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Monat: Juni 2007

Etwas anders, eigentlich

Mittlerweile gibt es dermaßen viele Seiten, die die „etwas andere“ Sicht auf den Fußball anbieten, dass wir uns fragen: Wie ist eigentlich die nicht andere Sicht auf den Fußball?

Oder dürfen wir uns hier an McDonald’s (das „etwas andere“ Restaurant) erinnern und müssen feststellen, dass diese „etwas anderen“ Sichtweisen genauso wenig Sichtweisen sind wie McDonald’s ein Restaurant ist?

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Weiblich, Langeweile?

Der Typ schaut mal wieder Fußball? Dann hätte „ChannelTwo“ einen Vorschlag für Dich.

Four long weeks of World Cup football — heute vor einem Jahr. [Link leider tot.]

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Insomnia

Ich gebe zu: Ich — meines Zeichens ein ausgewachsener Mensch, der nicht mehr mit Playmobil spielt oder feuchte Augen bekommt, wenn er die Sesamstraße verpasst hat — war ziemlich genau zu diesem Zeitpunkt vor einem Jahr ziemlich schlaflos in meinem Bette. Und wie ich später aus meinem sozialen Umfeld erfuhr, war ich damit nicht alleine. Nein, es lag nicht an der Temperatur in meiner Dachkemenate.

Wer sich über die Gründe wundert, der warte auf Aufklärung, die an dieser Stelle, nur ein wenig später, erfolgen wird.

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Unendliche Weiten

Die unendlichen Weiten der Kreativität sind für manche immer noch so eng gesteckt, dass sie schnell mit ihren Knautschzonen vor die Banden des Ideen-Universums stoßen. Etwas total Neues haben sich die Macher der EM 2008 einfallen lassen: „Countdown-Clocks“ [Link leider tot]. Wir sagen „Hurra!“ ob so viel Schöpferkraft und fragen uns, wo eigentlich unser eigener zum Einbau auf Webseiten gedachter Counter von der WM 2006 hingekommen ist. Schließlich war der total kreativ.

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Pattex

Hätte in Mönchengladbach in dieser Saison besonders überzeugend gewirkt: Leider daneben. Oder hat Borussia so selten aufs Tor geschossen, dass es doch eher zu Bayern-Spielen mit Podolski-Beteiligung gepasst hätte?

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Das deutsche EM-Trikot 2008

Das Trikot für die EM ist raus und mir fällt sofort auf: Es erinnert verdammt an das spanische Trikot, was immer gefährlich ist, wenn man Erfolg haben möchte. Deshalb würde ich doch glatt auf der Liste unterschreiben, die gegen die deutschen Trikots für die EM 2008 protestieren möchte.

Dann aber frage ich mich, ob Leute wirklich so viel Zeit über haben, dass sie sich am Design von Fußballtrikots stören und sogar allein deshalb Webseiten online stellen und Unterschriften sammeln können. Leute, geht Robben jaggen, den Regenwald abholzen oder von mir aus Tauben vergiften im Park, aber hängt nicht die ganze Zeit vorm Computer rum!

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Kleiner Reminder für Außenstehende

Allen Laien, die ihre Infos nur aus der FOTO-Zeitung („Heute ein 17:0?“) beziehen und anschließend ins Frankenstadion gehen, um zur Pause bei einer 1:0-Führung zu pfeifen, sei noch mal das Ergebnis des Weltmeisters ans Herz gelegt: 2:1 auf Färöer, mit einem Gegentor in der 77. Minute, in welcher unterklassige Spieler normalerweise schon aus dem letzten Loch pfeifen.

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Philipp Lahm trainiert zu wenig

Sonst würde er hier nicht schlapp mit 0:1 verlieren — und das auch noch gegen Frauen. Die Macher dieses Werbespots trainieren auch zu wenig, sonst wäre der Spot nicht so, Entschuldigung, einschläfernd lahm.

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Biennale Training

Timo Konietzka — Torschütze des ersten Tores der Bundesliga, später mal Trainer bei Bayer Uerdingen — hat sich in allen mir bekannten Szenen, in denen er sich im Fernsehen äußern musste, als ausgesprochener Unsympath dargeboten: autoritätshörig, gerade weil er eine solche Autorität als Trainer darstellen wollte, mit Floskeln um sich werfend und selten ohne seine mafia-esk dunkel getönte Sonnenbrille auskommend. Nicht ganz so schlimm ist es da, wenn man ein Interview mit ihm dankenswerterweise lesen darf. Da muss man seinen Kasernenhofton nämlich nicht ertragen. Und dann verrät er gleich noch Interessantes über die Trainingsbedingungen zu Gründungszeiten der Bundesliga:

„Zum Bundesliga-Start wurde das Training von zweimal auf dreimal in der Woche erhöht. Da waren die alten Spieler manchmal ganz schön böse.“

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Nur drei Stationen bis Maradona

Ich brauche nur drei Stationen bis zu Maradona. Einer meiner Teamkollegen spielte mal in einem Testspiel gegen Thorsten Wohlert. Da Thorsten Wohlert auch in der Bundesliga gegen Lothar Matthäus spielte und Matthäus schließlich bei 25 WM-Spielen auf dem Feld war, spielte ich um nur drei Ecken schon mit Maradona zusammen. Toll.

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Drei Monate wären ein schlechter Scherz

Der dänische Fan soll drei Monate Haft für seinen Schlag bekommen. Nun kenne ich seinen Leumund bzw. sein Vorstrafenregister nicht. Sollte er zuvor unbescholten sein, wären diese drei Monate Haft (!) eine lächerlich unangemessene Strafe. Ich erinnere mich an Dutzende Schlägereien in meiner Jugend, in denen die Täter, obwohl zweifelsfrei ermittelt, nicht mal mit mehr als 20 Stunden Irgendwasdienst zu rechnen hatten und hier soll ein quasi bis zur Besinnungslosigkeit Betrunkener tatsächlich ins Gefängnis wandern?

Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Jugendstrafen und Strafen für Volljährige, zurecht auch im Strafmaß, insofern vergleiche ich ein bisschen Äpfel mit Birnen. Zudem bin ich weit davon entfernt, hier Täter zu Opfern zu machen oder die Leiden der Opfer zu bagetellisieren. Natürlich mag sich Fandel in seiner Sicherheit bedroht gefühlt haben und, was selbstredend viel schlimmer wiegt, auch länger anhaltende psychische Schäden davon tragen. Dafür ist niemand anders verantwortlich als der schlagende Däne. Doch diesem Mann nun ebenfalls ein leichtes Trauma zu verpassen, indem er in den Knast muss und sein – zumindest berufliches – Leben verwirkt hat, wird der Geringfügigkeit dieser Tat nicht gerecht.

Es ist schließlich etwas völlig anderes, ob ein im Rahmen eines Fußballspiels brutal zutretender Spieler nach einer Roten Karte für eine scheinbar lange Zeit gesperrt wird (z. B. drei Monate, in Wirklichkeit wird er nur für die Anzahl der Spiele x 90 Minuten gesperrt, ansonsten kann er in dieser Zeit ja tun und lassen, was er will) oder ob jemand die komplette Dauer der Strafe im Bau absitzen muss.

Aber wahrscheinlich geht es ohnehin nur um drei Monate auf Bewährung, es schreibt sich aber viel schöner, den Mann gleich ins Gefängnis zu stecken. Für einen (!) nicht vollstreckten Schlag ins Gesicht kann man auch unmöglich ins Gefängnis wandern. Real life wird zum Glück nicht nach Fußballregeln bewertet.

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