Zum Inhalt springen

Monat: Juli 2008

Wenigstens ein Mal, bitte

Vorsicht, langer-Bart- bzw. alte-Hüte-Alarm (dennoch bleibt es wahr):

Es muss doch wirklich nicht immer dasselbe sein, die Auswahl ist groß, bitte, greifen Sie zu und machen Sie dann auch Gebrauch!

2 Kommentare

FIFA Becherwurf 08

Neuerdings habe ich meine Liebe zu FIFA 0x wiederentdeckt, die ich nie hatte. Vier Millionen Knöpfchen und 38 Millionen Sondertricks ließen das Ganze dann doch immer zu einer unhandhabbaren (was für ein Buchstabensalat) Angelegenheit werden. Da ich nicht mehr nachmittags ab 13.20h wie Bart Simpson mit Erklingen der Schulglocke das Weite und somit den Rechner suchen kann, fehlt mir einfach die Einarbeitungszeit und das Geschick, mich in diesem Trick-Wirr-Warr zurecht zu finden. Was bedauerlich ist, auf dem C64 habe ich schließlich noch ganze Saisons in quasi-Echzeit mit Freunden durchgespielt — und jeder weiß doch, wie man da Tore erzielte, mit immer dem selben Trick. Man musste ihn nur schneller anwenden können als der menschliche Gegner. Da gingen dann schon mal 34 Samstagnachmittage für drauf, als erster in die richtige Schussposition zu kommen. Immens zeitverschwendend, zu dieser Zeit. Zu dieser Zeit dachte man aber auch, alt würden nur die anderen. Warum also nicht 34 Spieltage lang eine Bundesligasaison mittels Commodore Soccer simulieren?

Neuerdings weiß ich zum Glück, welche Tastenkombination mich auch bei FIFA 0x erneut ins Spiel bringt: die für den Becherwurf. Danach macht das Ganze zumindest beim Zusehen wieder richtig Spaß.

Jetzt warten wir nur noch auf die FIFA Delling 08-Version, bei der man je nach Tastenkombination diverse Wortspiele und Kalauer raushauen kann. Nachdem das Spiel abgebrochen wurde.

13 Kommentare

Axel Kruse, ein neuer Fall von „schlecht beraten“

In einer Zusammenstellung von Anekdoten rund um den UI-Cup-Cup, bei welchem das HIV-V und das LCD-D komischerweise nur in seinen Anfangstagen ein Problem war, listet die 11Freunde Folgendes auf:

22
Und noch eine deutsch-deutsche Begegnung. Die Partie von Hansa Rostock am 8. Juli 1989 im Intertoto Cup bei B 1903 Kopenhagen nutzte Axel Kruse zur Flucht. Er fuhr erst nach Hamburg, Freunde brachten ihn dann nach Westberlin. Kruse wurde zunächst gesperrt, dann aber für eine Ablöse von 250 000 Mark an den DDR-Fußballverband begnadigt.

Ich frage mich ernsthaft, wie blöd man sein kann, aus der DDR zu fliehen, nur um postwendend mit, sagen wir mal, 94fach erhöhtem Risiko nach West-Berlin zu reisen, wenn man doch schon längst in der Bundesrepublik angekommen war. Zwar weiß ich nichts über den Wahrheitsgehalt dieser Anekdote, halte sie angesichts des Namens Axel Kruse aber für nicht unwahrscheinlich.

Erstmal fliehen, aber dann das Bedürfnis verspüren, von innen an die Mauer klopfen zu müssen, wegen Heimweh und so: So stellt man sich eine Flucht nicht vor. Nicht mal eine misslungene.

39 Kommentare

Das Besondere an diesem Stuhl ist, dass er ein Stuhl ist.

Die UEFA hat in Zusammenarbeit mit Langenscheidt ein Fußballwörterbuch herausgebracht, das alle möglichen Fußballbegriffe in drei Sprachen benennt und auch noch etwas Unglaubliches für ein Wörterbuch bereithält:

Das Besondere an diesem Wörterbuch ist, dass es zu jedem Fachbegriff ausführliche Definitionen und Synonyme gibt.

Und wenn man sich schon die Mühe macht, ein solches Wörterbuch zu erstellen, warum dann noch spanisch berücksichtigen? Ein halber Kontinent spricht schließlich (fast) nur spanisch, auf welchem Fußball nicht gerade zweitrangig ist. Aber nun gut, die UEFA ist nicht die FIFA und vielleicht bringt die FIFA demnächst ein Wörterbuch raus, das auch spanisch enthält. Für den Anfang reichte ja auch eins ohne Definitionen und Synonyme.

3 Kommentare

Fußballhirn

Mal wieder verlesen, mal wieder der eigenen Prägung zum Opfer gefallen: Im Supermarkt aus dem Augenwinkel für Bruchteile eine „Pfanni“-Packung gesehen und tatsächlich „Panini“ gelesen.

Einen Kommentar hinterlassen

Sesamstraße Bundesliga

Die Sesamstraße — oder „Sesame Street“ — war ein Projekt, das dazu gedacht war, zurückgebliebenen Kindern zu ermöglichen, an ihre gleichaltrigen Mitmenschen wieder aufzuschließen. Dass es dann auch bei nicht zurückgebliebenen jungen und sogar älteren Menschen so einschlagen würde, war nicht abzusehen, dagegen hat sich allerdings auch keiner gewehrt.

Ein typischer Fall von Planübererfüllung.

Ich schlage vor, die Bundesliga nun in Sesamstraße umzubenennen. Auch in der Bundesliga sind vor allem im Hintergrund, aber auch im Vordergrund hauptsächlich zurückgebliebene Menschen tätig, sie würden sich sicher freuen, wenn wir ihnen die Möglichkeit gäben, sich durch eine kleine Sendung wieder dem geistigen Standard der übrigen Welt anzunähern.

7 Kommentare

In Holland ist der Fußball Familientradition



In order to answer, warum eigentlich eine so kleine Nation wie die Holländer mit ihren gerade mal 15 Millionen Einwohnern immer den ästhetischeren Fußball spielt als unsereiner. Familientradition. Ähnlich anscheinend wie Hockey und Volleyball und Eisschnelllaufen.

Familientradition.

1 Kommentar

10 Mal Forssell

Wie man weiß, ist das kein Tippfehler, beim Versuch die finnische Variante des Wortes Karussell aufs virtuelle Papier zu bringen, sondern der Name eines neuen alten Bekannten in der Bundesliga, auf den man sich auch schon vor seinem letzten Testspiel freuen durfte. Toni, Toni, immer nur Toni, das macht auf Dauer keinen Spaß, deshalb sagen wir: Herzlich Willkommen, Mikael Forssell.

Mit 10 Toren in einem Spiel hat er sich bei Hannover 96 eingeführt. Und wenn es auch nur in einem Testspiel gegen einen Kreisligisten war — also gegen Leute wie Dülp oder ich — so sind 10 doch eine schöne Zahl, die darauf hoffen lässt, dass man in Zukunft endlich mal Lust hat, etwas Positives über Hannover 96 zu schreiben. Hannover 96, das ist der Club, bei dem Fredi Bobic mal aufblühte und der tatsächlich Mike Hanke als Stürmer beschäftigt. Aber jetzt wird vielleicht alles gut.

1 Kommentar

1 Flasche Schnaps

Laut dieser Quelle müsste der gute Mann in Weißrussland in 5 Stunden 10 große Flaschen Bier getrunken haben, um auf seine 2,6 Promille zu kommen, wenn man annimmt, dass er bei 1,80m 80kg wiegt, 40 Jahre alt ist und sein Magen bei Trinkbeginn halb voll war.

Um unsere Klischees zu bedienen, nehmen wir an, dass er kein Bier trank, sondern Wodka, womit wir bei der stolzen Zahl von 32 Schnäpsen innerhalb von 5 Stunden sind, die ihm vor Spielbeginn von dunklen Mächten eingeflößt worden sein müssen.

Seine Aussage, dass er sich erst nach dem Spiel betrunken habe, würde dazu führen, dass er — gesetzt den Fall, es hat vom Abpfiff bis zu seiner Blutuntersuchung 1 Stunde gedauert — dass er gar 35 x 0,02l Schnaps zu sich genommen haben müsste, was ziemlich genau der Menge 0,7l entspricht, welche wiederum zumindest hier genau einer handelsüblichen Flasche Wodka entspricht.

Nach meinen Erfahrungen bei einem Aufenthalt in Moskau halte ich es somit für viel plausibler, dass der Schiedsrichter recht hat und nicht lügt. Er hat sich erst nach dem Spiel betrunken. Welcher Russe, ob nun weiß oder nicht, würde 5 Stunden für eine Flasche Wodka brauchen, wenn er sie auch einfach so auf ex trinken kann?

5 Kommentare

Wo soll die WM 2010 stattfinden?

Nachdem die Umfrage mit dem Thema, wie groß die Vorfreude ist, doch ganz knapp diejenigen, die unter Entzugserscheinungen leiden, mit 47:45 (klingt fast nach Basketball) vorne sah, gibt es ab heute wieder mehr Auswahl in der Umfrage oben rechts:

Sepp Blatter hat heute angedeutet, dass es drei Länder gebe, die sich innerhalb eines Jahres ausreichend vorbereiten könnten, eine WM durchzuführen. Mit diesen sei bereits Kontakt aufgenommen worden, sie hätten ihr OK signalisiert.

Welches Land wird uns ab in Kürze vom WM-Plakat 2010 aus entgegengrinsen, nachdem man mühsam die Buchstaben S, O, U, T, H, A, F, R, I, C und noch mal A von ihm runtergekratzt haben wird?

Bitte wählen Sie jetzt, die Schaltungen laufen noch bis Ende der Zeit.

Und falls ein ernsthafter Kandidat fehlen sollte — gerne.

26 Kommentare