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Monat: August 2007

Träum i?

Es wirkt wie eine Nachricht aus einer fernen, längst verlorenen Welt, aus einer, von der nicht mal Opa zu berichten weiß. Und doch ist es erst neun Jahre her:

1998 war Österreich noch für eine WM qualifiziert — auf legalem Wege, nicht als Ausrichter.

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Jungblut Born

Wer hier an den Lebensborn denkt, der liegt falsch. Hans-Jörg Criens trainiert lediglich in der Kreisliga eine Mannschaft mit jenem Namen.

Jungblut Born. Mehr Kryptik bitte auch in Zukunft bei unterklassigen Vereinsnamen.

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Gute Freunde kann niemand trennen

Ich weiß nicht, aus welchem Game heraus dieses absurde Video kreiiert wurde. Es ist zwar synchron zum schönen Gesang, hat aber inhaltlich überhaupt nix mit Franz Beckenbauers altbekanntem Song zu tun, der hier erklingt:

Gute Freunde kann niemand trennen.

Ich würde es gerne unter der Rubrik „Weirdos from other Planets“ verbuchen, wenn es diese Rubrik hier gäbe.

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Anleitung für einen Fallrückzieher

Den Wenigsten unter uns wird es schwer fallen, zuzugeben, dass sie eine der beeindruckendsten Aktionen im Fußball selbst noch nie ausgeführt haben. Ich oute mich gerne, und sage: Ich habe in meinem Leben noch keinen einzigen Fallrückzieher zustande gebracht.

Es hat nicht nur damit zu tun, dass ich früher lange auf Asche spielen musste. Ich habe zudem keine Vorstellung davon, was ich mit meinem Körper überhaupt anfangen müsste, um einen über mich hinwegzischenden Ball mit einem Fuß in der Luft nicht nur zu treffen, sondern auch noch wie beim normalen Torschuss platziert in eine Richtung zu bewegen.

Aber selbst wenn das geschafft wäre, bliebe das Problem des darauf folgenden Bewegungsablaufs: Wie kommt man da oben aus der Luft wieder auf den Boden, und das vor allem gerne in unversehrtem Zustand?

Möglicherweise verdankt diese Webseite ihre Existenz dem Umstand, dass ich noch keinen Fallrückzieher durchführte. Man braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass das Genick eine schnell in Mitleidenschaft gezogene Körperpartie sein könnte, wenn man gerade in der Luft schwebend feststellt, dass man sich über die Rückreise zum Boden noch keine genaueren Gedanken gemacht hat.

Nichtsdestotrotz bleibt es schade, dass mir dieses Schmankerl der Fußballtechnik vorenthalten bleibt. Für alle Mitenthaltsamen im Punkte Fallrückzieher, die dieses Manko gerne loswerden möchten, gibt es nun die ultimative Anleitung, wie man einen Fallrückzieher durchführt.

Erfolgs- und Mißerfolgsmeldungen bitte in den Kommentaren, allerdings alles auf eigene Gefahr.

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Schildbürgerstreiche: Tennis ist kein Fußball

„Es wird viel passieren… oho-oho“.

Zum Beispiel, dass das Volksparkstadion demnächst FC-St.-Pauli-Arena heißen wird. Das kommt davon, wenn man Ahnungslose ans Ruder lässt.

Hoffentlich ist das jetzt nicht nur wieder eine Aktion der Titanic.

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Jarolim und der die das Sportsmanship

Hat man eigentlich an Stellen wie diesen schon einmal erwähnt, dass Jarolim weder ein besonders cleverer Spieler noch ein besonders sympathischer Spieler ist? Clever erscheint er jenen, welche es mögen, dass man Elfmeter „provoziert“. Sympathisch kann er all jenen nicht sein, die das Spiel an sich mögen. Jarolim ist die personifizierte Pest in der Bundesliga. Ich sage das so deutlich, wohlwissend, dass mir so viele nun widersprechen werden, weil es schließlich dazugehört, dass man Strafstöße „herausholt“. Was Jarolim macht, hat nichts mit herausholen zu tun, es hat nicht mal etwas mit Cleverness zu tun. Es ist einfach abstoßend ekelhaft, in welchem Ausmaß dieser Spieler ständig und immer wieder betrügt. Wir wenden uns ab, nicht ohne uns zu schämen, dass es immer wieder Schiedsrichter gibt, die auf sein plumpes Gefalle ebensolches tun: hereinzufallen.

Ich fordere hiermit ultimativ, David Jarolim keine Strafstöße mehr zuzuerkennen, weil er deutlich sichtbar niemals die Absicht hat, Fußball zu spielen, sondern immer wieder nur auf seinen gerichtsbaren Vorteil aus ist.

Und: jaja, schimpft mich ruhig Sozialromantiker. Ich hasse Jarolims Szenen trotzdem.

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Zahl der Woche – Folge XIII

Ungarn schoss bei der WM 1954 gesättigte 27 Tore in nur 5 Spielen. Das macht einen Schnitt von 5,4 Toren:

Ungarn — Südkorea 9:0
Ungarn — Deutschland 8:3
Ungarn — Brasilien 4:2
Ungarn — Uruguay 4:2 n. V.
Ungarn — Deutschland 2:3

Den obskuren Modus der Vorrundengruppen bei der WM 1954 müsste man mir allerdings noch mal erklären. Eine Gruppe mit vier Mannschaften, jede Mannschaft spielte allerdings nur gegen zwei der drei anderen Gruppenmitglieder. Seltsam.

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Stefan Wessels zu Everton FC

Es ging ziemlich still, leise und heimlich vonstatten, dass Stefan Wessels, der vormalige Michael Rensing aka Uwe Gospodarek, vom 1. FC Köln in die — diesmal echte — Premier League gewechselt ist, und zwar zum Everton FC — als vierter Torhüter.

Ich kenne mich leider zu wenig in der Torhütersituation bei Everton aus, um zu beurteilen, wie viele Minuten Wessels dort auf der Bank und wie viele zwischen den Pfosten verbringen wird. Auf den ersten Blick ist ein Wechsel von einer mittelmäßigen Zweitligamannschaft zu einer Premier-League-Mannschaft aus dem oberen Drittel eine echte Verbesserung. Wenn Wessels aber nur geholt wurde, damit zwei Trainingsspielchen gleichzeitig auch mit Torhütern stattfinden können, wäre die Position 2 beim FC Köln vielleicht doch besser als die Position 4 beim Everton FC.

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Making of Sportschau

Ich hasste schon immer Making-of-Beiträge zu Kinofilmen, mit Ausnahme jener, bei denen ein paar Special Effects erklärt oder gezeigt wurden. Alle anderen Teile, in denen sich die Schauspieler in endlosen, geheuchelten Elogen und Lobhudeleien über den Regisseur, ihre Kompagnons oder die Putzfrau ergingen, entzogen sich sofort meiner Aufmerksamkeitsallokation. Wen interessiert, ob der Regisseur ein menschenverachtender Miesling oder ein detailbesessener Perfektionist ist, so lange man nicht expliziter Liebhaber dieses einen Films/Schauspielers/Regisseurs ist? Abgesehen davon erführe man ersteres — dass einer ein menschenverachtendes Arschloch mit schwerer Persönlichkeitsstörung und häufigen Aggressivitätsschüben ist — ohnehin nicht in so einem Making-of. Da wird nur schöngefärbt und sinn- und erkenntnislos drauflos gebrabbelt und gemarketingsprecht.

Da ich diese Erfahrung mit Making-ofs sehr prägend finde, verzichte ich darauf, zum Making-of-Beitrag der Sportschau zu verlinken. Die Elogen sind hier nicht ganz so peinlich und vielzahlig vorhanden, dafür ist der Inhalt aber so interessant, dass ich beinahe eingeschla

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Sicherheitsrisiko Israel

Wie die WELT anlässlich des von Borussia Mönchengladbach verpflichteten Israeli Colautti zu berichten weiß, spielten zuvor erst zwei Israeli in der Bundesliga. David Pizanti, allen Spielern des C64-Bundesliga-Managers bestens bekannt, sowie Shmuel Rosenthal, der — ausgerechnet — 1972 seine fußballdeutsche Karriere bei Borussia begann:

Zwar heißt es in der offiziellen Vereinschronik tatsächlich, er sei ein Sicherheitsrisiko gewesen. Allerdings nur „wegen seiner zuweilen allzu sorglosen Interpretation der Libero-Rolle“

Via Lizaswelt, mit Dank an fred.

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Erledigt

Die Absteiger stehen fest, der Meister auch. Bleibt die Frage, wer Pokalsieger wird.

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Hoch gerechnet, doch verloren

Nein, die Bayern schießen keine 100 Tore in dieser Saison. Wie jeder weiß, wird auch das beste Spitzenteam im Laufe einer Saison mal ein kurzes bis längeres Tief erleben — frag nach beim Werder Bremen der Rückrunde der letzten Saison. 47 Tore hatte Bremen bis dahin erzielt, dann ging alles die Weser runter.

Die Optionen zu scheitern sind vielfältig, eine davon wurde vom Schicksal heute schon gezogen: Luca Toni ist angeschlagen, nachdem Klose erst in der Vorwoche verletzt wurde. Prinz Poldi, der anscheinend ähnlich lange wie sein Namensvetter Charles auf die Inthronisierung wird warten müssen, könnte diese Lücke nicht füllen, selbst wenn er fit wäre.

Weitere Option wäre ein Techtelmechtel einer der in Liebesdingen so eisern disziplinierten Herrn Rummenigge oder Hitzfeld mit einer Spielerfrau, für diese Option reichte auch schon ein diesbezügliches Gerücht.

Nächste Option: Die Entdeckung, dass der bereits als Nachfolger von Zidane ausgerufene Ribéry dabei erwischt wird, dem großen Meister mit Blick auf dessen Turiner Zeit doch ein wenig zu sehr nachgeeifert zu haben. Angesichts vermehrter Kontrollen zumindest inzwischen im Bereich des Möglichen, wenn auch noch immer verschwindend gering.

Oliver Kahn lassen wir heute mal undiskutiert, bis jetzt bekam er abgesehen von ein paar Schüsschen ja noch nichts Ordentliches zu halten; sollte es hart auf hart kommen, wird er sicher noch den einen oder anderen Punkt kosten und auch die Torbilanz versauen.

Zuletzt bleibt uns die sichere Gewissheit, dass es auch beim noch so großen Kader Momente geben wird, in denen man auf die Jungs aus der zweiten Mannschaft zurückgreifen muss. Wie Sandro Wagner heute gezeigt hat, muss das kein Nachteil für die Verfolger sein. Und der in der U17 überragende Toni Kroos wird sich in jener Reihe von Spielern gut machen, die in einer der U-Auswahlen noch groß aufspielten, in der Bundesliga aber über Klubs wie den Karlsruher SC oder Arminia Bielefeld nicht hinauskamen. Frag nach bei Eberl, Auer, Schindzielorz, Schlicke, Lottner (!), Tiffert, Poschner oder — Hanke.

Zwei Optionen, den glatten Durchmarsch zu verhindern, bestehen hingegen nicht mehr: Die eine hätte Felix „Wo ist der Deinhardt die Taktik?“ Magath geheißen. Die andere wäre ein als Mittelfeldmotor aufgestellter Roque Santa Cruz gewesen, in der irrigen Annahme, er könne Michael Ballack ersetzen. Schade eigentlich.

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