmeister | |
| 1938 | Weltmeister | Italien |
| 1950 | Vorrunde | |
| 1950 | Weltmeister | Uruguay |
| 1954 | 4. Platz | |
| 1954 | Weltmeister | Deutschland |
| 1958 | 4. Platz | |
| 1958 | Weltmeister | Brasilien |
| 1962 | Weltmeister | |
| 1962 | Weltmeister | Brasilien |
| 1966 | Vorrunde | |
| 1966 | Weltmeister | England |
| 1970 | Viertelfinale | |
| 1970 | Weltmeister | Brasilien |
| 1974 | 4. Platz | |
| 1974 | Weltmeister | Deutschland |
| 1978 | 2. Finalrunde | |
| 1978 | Weltmeister | Argentinien |
| 1982 | 2. Finalrunde | |
| 1982 | Weltmeister | Italien |
| 1986 | Achtelfinale | |
| 1986 | Weltmeister | Argentinien |
| 1990 | Vize-Weltmeister | |
| 1990 | Weltmeister | Deutschland |
| 1994 | Viertelfinale | |
| 1994 | Weltmeister | Brasilien |
| 1998 | Vize-Weltmeister | |
| 1998 | Weltmeister | Frankreich |
| 2002 | Vorrunde | |
| 2002 | Weltmeister | Brasilien |
| 2006 | Viertelfinale | |
| 2006 | Weltmeister | Italien |
| 2010 | Vorrunde |
22.03h Kahn driftet wie immer in die Esoterik und in das ständige Duzen, wenn er mit sich selbst redet. Deshalb schließen wir hier dieses Live-Blog ab.
Vielen Dank, gute Nacht.
Du musst.
21.57h Kahn vergleicht Neuer mit van der Sar. Lobt. Lobt, lobt. Lobt.
21.52h Khedira im Interview. Jansen im Interview. Die Mannschaft. Blabla. Manuel Neuer. Blabla. Okay, Neuer nicht ganz so blabla: Wollen das Spiel breit machen. Neuer hat im Büro erfahren, dass er Nr. 1 ist. War schon ein bisschen unsicher, weil ja noch 2 gute Torhüter dabei sind, hat sich dann aber gefreut. Äh, ja.
21.51 Jetzt nicht mehr! Fazit.
21.49h Spiel läuft immer noch!
21.45h Fazit: Die Ungarn sind keine Australier, das hat man genau gesehen. Achso, zu früh für ein Fazit, ist noch gar nicht abgepfiffen. Réthy lobt Neuer, aber keiner weiß, warum. Nie gefordert. Die Ausstrahlung soll’s gewesen sein. Keine Zweifel, dass Wiese das Selbe ausgestrahlt hätte. Butt hingegen eher nicht.
21.42h Boateng schließt aus 21.42m ab. Ungefähr. Eher das Doppelte. Sah gut aus, aber auch hilflos.
21.39h Die animierte Bandenwerbung zeigt etwas über Hotelportale. Marko Marin belebt das Spiel. Was allerdings auch nicht so schwer ist.
21.35h Schöner Konter der deutschen nach einer Klärungsaktion. Der letzte Pass passt dann nicht. Tja. Nun Freistoß für diese Jungs mit den drei Sternen.
21.30h 0:3 Helmut. Réthy quittiert es mit einem ungarischen „Yes!“.
21.26h 0:2 Mario Gomez stochert den Ball nach grottenschlechter Ballmitnahme noch glücklich ins ungarische Tor. Man darf aber nicht immer mäkeln. Tor ist Tor.
21.22h Für Baade kommt Réthy. Baade begeht den alten Fehler, schlechte Leistungen in Testspielen persönlich übel zu nehmen. Also nicht den Spielern persönlich, aber seiner näheren Umwelt. Weshalb Réthy jetzt in der Baadeschen Küche erst einmal mit ein paar lustigen Karteikarten hantiert, um die Szenerie zu beruhigen. Baade zetert weiter auf dem Klo der Nachbarn, dass man so die Vorrunde nicht überstehen werde. Réthy lacht sich kaputt und bringt neue Karteikarten. Et hatt noch immer jot jejange.
21.19h Das große Durchwechseln geht los. Für Ziege kommt Linke. Für Rink kommt Babbel. Für Deisler kommt Rehmer. Bei Ungarn kommen auch ein paar neue Spieler.
21.17h Ungarn ist zum Glück nicht Tabellenführer, weshalb keine neue Käse- und Scheißdreck-Rede droht. Das Spiel sieht aber so aus, als wäre es ein neuer Tiefpunkt.
21.14h Béla Réthy gibt sich mal wieder der Ur-Kommentatorensünde hin und spielt den Oberschiedsrichter. Freistoß für Ungarn nach Foul von Boateng. Soll laut Réthy kein Foul gewesen sein. Erstaunlich, wieso der Schiedsrichter himself dann doch auf Foul entschied. Dieser welcher verpufft allerdings mit einigermaßen wenig Wirkung.
21.12h Das Stadion in Ungarn ist übrigens ein Stadion. Weshalb man den Ball auch immer noch auf die Aschenbahn, naja, Tartanbahn schlagen kann, was die Ungarn gerade erfolgreich bewältigten.
21.09h Boateng gerade reichlich unsouverän in einem Defensivzweikampf. Die anschließende Ecke der Ungarn erinnert schwer an die deutsche Ausbeute bei Eckbällen: nada.
21.05h Wenn man Neuers Torwarttrikot so sieht (grün), könnte man fast ein wenig nostalgisch werden, 1986, 1990 und so weiter.
21.03h Helmut is in the house.
20.46h Der Schiedsrichter pfeift, obwohl es keinen Regelverstoß gab.
20.42h Die Vokabel „zerfahren“ ist überstrapaziert.
20.37h Jogi Löw hat erst 7 Mal verloren. Einmal war das EM-Finale. Dann noch gegen Dänemark in Duisburg, gegen Norwegen in Düsseldorf und gegen England in Berlin. Welche sind die restlichen 3 Niederlagen? Sollte man hier eigentlich wissen, weiß man aber gerade nicht.
20.34h Das Spiel verströmt zunehmenden Vereinigte-Arabische-Emirate-Duft. Die ungarischen Zuschauer rufen jetzt allerdings etwas, sogar die anwesenden Frauen, was wiederum den VAE-Duft ein wenig vertreibt.
20.28h Halbe Gelegenheit, weil Khedira in die Nähe des Strafraums gelang. Aber in den Rücken von Klose gespielt. Danach Torschuss von Kroos, abgewehrt von Kiraly, Eckball. Wie man weiß, kann die deutsche Mannschaft, egal, in welcher Besetzung, mit Ecken nichts anfangen. So auch diesmal.
20.25h Harald Schumacher hatte vor der EM 1980 gerade mal 3 Länderspiele. Kärtchen Nr. X segelt seiner Aufgabe, heute Abend von den Putzfrauen aufgeräumt zu werden, entgegen. Mertesacker wird irgendwie ausgespielt, Manuel Neuer klärt weit vor der eigenen Linie. Erfolgreich.
20.22h Réthy nennt Marcell Jansen einen „Mann“. Sein Assistent rauft sich die Haare. … Boateng!
20.19h Gelegenheit für die im Stadion anwesenden Ungarn, ihre Ostblock-Tröten zu betätigen: Ungarn schießt aufs, naja, übers deutsche Tor. Immerhin. Immerhin. Angeblich stirbt ja dieses Dingsbums zuletzt. Seit 1986 nicht für eine WM qualifiziert.
20.17h Mesut Özil, Deutschland, Deutschland usw, hat wieder eine Torchance, und kann sie wieder nicht nutzen. Der Käfig, in dem er in Gelsenkirchen Fußball spielen lernte, atmet gerade laut hörbar aus.
20.15h Die Partie verflacht. Nicht. Réthy hat dennoch Zeit für seine dritte Karteikarte. Chancenverhältnis 6:0 für Deutschland, Deutschland usw. Angeblich. Hier sind erst 1:0 Tore notiert.
20.12h Réthy wirft gerade das zweite Kabinettkärtchen auf den Boden, nachdem er erwähnt, dass Arne Friedrich heute seinen 31. Geburtstag … hat.
20.10h Khedira versucht den Ballack, dringt in den Strafraum ein. Verliert allerdings den Ball. Im Hintergrund singen deutsche Fans „Deutschland“ usw. pp. Doppelter Doppelpass dann, leider auch doppelt gescheitert.
20.07h Immer noch 0:1.
20.05h 0:1 Die Wettmafia schlägt zu. Elfmeter für Deutschland und Tor durch Podolski, der sich aber nicht recht freuen mag, weil die Stiefschwester seiner Großtante ungarische Vorfahren gehabt haben soll.
20.04h Per Mertesacker. Boateng. Es wird der jüngste WM-Kader aller Zeiten. Was Réthy nicht erwähnt: Deutschlands. Gewinner der Vorbereitung sei Lukas Podolski. Wohl weil Ballack nicht dabei ist.
20.00h O‘zapft is. Réthy erwähnt, dass Friedrich gerade abgestiegen ist.
20.00h Béla Réthy zeigt sich auf der Höhe der Zeit und spricht von „verschiedenen Rassen“, die sich gut verstehen sollen. Er meint allerdings weder Hunde noch Pferde, sondern Menschen. Man schaut auf den Kalender, doch, es ist tatsächlich 2010.
19.58 Die Hymnen sind gespielt. Anders als 1954 hat niemand die erste Strophe des Deutschlandlieds gesungen. Falls doch, hat das ZDF es gut weggeschminkt. Rhéty erzählt irgendwas von Völlers Zeiten als Bundestrainer. Miroskloff Klose ist Kapitän. Sein Pendant heißt.
19.56h Die Redaktion korrigiert sich nicht und bleibt bei Fußballfeld statt Fußballfest.
19.53h Die Aufstellung: Kahn – Friedrich, Ramelow, Nowotny, Wörns – Baumann, Hamann, Ziege, Schneider – Kuranyi, Bobic. Das Feld für ein Fußballfeld ist also bestellt.
19.51h Das Wort geht an Béla Réthy. Seit 24 Jahren ist Ungarn nicht mehr bei einer WM qualifiziert gewesen. Erster Spickzettel liegt jetzt schon auf dem Boden. Das Stadion ist maximal halb voll. Sagt er.
19.50h Olli, was ist das Ziel für heute? Hauptsache, alle bleiben gesund? Nein, sagt Oliver Kahn, zwei Spieler muss Jogi Löw noch streichen, deshalb werden alle Gas geben. Man versucht sich gegen diese Situation zu wehren. Kahn hält 23 Spieler zu nominieren für die eigentlich bessere Idee.
19.48h Rechtschreibfehler in Kommentaren werden kommentarlos korrigiert. Nach bestem Wissen und Ge-.
19.44h Béla begann seine Medien-Karriere übrigens in der Sparte „Motorsport“. Nutzloses Wissen-Item Nr. 31245.
19.33h Der Himmel über Duisburg zieht sich weiter zu. Wie ist das Wetter in Budapest, Béla?
Er antwortet noch nicht, dabei stammt er doch aus Ungarn. Merkwürdig.
19.32h Der Himmel über Duisburg zieht sich zu. Ich hoffe, das ist kein Omen für die WM.
Viele haben mich vermisst. Ich mich auch. Konnte mich aber nicht finden, für eine gewisse Weile, weil die Tastatur immer alles überschwemmt, mit unvorhergesehenen Schmerzen im Ellenbogen, mit Keksen, die in der Sonne schmilzen, oder auch mit der Sinnlosigkeit von Live-Blogs, wenn doch alle auf ihren Zattoo-gestärken Laptops selbst sehen, was passiert.
Deshalb ein Live-Blog.
Wir steigen heute also auch hier auf der Seite endlich ein (Kicker- und Sport-FOTO-Sonderheft sind schon gekauft und einsortiert worden, innerlich) in die WM-Vorbereitung. Und was wäre dazu besser geeignet als ein Live-Blog vom ersten Testspiel mit der vollen zur Verfügung stehenden Besatzung von kurz vor Madagaskar, Pest an Bord, Wasser fault in den Bottichen und so weiter?
Bis gleich also, wenn es hier heißt: Live aus Ungarn, Budapest, wenn die Mannschaft von Ex-Lothar-Matthäus gegen die Mannschaft vom Pappaufsteller in diversen Drogeriehäusern antritt. Helmut Rahn ist übrigens tot, vielleicht nehmen wir in Gedenken trotzdem noch n Pils und noch n Korn. Und vergesst mir nicht den schlimmen Torwartfehler von dem vermeintlichen Fußballgott Toni Turek, der zum Gegentor führte.
Vielleicht aber auch nicht. Testspiele finden normalerweise immer in Freiburg gegen Malta, Luxemburg oder der dritte fällt mir gerade nicht ein statt, es gibt aber einen traditionellen Dritten gerne genommenen Sparringspartner der deutschen Nationalmannschaft. Falls jemand behender im Gehirn ist als ich: bitte, sehr gerne in den Kommentaren. Ungarn jedenfalls zählt nicht dazu, gleichzeitig aber auch schon seit Jahren nicht mehr zur ersten Güteklasse des Kontinents. Man weiß nicht so genau, wie man auf Ungarn als Testgegner kam, wahrscheinlich war einfach kein anderer mehr frei, weil Oliver Bierhoff wieder zu viel Zeit mit Uhren-Zusammenbauen verbracht hat, statt sich um adäquate Testspielgegner zu kümmern. Wie dem auch sei: Bis gleich. Ich freu mich aufs Testspiel, auf die WM und nicht auf Oliver Kahn.
17 KommentareDie WM in Südafrika rückt tatsächlich immer näher nur noch 12 (c‘mon Klugscheißers, lasst es sein) Tage! da ist es mal wieder Zeit für ein bisschen Nationalmannschafts-Content.
Immerhin 46 45*** Länder haben es mehr oder wenig häufig versucht, gegen die Auswahl des DFB** zu gewinnen, es dabei aber nie bewerkstelligen können.
Albanien 13-1-0
Armenien 2-0-0
Aserbaidschan 2-0-0
Australien 2-0-0
Böhmen 0-1-0
Bolivien 1-0-0
Bosnien 0-1-0
China 1-1-0
Costa Rica 1-0-0
Ecuador 1-0-0
Estland 3-0-0
Färöer 2-0-0
Georgien 3-0-0
Ghana 1-0-0
Griechenland 5-3-0
Iran 2-0-0
Island 3-1-0
Israel 3-0-0
Japan 1-1-0
Kamerun 2-0-0
Kanada 2-0-0
Kolumbien 2-2-0
Kuwait 1-0-0
Lettland 2-1-0
Liechtenstein 4-0-0
Litauen 1-1-0
Malta 7-1-0
Marokko 4-0-0
Moldawien 4-0-0
Neuseeland 1-0-0
Nigeria 1-0-0
Oman 1-0-0
Paraguay 1-0-0
Peru 1-0-0
Polen 12-4-0
Saarland 2-0-0
San Marino 2-0-0
Saudi-Arabien 2-0-0
Slowenien 1-0-0
Südafrika 2-1-0
Thailand 1-0-0
Tunesien 1-2-0
Ukraine 2-2-0
VA Emirate 3-0-0
Weißrussland 0-1-0
Zypern 5-1-0
45, das hört sich eigentlich mehr als ordentlich an, ist aber angesichts der geringen Zahl an Ländern, gegen die überhaupt mehr als eine Handvoll Länderspiele stattfanden, eher Augenwischerei. Denn natürlich ist gegen all jene, gegen die schon mal angetreten wurde und die sich nicht in dieser Liste finden, bereits einmal verloren worden. Da hier aber nur Albanien, Griechenland, Polen, Malta und Zypern diese Handvoll an Begegnungen überschreiten, ist es angesichts der Vielzahl der Länder, die bereits gegen den DFB gewannen, eher niederschmetternd. Zumindest wenn man es zum Beispiel mit der Bilanz Englands in dieser Frage vergleicht. Na gut. Eher so mittelprächtig.
(*Da es sich hier um eine fußballbezogene Webseite handelt, sind jegliche billigen Witze zu irgendwelchen Randsportarten genauso verboten wie noch billigere bezüglich irgendwelcher Kriege.)
(**Womit auch klar ist, dass diese Liste die Ergebnisse der DDR nicht berücksichtigt.)
(*** Siehe Diskussion in den Kommentaren.)
16 KommentareEs ist jetzt vielleicht etwas problematisch, mit diesem Bild auszudrücken, was eigentlich ausgedrückt werden soll. Denn das Internet ist ja öhm… internetionell, sozusagen. Wenn also jetzt jemand aus Oberbayern, aus der Schweiz oder auch aus Schwaben diesen Beitrag aufruft, wird er sich denken: Was will uns der Autor mit diesem Bild sagen? Ein ganz gewöhnliches Bild von einem Dorf in einer ganz normalen Landschaft.
[photopress:gemeinde_korb_cacau.jpg,full,centered]
Wenn aber jemand aus Duisburg, Dortmund, Bochum, Köln, Hagen oder Iserlohn diesen Beitrag aufruft, wird er* sofort verstehen, was damit gemeint ist. Das ist die Kulisse, die einer dieser Reig’schmeckten, der deutsche Nationalspieler „Helmut“ Cacau, angeblich jeden Tag beim Aufstehen und vor-die-Tür-Treten, wie man es in jedem guten Werbespot erstmal nach dem Aufstehen macht, sich im eigenen Haustürrahmen zu recken, erblickt. Kein Wunder, dass er Deutschland irgendwie besser findet als Brasilien, welches ja nur in unseren Träumen so [Link leider tot], äh Entschuldigung: so [Link leider tot] aussieht, in Wahrheit aber oft so [Link leider tot]. Und weil bei Cacau das Wunder vom Aufstieg von (fast) ganz unten nach relativ weit oben tatsächlich zutrifft, darf man ihm auch abnehmen, dass er das Leben in Korb im Remstal (so heißt dat Kaff) zu schätzen weiß. Was jedem Leser aus Duisburg, Dortmund etc. pp. sofort klar wird beim Blick auf das Bild.
Dem Leser aus der Schweiz, Villingen-Schwenningen oder Füssen aber eben vielleicht nicht, weshalb diese Erklärung jetzt Not tat, nun, da sie geleistet ist, aber eben nicht mehr.
* sofern er oder sie nicht Berge an und für sich und Provinzmief ausstrahlende Dörfer hasst, in denen die Madln noch in Dirndln rumlaufen, Reig’schmeckte geschnitten werden und die Bubn nach der Messdienerschaft direkt zum Landwirtsdasein gezwungen werden
11 KommentareWie seriöse Quellen berichten, wird Lukas Podolski in Kürze der deutschen Curling-Nationalmannschaft zustoßen. Als die aktuellen Curling-Nationalspieler Podolskis Gebahren nach den kleinen, feinen, ironischen Spitzen eines Journalisten (Christian Ortlepp, um genau zu sein) im Zuge der 0:1-Niederlage gegen Argentinien in der Mixed-Zone des Bauches der Allianz-Arena miterlebten, fassten sie den Entschluss, dass ein solcher Mann dem Curling-Team noch gefehlt hat. Und „griffen sofort zum Hörer“, wie man damals bei Derrick noch so schön sagte.
Sowohl was Jugend als auch Enthusiasmus als auch Vertriebswirkung der Randsportart Curling angeht, sei Podolski ein einmaliges Talent, dessen Bekanntheit man nutzen wolle.
„Komm! Komm! Komm raus!“, hatte Podolski den Journalisten angeblafft, was inhatlich und auch von der vorgetragenenen Vehemenz her den Anforderungen an die Spieler im Curling-Sport sehr nahe kommt.
Der Stein muss rauskommen, und das möglichst schnell.
Mit dem Besen werde er noch lernen umzugehen, wird Podolski zitiert. „Und in Kanada war isch auch noch nie.“
„Isch kann nur meine Leistung bringen. Der Rest“, ließ Podolski verlautbaren, „der Rest muss der Curling-Team entscheiden.“*
Und hier sehen wir, wie Lukas in Kürze trainieren wird.
* Nur für den Fall dass jemand das Originalzitat nicht kennen sollte: „Der Rest muss der Rudi machen“, stammt von vor der EM 2004. Podolski könne nur Leistung bringen, sagte er. Der Rest, ja, den müsse eben der Rudi machen.
4 KommentareBitte nicht wundern, warum hier der Dortmunder Dede auf eine Frage zu des Schalker Trainers Felix Magaths Trainingsweisen antwortet. Es stammt aus einem gemeinsamen Gespräch mit Rafinha, die beide zusammen als „Brasilianer in Deutschland“ interviewt wurden. Und man kann das von Dede Gesagte wahrscheinlich noch 100x ins Netz rausschicken, beim nächsten Interview zu diesem Thema wird wieder die gleiche Frage gestellt werden.
Welt am Sonntag: Magath setzt auf hartes Training und absolute Fitness. Kommen Sie mit seiner Art zurecht?
Dede: Es ist doch ein Vorurteil, dass Brasilianer nicht hart arbeiten könnten. Ich beispielsweise habe schon als Kind gearbeitet, um meine Familie zu ernähren. Ich habe in Supermärkten den Leuten die Einkaufstaschen zum Auto getragen und teilweise sogar in mehreren Jugendmannschaften gleichzeitig gespielt, um etwas Geld zu verdienen.
Als kleiner Nachtrag zu des Afrikaners an und für sich Anthony Yeboahs Aussage, er könne doch kein Lagerfeuer im Wohnzimmer machen, nur weil das die Journalisten so erwarteten.
5 KommentareDie Nationalmannschaft ist ja so eine Einrichtung, die immer ihre Fans hat, auch wenn das zuletzt etwas schwächelte. Aber egal, ob „Deutschland“ nun in Mexiko, auf Färöer, in Shanghai oder in Duisburg spielt: Ein paar schwarz-rot-goldene Fahnenschwenker sind immer dabei. Ganz besonders sogar, wenn es um etwas geht, sprich: Ein Turnier ansteht. Eine WM oder EM ohne mehr als genug deutsche Fans gab es wahrscheinlich zuletzt 1962 in Chile.
Und deshalb hatte man sich hier auch keine Gedanken gemacht, ob das kümmerliche Kontingent von 21.000 Karten für alle drei deutschen Vorrundenspielen bei der WM in Südafrika unter die Leute kommen würde oder nicht. Die Frage war eher, wie viele weitere Karten neben diesen zugeteilten Kontingents deutsche Zuschauer noch erwerben würden und ob die Vorrundenspiele gegen nicht ganz so finanzstarke Nationen wie Ghana oder Serbien zu quasi-Heimspielen würden.
Und dann das!
Von den 21.000 zur Verfügung stehenden Tickets sind gerade mal 1.000 verkauft. Die übrigen 20.000 sind noch zu haben, offensichtlich hat aber niemand Interesse daran.
Und hier kommt jetzt Trainer Baade ins Spiel. In einer atemberaubenden Aktion in der Nacht und bei diesigen Sichtverhältnissen hat er sich diese 20.000 verbliebenen, nicht-bestellten Karten gesichert und verlost sie jetzt unter seinen Lesern unter der Auflage, dass man es dann auch tatsächlich nicht nutzt und stattdessen während der WM lieber in Deutschland in den Biergarten oder zum Public Viewing geht und Südafrika Südafrika und Sicherheit Sicherheit sein lässt (sich dann aber möglicherweise von einem Besoffenen im Biergarten einen auf die Mappe hauen lässt). Kein Besuch in Südafrika, kein Flug, kein Hotel, kein Fuball vor Ort.
Bild: Eines von 20.000 Nicht-WM-Tickets.
Also, wohlan, liebe Leser: Wer möchte eines von 20.000 Nicht-Tickets für die deutschen Spiele bei der WM in Südafrika gewinnen und dann natürlich nicht benutzen?
Teilnahmevoraussetzungen sind: Kein Interesse, nach Südafrika zu reisen. Kein Interesse, die Nicht-Tickets auf dem nicht vorhandenen Schwarzmarkt weiterzuverkaufen. Kein Interesse daran, wie viel diese Nicht-Tickets ursprünglich gekostet hätten. Kein Protzen damit, dass man anders als die 1.000 schon bezahlt habenden Zuschauer das Ticket umsonst bekommen hat. Und vor allem: Die Nicht-Tickets niemals in Empfang nehmen und so für schlafvorbereitend leere Stadien bei der WM in Südafrika sorgen.
Die 20.000 Gewinner werden aus den Kommentaren ermittelt, wo bitte folgende Frage zu beantworten ist:
„Warum fahre ich nicht zur WM nach Südafrika, obwohl ich doch Nicht-Tickets gewinnen könnte?“
19 KommentareDeutschland verliert das Spiel um Platz 3 gegen Brasilien.
Hat jedenfalls gerade das Ausfüllen eines superschlauen Alles-Im-Vorhinein-Berechners ergeben. Außerdem kommt es zu beinahe keinen Favoritenstürzen, was diese WM noch einmal langweiliger als alle bisherigen werden lässt. Es gibt ja viele Stimmen, die sich genau das einmal wünschen: Dass eben nicht Spanien, Italien oder Brasilien zufällig schon irgendwo auf dem Vorrundenweg ausscheiden und sich endlich einmal wirklich die Besten der Besten mit den Besten der Besten (Sir!) messen. Ich gehöre nicht dazu. Es könnte aber diesmal wirklich dazu kommen. Allein Dänemark macht noch ein klein bisschen Hoffnung, und das häufig unterschätzte Paraguay. Die Schweiz hingegen nicht. Ansonsten: siehe erste Zeile des Beitrags.
10 Kommentare