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Schlagwort: Udo Lattek

Trainer mit mindestens zwei Titeln im Europapokal

Als Spieler schrammte Hans-Dieter Flick knapp am Gewinn des EC 1 vorbei, als er 1987 mit dem FC Bayern München im Finale von Wien gegen den FC Porto unterlag. Aber vielleicht holt er ja jetzt als Trainer nach, was er damals knapp verpasste. Einzug in diese Liste würde er mit seinem ersten Titel im Europapokal als Trainer aber noch nicht finden. Denn hier in dieser Liste sind alle Trainer aufgezählt, die es seit Einführung des Europapokals schafften, mindestens zwei Titel zu gewinnen. Dies unabhängig vom Wettbewerb, von denen es früher drei verschiedene gab, heute noch nur noch zwei. Was die Angelegenheit, mindestens zwei Titel zu gewinnen natürlich etwas schwieriger macht, zumal der EC 2, also der Europapokal der Pokalsieger, lange als der am einfachsten zu gewinnende galt.

Wie dem auch sei, gleich über 30 Trainern gelang dieses Kunststück, mindestens zwei Titel im Europapokal als Coach zu holen. Absoluter und alleiniger Führender ist dabei ein auch aus dem deutschen Fußball bekannter Trainer, der mit einem seiner Sprüche sogar Eingang in die deutsche Alltagssprache gefunden hat.

Liste Trainer mit mindestens zwei Titeln im Europapokal

Zur Erläuterung: der EC 1 ist der Europapokal der Landesmeister bis 1992 und ab 1993 die Champions League. Der Europoapokal der Pokalsieger firmiert hier als EC 2, welcher bis 1999 Bestand hatte. Und der frühere UEFA-Pokal und die heutige Europa League gelten hier als EC 3, wobei dessen Vorläufer wiederum, der Messe-Pokal, keinen Eingang in die Wertung gefunden hat.

Titel Trainer EC 1 EC 2 EC 3
5 Giovanni Trapattoni 1985, Juventus Turin 1984, Juventus Turin 1977, 1993, Juventus Turin
1991, Inter Mailand
4 Bob Paisley 1977, 1978, 1981, FC Liverpool
4 Alex Ferguson 1999, 2008, Manchester United 1983, FC Aberdeen
1991, Manchester United
4 Nereo Rocco 1963, 1969, AC Mailand 1968, 1973, AC Mailand
4 Jose Mourinho 2004, FC Porto
2014, Real Madrid
2003, FC Porto
2017, Manchester United
3 Carlo Ancelotti 2003, 2007, AC Mailand
2014, Real Madrid
3 Zinedine Zidane 2016, 2017, 2018, Real Madrid
3 Jose Llorente 1956, 1957, Real Madrid 1962, Atletico Madrid
3 Johan Cruyff 1992, FC Barcelona 1987, Ajax Amsterdam
1989, FC Barcelona
3 Udo Lattek 1974, FC Bayern München 1982, FC Barcelona 1979, Borussia M‘gladbach
3 Rafael Benitez 2005, FC Liverpool 2004, FC Valencia
FC Chelsea
3 Unai Emery 2014, 2015, 2016, FC Sevilla
2 Vicente del Bosque 2002, 2002, Real Madrid
2 Ernst Happel 1970, Feyenoord Rotterdam
1983, Hamburger SV
2 Luis Carniglia 1958, 1959, Real Madrid
2 Brian Clough 1979, 1980, Nottingham Forest
2 Dettmar Cramer 1975, 1976, FC Bayern München
2 Pep Guardiola 2009, 2011, FC Barcelona
2 Bela Guttmann 1961,1962, Benfica Lissabon
2 Helenio Herrera 1964, 1965, Inter Mailand
2 Jupp Heynckes 1998, Real Madrid
2013, FC Bayern München
2 Ottmar Hitzfeld 1997, Borussia Dortmund
2001, FC Bayer München
2 Stefan Kovacs 1972, 1973, Ajax Amsterdam
2 Miguel Munoz 1960, 1966, Real Madrid
2 Arrigo Sacchi 1989, 1990, AC Mailand
2 Raymond Goethals 1993, Olympique Marseille 1978, RSC Anderlecht
2 Louis van Gaal 1995, Ajax Amsterdam 1992, Ajax Amsterdam
2 Walerij Lobanowski 1975, 1986, Dynamo Kiew
2 Sven-Göran Eriksson 1999, Lazio Rom 1982, IFK Göteborg
2 Bill Nicholson 1963, Tottenham Hotspur 1972, Tottenham Hotspur
2 Bobby Robson 1997, FC Barcelona 1981, Ipswich Town
2 Nevio Scala 1993, AC Parma 1995, AC Parma
2 Luis Molowny 1985, 1986, Real Madrid
2 Juande Ramos 2006, 2007, FC Sevilla
2 Diego Simeone 2012, 2018, Atletico Madrid

Immerhin – oder soll man sagen nur? – vier deutsche Trainer finden sich in dieser Liste: Dettmar Cramer, Udo Lattek, Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld.

Tipps, welcher Trainer als nächster folgt

Wer nicht gerade im online Casino Echtgeld verspielen will, wäre gut beraten, darauf zu wetten, welcher deutsche Trainer der nächste sein könnte. Jürgen Klopp gewann in der letzten Saison die Champions League. In dieser Saison stehen die Chancen äußerst gut, dass ein weiterer Trainer hinzukommt. Mit den Trainer Hans-Dieter Flick (FC Bayern München), Julian Nagelsmann (Rasenballsport Leipzig) und Thomas Tuchel (Paris St. Germain) stehen gleich drei deutsche Trainer im Halbfinale der Champions League. Derweil die Europa League definitiv wieder ohne deutschen Club und auch ohne deutschen Trainer ihr Endspiel bestreiten wird.

Wer also von den drei Trainern in dieser Saison die Champions League erstmals gewinnt, hat gute Chancen, schon bald in dieser Liste aufzutauchen. Alle sind noch recht jung, was für Julian Nagelsmann besonders gilt.

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Alle Trainer der Champions-League-Sieger

Anders als in der Frühzeit dieses Wettbewerbs, als er noch Europapokal der Landesmeister hieß, gelang es keinem Verein und damit – nicht zwingenderweise, aber es ist eben so – auch keinem Trainer mehr, den Titel in diesem Wettbewerb zu verteidigen. Dabei fing es genau damit an, als zuerst José Villalonga Llorente zwei Mal in Folge mit Real Madrid den Titel gewann und direkt im Anschluss Luis Antonio Carniglia dasselbe Künststück ebenfalls mit Real Madrid gelang.

Es folgten vor der Umwandlung in die Champions League noch viele weitere, gemessen an der geringen Zeit, die zur Verfügung stand. Belá Guttmann gelang es mit Benfica, ebenfalls erst kurz nach der Einführung, diesem folgte Helenio Herrera mit zweimaligem Titelgewinn mit Inter Mailand. Dann war es Rinus Michels, der zwei Mal in Folge mit Ajax Amsterdam gewann.

Es folgten sechs weitere Jahre mit jeweils einem zweimaligen Gewinner als Trainer: Dettmar Cramer mit dem FC Bayern München, Bob Paisley mit dem FC Liverpool und der legendäre Brian Clough mit Nottingham Forest. Dann dauerte es allerdings fast ein Jahrzehnt, bis das nächste und allgemein das letzte Mal ein Trainer zwei Mal in Folge den Titel gewann: Arrigo Sacchi 1989 und 1990 mit dem AC Mailand. Seitdem versucht die Trainerzunft vergeblich, mal wieder ein doppelten Titelgewinn direkt hintereinander zu bewerkstelligen, wie die komplette Liste zeigt:

Jahr Trainer Nation Club
1955/1956 José Villalonga Llorente Spanien Real Madrid
1956/1957 José Villalonga Llorente Spanien Real Madrid
1957/1958 Luis Antonio Carniglia Argentinien Real Madrid
1958/1959 Luis Antonio Carniglia Argentinien Real Madrid
1959/1960 Miguel Muñoz Spanien Real Madrid
1960/1961 Belá Guttmann Ungarn Benfica
1961/1962 Belá Guttmann Ungarn Benfica
1962/1963 Nereo Rocco Italien AC Mailand
1963/1964 Helenio Herrera Argentinien Inter Mailand
1964/1965 Helenio Herrera Argentinien Inter Mailand
1965/1966 Miguel Muñoz Spanien Real Madrid
1966/1967 Jock Stein Schottland Celtic Glasgow
1967/1968 Matt Busby Schottland Manchester United
1968/1969 Nereo Rocco Italien AC Mailand
1969/1970 Ernst Happel Österreich Feyenoord Rotterdam
1970/1971 Rinus Michels Spanien Ajax Amsterdam
1971/1972 Rinus Michels Niederlande Ajax Amsterdam
1972/1973 Stefan Kovacs Rumänien Ajax Amsterdam
1973/1974 Udo Lattek Deutschland FC Bayern München
1974/1975 Dettmar Cramer Deutschland FC Bayern München
1975/1976 Dettmar Cramer Deutschland FC Bayern München
1976/1977 Bob Paisley England FC Liverpool
1977/1978 Bob Paisley England FC Liverpol
1978/1979 Brian Clough England Nottingham Forest
1979/1980 Brian Clough England Nottingham Forest
1980/1981 Bob Paisley England FC Liverpool
1981/1982 Tony Barton England Aston Villa
1982/1983 Ernst Happel Österreich Hamburger SV
1983/1984 Joe Fagan England FC Liverpool
1984/1985 Giovanni Trapattoni Italien Juventus
1985/1986 Emerich Jenei Rumänien Steaua Bukarest
1986/1987 Artur Jorge Portugal FC Porto
1987/1988 Guus Hiddink Niederlande PSV Eindhoven
1988/1989 Arrigo Sacchi Italien AC Mailand
1989/1990 Arrigo Sacchi Italien AC Mailand
1990/1991 Ljupko Petrovic Jugoslawien Roter Stern Belgrad
1991/1992 Johan Cruyff Niederlande FC Barcelona
1992/1993 Raymond Goethals Belgien Olympique Marseille
1993/1994 Fabio Capello Italien AC Mailand
1994/1995 Louis van Gaal Niederlande Ajax Amsterdam
1995/1996 Marcello Lippi Italien Juventus Turin
1996/1997 Otmar Hitzfeld Deutschland Borussia Dortmund
1997/1998 Jupp Heynckes Deutschland Real Madrid
1998/1999 Alex Ferguson Schottland Manchester United
1999/2000 Vicente del Bosque Spanien Real Madrid
2000/2001 Ottmar Hitzfeld Deutschland FC Bayern München
2001/2002 Vicente del Bosque Spanien Real Madrid
2002/2003 Carlo Ancelotti Italien AC Mailand
2003/2004 José Mourinho Portugal FC Porto
2004/2005 Rafael Benitez Spanien FC Liverpool
2005/2006 Frank Rijkaard Niederlande FC Barcelona
2006/2007 Carlo Ancelotti Italien AC Mailand
2007/2008 Alex Ferguson Schottland Manchester United
2008/2009 Pep Guardiola Spanien FC Barcelona
2009/2010 José Mourinho Portugal Inter Mailand
2010/2011 Pep Guardiola Spanien FC Barcelona
2011/2012 Roberto di Matteo Italien FC Chelsea
2012/2013 Jupp Heynckes Deutschland FC Bayern München
2013/2014 Carlo Ancelotti Italien Real Madrid
2014/2015 Luis Enrique Spanien FC Barcelona
2015/2016 Zinedine Zidane Frankreich Real Madrid
2016/2017 Zinedine Zidane Spanien Real Madrid
2017/2018 Zinedine Zidane Frankreich Real Madrid
2018/2019 Jürgen Klopp Deutschland FC Liverpool
2019/2020 Hans-Dieter Flick Deutschland FC Bayern München

Dabei waren auch seit Einführung der Champions League durchaus mehrere Trainer dabei, die mehr als einen Titel gewannen, jedoch nicht in unmittelbarer Folge.

Einige kamen sogar bereits auf drei Titel insgesamt, auch seit der Umwandlung des Wettbwerbs, nicht erst in den frühen Jahren, beispielsweise Carlo Ancelotti. Dabei gab es allerdings wiederum nur ganz wenige, die mit zwei verschiedenen Clubs diese Leistung auf die Matte oder besser auf den Fußballplatz brachten.

Eine von diesen wenigen Personen war Ernst Happel, der „Zocker“, nicht nur auf dem Spielfeld mit seinen Mannschaften, sondern auch in echten Casinos. 11Freunde berichten davon, dass man sich auch mal zusammen aufgemacht habe, also Spieler und Trainer zu Zeiten beim HSV, um im Casino spielen zu gehen. Trotz ihrer Prominenz dürfte es bei ihnen damals allerdings nicht ohne Einzahlung möglich gewesen sein, ein wenig Spaß beim Spielen zu haben, wie es beim verlinkten Anbieter angeboten wird.

Ein anderer mit zwei verschiedenen Clubs siegreicher Spieler ist ebenfalls ein deutschsprachiger Trainer – Ernst Happel war bekanntlich Österreicher – nämlich Ottmar Hitzfeld. Während Happel mit Feyenoord Rotterdam und dem Hamburger SV gewann, somit zwei Clubs aus verschiedenen Ländern, welche beide nicht seine Heimatländer waren, gelang Ottmar Hitzfeld der Coup 1997 mit Borussia Dortmund und 2001 mit Bayern München, somit mit zwei Vereinen aus seinem Heimatland.

Dritter im Bunde dieser einsamen Riege an Trainern, die mit zwei verschiedenen Clubs die Champions League gewannen ist natürlich José Mourinho, dem das 2004 als Nobody mit dem FC Porto gelang sowie 2010 mit Inter Mailand – zufälligerweise gegen seinen alten Lehrmeister Louis van Gaal, der damals den FC Bayern trainierte, den unterlegenen Finalgegner.

Auch er bekannt als absoluter Zocker unter den Trainern, wenn auch in einer etwas anderen Art als es Ernst Happel zu sein pflegte. Bei Mourinho weiß man stets, dass es ihm nicht um Schönheitspreise, sondern um Erfolg geht. Und dazu sind ihm alle Mittel Recht. Wer selber ähnlich tickt und es ihm weniger auf Ästhetik als auf den Spaß am Gewinnen ankommt, der wird bei Stargames Casino fündig und vielleicht glücklich. Anders als in der Champions League ist es dort nämlich keineswegs extrem schwierig, mehrere Male in Folge zu gewinnen.

Vierter dieser Trainer ist Jupp Heynckes, der erst mit Real Madrid und dann mit dem FC Bayern München erfolgreich war, seine Karriere aber mittlerweile beendet hat.

Bei der Gesamtzahl der Titel, die Trainer in der Champions League und im Europapokal der Landesmeister gewonnen haben, führt übrigens nur für den Laien überraschend ein Engländer, der gleich 3x mit dem FC Liverpool die Trophäe gewann. Pep Guardiola könnte ebenso wie José Mourinho in Kürze gleichziehen. Die deutschen Sieger-Trainer sind allerdings allesamt nicht mehr aktiv (Ottmar Hitzfeld, Jupp Heynckes, Dettmar Cramer) oder kürzlich verstorben (Udo Lattek).

Hier sind alle Trainer aufgeführt, welche mehr als einen Titel „ercoachten“ (Stand 2016):

Trainer Nation Titel
Bob Paisley England 3
Carlo Ancelotti Italien 3
Vicente del Bosque Spanien 2
Luis Antonio Carniglia Argentinien 2
Brian Clough England 2
Dettmar Cramer Deutschland 2
Alex Ferguson Schottland 2
Pep Guardiola Spanien 2
Belá Guttmann Ungarn 2
Ernst Happel Österreich 2
Helenio Herrera Argentinien 2
Ottmar Hitzfeld Deutschland 2
Jupp Heynckes Deutschland 2
José Villalonga Llorente Spanien 2
Rinus Michels Niederlande 2
José Mourinho Portugal 2
Nereo Rocco Italien 2
Arrigo Sacchi Italien 2
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Alle Trainer von DFB-Pokal-Siegern

Jahr Verein Trainer
1953 Rot-Weiss Essen Karl Hohmann
1954 VfB Stuttgart Georg Wurzer
1955 Karlsruher SC Adolf Patek
1956 Karlsruher SC Ludwig Janda
1957 FC Bayern München Willibald Hahn
1958 VfB Stuttgart Georg Wurzer
1959 Schwarz-Weiß Essen Hans Wendlandt
1960 Borussia Mönchengladbach Bernd Oles
1961 Werder Bremen Georg Knöpfle
1962 1. FC Nürnberg Herbert Widmayer
1963 Hamburger SV Martin Wilke
1964 TSV 1860 München Max Merkel
1965 Borussia Dortmund Hermann Eppenhoff
1966 FC Bayern München Zlatko Cajkovski
1967 FC Bayern München Zlatko Cajkovski
1968 1. FC Köln Willi Multhaup
1969 FC Bayern München Branko Zebec
1970 Kickers Offenbach Alfred Schmidt
1971 FC Bayern München Udo Lattek
1972 FC Schalke 04 Ivica Horvat
1973 Borussia Mönchengladbach Hennes Weisweiler
1974 Eintracht Frankfurt Dietrich Weise
1975 Eintracht Frankfurt Dietrich Weise
1976 Hamburger SV Kuno Klötzer
1977 1. FC Köln Hennes Weisweiler
1978 1. FC Köln Hennes Weisweiler
1979 Fortuna Düsseldorf Hans-Dieter Tippenhauer
1980 Fortuna Düsseldorf Otto Rehhagel
1981 Eintracht Frankfurt Lothar Buchmann
1982 FC Bayern München Pal Csernai
1983 1. FC Köln Rinus Michels
1984 FC Bayern München Udo Lattek
1985 Bayer Uerdingen Karl-Heinz Feldkamp
1986 FC Bayern München Udo Lattek
1987 Hamburger SV Ernst Happel
1988 Eintracht Frankfurt Karl-Heinz Feldkamp
1989 Borussia Dortmund Horst Köppel
1990 1. FC Kaiserslautern Karl-Heinz Feldkamp
1991 Werder Bremen Otto Rehhagel
1992 Hannover 96 Jürgen Gelsdorf
1993 Bayer Leverkusen Dragoslav Stepanovic
1994 Werder Bremen Otto Rehhagel
1995 Borussia Mönchengladbach Bernd Krauss
1996 1. FC Kaiserslautern Eckhard Krautzun
1997 VfB Stuttgart Jogi Löw
1998 FC Bayern München Giovanni Trapattoni
1999 Werder Bremen Thomas Schaaf
2000 FC Bayern München Ottmar Hitzfeld
2001 FC Schalke 04 Huub Stevens
2002 FC Schalke 04 Huub Stevens
2003 FC Bayern München Ottmar Hitzfeld
2004 Werder Bremen Thomas Schaaf
2005 FC Bayern München Felix Magath
2006 FC Bayern München Felix Magath
2007 1. FC Nürnberg Hans Meyer
2008 FC Bayern München Ottmar Hitzfeld
2009 Werder Bremen Thomas Schaaf
2010 FC Bayern München Louis van Gaal
2011 FC Schalke 04 Ralf Rangnick
2012 Borussia Dortmund Jürgen Klopp
2013 FC Bayern München Jupp Heynckes
2014 FC Bayern München Pep Guardiola
2015 VfL Wolfsburg Dieter Hecking
2016 FC Bayern München Pep Guardiola
2017 Borussia Dortmund Thomas Tuchel
2018 Eintracht Frankfurt Niko Kovac
2019 FC Bayern München Niko Kovac
2020 FC Bayern München Hans-Dieter Flick

Falls sich jemand fragen sollte, was mit den Pokalsiegen vor und während des Zweiten Weltkriegs ist, bzw. wieso diese hier fehlen: Bis 1945 hieß der Wettbewerb Tschammer-Pokal, erst ab 1953 wurde er als DFB-Pokal geführt, was ja wiederum in der Titelzeile so als Inhalt für diese Seite angekündigt ist.

Wie immer bleibt der DFB-Pokal eine der interessantesten Veranstaltungen für alle an Sportwetten interessierten. Sie werden zwar gefühlt weniger, doch ist gerade der Pokal immer für Überraschungen gut. Und sollte es mal zu einer solchen kommen, ist die Quote mit einem unterklassigen Sieger gleich geeignet, ein ganzes Wochenende zu versilbern. Einige Anbieter von Sportwetten findet man hier, mit einigen zusätzlichen Informationen. Ausgelost wurde die 1. Runde des DFB-Pokals ja schon, auch hier warten trotz — oder gerade wegen — des Vorgangs, in der 1. Runde die höherklassigen Teams noch zu setzen und somit auf jeden Fall gegen ein unterklassiges Team antreten zu lassen, sicher wieder viele Überraschungen.

Schließlich gibt es nicht erst einen ehemaligen DFB-Pokalsieger, siehe oben, der es schon mal geschafft hat, in der 1. Runde gegen Amateure auszuscheiden.

Was die Trainer angeht, die den DFB-Pokal bislang gewannen, so hat es noch niemand häufiger als 3x geschafft, wie die unten stehende Tabelle zeigt, in der alle Trainer aufgelistet sind, die es mehr als 1x geschafft haben.

Jahr Verein/e Titel
Karl-Heinz Feldkamp Bayer Uerdingen, Eintracht Frankfurt, 1. FC Kaiserslautern 3x
Ottmar Hitzfeld FC Bayern München 3x
Thomas Schaaf Werder Bremen 3x
Udo Lattek FC Bayern München 3x
Otto Rehhagel Werder Bremen, Fortuna Düsseldorf 3x
Hennes Weisweiler Borussia Mönchengladbach, 1. FC Köln 3x
Georg Wurzer VfB Stuttgart 2x
Zlatko Cajkovski FC Bayern München 2x
Huub Stevens FC Schalke 04 2x
Dietrich Weise Eintracht Frankfurt 2x
Felix Magath FC Bayern München 2x
Dietrich Weise Eintracht Frankfurt 2x
Niko Kovac Eintracht Frankfurt
FC Bayern München 2x Kommentare geschlossen

Trainer mit den meisten Spielen in der 1. Bundesliga

Trainer Spiele Vereine
Otto Rehhagel 832 Kickers Offenbach, Werder Bremen, Borussia Dortmund, Arminia Bielefeld, Fortuna Düsseldorf, FC Bayern München, 1. FC Kaiserslautern,
Jupp Heynckes 642 Borussia Mönchengladbach, FC Bayern München, Eintrach Frankfurt, FC Schalke 04, Bayer Leverkusen
Erich Ribbeck 569 Eintrach Frankfurt, 1. FC Kaiserslautern, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, FC Bayern München
Udo Lattek 522 FC Bayern München, Borussia Mönchengladbach, Borussia Dortmund, 1. FC Köln, FC Schalke 04
Thomas Schaaf 513 Werder Bremen, Eintracht Frankfurt
Felix Magath 495 Hamburger SV, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart, FC Bayern München, VfL Wolfsburg, FC Schalke 04
Hennes Weisweiler 470 Borussia Mönchengladbach, 1. FC Köln
Ottmar Hitzfeld 461 Borussia Dortmund, FC Bayern München
Friedhelm Funkel 459 Bayer Uerdingen, MSV Duisburg, Hansa Rostock, 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC
Christoph Daum 426 1. FC Köln, VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt

Stand 30.6.2015

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Tönnies trifft gegen die Bayern

Der Mann, der heute noch den Rekord für den schnellsten Hattrick der Bundesliga hält, hatte vor seiner Zeit beim MSV Duisburg bei einem Amateurclub gespielt, beim 1. FC Bocholt. In dessen Trikot traf Michael Tönnies gegen die Bayern. Und zwar immerhin im Viertelfinale des DFB-Pokals 1983/1984.

Wie’s ausgeht, wird nicht verraten, jedenfalls nicht 0:0.



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Die Großtante aller Niederlagen

Am Samstag waren wir alle Bayernfans Hobbypsychologen. Gab es irgendjemanden, der bei dieser Art Bastian Schweinsteigers, zum Elfmeter anzulaufen, nicht aufgeschrien und Stop! gerufen hätte? Jede Faser seines Körpers wollte doch intensiv seiner Umwelt mitteilen, dass dieser Körper es für keine gute Idee hielt, jetzt, am Ende dieser 120+x Minuten auch noch in wenigen Sekunden für die Niederlage verantwortlich zu sein. Aber wenn die fünf Schützen nominiert sind, gibt es nun mal kein Zurück mehr. Und all wir Hobbypsychologen waren danach und womöglich für längere Zeit noch mit dem eigenen Bewältigen dieser Niederlage beschäftigt. Wobei, das darf sicher sein, es eben kein zweites Barcelona war. Weshalb die Bewältigung schneller gehen wird.

Vorab: Es sei niemandem seine persönliche Einschätzung dieses Finales daheim genommen. Jeder leidet selbst so, wie er will und gerne auch mit immer neuen Höhe- bzw. Tiefpunkten des Leidens. Objektiv gesehen ist aber klar, dass es nur die Aktualität des Schmerzes gewesen sein kann, die zum Ausspruch verleitete, dass Drogbas Schüsse ins Tor im Resultat schlimmer gewesen seien als die Mutter aller Niederlagen. In diesem Spiel sah es keineswegs die gesamte Spielzeit lang so aus, als würde der FC Bayern sicherer Sieger dieser Partie werden, sondern nur genau von Müllers Tor bis zu Drogbas Ausgleich. Das ist zwar „schon au“ irgendwie bitter, hat aber eine ganze andere Qualität, zumal (bis auf den von Robben vergebenen Strafstoß) die ganz großen weiteren Chancen fehlten.

In einem Elfmeterschießen, und darauf lief die gesamte Spielanlage des FC Chelsea doch schon in den ersten Minuten hinaus, stehen die Chancen nun mal 50-50, wobei sie aufgrund diverser Umstände in diesem Fall aus Münchner Sicht schlechter standen. Zum Einen, weil man sich selbst diesen Riesendruck auferlegt hatte, das „Ding“ (O. Kahn) im eigenen Stadion unbedingt zu gewinnen. Zum Anderen, weil man immer noch keine professionelle Vorbereitung auf Eventualitäten eines Fußballspiels für nötig hält. Dazu gehörte, intensiv Elfmeter zu trainieren, die jeweiligen Spieler auf das vorzubereiten, was kommen kann und — das ist kein Muss, aber wie sichtbar wurde, wäre es nötig gewesen — auch die Schützen schon im Vorhinein zu bestimmen.

Ändern könnte man diese dann immer noch, wenn es soweit ist. Jupp Heynckes lief angeblich vom Einen zum Anderen und erntete nur Absagen, so dass der eigene Torwart schon einer der regulären fünf Elfmeterschützen sein musste. Was sich im Nachklapp als absolutes Plus für Manuel Neuer erwiesen hat, ist eine unübersehbare Peinlichkeit für jene, welche ins Finale mit dem höchsten aller möglichen fußballerischen Niveaus gingen und für diese Angelegenheit verantwortlich sind.

Weiterhin weiß doch jeder, dass man nicht im Vorhinein zum Geburtstag gratuliert. Insofern musste jeder, der einen Funken Aberglaube in sich wiemeln spürt, zusammenzucken, als die Kurve der Bayern die Worte „Unsere Stadt, unser Stadion, unser Pokal“ ausrollte und damit den Grundstein für die Niederlage gelegt hatte. Selbst wenn man nicht abergläubisch ist, ahnte man in diesen Momenten, dass es nie gut ist, die Götter herauszufordern, und wenn es nur die Fußballgötter sind.

So entspann sich eine Partie, die man so ähnlich schon im Halbfinale dieses Wettbewerbs gesehen hatte, und so unansehnlich es auch sein mag, es ist vollkommen legitim, so zu spielen. Zumal sich auch die berechtigte Frage stellt, wie stark oder schwach die Bayern wirklich waren — und wie viel der schwachen Offensivleistung der Gäste darin zu begründen war, dass Bayern eben so stark spielte.

Einen Höhepunkt an Frechheit lieferte jener Reporter von sky, der den Trainer des frisch gebackenen Champions-League-Sieger befragte, ob dieser den Stil seiner eigenen Mannschaft „schön“ fände. Ein bisschen frech ist es, diese Frage zu stellen. Frecher ist es allerdings, dass sich ein Mensch mit so wenig Ahnung vom Spiel jemals als Sportreporter beworben hat und somit zu diesem Job gekommen ist. Als wäre es im Fußball je um Schönheit gegangen und als interessierte das irgendjemanden im Moment des Triumphs — außer schlechten Verlierern, denen die Argumente fehlen. Und die einzigen Argumente, die es im Fußball gibt, sind erzielte Tore.

Man kann sich doch nicht ein (monetäres) Leben daraus basteln, die Unwägbarkeit des Fußballsports so sehr zu melken, dass es für ein Häuschen im Grünen reicht und man den Kindern die Universität bezahlen kann, wenn die Unwägbarkeit dann aber ernst macht mit ihrem Unwägbarsein, sich über ihre Existenz beschweren.

Weshalb sich stante pede ans Scheitern anschließende Diskussionen der üblichen Verdächtigen (Kahn: „Eier“, Effenberg: „Führungsspieler“, Lattek: „Neid“) auch darin erschöpfen, ihre Weltsicht auf den Fußball wiederzugeben, statt sich mit aktuellen Problemen des FC Bayern auseinandersetzen. Wer in einem Pokalwettbewerb im Fußball Zweiter wird, hat nicht allzu viel falsch gemacht, sonst wäre er dort nicht hingekommen. Was nicht bedeutet, dass man nichts verbessern könnte, denn:

Was ist nur aus dem FC Bayern geworden, der als ich als Kind zum Fußball kam noch nie ein Finale verloren hatte? Dann kam Aston Villa, dann Uerdingen, dann Porto und heutzutage verlieren die Bayern mal eben zwei Finals in einer Woche. Ein „Barcelona“ war es aber dennoch nicht, weil die Häufigkeit des Scheiterns bei den Bayern enorm zugenommen hat, und man deshalb dran gewöhnt sein müsste. Schon beim Abschlachten während des DFB-Pokalfinales durch den BVB spürte ich zum allerersten Mal in meinem Leben eine Gefühlsregung, die mir wirklich Angst bereitete: Ich hatte Mitleid mit den Bayern.

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Trainer, die ihren Meistertitel verteidigten

Nur bezogen auf die Bundesliga

Okay, dass Mannschaften ihren Titel verteidigen gibt es oft und bleibt auch gerne im Gedächtnis haften. Gerade bei der Suche danach, wer vor den Bayern höchstselbst seinen Titel verteidigte, fiel mir aber auf, dass es Borussia Dortmund war. Mit: Ottmar Hitzfeld, der danach mit den Bayern den Titel verteidigte. Zwischen Jürgen Klopp mit Borussia Dortmund und Ottmar Hitzfeld mit den Bayern und Borussia Dortmund gelang das allerdings auch noch Felix Magath. Mit den Bayern.

Hier die Liste der Trainer, die ihren Meistertitel verteidigten.

Nach einer Meisterschaft den Verein zu wechseln und seinen Titel zu verteidigen gelang bislang noch niemandem. Kommt noch. Irgendwann.

Titel Trainer Verein
1970 und 1971 Hennes Weisweiler Borussia Mönchengladbach
1972 und 1973 Udo Lattek FC Bayern München
1973 und 1974 Udo Lattek FC Bayern München
1976 und 1977 Udo Lattek Borussia Mönchengladbach
1980 und 1981 Pal Csernai FC Bayern München
1982 und 1983 Ernst Happel Hamburger SV
1985 und 1986 Udo Lattek FC Bayern München
1986 und 1987 Udo Lattek FC Bayern München
1989 und 1990 Jupp Heynckes FC Bayern München
1995 und 1996 Ottmar Hitzfeld Borussia Dortmund
1999 und 2000 Ottmar Hitzfeld FC Bayern München
2000 und 2001 Ottmar Hitzfeld FC Bayern München
2005 und 2006 Felix Magath FC Bayern München
2011 und 2012 Jürgen Klopp Borussia Dortmund
2014 und 2015 Josep Guardiola FC Bayern München

Jürgen Klopp befindet sich also mittlerweile in recht exquisiter Gesellschaft, zumindest in der Liste der Trainer, die es schafften, in der Bundesliga ihren Titel zu verteidigen. Zum all-time-leader Udo Lattek mit fünf erfolgreichen Titelverteidigungen sind es aber wohl doch noch einige Jahrzehnte zu gehen.

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Evolution im Fußball am Beispiel von Königen

Hinterher ist man immer schlauer, besonders, wenn man über irgendwas bloggt.

Wenn man aber als Michael Preetz partout nicht gemerkt hat, wo sich der Fußball — auch seit seinem eigenen Abschied von der aktiven Karriere — mittlerweile hinbewegt hat, dann kommt eben dabei raus, dass man sich von einem Reiner Calmund, lange aus dem Geschäft, zu einem Otto Rehhagel, noch länger aus dem Geschäft, raten lässt. Zwar kann Letzterer trotz deftigster Niederlagen immer noch den Klassenerhalt schaffen, der Tagesspiegel schrieb aber trotzdem heute Vormittag schon vom „Abschied des Märchenerzählers“.

Preetz‘ sonstige Trainerauswahl mag ja auch immer ein Kompromiss aus den verfügbaren Mitteln, den auf dem Markt verfügbaren Personen und dem sein, was man tatsächlich gerne umsetzen würde. Und dass Favre „aus Gründen“ die Mannschaft nicht mehr folgte, mag auch nicht Preetz‘ Schuld sein. Und absteigen müssen eben immer zweieinhalb, egal, wie viel alle 18 Klubs versuchen.

Die sonstige Trainerauswahl in Preetz‘ Amtszeit spricht aber nun mal nicht dafür, dass er in einer Weise im — aktuellen — Fußball zu Hause wäre, mit der man Erstklassiges liefern kann. Babbel, der bislang auch kaum durch taktische Finessen überzeugt hätte, Funkel, Skibbe (sic!) und eben Rehhagel. Auch wenn vielleicht nur als Mann für die Medien geholt.

Allerdings: Hinterher ist man immer schlauer, besonders, wenn man über irgendetwas bloggt.

Und das Ende vom Märchenonkel, da denken viele Leser ja immer, man würde sich stets über das Scheitern von im Fußball handelnden Personen freuen, das Ende vom Märchenonkel ist nur ein letztes Indiz, dass Rangnick mit seiner „Viererkettenerklärung“ damals eben richtig lag und weit, weit der Zeit voraus war. Die aber nun auch noch den Märchenerzähler eingeholt hat.

Was sich am Ende aber nur bestätigt, auch wenn man das von hier aus am Ende der Verwertungskette nicht wirklich beurteilen kann: Damals, auch Völler bei der Nationalmannschaft mit Co Skibbe, damals bestand das Trainersein wirklich mehr oder weniger nur aus Handauflegen, sprich: Die Leute bei Laune halten und dann, wenn es drauf ankam, heiß machen.

Insofern sind all ihre Geschichten von früher nicht gelogen — nur war das ein anderes Spiel und ein anderer Job als jetzt. Udo Latteks Glück bei seiner Zeit in Dortmund war, dass er mit Matthias Sammer als eigentlich Verantwortlichem mehr Fortune hatte als Otto Rehhagel mit seinen Fädenziehern in Berlin.

Wie dem auch sei: Es ist gut*, dass diese Zeit jetzt endlich vorbei ist. Ihm selbst zuliebe hätte Otto Rehhagel das allerdings nicht unbedingt an seiner eigenen Person demonstrieren müssen.

* Wenn es anders wäre, wäre es allerdings auch nicht besonders tragisch, nur anders.

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Otto, Experte fürs Onanieren

Otto Rehhagel ist sich nicht zu schade, mal wieder ein paar Sprüche nach altem Muster rauszuhauen. „Ich bin das Gesetz“ und dergleichen aus der Zeit gefallener Sermon mehr. Aber das war ja auch nicht anders zu erwarten, an Selbstvertrauen hat es den unbeirrt aller tatsächlichen Qualifikationen gerne ordentlich auf den Putz hauenden Menschen aus dem Ruhrgebiet selten gemangelt.

Jedenfalls jenen Ruhris vom Schlage des Altenessener Otto Rehhagel. Da genügt ein kurzer und kurzweiliger Blick in die Historie seiner Bon- und auch Malmots. So nannte er schon 1983 die Spielerfrau das beste Trainingslager, das es gebe, und wusste auch auszuführen, warum das so ist. Wenn Spieler im Trainingslager seien, ohne dass ihre Frauen sie besuchen könnten, „müssen ja alle onanieren, auf der Toilette oder irgendwo.“

Ob es mit dieser entschärfenden Maßnahme getan sein wird, Hertha BSC vor dem erneuten Abstieg zu bewahren, werden die nächsten 12 Spiele zeigen. Das Modell Lattek/Sammer als Blaupause mag funktioniert haben, damals geriet aber ein eigentlicher Kandidat fürs obere Drittel der Tabelle in den Abstiegssog. Dass man bei Hertha über Spieler (und trotz Babbel eventuell ein Spielsystem) verfügt, die mindestens Platz 15 rechtfertigen, ist seit ziemlich genau 2,5 Jahren äußerst fraglich. Bislang fehlt der Nachweis, der recht unabhängig von Rehhagels künftigem Wirken zu erbringen wäre.

In welchen Zeiten Rehhagels beste Phase als Trainer lag, macht der Artikel deutlich, aus dem das obige Zitat stammt. Ganz zu Anfang ist übrigens zu lesen, dass der gute alte Loddar mit diesem seinem wirren Paarungsverhalten nicht erst dann begann, als ihm Gleichaltrige zu alt geworden waren.

Was es sonst noch so mit Lothar Emmerichs selbst tituliertem „Stengel“, viel zu alten Zimmermädchen und Stan Libudas rasender Eifersucht auf sich hatte, erzählt mal wieder ein Beitrag aus einem immer besuchenswerten Archiv. Man möge sich aber bitte nicht wundern, wenn die Augen beim Lesen kräftig stauben. 1983 und davor miefte der Herrenclub Bundesliga noch ein wenig mehr nach nicht ganz so verschämt ausgelebter Männlichkeit als heute.

Schlitzohr nimmt Elfe.

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Uli Hoeneß und diese Sache mit dem Nikolaus

Man würde kaum glauben, dass die zu Beginn rechts im Bild befindliche Steffi Graf zum Zeitpunkt der Sendung am 12. Dezember 1984 tatsächlich schon 15 Jahre alt war. Dass Udo Lattek Modell für Mr. Burns stand, glaubt allerdings jeder sofort. So, und jetzt den Goldkehlchen aus München gelauscht. Weil’s so arg schön ist, heute auch mal in Breitwand.

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Alle Meistertrainer der Bundesliga

Jahr Trainer Verein
1963/1964 Georg Knöpfle 1. FC Köln
1964/1965 Willi Multhaupt SV Werder Bremen
1965/1966 Max Merkel TSV 1860 München
1966/1967 Helmuth Johannsen Eintracht Braunschweig
1967/1968 Max Merkel 1. FC Nürnberg
1968/1969 Branko Zebec FC Bayern München
1969/1970 Hennes Weisweiler Borussia Mönchengladbach
1970/1971 Hennes Weisweiler Borussia Mönchengladbach
1971/1972 Udo Lattek FC Bayern München
1972/1973 Udo Lattek FC Bayern München
1973/1974 Udo Lattek FC Bayern München
1974/1975 Hennes Weisweiler Borussia Mönchengladbach
1975/1976 Udo Lattek Borussia Mönchengladbach
1976/1977 Udo Lattek Borussia Mönchengladbach
1977/1978 Hennes Weisweiler 1. FC Köln
1978/1979 Branko Zebec Hamburger SV
1979/1980 Pal Csernai FC Bayern München
1980/1981 Pal Csernai FC Bayern München
1981/1982 Ernst Happel Hamburger SV
1982/1983 Ernst Happel Hamburger SV
1983/1984 Helmut Benthaus VfB Stuttgart
1984/1985 Udo Lattek FC Bayern München
1985/1986 Udo Lattek FC Bayern München
1986/1987 Udo Lattek FC Bayern München
1987/1988 Otto Rehhagel SV Werder Bremen
1988/1989 Jupp Heynckes FC Bayern München
1989/1990 Jupp Heynckes FC Bayern München
1990/1991 Karl-Heinz Feldkamp 1. FC Kaiserslautern
1991/1992 Christoph Daum VfB Stuttgart
1992/1993 Otto Rehhagel SV Werder Bremen
1993/1994 Franz Beckenbauer FC Bayern München
1994/1995 Ottmar Hitzfeld Borussia Dortmund
1995/1996 Ottmar Hitzfeld Borussia Dortmund
1996/1997 Giovanni Trappatoni FC Bayern München
1997/1998 Otto Rehhagel 1. FC Kaiserslautern
1998/1999 Ottmar Hitzfeld FC Bayern München
1999/2000 Ottmar Hitzfeld FC Bayern München
2000/2001 Ottmar Hitzfeld FC Bayern München
2001/2002 Matthias Sammer Borussia Dortmund
2002/2003 Ottmar Hitzfeld FC Bayern München
2003/2004 Thomas Schaaf Werder Bremen
2004/2005 Felix Magath FC Bayern München
2005/2006 Felix Magath FC Bayern München
2006/2007 Armin Veh VfB Stuttgart
2007/2008 Ottmar Hitzfeld FC Bayern München
2008/2009 Felix Magath VfL Wolfsburg
2009/2010 Louis van Gaal FC Bayern München
2010/2011 Jürgen Klopp Borussia Dortmund
2011/2012 Jürgen Klopp Borussia Dortmund
2012/2013 Jupp Heynckes FC Bayern München
2013/2014 Josep Guardiola FC Bayern München
2014/2015 Josep Guardiola FC Bayern München
2015/2016 Josep Guardiola FC Bayern München
2016/2017 Carlo Ancelotti FC Bayern München
2017/2018 Jupp Heynckes FC Bayern München
2018/2019 Niko Kovac FC Bayern München
2019/2020 Hans-Dieter Flick FC Bayern München
2020/2021 Hans-Dieter Flick FC Bayern München
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Belebende Aufgaben

Thomas Strunz wirbt auf Plakaten der Duisburger Stadtwerke für den Einsatz von Defibrillatoren. Die liegen an hochfrequentierten Orten der Stadt mittlerweile herum und sollten im Fall der Fälle zum Einsatz kommen. Was natürlich nur geschieht, wenn genügend Leute von ihrer Existenz wissen. Eine tolle Sache also von Thomas Strunz, dafür Pate zu stehen.


[photopress:thomas_strunz_wirbt.jpg,full,centered]

Allerdings muss er Derartiges auch tun, anderenfalls stünde er ganz schön im Minus, wenn er dereinst an Petrus‘ Himmelspforte anklopfen wird. Denn während er im obigen Fall die Herzen der Mitbürger retten will, wird er auf der anderen Seite nun jeden dritten Sonntag Morgen in einer Gesprächsrunde sitzen und zwangsweise etwas polarisierend sprechen müssen, im Wechsel mit Mario Basler und Thomas Helmer, die alle drei zusammen den weisen („Neid, Missgunst“) Udo Lattek ablösen. Die Namen an sich sprechen schon für ausgewogene, faire Berichterstattung und auch wenn Thomas Strunz ganz bestimmt nicht Ausfälle in Richtung „Ritterkreuz mit Eichenlaub“ wie sein Vorgänger erleiden wird: Zur Beruhigung und Schonung des Zuschauers ist diese Sendung sicher nicht gedacht.

Hoffen wir am Ende auf eine schwarze Null, wenn Petrus einen Blick auf die Gesamtbilanz von Thomas Strunz werfen wird.

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