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Kategorie: Billige Lacher

So billig, dass sie kostenlos sind

Es ist ein Kreuz mit den leeren Stadien bei der WM

Alle jammern, kaum jemand aus dem Austragungsland habe sich Karten besorgt, dabei sei es für den Rest der Welt doch so ein großes Fest, zu dem unbedingt ausverkaufte Stadien gehöre, denn sonst sei weder das Spiel als gut zu bewerten noch die Stimmung zu Hause vor dem Fernseher akzeptabel.

Und tatsächlich! Es sind wirklich viele Partien nicht mal annähernd halb besetzt. Ein Skandal natürlich, den die Fußballwelt zurecht mit einer Empörung darüber straft, dass ihr geliebtes Spiel im Ausrichterland anscheinend kaum gewürdigt wird, die eine Wiederholung einer solchen Vergabe in ein nicht ganz so typisches Fußballland jetzt schon unwahrscheinlich wirken lässt.

Für den wie immer an Fakten interessierten Leser hier einige ausgewählte, exemplarische Zahlen en Detail:

Beispiel 1
Beispiel 2
Beispiel 3
Beispiel 4
Beispiel 5 und dann auch noch gleich die Beispiele 6, 7, und 8, 9 und 10.

Solchen ignoranten Verweigerern sollte die Fußballfamilie nie wieder eine WM in die Hand geben. Es kommt ja eh fast keiner! Am besten dem ganzen Kontinent nicht. Einmal zum falschen Zeitpunkt nicht im Stadion erschienen, dann ist Schluss mit Völkerverständigung.

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Some guys have all the luck

Und dann war da noch das arme Schwein, das — nur für den Fall, was aber ja zum jetzigen Zeitpunkt nicht so gänzlich unwahrscheinlich ist — eigentlich bei einer Schalker gewonnenen Meisterschaft als Fan-Ur-Gestein danach die Party seines Lebens (wenigstens innerlich) steigen lassen wollte.

Das aber leider am 9. Mai, also am Sonntag, einen Tag nach dem letzten Bundesligaspieltag, zum Wahlhelfer bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen auserkoren wurde und um 8h morgens im Wahllokal antanzen muss.

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Alle Pokerräuber gefasst

[photopress:kuranyi_axe_2_1_2.jpg,full,alignright] Mittlerweile hat sich auch der letzte der vier dreisten Räuber gestellt, die bei der Poker-Veranstaltung im Berliner Grand Hyatt reichlich amateurhaft zu Werke gingen (im Bild sein Fahndungsfoto).

Nachdem er zunächst über Brasilien nach Panama geflüchtet war, sei ihm plötzlich aufgefallen, dass er eine große Dummheit begangen habe, die er aufrichtig bereue. Über seine Zukunft entscheiden könne jetzt nur noch die FOTO-Zeitung im Namen des Volkes. „Ich konnte mich selbst nicht verstehen“, lispelte der stark lispelnde Räuber in die zahlreich bei seiner Rückkehr am Flughafen wartenden Fotografen. Umfragen zu Folge sei die Reue aufrichtig, das Vergehen jedoch zu schwer, um zu verzeihen. Der Räuber selbst hoffe aber noch darauf, dass zwei Kollegen die Umfragen für ihn vielleicht manipulieren könnten.

Der zuständige Staatsanwalt schweigt weiter beharrlich zu dem Fall, sein Sprecher hingegen ließ verlautbaren, dass man „die Sache natürlich im Blick“ habe.

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Gegen das Schindluder

Komme gerade vom Marken- und Patentamt und habe mir „Vizekirchen“ gesichert. Nur, damit niemand mit diesem Ausdruck Schindluder treibt, natürlich. Und da er schon so lange hier rumliegt, dachte ich, ich mache mal Nägel mit Köpfen. Und Christbaumkugeln mit Vizekirchen. Zum Beispiel.

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Ich bin ein „Chaot“

Ich gehe zu spät zum Zahnarzt. Ich räume nur auf, wenn Besuch angesagt ist. In meinem Portemonnaie tummeln sich diverse Kassenbons von vor diversen Monaten. Meine Fußballschuhe sind fast immer ungeputzt. Meine Diplomarbeit gab ich am letztmöglichen Tag ab (und der Stau auf der A40 Richtung Bochum besorgte mir ordentliche Magenschmerzen). Wenn ich in Urlaub fahre, nehme ich immer zu wenig Unterhosen mit. Ich frage Leute nach dem Weg, und wenn sie länger als drei Ecken antworten, höre ich nicht mehr zu. Ich unterbreche oft andere Leute beim Sprechen, wenn ich glaube, etwas besser zu wissen. Wenn ich mir Pommes kaufe, fällt mindestens einer erst dann runter, wenn ich gerade die Wohnungstür hinter mir geschlossen habe. Ich mache Termine aus und dann erinnere ich mich nicht mehr, wo der vereinbarte Treffpunkt ist. Ich fahre manchmal mit einem fast leeren Tank noch über 50km mit meinem Wagen. Ich trage Jacken, an denen Knöpfe fehlen, was mir aber erst auffällt, wenn ich beim Bewerbungsgespräch angekommen bin. Ich rasiere mich immer nur dann, wenn ich zufällig vor der eingestellten Weckzeit wach werde. Ich setze einen Topf voll Wasser zum Kochen auf den Herd, und eine halbe Stunde später fällt mir auf, dass da in der Küche etwas zischelt. Ich streiche mein Schlafzimmer, aber mittendrin stelle ich fest, dass mir die Farbe nicht gefällt.

Ich bin also, um es klar zu sagen: ein „Chaot“.

Aber wer waren die 99 anderen?

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Lukas Podolski wechselt zum Curling

Wie seriöse Quellen berichten, wird Lukas Podolski in Kürze der deutschen Curling-Nationalmannschaft zustoßen. Als die aktuellen Curling-Nationalspieler Podolskis Gebahren nach den kleinen, feinen, ironischen Spitzen eines Journalisten (Christian Ortlepp, um genau zu sein) im Zuge der 0:1-Niederlage gegen Argentinien in der Mixed-Zone des Bauches der Allianz-Arena miterlebten, fassten sie den Entschluss, dass ein solcher Mann dem Curling-Team noch gefehlt hat. Und „griffen sofort zum Hörer“, wie man damals bei Derrick noch so schön sagte.

Sowohl was Jugend als auch Enthusiasmus als auch Vertriebswirkung der Randsportart Curling angeht, sei Podolski ein einmaliges Talent, dessen Bekanntheit man nutzen wolle.

Komm! Komm! Komm raus!“, hatte Podolski den Journalisten angeblafft, was inhatlich und auch von der vorgetragenenen Vehemenz her den Anforderungen an die Spieler im Curling-Sport sehr nahe kommt.

Der Stein muss rauskommen, und das möglichst schnell.

Mit dem Besen werde er noch lernen umzugehen, wird Podolski zitiert. „Und in Kanada war isch auch noch nie.“

„Isch kann nur meine Leistung bringen. Der Rest“, ließ Podolski verlautbaren, „der Rest muss der Curling-Team entscheiden.“*

Und hier sehen wir, wie Lukas in Kürze trainieren wird.



* Nur für den Fall dass jemand das Originalzitat nicht kennen sollte: „Der Rest muss der Rudi machen“, stammt von vor der EM 2004. Podolski könne nur Leistung bringen, sagte er. Der Rest, ja, den müsse eben der Rudi machen.

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Update (jetzt mit Musik): Hand in Glove

Die Redaktion von Trainer Baade hat mal wieder keine Mühen gescheut, ist aus ihrem Elfenbeinturm herabgestiegen und hat sich auf die Suche nach den wahren Gründen für die Nominierung René Adlers zur Nr. 1 im deutschen Tor begeben — und ist in diesem kleinen Ausschnitt fündig geworden.

Während alle Welt nur davon spricht, dass Manuel Neuers Abwürfe mit dem Ball so präzise sind, dass die eigenen Stürmer sie eigentlich nur noch volley ins Tor schießen müssen, weil Neuer mit seiner Wurftechnik die komplette Abwehr aushebelt. Währenddessen vermag René Adler gegnerische Stürmer mit einer noch viel präziseren Wurftechnik aus der Konzentration zu bringen, bevor sie überhaupt die Gelegenheit hatten, zum Abschluss zu kommen.

Das ist natürlich dem Bundestorwarttrainer der Biathlon- und Hammerwurfnation Deutschland, Andreas „Andy“ Köpke, nicht entgangen, weshalb er Jogi Löw die Empfehlung gab, sich für den defensiv stärkeren Adler und gegen den offensiv stärkeren Neuer zu entscheiden.

Ein bekannter Torwarthandschuhe-Hersteller hat schon reagiert und will jetzt noch wurffestere Modelle speziell nur für die deutsche Mannschaft entwickeln. Um noch vor Beginn der WM in Südafrika fertig zu werden, laufen die Hirne der dortigen Research-&-Development-Abteilung bereits jetzt so heiß, wie der Handschuh dann später beim Aufprall auf den Kopf des Gegners sein soll.

Und nach so einem langen Wortbeitrag (mehr als 3 Minuten am Stück trauen uns Radiomacher ja nicht zu — es ist immer schön, wenn man seine Konsumenten nicht unterschätzt) dann jetzt endlich Musik.



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Eine unwillkommene Begegnung mit Herrn Urian

So war das eigentlich gar nicht gemeint mit der „Sekte“ von neulich.

Jetzt tun sich aber ganz andere Abgründe auf. Von einem Männerorden könnte fast die Rede sein. Alle, die teilnehmen, begeben sich in Abhängigkeiten: Berufliches wird mit Privatem vermischt, irgendwann weiß man ohne guten Rat von außen gar nicht mehr, wo einem der Kopf steht und ob man sich nicht doch selbst ins gesellschaftliche — das sportliche würde hier weniger schwer wiegen — Abseits verfrachtet hat. Wer einmal in die Fänge dieser Sekte gerät, dem wird es nicht leicht fallen, dem gesellschaftlichen Konsens der westlich orientierten Welt noch zu folgen.

Nicht umsonst hat sich die FIFA in dieser Angelegenheit eindeutig positioniert, eines der wenigen Themen, bei dem man der FIFA dankbar für ihre Klarheit und zumindest nach außen hin Unparteilichkeit sein darf. Aktivitäten in solcher Richtung haben auf und um dem Platz herum nichts verloren, sondern sind Privatsache.

Dies sieht der DFB offensichtlich anders, der nicht nur seine schützende Hand über derlei Machenschaften hält, sondern jetzt auch noch aktiv dafür wirbt. Der nächste Skandal im überaus skandalgebeutelten DFB?

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Was niemand wusste

… ist, dass Michael Skibbe und Heribert Bruchhagen in Wirklichkeit Brüder sind. Oder vielleicht auch Mutter und Vater. Ihre gemeinsame Teilnahme an einem Kongress hat diese Wahrheit jedenfalls – endlich – zu Tage gefördert.

Heißen alle gleich.

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