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Schlagwort: Holland

Meiste Einsätze in der Eredivisie

Eigentlich ist der holländische Fußball in Deutschland doch so nah. Die einstmals sehr große Rivalität bewegt sich mittlerweile zwar endlich wieder in rein sportlichen Bahnen. Doch zuletzt trafen die beiden Nationalmannschaften gleich viermal aufeinander – mit ziemlich unterschiedlichen Ergebnissen. Zweimal traf man sich in der neu geschaffenen Nations League. Hier wurden die Deutschen zunächst in Holland mit 0:3 vermöbelt – woraufhin Jogi Löw doch aufwachte und den großen personellen Schnitt in seinem Kader vornahm. Zu Hause folgte ein 2:2, das sich eigentlich wie ein Sieg anfühlte. Anschließend traf man in der EM-Qualifikation aufeinander. Hier gab es jeweils einen Auswärtssieg. Deutschland siegte in Holland mit 3:2, verlor aber in Hamburg mit 2:4. In jedem Fall herrscht doch immer ein besonders gegenseitiges Augenmerk aufeinander im Fußball. Da verwundert es doch, wenn man den Blick auf die Rekordspieler der Eredivisie in Holland wirft, das im Prinzip mit einer Ausnahme keiner dieser Rekordspieler der Niederlande hier bekannt ist. In der Corona-Krise hat man natürlich Zeit, sich mit derlei Themen zu beschäftigen. Es ist nicht schwer zu verstehen, welcher Zeitvertreib für Glücksspiel-Fans jetzt beliebt ist – Spielautomaten kostenlos spielen ohne Anmeldung. Wie wäre es, sich von Slots-Spielen zu lösen und diese TOP-Spiele kennenzulernen? Ebenso kann man sich natürlich die folgende Liste zu Gemüte führen, die die Spieler mit den meisten Einsätzen in der Eredivisie auflistet. Erstaunlich auch, dass kaum Spieler darunter sind, die ihre gesamte (Erstliga-) Karriere bei nur einem Verein verbracht haben. Ausnahmen wie der Führende dieser Liste bestätigen natürlich die Regel.

Liste meiste Einsätze Eredivisie

Name Clubs Einsätze
Sander Boschker FC Twente Enschede 561
Hans Vonk RKC Waalwijk
FC Den Bosch
SC Heerenveen
Ajax Amsterdam
412
Mark Luijpers Roda Kerkrade
MVV Maastricht
408
Ger Senden Roda Kerkrade 407
Peter Wisgerhof Vitesse Arnheim
NEC Nimwegen
FC Twente Enschede
403
Danny Blind Sparta Rotterdam
Ajax Amsterdam
403
Patrick Pothuizen Vitesse Arnheim
NEC Nimwegen
FC Twente Enschede
397
Eric van der Luer MVV Maastricht
Roda Kerkrade
394
Tim Cornelisse RKC Waalwijk
Vitesse Arnheim
FC Utrecht
FC Twente Enschede
Wilem II Tilburg
388
Anthony Lurling FC Den Bosch
SC Heerenveen
Feyenoord Rotterdam
NAC Breda
RKC Waalwijk
386
Kew Jaliens Sparta Rotterdam
Willem II Tilburg
AZ Alkmaar
380
Paul Bosvelt Go Ahead Eagles Deventer
FC Twente Enschede
Feyenoord Rotterdam
SC Heerenveen
378
Gabor Babos NAC Breda
Feyenoord Rotterdam
NEC Nimwegen
377
Danny Landzaat Ajax Amsterdam
MVV Maastricht
Willem II Tilburg
AZ Alkmaar
Feyenoord Rotterdam
FC Twente Enschede
374
Jean-Paul de Jong FC Utrecht 371
Bart Latuheru Excelsior Rotterdam
Vitesse Arnheim
AZ Alkmaar
NEC Nijmegen
367
Rob van Dijk Feyenoord Rotterdam
RKC Waalwijk
PSV Eindhoven
De Graafschap
SC Heerenveen
Feyenoord Rotterdam
FC Utrecht
366
Patrick Lodewijks PSV Eindhoven
FC Groningen
Feyenoord Rotterdam
365
Patrick Paauwe PSV Eindhoven
De Graafschap
Fortuna Sittard
Feyenoord Rotterdam
VVV Venlo
365
Willem Janssen VVV Venlo
Roda Kerkrade
FC Twente Enschede
FC Utrecht
363
Robert Roest FC Utrecht
Fortuna Sittard
362
Theo Janssen Vitesse Arnheim
FC Twente Enschede
Ajax Amsterdam
356
Edwin Zoetebier FC Volendam
Feyenoord Rotterdam
Vitesse Arnheim
PSV Eindhoven
NAC Breda
356
Ronald Waterreus Roda Kerkrade
PSV Eindhoven
AZ Alkmaar
355
Gerard de Nooijer Sparta Rotterdam
SC Heerenveen
Feyenoord Rotterdam
354

Nicht verwunderlich, dass gleich 7 der 25 Spieler mit den meisten Einsätzen in der Eredivisie Torhüter sind und sogar gleich die ersten beiden Plätze belegen. Torhüter können oder zumindest konnten bis zuletzt immer noch ein wenig länger das Ende ihrer Karriere hinauszögern als es bei Feldspielern der Fall ist. Ebenso wenig erstaunlich, dass man im Prinzip – mit der Ausnahme von Danny Blind – niemanden aus dieser Liste im deutschsprachigen Raum kennt. Spätestens seit dem Bosman-Urteil, aber in geringen Anteilen auch davor schon, ist es eben so, dass die besonders erfolgreichen Spieler aus einem kleinen Land wie den Niederlanden schnell und gerne den Weg ins Ausland einschlagen. Nur wer unter dem Radar der internationalen Fußballöffentlichkeit bleibt, weil er eben nicht das ganz große Talent ist, verbleibt für die gesamte Zeit seiner Karriere in der Eredivisie.

Und so ist mit Sander Boschker ein Mann der Spieler mit den meisten Einsätzen in Hollands höchster Spielklasse, der hierzulande überhaupt nicht bekannt ist. Bei Hans Vonk, dem Zweitplatzierten, mag das schon anders aussehen, doch auch er dürfte nur Eingeweihten in Deutschland ein Begriff sein. In jedem Fall ist man mit dem Konsum dieser Liste wieder bestens gewappnet fürs nächste Fußball-Quiz, das da ganz bestimmt irgendwann kommen wird. Und zumindest für die nächsten Jahre wird hier die Antwort auf die Frage nach dem Rekordspieler der Niederlande lauten: Sander Boschker.

(Stand 07.04.2020)

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Liste der Rekordmeister pro Land in Europa

Es ist gar kein so neues Phänomen, wie man als unbedarfter Beobachter vielleicht annimmt. Auch vor den Zeiten der immer größer werdenden finanziellen Unterschiede zwischen den Top-Clubs eines Landes und deren ersten Verfolgern war es schon so, dass einige wenige Clubs den Fußball in einem Land dominierten. Dies ist schlicht ein allgemeines Prinzip, sofern man keine geschlossenen Systeme wie im US-Sport verbreitet etabliert. Wo der Erfolg ist, und das ist allzu häufig auch in den größten Städten des jeweiligen Landes, generiert der Fußball mehr Einnahmen, mehr Strahlkraft und verstärkt eine auch geographisch und strukturell existierende Ungleichheit auch im Sport. Zumindest ab dem Moment, in dem in diesem auch Geld verdient wird und das ist im Fußball bekanntlich seit seinen Kindertagen an der Fall. Schließlich waren es Wirte in England, die die ersten Fußballspiele organisierten, damit Zuschauer anlockten und so für sich für Umsatz sorgen konnten.

Mögen es damals noch nur ein paar Schillinge gewesen sein und es sich heute um Milliarden von Euro oder auch Dollar handeln, die mit dem Fußball generiert werden, ob per Merchandising, per TV-Rechten, Zuschauereinnahmen und Catering oder Wettlizenzen für Anbieter wie z. B. Ladbrokes – die großen Clubs eines Landes sind heute meist noch dieselben wie vor 80 oder 100 Jahren – und wen wundert’s? – sie befinden sich tatsächlich fast immer in den größten Städten eines Landes. Und so finden wir in der hier vorliegenden Liste der jeweiligen Rekordmeister eines Landes fast ausschließlich Clubs aus der jeweiligen Hauptstadt, sofern die Einwohnerzahl eines Landes eine bestimmte Schwelle nicht überschreitet und es mehrere, annähernd gleichwertige Zentren in einem Land gibt.

Allerdings sind hier die Rekordmeister pro höchster Liga erfasst. Wenn es so wie in Deutschland, schon lange Meisterschaften gab, ohne dass diese in einer landesweiten Liga ausgespielt wurden, kommen diese hier nicht zum Tragen.

Liste der Rekordmeister pro Mitglied der UEFA

Land Rekordmeister Titel
Albanien KF Tirana 24
Andorra FC Santa Coloma 11
Armenien FC Pjunik Erewan 14
Aserbaidschan Neftci Baku 8
Belgien RSC Anderlecht 34
Bosnien und Herzegowina FK Zeljeznicar Sarajewo 6
Bulgarien ZSKA Sofia 31
Dänemark FC Kopenhagen 12
Deutschland FC Bayern München 27
England Manchester United 13
Estland FC Flora Tallinn 11
Färöer HB Torshavn 26
Finnland HJK Helsinki 13
Frankreich AS Saint-Etienne 10
Georgien Dinamo Tiflis 16
Gibraltar Lincoln Red Imps FC 22
Griechenland Olympiakos Piräus 44
Irland Shamrock Rovers 17
Island KR Reykjavik 26
Israel Maccabi Haifa 7
Italien Juventus Turin 34
Kasachstan FK Astana 5
Kosovo FC Prishtina 17
Kroatien Dinamo Zgreb 19
Lettland Skonto Riga 15
Luxemburg Jeunesse Esch 24
Moldawien Sheriff Tiraspol 16
Montenegro FK Podgorica 3
Niederlande Ajax Amsterdam 25
Nordirland Linfield FC 52
Nordmazedonien Vardar Skopje 10
Norwegen Rosenborg Trondheim 26
Österreich Rapid Wien 32
Polen Gornik Zabrze 14
Portugal Benfica Lissabon 36
Rumänien Steaua Bukarest 26
Russland Spartak Moskau 10
San Marino Tre Fiori 7
Schottland Celtic Glasgow 5
Schweden Malmö FF 20
Schweiz GC Zürich 27
Serbien Partizan Belgrad 8
Slowakei SK Slovan Bratislava 8
Slowenien NK Maribor 14
Spanien Real Madrid 33
Tschechien Sparta Prag 12
Türkei Galatasaray 21
Ukraine Dynamo Kiew 15
Ungarn Ferencvaros Budapest 29
Wales The New Saints FC 12
Weißrussland BATE Borrisov 15
Zypern APOEL Nikosia 27

Natürlich krankt die Vergleichbarkeit dieser absoluten Zahlen daran, dass sie jeweils nach der natürlich nicht einheitlich erfolgten Gründung der jeweils aktuellen Liga mit ihrer Zählung begannen. Für England heißt das zum Beispiel, seit Einführung der Premier League 1992, alles, was davor geschah, zählt nicht. Tatsächlich hat beispielsweise Manchester United bereits 20 Meistertitel gewonnen, ist damit auch absoluter Champion bzw. Rekordmeister in England. Die große Mehrheit dieser 20 Titel gewann man aber, 13 nämlich, erst nach Einführung der Premier League, währen der FC Liverpool, der mit 18 Titeln die zweithäufigsten Meistertitel gewann, noch keinen einzigen Titel in der Premier League gewann.

Vor allem in vielen Ländern im früheren Ostblock inklusive Jugoslawien sind die jeweiligen Landesligen noch sehr jung, sodass man hier eben nur in wenigeren Fällen auf so einen klar dominierenden Club kommt. Das wird sich im Laufe der Zeit sicher noch ausweiten, wobei ein Land in der Regel auch zwei oder drei große Clubs verträgt, wie es für die Niederlande typisch ist, für Spanien und mit Juventus, Inter und AC auch für Italien. Allein in Deutschland ist es so, dass der FC Bayern 50 % aller Titel in der Bundesliga gewonnen hat – und die beiden nächstbesten Clubs, Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach kommen jeweils nur auf 5 und das auch meist nur in einer sehr speziellen Phase ihrer Existenz. Aber damit ist man europaweit auch nicht völlig alleine, wobei sich ein solches Phänomen wie eingangs erwähnt meist eher in kleineren Ländern zeigt.

Stand der Daten ist Sommer 2019.

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Alle niederländischen Trainer in der Bundesliga

Über 50 Jahre läuft die Bundesliga nun schon und läuft und läuft und läuft. Erst in den letzten Jahren hat man sich aber auch bei der Position des Trainers vermehrt für Einflüsse von außerhalb Deutschlands geöffnet. Natürlich gab es auch früher schon immer mal wieder Trainer aus dem Ausland auf der Bank. Doch in den meisten Fällen waren dies Trainer aus dem deutschsprachigen Ausland wie Österreich oder der Schweiz, aus dem aus mehreren Gründen mit Deutschland eng verwobenen Jugoslawien oder eben ansonsten aus direkter Nachbarschaft. Nämlich aus den Niederlanden oder wie man im Fußball gerne auch gemeinhin sagt: aus Holland.

Hier der Blick auf alle Trainer aus den Niederlanden in der Geschichte der Bundesliga.

Liste aller holländischen Trainer der Bundesliga

Stand der Liste ist der 24.04.2018. Sie enthält auch jene Trainer aus den Niederlanden, welche nur interimistisch als Bundesliga-Trainer tätig waren, damit sie komplett ist. Zudem wurde der erst noch kommende Trainer der TSG Hoffenheim, Alfred Schreuder, der zur Saison 2019/20 in der Bundesliga beginnen wird, ebenfalls bereits aufgenommen.

Name Clubs
Gertjan Verbeek 1. FC Nürnberg
Bert van Marwijk Borussia Dortmund, Hamburger SV
Louis van Gaal FC Bayern München
Jan Notermans Arminia Bielefeld
Ricardo Moniz Hamburger SV
Andries Jonker FC Bayern München, VfL Wolfsburg
Aad de Mos Werder Bremen
Rinus Michels Bayer Leverkusen, 1. FC Köln
Huub Stevens FC Schalke 04, Hamburger SV, Hertha BSC, TSG Hoffenheim, VfB Stuttgart, 1. FC Köln
Jos Luhukay Borussia Mönchengladbach, FC Augsburg, Hertha BSC
Fred Rutten FC Schalke 04
Martin Jol Hamburger SV
Arie Haan VfB Stuttgart, 1. FC Nürnberg
Eddy Achterberg FC Schalke 04
Dick Advocaat Borussia Mönchengladbach
Gerald Vanenburg TSV 1860 München
Peter Bosz Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen
Alfred Schreuder TSG Hoffenheim

Mit dann insgesamt 18 verschiedenen Fußball-Lehrern führen die Niederlande die inoffizielle Wertung der Zahl der Trainer aus dem Ausland also an. Das darf eigentlich aufgrund der geographischen Nähe und der fußballerischen Exzellenz, die die Niederlande in den 1970ern und dann wieder ab den 1990ern (bzw. seit dem Gewinn der Europameisterschaft 1988) an den Tag legten, nicht überraschen.

Besondere Beziehung Deutschland – Niederlande

Die Geschichte des niederländischen Fußballs ist eine besondere. Das gilt ebenso für die Beziehung Fußballdeutschlands zu seinem westlichen Nachbarn. Ressentiments gibt es auf beiden Seiten. Dass diese dann aber nicht so groß sind, dass man nicht Trainer aus den Niederlanden anheuern würde, ist natürlich insofern klar, als dass es im Fußball stets ein übergeordnetes Ziel gibt: den Erfolg. Und wenn dieser mit einem Holländer an der Seitenlinie wahrscheinlicher wirkt, verpflichtet man eben einen solchen auch. Wobei diese Öffnung natürlich auch Teil der allgemeinen Entwicklung im Fußball ist. Seit dem Bosman-Urteil und seinen weitreichenden Konsequenzen ist der Fußball überall in Europa immer internationaler geworden, selbst in der oft als so borniert beschriebenen deutschen Bundesliga.

Meister-Trainer aus Holland

Deutscher Meister wurde übrigens nur ein einziger dieser Trainer aus den Niederlanden: natürlich das „Feierbiest“ Louis van Gaal. Allen anderen Coaches aus dem Nachbarland blieb ein solcher Erfolg verwehrt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden und da kann man sich natürlich überlegen, vielleicht eine der vielen denkbaren Sport Bundesliga Wetten zum nächsten Meistertrainer aus den Niederlanden zu wagen. Eventuell gelingt dies ja in Kürze Peter Bosz mit Bayer 04 Leverkusen (kleiner Scherz). Aber Niko Kovac‘ Tätigkeit beim Dauermeister FC Bayern scheint nicht in Stein gemeißelt zu sein. Und dass Dortmunds aktueller Trainer Lucien Favre gerne schon mal von Selbstzweifeln geplagt von sich aus das Weite sucht, ist hinlänglich bekannt. Bei beiden Dauerkandidaten für den Meistertitel könnte es also schon rasch einen anderen Trainer geben. Vielleicht ja wieder einer aus Holland, wie beim FC Bayern Louis van Gaal oder bei Borussia Dortmund Peter Bosz.

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Alle Meister in der Eerste Divisie

Im Fußball in Holland stellt die erst 1956 gegründete Eredivisie, also die „Ehrendivision“, das Maß aller Dinge dar. Sie thront ganz oben über allen anderen Ligen in den Niederlanden, in denen ebenfalls Fußball gespielt wird. Deshalb heißt die von oben gezählt zweite Liga auch „Eerste Divisie“, weil ganz oben eben nur die Teams spielen, die die „Ehre haben“, ganz oben spielen zu dürfen. Diese Regelung kennt man auch aus anderen Ländern, wie in Österreich, wo die 2. Liga von oben auch „Erste Liga“ heißt oder zumindest mal hieß.

Über diese Eerste Divisie weiß man im deutschsprachigen Raum meist nicht allzu viel, verfolgt vielleicht gerade noch, wer daraus denn nach jeder Saison in die Eredivisie aufsteigt, als eine echte Meisterschaft wird sie aber kaum wahrgenommen. Allgemein dürfte ihr Niveau vergleichbar mit jenem der Regionalligen im deutschen Fußball sein.

Dennoch gibt es natürlich auch viele Fußballfreaks, -nerds und -hipster, die gerade auf solchen unterklassigen Fußball schwören, bei dem aber dennoch mehr als nur eine Handvoll Zuschauer erscheinen und

Saison Meister
1956/1957 ADO, Blauw Wit
1957/1958 Willem II, Holland Sport
1958/1959 Volendam, Sittardia
1959/1960 GVAV, Alkmaar
1960/1961 Volendam, Blauw Wit
1961/1962 Fortuna VI., SC Heracles
1962/1963 DWS Amsterdam
1963/1964 Sittardia
1964/1965 Willem II
1965/1966 Sittardia
1966/1967 Volendam
1967/1968 Holland Sport
1968/1969 Schiedamse Voetbal Verenigung
1969/1970 Volendam
1970/1971 FC Den Bosch
1971/1972 HFC Haarlem
1972/1973 Roda JC
1973/1974 Excelsior
1974/1975 NEC Nijmegen
1975/1976 Haarlem
1976/1977 Vitesse
1977/1978 PEC Zwolle
1978/1979 Excelsior
1979/1980 FC Groningen
1980/1981 Haarlem
1981/1982 Helmond Sport
1982/1983 DS 79
1983/1984 MVV Maastricht
1984/1985 SC Heracles
1985/1986 FC Den Haag
1986/1987 FC Volendam
1987/1988 RKC
1988/1989 Vitesse
1989/1990 SVV
1990/1991 De Graafschap
1991/1992 Cambuur Leeuwarden
1992/1993 VVV Venlo
1993/1994 Dordrecht 90
1994/1995 Fortuna Sittard
1995/1996 AZ Alkmaar
1996/1997 MVV
1997/1998 AZ Alkmaar
1998/1999 FC Den Bosch
1999/2000 NAC Breda
2000/2001 FC Den Bosch
2001/2002 FC Zwolle
2002/2003 ADO Den Haag
2003/2004 FC Den Bosch
2004/2005 Heracles Almelo
2005/2006 Exelsior
2006/2007 De Graafschap
2007/2008 FC Volendam
2008/2009 VVV Venlo
2009/2010 De Graafschap
2010/2011 RKC Waalwijk
2011/2012 FC Zwolle
2012/2013 Cambuur Leeuwarden
2013/2014 Willem II
2014/2015 NEC Nijmegen
2015/2016 Sparta Rotterdam
2016/2017 VVV Venlo
2017/2018 -

Anders als in der Eredivisie, die 18 Teams umfasst, spielt die Eerste Divisie mit 20 Teams pro Saison. Drei davon allerdings, jeweils die Jugendteams der drei großen Clubs Ajax Amsterdam, Feyenoord Rotterdam und PSV Eindhoven, können nicht aufsteigen.

Aus der Eerste Divisie steigt nur der Meister direkt auf, weshalb gerade dieser Umstand, wer denn nun seit Gründung dieser Liga Meister wurde, auch eine besondere Relevanz besitzt.

Sehr ungewöhnliche Aufstiegsregelung

Sehr besonders ist allerdings, dass die Teams von Rang 2 bis Rang 9 an Aufstiegsplayoffs mit dem 16. und 17. der Eredivisie teilnehmen dürfen. Hierbei müssen die Teams von Rang 6 bis Rang 9 zunächst durch die erste Runde, ehe eine zweite Runde mit allen übrigen Qualifizierten folgt. In der Eerste Divisie lohnt es sich also auch noch sehr, 5. statt 6. am Ende einer Saison zu werden. So ist auch dann für Spannung gesorgt, wenn der Meister schon lange feststeht – und das bis hinein ins tiefe Mittelfeld der Tabelle.

Freundinnen und Freunden von Sportwetten wird dieser Modus ein Begriff sein, bietet er doch oft nach Abschluss einer Saison besonders reizvolle Partien im holländischen Fußball. Gespielt wird dabei in Hin- und Rückspiel und nach dem Europapokalmodus, das heißt, hier kommt auch die klassische Auswärtstorregel zur Anwendung, wie man sie von internationalen Partien kennt.

Rekordmeister der Eerste Divisie ist der FC Den Bosch, der diese Liga bereits 4x gewann. Dahinter folgen etliche Clubs, die genau dreimal und somit einmal weniger als der FC Den Bosch Meister der Eerste Divisie wurden.

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Alle Sieger der Johan-Cruyff-Schaal

Die „Johan-Cruyff-Schaal“ bedeutet zu deutsch „Johan-Cruyff-Schale“ und ist das Pendant zum Supercup in anderen Ländern und Wettbewerben, sprich: die Partie des Meisters einer Saison gegen den Pokalsieger aus dieser Saison. Sollte ein Team das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg erringen, so ist — wie in Deutschland neuerdings auch — der Vizemeister der Gegner und nicht der Vize-Pokalsieger.

In den Niederlanden wurde dieser Wettbewerb im Jahr 1949 ausgetragen, damals noch ohne spezielle Bezeichnung. Dann dauerte es bis zum Jahr 1991, bis er wiederbelebt wurde. Zunächst hieß die Veranstaltung nach Wiedereinführung PTT Telecom Cup, dann schlicht Super Cup. Ab 1996 firmiert dieser Wettbewerb unter seinem heutigen Namen, benannt nach Johan Cruijff, wobei Cruijff die richtige Schreibweise seines Nachnamens darstellt, obwohl sich international Cruyff eingebürgert hat.

Die Partie um die Johan-Cruijff-Schaal stellt jeweils den Saisonauftakt im Fußball in den Niederlanden dar: Am Wochenende vor Beginn der Eredivisie findet es statt. Früher war das Feijenoord-Stadion in Rotterdam die Austragungsstätte, heute findet es ebenfalls seit 1996 in der Amsterdam Arena statt, schließlich stammt Johan Cruijff gebürtig aus Amsterdam.

Saison Sieger Verlierer Ergebnis
1949 Schiedamse Voetbal Vereniging Quick Nijmegen 2:0
1991 Feyenoord Rotterdam PSV Eindhoven 1:0
1992 PSV Eindhoven Feyenoord Rotterdam 1:0
1993 Ajax Amsterdam Feyenoord Rotterdam 4:0
1994 Ajax Amsterdam Feyenoord Rotterdam 3:0
1995 Ajax Amsterdam Feyenoord Rotterdam 2:1 n. V.
1996 PSV Eindhoven Ajax Amsterdam 3:0
1997 PSV Eindhoven Roda JC Kerkrade 3:1
1998 PSV Eindhoven Ajax Amsterdam 2:0
1999 Feyenoord Rotterdam Ajax Amsterdam 3:2
2000 PSV Eindhoven Roda JC Kerkrade 2:0
2001 PSV Eindhoven FC Twente Enschede 3:2
2002 Ajax Amsterdam PSV Eindhoven 3:1
2003 PSV Eindhoven FC Utrecht 3:1
2004 FC Utrecht Ajax Amsterdam 4:2
2005 Ajax Amsterdam PSV Eindhoven 2:1
2006 Ajax Amsterdam PSV Eindhoven 3:1
2007 Ajax Amsterdam PSV Eindhoven 1:0
2008 PSV Eindhoven Feyenoord Rotterdam 2:0
2009 AZ Alkmaar SC Heerenveen 5:1
2010 FC Twente Enschede Ajax Amsterdam 1:0
2011 FC Twente Enschede Ajax Amsterdam 2:1
2012 PSV Eindhoven Ajax Amsterdam 4:2
2013 Ajax Amsterdam AZ Alkmaar 3:2 n. V.
2014 PEC Zwolle Ajax Amsterdam 1:0
2015

Wer die Trophäe im neuen Jahr 2015 in die Luft strecken darf steht zwar noch nicht fest, doch sicher ist, dass Sie dieses Ereignis mitverfolgen können! Somit ist sichergestellt, dass sie den kompletten Spielverlauf mit allen Ein- und Auswechslungen, Gelben und Roten Karten, sowie den statistischen Werten wie Ballbesitz, Anzahl der Ecken, Freistöße und eventuelle Elfmeter, nicht verpassen.

Rekordsieger ist ausnahmsweise nicht Ajax Amsterdam, sondern der PSV Eindhoven mit zur Zeit 9 Titelgewinnen. Dahinter folgt Ajax Amsterdam, das 8 mal gewann wie auch 8 mal als Finalgegner den Kürzeren zog. Nur zwei weitere Klubs gewannen die Johan-Cruijff-Schaal mehr als ein Mal: Twente Enschede und Feyenoord Rotterdam mit jeweils zwei Titeln.

Ein Mal gewannen die folgenden Teams: AZ Alkmaar, FC Utrecht, Schiedamse Voetbal Vereniging und PEC Zwolle. Gleich zwei Mal im Finale, ohne es zu gewinnen, stand Roda Kerkrade, während Quick Nijmegen und der SC Heerenvenn dieses Schicksal ein Mal erlitten.

Die Trophäe selbst, also die eigentliche „Johan-Cruijff-Schaal“ ist eine Silberplatte mit dem stattlichen Durchmesser von fast zwei Metern. Weitere kleine Randnotiz, auch um die Wertigkeit dieses Wettbewerbs einzuordnen: seit 2014 wird im Falle eines Unentschiedens nach 90 Minuten keine Verlängerung gespielt, sondern man geht sofort zum Elfmetrschießen über.

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Staantribune — niederländisches Fußballkultur-Magazin

In der fußballfreien Zeit kurz etwas weiter nach Westen über den Rhein geblickt, entdeckt man dort glatt ein neues Fußballkultur-Magazin.

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Praktischerweise muss man bei dieser prägnanten Namenswahl nicht mal Nicht-Niederrheinern den Titel übersetzen.

Noch praktischererweise haben Staantribune ihre komplette erste Ausgabe kostenlos online verfügbar gemacht. Da hupt das Herz des Fußballfreundes, hupt.

Schaut man rein, wird dort das Rad nicht neu erfunden. Die Ideen sind zwar theoretisch unendlich in diesem Kosmos, doch dann wiederum sind sie im Mikrokosmos „Fußballkultur“ meist sehr ähnlich, wie die kostenlos verfügbare Null-Ausgabe von Staantribune beweist. Was aber keineswegs den Klickimpuls schmälern soll, denn mögen die Ansätze bekannt sein, so sind die Inhalte eben aus einem anderen Land und damit den wenigsten vertraut.

Alte Fotos von alten Fußballern mit ihren alten Autos, natürlich große Impressionen verwitterter Amateurplätze, in Holland dann aber trotzdem stets Rasen. Die DDR von Holland, der pelzige Bruder Belgien und dort gespielt habende Holländer (van Marwijk, Advocaat, van Gaal) kommen drin vor, natürlich, hüstel, eine Geschichte über eine ganz besondere Rivalität, ein ganz besonderes Derby und wie in diesen Gefilden üblich immer wieder üppige Bilder, was Ausmaße und Sprache angeht. Ein Interview mit Ruud van Nistelrooys Vater, Fotos von einzelnen Fußballfans, älteren Fußballfans, vereinzelten Fußballfans in ihrer Heimatstadt, wie sie zu ihrem nicht mehr ganz so erfolgreichen Verein aufbrechen und als bekannten Schlussakkord: ein bisschen Kunst.

Am besten macht man sich im Wortsinne selbst ein Bild von diesem neuen Erzeugnis, denn wie erwähnt ist die erste Ausgabe kostenlos zu haben.

Zur Staantribune (dort rechts das Cover anklicken).

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„Es ist nichts passiert“

Es ist nichts passiert — das gilt leider ziemlich genau für die gestrige Partie zwischen den Niederlanden und Deutschland. Das mit großem Abstand unspektakulärste und ganz bott schlechteste Spiel seit geraumer Zeit für dieses Team und diesen Trainer. Es gibt aber nichts Schlechtes, aus dem man nicht etwas Gutes ziehen könnte.

Erstens diente die Partie hervorragend dazu, wieder ins Gedächtnis zu rufen, in welch goldenen Zeiten diese Mannschaft ansonsten lebt. „Ribbeck und die Bratwürste“ sind noch nicht so tief versunken, dass man sich nicht mit leichtem Gruseln sehr gut daran erinnern könnte, aber es braucht dafür dann schon einen Anlass wie dieses fad anzusehende Spielchen.

Zweitens kann man aus dem 0:0 zudem wieder mal ziehen, dass Fußball eben so ist. Mitreißend, faszinierend, atemberaubend — und auch stinklangweilig, ermüdend, ohne Höhepunkte plätschernd, so wie gestern.

In einer anderen Partie ist gestern dagegen sehr viel passiert, unter Anderem wurde dabei das Tor des Jahres des internationalen Fußballs erzielt, vielleicht sogar des Jahrzehnts (man vergleiche dazu die mehrheitlich öden 10 Vorschläge zum „Tor des Jahres“ der FIFA) als Zlatan Ibrahimovic mit seinem Fallrückzieher aus ca. 20 Metern den Schlusspunkt unter seine insgesamt vier Tore zur Demontage Englands setzte.

Ein Tor, an welchem man zwar in den Medien heute ohnehin nicht vorbeikommt, welches aber so schön ist, dass es auch hier im Bild gezeigt werden soll. Vielleicht kommt der eine oder andere auch jetzt erst von der Arbeit und schaltet „Trainer Baade“ ein, für all jene also der Service hier.


Falsch liegen aber Stimmen, welche damals behaupteten, dass mit dem 4:4-Remis zwischen eben jenen Schweden und Deutschland „nichts passiert“ sei in dem Sinne, dass keine Chancen geschmälert oder zerstört worden seien. Man muss wahrlich kein Fachmann sein, um das Folgende zu verstehen:

1. Deutschland 4 3 1 0 15:6 +9 10
2. Schweden 3 2 1 0 8:5 +3 7

Es ist an jenem Tage in Berlin sehr wohl „etwas passiert“. Denn gesetzt beide Teams gewinnen ihre restlichen Partien und Schweden steht mit der besseren Tordifferenz da, reicht ihnen ein Remis gegen Deutschland gleich welcher Höhe, um die Gruppe als Tabellenerster abzuschließen.

Andersherum und negativer formuliert: die deutsche Mannschaft müsste dann in Schweden gewinnen, wenn sie nicht als Gruppenzweiter in die Playoffs gegen einen anderen Gruppenzweiten gezwungen werden möchte.

Und zwar müsste sie dann, deshalb auch die Verknüpfung in diesem Beitrag, gegen jene Schweden gewinnen, die schon mal ein 0:4 gegen Deutschland noch ausgleichen oder in Person von Zlatan Ibrahimovic den Engländern 4 Tore verpassen.

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WM-Finale 1974 Deutschland — Holland in voller Länge

Länderspielpause, sagtet Ihr? Samstag abends keine Bundesliga? Da könntet Ihr, speziell wenn noch nicht geschehen, ja das WM-Finale von 1974 nachsehen. Re-live, nur einige wenige Momente später. Also heute.



Sehen, so lange es online bleibt.

Zudem kann garantiert werden, dass dieses Finale sich anders als das Jahrhundertspiel von Mexico oder aber das WM-Finale von 1982 auch heute noch in ganzer Länger lohnt. Nur dass es 3:1 ausgegangen ist, wird natürlich nicht verraten …

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„Deutschland“ ist Rekord-Alles bei Europameisterschaften

Die Europameisterschaft ist — rein subjektiv — noch zerfahrener und unvergleichbarer im Laufe ihrer Evolution geworden als die Weltmeisterschaft, weshalb die folgenden Zahlen mächtig hinken.

Von 1960 bis 1976 waren nur 4 Mannschaften fürs Endturnier qualifiziert, von 1980 bis 1992 8 und seit 1996 16 Nationen, von denen es seit dem Zerfall Jugoslawiens und der Sowjetunion deutlich mehr gibt als zu jenen Zeiten, in denen man den „Europapokal der Nationen“ aus der Taufe hob. Und dennoch ist man gerne so frei und wirft das alles in einen Topf. Wenn man dieser Suppe dann beim Köcheln zusieht, taucht eine Nation besonders häufig aus dem Wust von europäischen Ländern auf: Deutschland.

Kein Zufall, ist Deutschland doch Rekord-Alles bei Europameisterschaften (außer Rekord-Gastgeber).

Teilnahmen
Deutschland 11x (1972, 1976, 1980, 1984, 1988, 1992, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)
Russland/UdSSR 10x (1960, 1964, 1968, 1972, 1988, 1992, 1996, 2004, 2008, 2012)
Spanien 9x (1964, 1980, 1984, 1988, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)
Holland 9x (1976, 1980, 1988, 1992, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)
Italien 8x (1968, 1980, 1988, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)
England 8x (1968, 1980, 1988, 1992, 1996, 2000, 2004, 2012)
Dänemark 8x (1964, 1984, 1988, 1992, 1996, 2000, 2004, 2012)
Frankreich 8x (1960, 1984, 1992, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)
Tschechien/ČSSR 8x (1960, 1976, 1980, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012)

Titel
Deutschland 3x (1972, 1980, 1996)
Spanien 2x (1964, 2008)
Frankreich 2x (1984, 2000)
UdSSR 1x (1960)
Italien 1x (1968)
Griechenland 1x (2004)
Dänemark 1x (1992)
Holland 1x (1988)
ČSSR 1x (1976)

Vize
Deutschland 3x (1976, 1992, 2008)
UdSSR 3x (1964, 1972, 1988)
Tschechien/ČSSR 2x (1968, 1996)
Portugal 1x (2004)
Spanien 1x (1984
Italien 1x (2000)
Belgien 1x (1980)
Jugoslawien 1x (1960)

Gastgeber
2x Frankreich
2x Italien
2x Belgien
je 1x alle übrigen Gastgeber

Gastgeber, der den Titel gewann
1x Spanien (1964)
1x Italien (1968)
1x Frankreich (1984)

Überraschend, dass Russland die zweithäufigsten Teilnahmen aufweist, noch vor Italien oder Spanien. Bei Frankreich und England überrascht das hingegen nicht, hatten doch beide Ländermannschaften ausgesprochene Schwächeperioden in den Jahren seit der Einführung der EM. Angesichts der Zahl der Teilnahmen dann nicht mehr ganz so überraschend, dass Russland/die UdSSR Co-Rekordvize bei Europameisterschaften ist.

Gut möglich also, dass sich in allen Rubriken etwas verändert. Frankreich und Spanien könnten bei Titeln zu Deutschland aufschließen, alle Teams mit bislang 1 Titel (die alle für die EM 2012 qualifiziert sind) ihrerseits zu Spanien und Frankreich. Dazu könnte Russland Deutschland als Rekordvize ablösen oder Tschechien zu den beiden Führenden aufschließen.

Im Bereich Gastgeber wird Frankreich mit seiner EM 2016 die alleinige Führung in dieser Liste übernehmen. England hat also überhaupt erst 2 Turniere (1x WM, 1x EM) ausgetragen, Schottland, Nordirland, Wales noch gar keines der großen Turniere. Ganz schön mager dafür, diesen Sport in jüngerer Zeit erfunden zu haben.

(Lesen Sie auch: Alle EM-Finals seit 1960, denn da erfahren Sie, wie ein typisches EM-Finale endet.)

Highlight bei den Fun Facts: Verteidigt hat ein Europameister seinen Titel noch nie.

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Youri Mulder gek?

Was das niederländische Wort „gek“ bedeutet, muss man wohl wenige Minuten nach Beendigung des Karnevals nicht mal einem Nicht-Rheinländer erklären.

Bei Twitter in Holland war jedenfalls letztens „Youri Mulder“ Trending Topic. Wobei letztens schon vergangenes Jahr war. Sein Trenden lag daran, dass Youri Mulder in der vorigen Champions-League-Saison als vermeintlicher Experte im holländischen Fernsehen auf die Frage von Kommentator/Moderator Tom Egbers, wer denn diesen starken FC Barcelona in der Champions League stoppen könne, ernsthaft mit

„Schalke 04″

antwortete.

Somit war Youri Mulder aus der Kombination von zwei Gründen Trending Topic.

Zum Einen, weil die Twitterati seine Aussage wiederholten.

Zum Anderen weil viele im Anschluss besorgt fragten:

„Youri Mulder gek?“

Wir würden eher sagen: vereinstreu.

Bis zur Blamage als Experte, wenn nötig.

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EM-Auslosung live aus dem Jerusalem des Ostens

Gruppe A Gruppe B Gruppe C Gruppe D
Polen Niederlande Spanien Ukraine
Griechenland Dänemark Italien Schweden
Russland Deutschland Irland Frankreich
Tschechien Portugal Kroatien England

[liveblog]

Topf 1
Niederlande
Spanien

Topf 2
Deutschland
England
Italien
Russland

Topf 3
Kroatien
Griechenland
Portugal
Schweden

Topf 4
Dänemark
Frankreich
Tschechien
Irland

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Ein Tag auf Schalke

Allerdings nicht in der Arena, das heißt: doch, aber eben ohne ein Spiel, stattdessen im Schalke-Museum. Ein Museum eines Fußballvereins — keine ganz neue Idee, in Deutschland dennoch nicht besonders verbreitet bislang. Inzwischen werden es langsam mehr. Die Frage, ob eine solche Einrichtung sinnvoll ist, darf dennoch erlaubt sein.

Denn als mein Begleiter und ich an jenem Nachmittag im Schalke-Museum eintrafen, waren wir die einzigen Menschen dort. Die einzigen überhaupt, was bedeutete, dass auch kein Mitarbeiter an der Kasse zu finden war. Blauer Teppich und ein paar Sessel sowie von etwas Weiterem schon erkennbare Vitrinen waren zu sehen, aber niemand, der uns in diese vermeintlich heilige Halle des Schalke-Museums Eintritt gewähren wollte. Nach circa zwei Stunden (Anmerkung für Rechtsanwälte: Eine subjektive Einschätzung von objektiv etwa fünf Minuten, in denen allerdings die Zeit stillstand.) bemühte sich dann doch die Kassenfrau an ihr Arbeitsgerät und ließ uns für im Nachhinein horrende fünf Euro pro interessiertem Kopf eintreten.

Der Beginn des chronologisch sortierten Rundgangs wartete mit einem vermeintlichen Schätzchen auf: Ein Video der Meisterprämie der Schalker Mannschaft von 1934. Dieses war erst vor Kurzem im dunklen Keller eines verstorbenen Amateurfilmers aufgetaucht. Diese Meisterprämie der Schalker bestand damals aus einer Reise ins Sauerland. Wo man dann auch artig trainierte, weitgehend ohne Schaulustige, zusammen Herrengesänge schmetterte und allerlei merkwürdige Trimm-Dich-Handlungen vornahm, neben den heute noch bekannten Bocksprüngen über die Rücken der Schalker Spieler auch die etwas obskur anmutende Handlung des gegenseitigen Arschversohlens.

Ein Spieler musste sich dabei nach vorne beugen, auf dass die anderen, teils sogar mehrere von ihnen zugleich, ihm auf den Hintern respektive Arsch hauten. Das geschah offensichtlich zum Vergnügen aller Beteiligten. Nicht aber zum Vergnügen des Betrachters des Films, denn das Machwerk ist wohl selbst für hartgesottenste Schalke-Fans nur von begrenztem Wert. Einzig, dass damals — wie ja ebenfalls im 11Freunde-Sonderheft der 1950er Jahre zu sehen — junge Menschen um die 30 aussahen wie ihre eigenen Großväter, sowohl in Bekleidung und Haarfrisur, vor allem aber in ihren zerfurchten und gegerbten Gesichtern, nimmt man aus dem Film mit.

Nach diesem sicher als Schmankerl zum Einstieg gedachten Video — Versuch leider misslungen — geht die Reise weiter an den einzelnen Vitrinen entlang. Den Beginn machen etliche Ansichtskarten, Fotos und Zeitungsausschnitte aus jenem (fußballerisch) glorreichen Jahrzehnt der Schalker, dem die gesamte Anhängerschaft wohl heute noch nachtrauert. Der „Völkische Beobachter“ wird ausgestellt, wie er von diversen Finalspielern der Schalker berichtet, Ehrenmedaillen und -bürgerschaften der Schalker Spieler liegen neben den vielen Fotos aus jener Zeit. Womit wir beim Thema wären: Zeitdokumente. Daraus besteht das Museum, was eigentlich keine Überraschung sein sollte. Nur Überraschungen an sich fehlten gänzlich im Museum. Und das, obwohl der Autor kein Schalke-Fan ist.

Denn wenn auch die Auf- und Auszeichnungen der „Deutschen Fußballkriegsmeisterschaft“ wohl allen Besuchern neu sein dürften: Es werden keine Geschichten erzählt und so wird weder diese Zeit etwas plastischer noch erhält man einen umfassenderen Eindruck der Ereignisse jener Hochphase des Schalker Fußballtums.

Stattdessen geht es in all den Vitrinen im selben Stil weiter, nur die Formen der Erinnerung an die Höhepunkte der Schalker Spielhistorie ändern sich. Waren es eingangs alte Zeitungsausschnitte und auch — sehenswerterweise — mal ein paar Fußballschuhe aus jener Zeit sowie die typische Bekleidung von Bergleuten, so wandelt sich die Darreichungsform später zu den Mitbringseln der Gegner aus auf europäischem Terrain geschlagenen Spielen. Den Wimpeln, den „Ehrentellern“, aber auch den die Spiele ankündigenden Plakate („Flutlichtspiel“). Wieso man in Kopenhagen seinem fußballerischen Gegner Eisbären auf Holztellern schenkt, bleibt im Dunkeln, dies Manko wird aber vom Anblick des schönen Geschenks des FC Porto — einem stilvollen alten Vollschiff (vielleicht war’s auch eine Galeone …) — wieder wettgemacht.

Schließlich kommen weitere Perlen dieser Art zum Vorschein, weil es in den Vitrinen für die 1970er Jahre etwas popkultureller wird: die obligatorischen Sammelbilder, ein BRAVO-Starschnitt der Kremers-Zwillinge, von selbigen besungene Single-Platten und dergleichen mehr. Ein Teil der privaten Foto-Sammlung von Klaus Fischer liegt sinnigerweise auf einem Haufen übereinander unter Glas, so dass man nur das erste dieser sicher etwas selteneren Bilder beglotzen kann. Erfährt somit aber immerhin, dass Klaus Fischer eine Art früher Sepp Maier war und während seiner Karriere fleißig selbst fotografierte. Erstaunlich, dass Klaus Fischer überhaupt etwas mit mehr als einem Knopf dran bedienen kann, ein Buch hat er schließlich noch nie gelesen. Vielleicht macht er bei Handbüchern eine Ausnahme.

Einen der beste Teile des insgesamt 600 Qudratmeter großen Museums stellen neun Audiofiles dar, in denen von Ernst Kuzorra über Berni Klodt bis zu Youri Mulder ehemalige Schalker Spieler in jeweils knapp 2 bis 3 Minuten eine Episode der Schalker Historie beleuchten. Das reicht von nicht mal für Fans interessanten Äußerungen, wie man früher mit dem Mofa zum Schalker Training fuhr, bis zu Amüsantem, welches Youri Mulder über seine ersten Spiele beim FC Schalke 04 zu berichten weiß:

“Anekdotenspoiler“

Als sein Berater ihn von Holland nach Deutschland vermitteln wollte, hatte er geantwortet, das er überall hingehe, nur nicht nach Wattenscheid. Kaum spielte er für Schalke, war das erste Pflichtspiel prompt gegen jenes Wattenscheid und ging noch prompter gar mit 0:3 im Ruhrstadion verloren. Viele Schalker Anhänger weinten darob hemmungslos, worauf Mulders extra angereister Vater seinen Sohn fragte, bei was für einem Verein er denn hier gelandet sei. Die Antwort auf diese gar nicht rhetorische Frage bleiben sowohl Mulder als auch das Museum leider schuldig.

 
 

Gelandet sind auch viele Fanutensilien im Schalke-Museum, die etwas zusammmenhangslos in der Mitte des Museums in einem stilisierten Wohnzimmer mit TV — zum Fußball Schauen gedacht, wohl — ausgestellt werden. An den Wänden hingen sie und pisten, hier gibt es nichts weiter zu tun, als sich Aufnäher, Wimpel und Kutten genau anzuschauen. Erklärung, Einordnung, Erläuterung: Fehlanzeige.

Leider wird der oben beschriebene Fernseher im weiteren Verlauf nicht dafür verwendet, fünf je etwa zehnminütige Videos über die schalker fußballerischen Miss- und Erfolge pro Jahrzehnt seit dem Zweiten Weltkrieg zu zeigen. Stattdessen steht man sich vor fünf verschiedenen Monitoren für diese kanpp fünfzig Minuten ohne Sitzmöglichkeit die Beine in den Bauch und bekommt doch nur Hausmannskost: Sowohl inhaltlich als auch vom Format her sind die Videos durch die Bezeichnung „mit Liebe gemacht“ noch sehr wohlwollend umschrieben. Möglicherweise müsste man „mit Liebe gemacht“ auch durch „im Jahr 2000 gemacht“ ersetzen. In jenem Jahr öffnete das Schalkemuseum nämlich erstmals seine Tore, und im Jahr 2000 befand man sich schließlich noch 5 Jahre vor der Gründung von youtube.

Naturgemäß gibt es nur wenige bewegte Bilder aus den frühen Zeiten, und das, was stattdessen gezeigt wird, kennt man auch als Nichtschalker meist schon zu Genüge. Heruntergefallener DFB-Pokal, der Hundebiss, die Meisterschaft der (unverständliche Laute), etc. pp. ad lib. Fad und auch technisch schlecht gemacht.

Der Höhepunkt des Museums folgt am Ende, allerdings nur physisch und nicht dramaturgisch. Im letzten Eckchen des Museums steht eine Mini-Tribüne à la Arena auf Schalke zur Besteigung frei. Man setzt sich also in die vierte, fünfte Reihe von unten in einigen Metern Höhe hin und schon startet ein Video über die verschiedenen Spielstätten, in denen der nicht ganz so ruhmreiche FC Schalke 04 je zu Hause war und ist. Glückauf-Kampfbahn, Parkstadion und schließlich Arena auf Schalke, neuerdings mit Sponsorennamen.

Kurz vor Ende des Videos dann ein überraschendes Gimmick, was möglicherweise nicht immer eingesetzt wird, eilt eine Mitarbeiterin zur Mini-Tribüne herbei und teilt mit, dass man jetzt schließen würde. Da waren für uns knapp zweieinhalb Stunden gespielt und was noch gefehlt hätte und worauf die Zuschauer nun verzichten mussten, war der Trikottausch. Der hätte im Schalke-Museum in Form von ausgestellten Trikots aus den verschiedenen Jahrzehnten stattgefunden, an denen man nun nur vorbeihuschen konnte, im Rücken die Museumsobfrau, die mit ihren Blicken Beine machte und sich auf dem Weg zu ihrem Feierabend keine Nachspielzeit abringen ließ.

Und schon wäre man wieder draußen, in luftiger Gelsenkirchener Höhe, an der Außenwand im x-ten Stock der Arena auf Schalke und wüsste nur wenig mehr über den FC Schalke 04 als zuvor. Für ein erstes selbst besuchtes Fußballmuseum aber durchaus einen Trip ins schöne Gelsenkirchen wert.

Fazit: Bissken teuer, ansonsten für ein Museum zumindest in der ersten Hälfte genauso aufbereitet, wie man sich ein Museum vorstellt. Die zweite Hälfte mit den Videos hätte man sich lieber komplett zu Hause auf youtube angesehen, dann wäre man auch nicht wegen so etwas Anachronistischem wie Öffnungszeiten von dannen gejagt worden.

Empfehlenswert? Die Jury verteilt zweieinhalb von fünf möglichen Schüppen Kohle. Plus einen langen Dödel, nech?

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Alle niederländischen Pokalsieger

Alle Pokalsieger im Fußball der Niederlande in einer Liste. Der offizielle Name des Wettbewerbs ist „KNVB-Beker“.

Jahr Pokalsieger
1898/1899 RAP Amsterdam
1899/1900 Velocitas Breda
1900/1901 HBS Den Haag
1901/1902 HFC Haarlem
1902/1903 HVV Den Haag
1903/1904 Koninklijke HFC
1904/1905 VOC Rotterdam
1905/1906 Concordia Delft
1906/1907 VOC Rotterdam
1907/1908 HBS Den Haag 2
1908/1909 Quick Den Haag 2
1909/1910 Quick Den Haag 2
1910/1911 Quick Den Haag
1911/1912 HFC Haarlem
1912/1913 Koninklijke HFC
1913/1914 Dordrechtsche Football Club
1914/1915 Koninklijke HFC
1915/1916 Quick Den Haag
1916/1917 Ajax Amsterdam
1917/1918 RCH Haarlem
1918/1919 -
1919/1920 CVV Rotterdam
1920/1921 VV Schoten
1921/1922 -
1922/1923 -
1923/1924 -
1924/1925 ZFC Zaandam
1925/1926 LONGA Tilburg
1926/1927 VUC Den Haag
1927/1928 RCH Haarlem
1928/1929 -
1929/1930 Feijenoord Rotterdam
1930/1931 -
1931/1932 Dordrechtsche Football Club
1932/1933 -
1933/1934 Velocitas Groningen
1934/1935 Feijenoord Rotterdam
1935/1936 Roermond
1936/1937 FC Eindhoven
1937/1938 VSV
1938/1939 FC Wageningen
1939/1940 -
1940/1941 -
1941/1942 -
1942/1943 Ajax Amsterdam
1943/1944 Willem II Tilburg
1944/1945 -
1945/1946 -
1946/1947 -
1947/1948 FC Wageningen
1948/1949 Quick 1888
1949/1950 PSV Eindhoven
1950/1951 -
1951/1952 -
1952/1953 -
1953/1954 -
1954/1955 -
1955/1956 -
1956/1957 Fortuna ‚54
1957/1958 Sparta Rotterdam
1958/1959 VVV Venlo
1959/1960 -
1960/1961 Ajax Amsterdam
1961/1962 Sparta Rotterdam
1962/1963 Willem II Tilburg
1963/1964 Fortuna ‚54
1964/1965 Feijenoord Rotterdam
1965/1966 Sparta Rotterdam
1966/1967 Ajax Amsterdam
1967/1968 ADO Den Haag
1968/1969 Feijenoord Rotterdam
1969/1970 Ajax Amsterdam
1970/1971 Ajax Amsterdam
1971/1972 Ajax Amsterdam
1972/1973 NAC Breda
1973/1974 PSV Eindhoven
1974/1975 FC Den Haag
1975/1976 PSV Eindhoven
1976/1977 FC Twente Enschede
1977/1978 AZ Alkmaar
1978/1979 Ajax Amsterdam
1979/1980 Feijenoord Rotterdam
1980/1981 AZ Alkmaar
1981/1982 AZ Alkmaar
1982/1983 Ajax Amsterdam
1983/1984 Feijenoord Rotterdam
1984/1985 FC Utrecht
1985/1986 Ajax Amsterdam
1986/1987 Ajax Amsterdam
1987/1988 PSV Eindhoven
1988/1989 PSV Eindhoven
1989/1990 PSV Eindhoven
1990/1991 Feyenoord Rotterdam
1991/1992 Feyenoord Rotterdam
1992/1993 Ajax Amsterdam
1993/1994 Feyenoord Rotterdam
1994/1995 Feyenoord Rotterdam
1995/1996 PSV Eindhoven
1996/1997 Roda JC Kerkrade
1997/1998 Ajax Amsterdam
1998/1999 Ajax Amsterdam
1999/2000 Roda JC Kerkrade
2000/2001 FC Twente Enschede
2001/2002 Ajax Amsterdam
2002/2003 FC Utrecht
2003/2004 FC Utrecht
2004/2005 PSV Eindhoven
2005/2006 Ajax Amsterdam
2006/2007 Ajax Amsterdam
2007/2008 Feyenoord Rotterdam
2008/2009 SC Heerenveen
2009/2010 Ajax Amsterdam
2010/2011 FC Twente Enschede
2011/2012 PSV Eindhoven
2012/2013 AZ Alkmaar
2013/2014 PEC Zwolle
2014/2015 FC Groningen
2015/2016 Feyenoord Rotterdam
2016/2017 Vitesse Arnheim
2017/2018 Feyenoord Rotterdam
2018/2019 Ajax Amsterdam
2019/2020 *

* Wettbewerb wurde wegen der Corona-Pandemie abgebrochen, kein Pokalsieger ermittelt.

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