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Kategorie: Äh-ßerungen

„Gut, äh…“ und wer’s gesagt hat

Jogi Löw ist nicht Bill Shankly

„Was heißt hier cool? Fußball ist ein großartiger Sport, aber es geht ja nicht um Leben und Tod.“

Sagt er in einem ansonsten reichlich unergiebigen Interview bei der Zeit von morgen. Lediglich die Tatsache, dass einige Spieler „Angst“ vor Jürgen Klinsmann gehabt haben sollen, scheint noch erwähnenswert, allerdings sagt das die Zeit, und nicht Jogi, Ruhepuls von 60 selbst beim Elfmeterschießen gegen Argentinien.

Angst vor Klinsmann: Ob Philipp Lahm vorsorglich schon mal Windeln kauft? Wurde er gar erpresst, bei Bayern zu bleiben? Knutschfotos sollen ja aufgetaucht sein. Klinsmann, der stalken-Lassende, man weiß es nicht.

Angst.

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Liebe Oma

Ich habe mir ein Gedicht ausgedacht, und das versuche ich nun fehlerfrei von einem Blatt abzulesen, welches jemand neben der Kamera hochhält. Leider kann ich nicht so gut vom Blatt ablesen wie Tore verhindern oder Rote Karten kassieren, deshalb klingt es so, als würde ich von einem Blatt ablesen. Ich hoffe, Du freust Dich trotzdem.

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Mehmet Scholl spricht Oliver Kahn das Talent ab

Niemals habe ich in meinem Leben einen Sportler kennen gelernt, der sich alles so hart erarbeitet hat wie Du.

(Gottseidank sind die Oliver-Kahn-Prägedächtniswochen ab morgen vorbei. Deshalb ja auch das Ding hier oben rechts. Bezüglich der im Artikel stattfindenden Modeberatung hat Scholli aber selbstredend vollkommen recht. Mit diesen komischen, bunten, würgereizverursachenden Klamotten, mit denen Kahn sich privat zeigt, will er wohl seine verpasste Jugend nachleben, die er, so viel Druck aber auch, auf dem Fußballplatz respektive Fitnessstudio verbrachte, statt einfach mal auszugehen. Männer über 30, besonders die nahe 40, die sich kleiden wie 22-Jährige, sind genant.)

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Es gibt nur zwei Möglichkeiten

Entweder wir gewinnen, verlieren oder spielen Unentschieden. Einwände anyone?

Diese grundlegende Information kann man aber nicht bei allen voraussetzen, schon gar nicht, wenn sie seit 20 Jahren Trainer sind. Oder womit hat Hitzfeld sonst gerechnet? Spielabbruch? Das Stadion stürzt ein? Er erleidet kurz vor Abpfiff einen Herzinfarkt?

„Es ist etwas Besonderes, wenn man nicht damit rechnet, deutscher Meister zu werden.“

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Wiggerl, der Weissager

Den Hinweis von Wiggerl Kögl vor dem UEFA-Cup-Rückspiel gegen Zenit St. Petersburg bei den 11Freunden haben die Bayern dann doch etwas zu wörtlich genommen:

Erwarten Sie wieder so einen Krimi wie gegen Getafe?

Die Münchner sollten auf jeden Fall vermeiden, es wieder so weit kommen zu lassen.

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Zur Arbeit gehen

Von wegen faule Millionäre. Es gibt sie doch noch, die Spieler, die ihren Beruf ernst nehmen und das viele Geld als Verpflichtung ihrem Verein und ihren Fans gegenüber wahrnehmen. So zum Beispiel Makoto Hasebe:

Wie bereitest Du Dich auf ein Spiel vor? Training

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Jetzt gibt’s was zwischen die Ohren

Bilder sind einfach viel stärker als Worte, weshalb wir Huub Stevens' niedlichen Spruch darüber, wo Fußball oft entschieden wird, nochmal verbildlichen:

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Hier
wird
Fußball
oft
entschieden.

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Wobei das eigentlich keine allzu neue Erkenntnis ist. Oder hat schon mal jemand einen Menschen ohne Gehirn einen Schuss aufs Tor abgeben sehen?

Und es ist nicht mal ein neuer Spruch, denn Golfer Bobby Jones wird so zitiert: „Competitive golf is played mainly on a five-and-a-half-inch course… the space between your ears.“

Wenn mir jetzt noch ein Spieler mit Segelohren einfiele, könnte man da noch. Aber nein.

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Do the Beckham

Ich bin mal betrunken zum Aufstiegsspiels meines Vereins FC Schrobenhausen gegen Reichertshofen gekommen. Als Hoffnungsträger und Garant für Siege habe ich enttäuscht. In Minute 34 neben die Auslinie gekotzt. Mies.

Sportfreunde-Stiller-Mitglied Florian Weber im New Musical Express auf die Frage nach seinem miesesten Auftritt.

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Slaven Bilić, die coolste Sau von Mexico

Nicht nur, dass er gestern mit einer Pete-Doherty-liken viel zu kurz geknüpften Krawatte plus Skifahrer-Mützchen als Nationaltrainer Kroatiens an der Seitenlinie stand: Er lässt sich auch gerne mal mit herrlich entspannender Eckkneipen-feindlicher Zigarette im Mund ablichten oder bläst vor einem wichtigen EM-Qualifikationsspiel — wichtig für die Engländer damals, die Kroaten waren ja schon qualifiziert — auch mal Bill-Clinton-like die Gitarre.

Besonders cool war aber sein ständiges Hin-und-Hertippeln während des Spiels in Schottland, so als wollte er entweder „In Schottland ist es nicht nur zu kalt, um Berti Vogts‘ Englisch funktionieren zu lassen, es ist sogar zu kalt, um einfach nur rumzustehen“ oder „ADHS ist nicht nur ein Problem von Kindern, auch Erwachsene kann es treffen, trotzdem kann man es zu etwas bringen“ sagen. Student zum Beispiel, Blogger, Familienvater. Oder Nationaltrainer von Hrvatska.

Keine Frage, so einer passt einfach nicht zum HSV. So einer passte wohl zum FC St. Pauli, aber nicht zum Hamburger SV, wo man ernsthaft den Fips Asmussen der Liga — Huub Stevens — als tollen Griff feiert, nur weil der ein paar Pünktchen mehr holt als Thomas Doll, während Huubs Bühnenprogramm noch bei jeder Pressekonferenz krepiert ist. Meist sogar schon, bevor er den Mund öffnete.

Das Einzige, was nicht so wirklich cool an Slaven Bilić ist: Er spielte mal in Karlsruhe. Aber nun gut, den ersten Stein werfen wollen wir ja alle nicht.

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Volunteer Felix Magath

Und schon wieder Tibet. Felix Magath trug für einige wenige Meter die olympische Fackel, die heute in Griechenland entzündet wurde. Wie kommt man nur an so einen unleugbar begehrten Job? Dass Magaths wichtigstes Tor, jenes zum 1:0 gegen Juventus 1983, in Athen fiel, wird wohl kaum der Grund sein. Ach, VW ist nationaler Sponsor der olympischen Spiele in Peking?

Da hätten wir auf der Vereinsseite eigentlich Schweigen bezüglich Tibet erwartet. Und im Endeffekt ist es dann auch Schweigen, mit dem Magath zitiert wird:

„Gerne hätte ich dieses Erlebnis in einem unbeschwerten Umfeld genossen. Wie viele Verantwortliche beobachte ich die Entwicklung in Tibet mit Sorge. Ich hoffe, dass die Aufmerksamkeit, die China im Umfeld der Spiele erfahren wird, einen Dialog weiter fördern und der Weltöffentlichkeit die notwendigen Druckmittel geben wird, Menschenrechte im Gastgeberland China einzufordern!“

Wie viele Verantwortliche? Ja, natürlich haben die Verantwortlichen Sorgen wegen der Vorfälle in Tibet. Worum sich diese Sorgen drehen, wissen wir allerdings nicht. Und ob Magath das genau so druckreif gesagt hat, wissen wir auch nicht. Und ob Magath.

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