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Kategorie: Klug geschissen ist noch lange nicht die halbe Miete

Wenn Trainer Baade eins kann, dann isses klugscheißen

Bonmots aus dem Radio

Jaja, schon gut, es ist bekanntermaßen schwierig, wie im Radio nun mal nötig, unablässlich zu salbadern und dabei nicht dann und wann mal einen Versprecher oder Verdreher dabei zu haben. Das Folgende wird demgemäß auch nicht mit Häme, sondern mit gewisser, nennen wir es Sympathie präsentiert: Sabine Töpperwien zu den Ausschreitungen zwischen Gladbach- und Kölnfans:

„Es hatte hier vor dem Spiel Randale gegeben zwischen, naja, so genannten Sympathieträgern der beiden Vereine.“

Wunderbar: Vor meinem geistigen Auge entwickelt sich eine handfeste Prügelei zwischen Günter Netzer, Allan Simonsen und Terrier Vogts auf der einen sowie Lukas Podolski, Wolfgang Overath und Christoph Daum auf der anderen Seite. Hennes Weisweiler kann sich nicht so recht entscheiden, für welche Seite er in den Ring steigen soll, und lässt es deshalb gleich ganz sein. Wir halten Sie auf dem Laufenden, wer diesen heißen Kampf der Sympathieträger für sich entscheidet.

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Eine halbe Ewigkeit (mindestens)

Meist lesen sich die Meinungen von Christoph Ruf ganz annehmbar. Heute weiß niemand, was ihn zu einer Tastaturbetätigung mit folgendem Resultat getrieben hat:

236 Minuten war Klose im DFB-Dress ohne Torerfolg geblieben.

Das sind nach Trainer Baade ziemlich genau 2,62 Spiele ohne Tor (um das Ganze noch etwas zu verschwurbeln, fügen manche hier gerne: -erfolg ein), was natürlich ungeheuerlich ist und auf jeden Fall damit bestraft werden sollte, dass der Kandidat nicht nur nicht aufgestellt wird, sondern geteert, gefedert und danach vielleicht noch gekreuzigt wird. Ein Spieler, der fabulöse zweieinhalb Spiele lang keinen Torerfolg erzielt hat, was soll man mit so einem sonst noch anfangen?

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Der immer junge DFB

Live-Ticker Frauen-Nationalmannschaft: Norwegen – Deutschland 1:0 (1:0) **** Letztes Tor: Knutsen (42.) ****

Wer jetzt auf noch mehr Inhalt wartet, wartet vergeblich. Das ist der gesamte Inhalt des Live-Tickers des DFB zum Länderspiel seiner eigenen Frauenauswahl, 55 Minuten nach Anstoß.

2008, woll?

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Wenigstens ein Mal, bitte

Vorsicht, langer-Bart- bzw. alte-Hüte-Alarm (dennoch bleibt es wahr):

Es muss doch wirklich nicht immer dasselbe sein, die Auswahl ist groß, bitte, greifen Sie zu und machen Sie dann auch Gebrauch!

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Kreatievianer

Die [hier Bezeichnung der Mitglieder einer Nation einfügen] sind keine [hier Bezeichnung der Mitglieder einer anderen Nation einfügen], das hat man genau gesehen.

Wenn man ein Zitat zitiert oder es nur so leicht abwandelt, dass sich nichts an dem Kerngedanken der eigentlichen Äußerung ändert, ist man kein neuer Urheber eines Bonmots, dann ist man einfach nur einer, der irgendwelche Zitate zitiert oder genauer gesagt, der halt so quatscht, wie Fußballer quatschen.

Brasilianer waren sie noch nie, die Griechen.

Zapperlot, dieses Bonmot kracht dermaßen, dass man am liebsten abschalten würde. Der Hintersinn, der Witz, das präzise Ausformulieren — alles glatte Note 1. Besonders die Kreativität eben genau daran, einfach ein Zitat zu zitieren. Meine Stimme hat dieses Zitat sicher.

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In the year 2525

In jenem Jahre wird es vielleicht soweit sein, dass alle an diesem Ballyhoo Beteiligten die lächerlichen 17einhalb Regeln kennen, bevor sie sich hinstellen und über dieses Spiel palavern. Einfach nur um ein Gefühl dafür zu bekommen, was ein echtes Regelwerk — und nicht nur ein paar nicht zu Ende gedachte und dahingeschmierte Sätzchen — ist, empfehle ich die Lektüre der Regeln des American Footballs. Schade, dass ich im Jahre 2525 schon tot gewesen sein werde, denn diesen Moment, in denen Menschen, deren Job es ist, über das, was innerhalb der 17einhalb dahingeschmierten Regeln passiert, zu berichten, zu sinnieren und es zu analysieren, die Regeln kennen, hätte ich gerne noch erlebt.

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Nachrichten aus der Zukunft

Die vorgestern erst erwähnte RPO hat wieder etwas Neues für uns in petto. Diesmal sind es nicht Liveticker aus der Vergangenheit, sondern Nachrichten aus der Zukunft:

Von Heidfeld bis Vettel
Formel-1-Stars im Fußball-Fieber

Montreal (RPO). In ihrem Beruf machen sie immer Tempo, doch in Montreal hatten es Nick Heidfeld und Co. besonders eilig. Der Grund: Auch die Formel-1-Stars hat das Fußball-Fieber gepackt. Schnell die Siegerehrung, danach einige Interviews, und dann nichts wie ab unter die Dusche.

Es gab keine Zeit zu verlieren, denn nur 15 Minuten nach dem Kanada-Grand-Prix flimmerte im Fahrerlager der EM-Auftakt der deutschen Mannschaft gegen Polen in den spontan eingerichteten „Sports Bars“ über die Bildschirme.

Hier flimmerte noch gar nix, aber in der RPO-Redaktion ist man traditionell mit der Zeit gut vertraut und kann sie nach vorne oder nach hinten manipulieren, wie man lustig ist.

Davon abgesehen interessiert es Karl Gesäß, ob irgendein Formel-Langweilig-Steward EM guckt oder deshalb schneller duscht.

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Sechs Gegentore und sechs Wechsel

Achja, die einfache Variante der Ideen für Beiträge: ein bisschen klugscheißen.

Nachdem Trainer Dotchev in Paderborn das Klonen bereits im Training ausprobiert hatte, setzte er diese gefährliche Waffe auch in der Partie bei Erzgebirge Aue ein. Das Resultat seiner gewagten Wechselaktion ist jedoch bekannt: genauso viele Gegentore wie Auswechslungen. Gonther I behauptete später im Interview übrigens, dass es hauptsächlich an Gonther III gelegen habe, der zu häufig Gonther IV übersehen habe.

[photopress:aue_paderborn.jpg,full,centered]

Zu weiteren Auswirkungen des Klonens auf den Fußball, die Welt und das Leben warten wir noch auf die Antwort von Isaac Asimov, dem unsere Fragen seit eigenen Stunden vorliegen.

(Böse Zungen behaupten übrigens, dass Alexander Löbe schon seit Jahren nur noch seinen eigenen Klon spielen ließe, mit normalen Mitteln seien seine Leistungen in seinem hohen Alter nicht erklärbar.)

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