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Schlagwort: FC Bayern München

Zahl der Woche – Folge XIV

Die Zahl der Woche lautet €24.000.000.

So viele Euro bezahlt der FC Barcelona für Thierry Henry. Nun weiß man weder, wie viel Handgeld der erfolgreiche Stürmer von Arsenal bekommt, noch, wie viel Gehalt er jährlich, monatlich, brutto, netto oder auch schwarz bekommt. Die reine Zahl 24 ist aber immer noch eine Million weniger als Bayern für einen nicht mal ein Viertel so großen Star bezahlt hat: Franck Ribéry kostet 25 Millionen Euro Ablöse. Wenn mich nicht alles täuscht, hat sich der selbst ernannte Großmeister der Verhandlungstaktik, Uli H., noch schlimmer über den Tisch ziehen lassen als damals beim Kauf von Roy Makaay.

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Die wahre Tabelle

Ich habe hier mal nach allen verfügbaren Daten und Möglichkeiten die wahre Tabelle ausgerechnet. Ihr wißt schon, das, was es seit Jahren auf der www.blutgraetsche.de (R. I . P.) gab und was die Leute witzig finden, die sich nicht damit abfinden können, ein Spiel wegen einer – vermeintlichen – Fehlentscheidung verloren zu haben.

Wer sind denn die Leute, die entscheiden, was der Schiedsrichter nun angeblich falsch entschieden haben soll? Ausgebildete Profischiedsrichter aus Ländern, in denen es Profischiedsrichter im Fußball überhaupt gibt? Oder doch vielleicht nur kleine Schreiberwürste, denen nicht mal alle Regeln klar sind (man denke nur an dieses Ereignis)? Und denen soll ich mehr vertrauen als meinen eigenen, bescheidenen, nichtsdestotrotz aber vorhandenen Regelkenntnissen, vor allem aber mehr als den Schiedsrichtern, die 20 oder weniger Meter vom Ort des Geschehens entfernt waren? Warum sollte ich?

Hier also endlich die wahre Tabelle nach der Saison 2006/2007:

Mannschaft DFB Trainer Baade
1 VfB Stuttgart 70 70
2 FC Schalke 04 68 68
3 Werder Bremen 66 66
4 FC Bayern München 60 60
5 Bayer Leverkusen 51 51
6 1. FC Nürnberg 48 48
7 Hamburger SV 45 45
8 VfL Bochum 45 45
9 Borussia Dortmund 44 44
10 Hannover 96 44 44
11 Arminia Bielefeld 42 42
12 Hertha BSC Berlin 42 42
13 Energie Cottbus 41 41
14 Eintracht Frankfurt 40 40
15 VfL Wolfsburg 37 37
16 Alemannia Aachen 34 34
17 FSV Mainz 05 34 34
18 Borussia Mönchengladbach 26 26

Viel Spaß beim Studieren der Unterschiede zwischen meiner Wertung und der Wertung der DFL.

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Vermaledeite "Fanfreundschaften"

Wie mir erst jetzt zu Ohren kommt, verfügt Energie Cottbus über eine Fanfreundschaft mit dem VfB Stuttgart. Da würde ich aber jetzt mein Geld zurückhaben wollen, wenn ich in Stuttgart oder auf Schalke oder auch in Wolfsburg Eintritt bezahlt hätte für den kommenden Spieltag. Vergessen wir die letzte Spannung, die letzten Zweifel, ob nicht vielleicht doch das Unmögliche noch hätte möglich werden können. Fanfreundschaft.

76% Ballbesitz für Bayern im Spiel bei Cottbus. Nur 0:3, nur weil auch Roque Santa Cruz mitspielte, gewann Bayern nicht höher. Es ist vorbei, bye, bye Junimond.

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Niemandsland München

Schaut man sich die Tabelle an, kommt man nicht umhin, festzustellen, dass Bayern München der einzige Klub ist, für den es um nichts mehr geht. Nach oben geht nichts mehr, nach unten auch nicht. Einzig der kleine Bach mit den Klosterinsassen kann da noch mithalten, weil er schon abgestiegen ist.

Dumm, dass Bayern nun schon wieder einen Zeitvorteil von drei Wochen hat, in dem es die kommende Saison planen kann.

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Der Weise aus dem Morgenland

Ist er nicht, ist er doch: Lesenwert wie immer und mit einer feinen, allerdings auch arg in Mode gekommenen Spitze gegen den FC Bayern, der Ingenieur aus der Baubranche:

„Bei welchem Klub in Deutschland erkennen Sie eine Spielidee?

Ich denke, Werder Bremen macht das jedes Jahr ganz geschickt. Sie spielen attraktiven Fußball.“

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Borussen galore

Die Bundesliga rauscht dem Ende ihrer Saison entgegen und wir dürfen uns freuen, dass wir sowohl oben als auch unten (Zoten off) spannende Entscheidungen erleben werden. Okay, eine Mannschaft spielt da nicht so ganz mit, aber das kann man der Borussia nun wirklich nicht verübeln. Am Freitagabend des 7. Spieltags war das Saisonhighlight schließlich schon erreicht: Tabellenführer, zumindest für 24 Stunden. Da kann man sich schon mal selbstzufrieden zurücklehnen und es etwas langsamer angehen lassen. Zum Beispiel, indem man in den folgenden 23 Partien nur einen Punkt mehr holt als in den ersten sieben Partien, nämlich derer dreizehn. Außerdem ist die Borussia bekanntlich hervorragend „aufgestellt“, wie es immer so schön heißt. Das haben die Bauarbeiter nämlich schön hinbekommen mit dem Borussia-Park.

Eine andere Borussia aus den 70ern, die damals allerdings Bayern hieß, will nicht nicht mehr so richtig mitspielen. Das sollte ihnen niemand übel nehmen. Sie tragen traditionsgemäß den Löwenanteil der Belastung nach großen Turnieren wie in diesem Falle der WM 2006. Der große Bayernblock in der Nationalmannschaft kam völlig ausgelaugt vom Turnier zurück und kostete zwangsläufig Felix „renitent“ Magath den Kopf. Wenn wir nachzählen, kommen wir mit dem zugekauften Podolski immerhin auf vier Bayern-Spieler im WM-Kader: Prinz Poldi, Schweini, Lahm und … Kahn, der ein sehr, sehr hartes Spiel um Platz Drei zu absolvieren hatte. Ich sprach andernorts schon von dem „unmenschlichen Druck“.

Da kommen wir natürlich schnell zur dritten Borussia in der Liga. Das ist jene, welche den Schalkern noch die Meisterschaft versauen kann. Sollte das gelingen, wäre das auch das Einzige, was von einer ziemlich misslungenen Saison bliebe. Offensichtlich ist auch die dritte Borussia vom gefährlichen Virus „Zurück in die Vergangenheit“ der zweiten hier genannten Borussia befallen. Anders ließe sich nicht erklären, warum der Vertrag mit Christian Wörns erneut verlängert wurde. Vielleicht will man ihm die Chance geben, bei den Gelben Karten noch ein wenig aufzuholen, vielleicht will man so auch einfach den scheidenden Christoph Metzelder ein wenig ärgern. Ein ziemlich langsamer Spaß.

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… und zwei Mal Aluminium

Obwohl ich es doch live in meiner Dachkemenate (damals noch bei meinen Eltern) mit dem versammelten Mob aus meinem Stadtteil geschaut habe, war es mir entfallen. Die Bayern haben ja nicht nur das Champions-League-Finale 1999 in Barcelona ganz bitter durch zwei Gegentore in den letzten Sekunden der Partie verloren. Nein, sie haben ja noch dazu zwei Mal zuvor Latte bzw. Pfosten getroffen, womit die Partie dann entschieden gewesen wäre. Ich erinnere mich deutlich an das Gebrüll der Bayern-Fraktion in meiner Kemenate, genauso deutlich erinnere ich mich an das Anti-Bayern-Gebrüll nach den zwei Toren für Manchester. Komisch, dass da Janckers fabulöser Fallrückzieher an die Latte sowie Scholls chip an den Pfosten rausgefallen ist. Aber wozu gibt es youtube?

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Beton

Wenn ich einen solchen Teaser für einen Artikel in der Süddeutschen lese, dann begreife ich wirklich nicht, was einen Autoren solcher Zeilen reitet:

„Es wird immer deutlicher: Der Liga fehlt ein souveräner und würdiger Tabellenführer.“

Immer deutlicher wird, dass die Vorstellungen von manchen Menschen erstarrter sind als Beton.

Wer um alles in der Welt hat behauptet, dass man nur dann ein verdienter Meister ist, wenn man in 34 Spielen eine überzeugende Vorstellung abgibt und kein Spiel verliert, schon gar nicht gegen einen direkten Konkurrenten? Nur weil Bremen seit acht Spielen schlechter spielt als beim Ausnahme-Traumfußball der Hinrunde und nur weil Schalke bei den Bayern (!) verliert, sind diese Mannschaften nicht unberechtigt, am Ende der Saison Meister zu sein. Und gefehlt hat der Liga ein solcher „Dominator“ in den letzten Jahren ohnehin nicht. Sollte Bayern nur Vierter werden, wäre dies die schlechteste Platzierung seit 1995. Wer verlangt da noch nach einem souveränen Tabellenführer, wenn es endlich einmal, selten genug, anders ist?

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Original und Fälschung

Angeblich soll Lukas Podolski, angesprochen auf das Interesse der Bayern an Luca Toni vom AC Florenz und Podolskis im Falle von Tonis Verpflichtung sinkende Stammplatzchancen, gesagt haben:

„Ich brauche mich vor niemandem zu verstecken.“

Geübte Leser erkennen sofort den Fehler. Natürlich hat er das nicht gesagt. Podolski wird aller Wahrscheinlichkeit nach Folgendes gesagt haben:

„Isch brauch misch vor niemand verstecken.“

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Retrospektive: Und er bewegt sich doch

Letztens war ich noch unsicher, wie denn das alte Gewand des Herrn kicker aussah. Nette Menschen halfen mir mit selbst gehosteten Favicons aus. Dabei wäre dem Gedächtnis auch viel einfacher auf die Sprünge zu helfen gewesen.

web.archive.org speichert nämlich alte Versionen von großen Webseiten. Natürlich kann man sich auch andere Seiten anzeigen lassen, uns interessiert aber, was denn z. B. am 18. Mai 2004 im kicker berichtet wurde.

[photopress:alterkicker.jpg,full,centered]

Oho, Herr Magath löst Hitzfeld nun doch schon ein Jahr früher ab. Am 5. Juni 2003 erfuhren wir, dass Niko Kovac zur Hertha wechselt und Andreas Reinke nach Bremen. Am 18. April 2001 (man erinnert sich) glaubten die Leser noch mehrheitlich, dass Schalke in dieser Saison zwei Titel holen würden, und so weiter und so fort …

Und wer die allererste (gespeicherte) Version von 1998 sieht, der ist doch froh, dass mittlerweile 2007 ist.

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Der letzte Sargnagel

Hatte ich letztens schon von einer Zeitenwende gesprochen, so ist der Abschied der Bayern von der Spitze nun endgültig besiegelt. Paul Breitner ist als Berater engagiert worden. Er soll „Meinungen einholen“ über zu verpflichtende Spieler und auch ansonsten „ab und zu“ beraten.

Da Paul Breitner ein ausgewiesener Fachmann ist, der immer alles besser weiß, bislang aber noch nie irgendwo irgendetwas besser gemacht hat und er zudem ein Dampfplauderer der Marke „Udo Lattek“ ohne Detailkenntnisse ist, wird er mit seinen Tipps hoffentlich zu weiteren Kracherverpflichtungen wie Dos Santos, Karimi oder Rau beitragen und dafür sorgen, dass die Mannschaft weiterhin kein Gerippe noch eine Idee, was sie überhaupt spielen soll, hat.

Als Fingerzeig, wohin die Reise bei den Bayern geht, war schon die Rückholaktion von Hitzfeld ausreichend, mit der Verpflichtung des nicht minder gedanklich erstarrten Breitner ist die Richtung nun endgültig klar: Auf zu alten Ufern, denn neue können wir uns nicht vorstellen.

Auch wenn es eine häufig angewendete Strategie beim Umgang mit seinen Kritikern ist, diese ins Boot zu holen und ihnen Verantwortung zu geben: Der ewige Nörgler Paul Breitner als Berater ist ein klassisches Eigentor. Nicht ohne Grund war er jahrzehntelang eben nicht bei den Bayern in Verantwortung. Nun wird er für weitere Unruhe und für eine Meinung mehr am uneinigen Tisch der Bayern sorgen.

Die Altherrenriege wird immer größer, nur zurückholen können diese die alten Zeiten nicht mehr.

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Karneval bei Real Madrid

Zum Karneval erlaubt man sich in Kastillien üble Scherze und verkauft Champions-League-Eintrittskarten zum halben Preis. Das zwar nur an Presseleute und deren Anvertraute, aber es ist doch immer noch ein Skandal, dass diese nur 70 Euro bezahlen müssen. Der volle Preis beläuft sich auf formidable 140 Euro für ein Champions-League-Achtelfinale, wie es sich bei den Königlichen nun mal geziemt.

[photopress:madbay2.jpg,full,centered]

Als Bonbon zum Anpfiff sei noch gesagt: Das Durchschnittsnettoeinkommen eines spanischen Arbeiters liegt bei ungefähr 1.200 Euro im Monat.

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